Samstag, 9. März 2013

Hausaufgabe

50x mal schreiben:

Ich kann noch so sehr hoffen, dass ich auch irgendwann nur 7-8 Std. Schlaf brauche und dann erholt aufwache.
Fakt ist aber, dass ich seit gut 32 Jahren mindestens 9 Std. Schlaf brauche.

Ich kann noch so sehr an mir arbeiten, irgendwann werden mich immer wieder Zitteranfälle heimsuchen. Nämlich dann, wenn es mir zu viel wird. Sei es der Geräuschpegel oder stickige Luft oder dass die Menschen mit denen ich unterwegs bin aufgedreht und nicht integer sind.

Weil mein Körper mehr an Energie verbraucht, muss ich ihm öfter welche zuführen. Das heißt: Eher 5x am Tag essen und nie ohne Müsliriegel/Breze ect. aus dem Haus gehen, wenn ich länger unterwegs bin.

Wenn ich müde bin, kann ich mich nicht mehr zusammenreißen, da kann ich schon mal pampig werden.

Ich kann auch aufhören gegen mich zu kämpfen und so tun, als hätte ich ein dickes Fell. Fakt ist auch, dass ich mehr spüre von dem Menschen der gerade in meiner Nähe ist und mich das angespannt sein lässt.

Fakt ist auch, dass ich sehr viel Langsamkeit bräuchte, damit es mir gut geht. Vor allem im handeln. Mich da zu bremsen fällt mir sehr schwer.

Es wird auch keinen normalen Kaffee mehr geben, sondern nur noch entkoffeinierten.

In Zukunft werde ich mehr Geld für Fahrten in die Natur ausgeben. Weil ich das dringend bräuchte. Das ist z.B. so eine Pille, die ich mir immer von den Ärzten gewünscht habe, dass es mir gut geht.

Außerdem werde ich mir noch eine schicke Sonnenbrille zulegen, denn auch das grelle Sonnenlicht stresst mich.

Es wird mir schwer fallen, aber ich werde sooft es geht nicht versuchen eine andere zu sein.

Ich kann aufhören gegen mich zu kämpfen...

Oder kürzer:
Ich akzeptiere mich so, wie ich bin.

Etwas runterscrollen, da ist ein guter Text, wie es hochsensiblen Personen auf einer Feier ergehen kann:
http://www.das-wasser-des-lebens.eu/3.html

Kommentare:

  1. mir geht es genauso, und ich frage mich oft, wie ich es jemals schaffen soll, mich wieder beruflich "normal" zu integrieren, weil jede Tätigkeit, wo man mehr als 3 -4 Stunden Stress und vielen Menschen ausgesetzt ist, absolut unmöglich ist...packe es nicht mal einige stunden im gleichen Raum zu sitzen mit anderen Menschen, zu viele Eindrücke, zu viel Nähe...

    geschweige denn 8 Stunden täglich zu hackeln, dann noch die Wegzeit hin und retour in überfüllten Verkehrsmitteln mit frustrierten und müden Menschen...

    Aber von Teilzeit Arbeit kann man ja so gut wie nicht leben....

    gehen dir eigentlich auch solche Dinge durch den Kopf? oder hast du mit der Arbeitswelt bereits abgeschlossen?

    vielleicht ein Post dazu? wie du gerne mit deiner HSP Art arbeiten möchtest? in welchem Bereich und setting?

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  2. Oh doch das geht mir sehr oft durch den Kopf und ich hab dazu auch schon viel geschrieben,
    unter *Arbeit*
    http://regenfrau.blogspot.de/search/label/Arbeit
    die Wegzeiten sind für mich auch Horror. Das blöde ist auch: einerseits langweile ich mich sehr schnell, und die andere Seite ist schnell überreizt.
    Ich brauche ein sichtbares Ergebnis, sozialer Beruf wirds definitiv nicht mehr, Umschulung ist auch schwierig wegen großer Trigger, ich liebe Auto fahren, aber meine Nerven nicht, ich wär auch froh, wenn wenigstens Minijob ginge...Aufstocken kann man immer noch, auch bei Teilzeit, wenn es nicht reicht. Das ist zwar blöd, aber...tja.
    Ich bin auch am gucken, was passen könnte, am in mich hinein horchen was gehen könnte usw.
    Ein ziemlicher Drahtseilakt.
    Nur nicht aufgeben :-)
    Was hast Du beruflich so gemacht?

