Sonntag, 31. März 2013

Wie eine Zwiebel...

Wie eine Zwiebel schäle ich mich.
Und heute weine ich viel, wie man das halt so macht beim Zwiebel schneiden (was mir real komischerweise gar nicht so passiert).

Ich häute mich. Und ich glaube, dass ich sehr große Angst habe was dann kommt. Ich könnte etwas schreckliches entdecken. Oder gar nix, was wenn ich im innersten Kern leer bin?

Die erste große Haut legte ich ab, als ich auch den letzten Kontakt zur Familie abbrach.
Die zweite Haut, war die Sucht nach Nikotin.
Jetzt ein Jahr später, nachdem ich diese Häute weggelegt habe, kam eine weitere Schutz/Vermeidungsstrategie weg:
Mich ständig um alle anderen zu kümmern.

Es wird schon brenzlig, all die vielen Ablenkungsmanöver sind weg, ich komme mit mir in Kontakt. Einerseits ist das ja schön und tut gut (siehe gestern) andererseits ruft das die innere Familie auf den Plan. Denn es war ja immer streng verboten seine Bedürfnisse zu fühlen oder überhaupt Gefühle zu haben!

Es kämpft in mir. Ein Hin und Her.
Ich merke das an den Alpträumen
und dass ich wieder vermehrt das tiefe Brummen im Ohr habe.

Und was passiert, wenn ich mich diesem Verbot widersetze?
Nackte Panik überrollt mich. Die pure Existenzangst. Der Kopf weiß schon, dass ich es HEUTE ja DARF.

Auch zeigt sich die nächste Strategie um Gefühle zu vermeiden:
Kauf - bzw. Aktivitätssucht.
Klar macht es Spaß mir neue Dinge auszusuchen, diese aufzubauen, meine Wohnung neu einzurichten, auszumisten und zu putzen,
aber ich spüre, dass ich flüchte.
Und Sucht erkennt man immer daran, wenn etwas zwanghaft wird.
Ich muss mich total zusammenreißen, heute mal nix zu kaufen.
Ich versuche also nicht meinen Warenkorb zu füllen.

Und ich spüre sie schon wieder nahmen,
diese kalte innere Leere...

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