Donnerstag, 28. März 2013

Auf der Suche

Jetzt nachdem ich mich mehr auf mich konzentriere und ich gerade mal kein Drama inszeniere, wird es sichtbar:
Das große Loch mit einem Fragezeichen:

Was will ich im Leben?

(ich bin immer noch erschüttert, wie sehr ich in Gedanken und mit meinen Gefühlen ständig bei den Anderen war/teils natürlich noch bin. Ein kleines Beispiel dazu erzählte ich heute in der Therapie:
Ich gehe mit dem Hund in einem Park spazieren.
Ich mache mir Gedanken, was die Menschen denken, wenn ich jetzt den Hund frei laufen lasse. Das absurde: Es sind gar keine Menschen da!!! JA, ich mache mir um ungelegte Eier Sorgen. Und das zu Ostern. Haha.)

Also, da ist das Loch und ich sehe es. Das große, schwarze, leere Loch. Das will ich nicht haben und stopf es wieder zu: Ich lese, ich surfe im Netz, ich kaufe Dinge ein, die ich nicht brauche oder mir gar nicht leisten kann, früher ging ich erstmal eine rauchen usw...
Ich weiche mir, den Fragen und dem Leben aus.
So kann das aber nicht weiter gehen und ich bleibe immer öfter einfach bei diesem Loch und lerne es auszuhalten, dass es da und leer ist. Ich atme einfach weiter.

Jetzt ein kleiner Abstecher.
Ich habe ja einen neuen Tisch.
Ihr glaubt gar nicht was das ausmacht.
Ich fühle mich freier, übersichtlicher, ich bin strukturierter am PC, klarer...
Und irgendwie auch kein Wunder: Den alten Tisch hatte ich 14 Jahre lang. Meine turbulentesten Zeiten!
Was hab ich an dem Tisch geheult, geschrieben, geraucht, diskutiert, gegessen, getrunken, gebastelt, telefoniert...
Wie viele Menschen an dem Tisch saßen!
Wie viele Orte der Tisch schon gesehen hat!
Es war ein schwarzer runder Tisch,
jetzt habe ich einen weißen, rechteckigen.
Erstaunlich was das ausmacht.

Gestern abend hatte ich eine "magische Zeit". Ich wollte nicht sinnlos im Netz rumsurfen, sondern ein Video anschauen. Dazu besuchte ich 2 Seiten und fand folgendes:
Eine sehr sympathische Moderatorin, auf der Suche...

http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/tag7/auf-der-suche-sabine-heinrich?documentId=13765980

Weil ich die Sendung so berührend fand, ich mich dort wieder erkannte, und auch staunte und lachte, sah ich heute nachmittag mal nach, ob es von der Sendung noch mehr Folgen gibt.
Und die gibt es.
Was ich da sah und hörte, ließ mich wieder weinen, weil es so sehr paßt und es genau das Thema hatte was es auch heute in der Therapie war:
- nicht mit Gefühlen, Anteilen, Stimmungen, Gedanken identifizieren sondern nur: wahrnehmen!
- mehr im Jetzt bleiben und nicht ständig meiner Zeit voraus sein
- und sich weniger davon beeinflussen lassen, was die Menschen um einen herum, von einem denken könnten.
Und auch diese Moderatorin fragt sich: Wo will ich noch hin in meinem Leben?

Wer es auch sehen mag:
http://www.ardmediathek.de/wdr-fernsehen/tag7/-wo-will-ich-noch-hin-mit-meinem-leben-christine?documentId=13588628

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