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  3. Hmm, schon einiges hab ich gemacht, gelernt hab ich Kulissenmalerin beim Theater, dann bin ich in Wien Fiaker gefahren, bei der Post war ich schon und im Büro, in einer tiefgarage, aber nur kurz....zuletzt im Sozialenbereich mit alten Leuten, in den letzten beiden Jahren persönliche Assistentin einer alten DAme....

    aber richtig so jahrelang am Stück durchgearbeitet hab ich noch nie, immer wieder Pausen dazwischen....

    habe nie richtig funktioniert!

    jetzt mal ich BIlder und beschäftige mich viel mit Geistheilung und allen Themen, die mit ganzheitlicher Gesundung zu tun haben....

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  4. Für's Protokoll:
    Wir streichen den Satz "habe nie richtig funktioniert!"
    Ich empfehle noch ein Buch:
    Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast, von Barbara Sher.
    Sieh es positiv: Du bist vielseitig begabt und kreativ.
    Heutzutage werden ja nur Spezialisten gebraucht, aber wenn mal ein anderes Schräubchen wackelt, haben sie keinen Dunst mehr. Und sind völlig aufgeschmissen.

    Universalisten sind doch die wahren Lebenskünstler.
    Nix einfacher als das: 40 jahre im selben Job, mal ehrlich das kann ja wohl jeder. Aber nicht immer wieder etwas völlig verschiedenes zu tun, sich da einarbeiten, sich da einlassen...
    Diese geraden Lebensläufe sind doch zum sterben langweilig. Über was willste dich da mit so jemanden unterhalten?

    Ich mag die kreativen Lebensläufe total, auch wenn man mal weniger Geld hat, oder schief angesehen wird, es wird Gründe haben,w arum Du soviel gewechselt hast, so vieles gemacht hast, hat es Spaß gemacht? Ich vermute mal. :-)

    Steh zu Dir! Du wirst wieder etwas finden. Nein, keinen 9-17h-Job, sondern einen Maßgeschneiderten only for you! Das bist Du! Das ist Dein Leben! Einzigartig!
    Alles was Du mal gemacht hast, wird Dir irgendwo, irgendwann wieder nützen (mir geht das so, selbst angebliche absolute Fehlgriffe, wie die Komsetiker-Ausbildung, helfen mir heute noch!)
    Ich wünsche Dir Frieden. Ehrlich!

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  5. hmm, Danke!

    ehrlich gesagt war ich bis jetzt stolz darauf, dass ich mit meinem eigenartigen und einzigartigen Lebenslauf nirgendwo integrierbar war, also in diese ganzen 0815 Jobs, wenn du weisst was ich meine! aber so langsam geht es mir auf den SAck!

    will endlich wo dazugehören, meinen Platz finden! Wurzeln schlagen! ankommen! mich wohlfühlen.

    Nur, und das kennst Du sicher auch gut, wenn man eine gewisse Lebenserfahrung hat, chronische (seelische) Schmerzen (die sich bei mir als extremes Verlassenheitsgefühl äussern) und dann noch dazu diese verd..... Hochsensibiliät, kann man nicht einfach Brötchen verkaufen gehen, oder den ganzen Tag in einem Laden stehen mit 100 000 stressigen Leuten um einen, sowas halte ich einfach nicht aus, das weiss ich. Also muss ich als HSP von vornherein einige JObs aussortieren, die wer anderer locker wegsteckt....

    was fällt weg:

    - (ständig)laute Umgebung
    - beobachtet werden bei einer arbeit (da krieg ich die Krise!)
    - Chefs die mir dauernd über die Schulter schauen und das damit verbundene Gefühl ständig überwacht zu werden!
    - monotone Tätigkeiten (Langeweile!)
    - rigide arbeitszeiten (jemand anderer verfügt ständig über MEINE Lebenszeit!)
    - oder den ganzen TAg mit unmöglichen Leuten in einem Raum eingesperrt zu sein (MObbing im Büro!)
    - Tätigkeiten im sozialen Bereich bei denen man ständig am eigenen LImit läuft und die noch dazu mies bezahlt sind

    Bitte, was bleibt da noch über in der modernen Arbeitswelt???

    Ich krieg die Krise, ehrlich :(((

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  6. Hallo, da stellt sich mir die Frage: willst Du wirklich durch einen Job Deinen Platz finden? Das Heimatgefühl wirst Du nirgends im Außen finden, sondern *klug-daher-laber* nur in Dir drin.
    Was soll der Beruf wirklich für Dich sein? Meist kann er nur 2-3 Dinge erfüllen wie: sich selbst ernähren, Tagesstruktur oder Begabungen fördern...
    Guck mal in die HSP-Foren da findet man einiges zum Thema Arbeitswelt.

    Beste Grüße

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