Donnerstag, 28. Februar 2013

Frau Schalk spricht


Wenn Frau Schalk in Zukunft zu Wort ähh Schrift kommt,
ist dies immer mit einem Augenzwinkern gemeint.
Heute hat Frau Schalk auch was zu sagen, nein zu schreiben. Bitte:

Man darf das Leben nicht zu ernst nehmen. Kommst eh nicht lebend raus. Jaja ich weiß, uralte Weisheit.

Mensch A:Ich hab auch Depressionen.
Ich: Boah, gleich mehrere? Das ist ja übel. Mir reicht eine.

Du? Depressiv? Sieht man dir gar nicht an.
  1. Gottseidank.
  2. NOCH nicht!
  3. Ja danke, ich habe mir letztens erst die Mundwinkel straffen lassen, ich dachte mir so: nö jetzt hängen die schon bis zum Knie, jertzt wird’s Zeit, das ich was tue!
  4. Ok, ich werde ab sofort nur noch ernst schauen.

Du? Depressiv? Aber ich seh dich doch sooft mit dem Radl.
Joah hat einen ganz einfachen physikalischen Grund: 3 mal treten, dann Leerlauf und trotzdem 30m weit kommen. Sprich: Kraftersparnis, ich hab nämlich eh so wenig davon.
Geh mal 3 Schritte, bleib stehen und schau was passiert.
Na?

Merke: Ich bin nie 356 Tage am Stück depressiv.
In meinem Rundum-Paket waren sogar Stimmungsschwankungen drin. Die sind geil! Dazu morgen mehr.
Ich lache sogar. Hin und wieder. Also abundzu. Und das dann richtig laut, lang und dreckig.

Stell dir vor, ich bin depressiv und meine Wohnung ist sauber!
Als Depressive liebe ich den Morgen, was man laut Ärzteschaft aber gar nicht kann. Ich bin halt kein perfekter Depressiver, der brav abends dann munter wird.
Manchmal hab ich in schwer depressiven Phasen sogar Appetit! Meist auf Pizza, Bier und Tiramisu.

Letztens über ein Buch gestolpert mit dem Titel:
Der Weg aus der depression von Hort Voll. 
Na? Schnackelts? Brüller oder? Bei dem Namen wär ich auch depressiv, so als Vollhorst. Meiomei, der arme Mensch...

Hab ich noch irgendwas über Depressive vergessen?

So jetzt aber wieder zum ernsten Teil:
Derzeitiges Gänsehautlied

 

Mittwoch, 27. Februar 2013

Dieser Morgen

Endlich mal wieder durchgeschlafen.
Endlich mal wieder diese innere Ruhe spürend.
Beides dank Tavor.

Draußen dicker Nebel. Herrlich.
Innen Kerzen. Auch herrlich.

Mal wieder singend. Tu ich ja viel zu selten.
Tibetisches Mantra (Om Tare) gesungen von einem Frauenchor in einer Kirche. Immer wieder Gänsehaut (Carien Wijnen).

Danach meiner Lieblingsfreundin per Hand einen Brief geschrieben.
Sehr erdend.

Ein Seelenmorgen.
Die Seele ist genährt.

Ich atme tief durch.
Es geht mir gut.

Dienstag, 26. Februar 2013

Die Nacht

Sehr interessante und passende Träume:

1. Ich werde von einem Mann sexuell belästigt. Wehre mich kaum, vertraue mich aber recht schnell einer Frau an und schleppe es nicht mit mir herum.
(Thema: Mich anvertrauen, öffnen)

2. Weil ich nicht mit mir in Kontakt bin und das tue was bestfriend vorschlägt, befinde ich mich kurz darauf in einer misslichen Lage: Hängend an einer Brücke, nur meine Finger umklammern den Boden, während unter mir sich eine tiefe Schlucht auftut. (boah ich hatte sogar im Traum Höhenangst).
Während sich bestfriend locker hochschwingt, kann ich das nicht und bin auf seine Hilfe angewiesen. Er bastelte eine Konstruktion, immer wieder rauschen Züge über diese Brücke. Laut. Donnernd. Alles sehr beängstigend.
Handy von bestfriend klingelt und ich bettel er möge da nicht dran gehen, sondern mir helfen! Er geht dran.
Ich schau mich um und entdecke ein recht gut erreichbares Grundstück, ich hangel mich hinüber und sogleich empfängt mich auch ein erboster Eigentümer, aber: ich habe festen Boden unter den Füßen, ich bin in Sicherheit!
(Thema: Um sich selber kümmern, selber aktiv werden und nach Hilfe schauen! Und sich von pöbelnden Mitmenschen nicht gleich verjagen lassen. Die tun nix :-))

3. Ich bin mit meiner Schwester unterwegs und will noch in eine Kirche. Sie nicht, also verabreden wir uns in einer halben Stunde am Auto.
In der Kirche muss man die Schuhe ausziehen. Es gibt locker verstreut Sessel und Sofa, ich schnappe mir eins, drehe es um, damit ich mich bequem anlehnen und nach vorne schauen kann. Sofort kommen zwei Damen und meinen, dass das ein gefährlicher Platz wegen einem Wasserschaden sei, sie deuten nach oben an die Decke.
Ich denke mir, wenn das gefährlich wäre, hätte das die Kirche schon gesperrt und ignoriere die Damen.
(Thema: Meinen guten Sitzplatz nicht madig machen lassen, von so paar Neidern, die es nicht ertragen können, wenn es sich andere gut gehen lassen!)

Irgendwann geh ich wieder raus und: Meine Schuhe sind weg. Ich nehme andere, die sogar noch schöner sind, aber eben nicht meine.
(Thema: wie oft hab ich mir fremde Schuhe angezogen, die gar nicht für mich bestimmt waren? Zu viel Verantwortung...)

Draußen suche ich das Auto und recht schnell wird mir klar: Meine Schwester hat sich vom Acker gemacht (wie typisch, auch real tut sie keinen Strich für andere, sieht nur sich).
Ich werde panisch, weiß nicht recht was ich tun soll.
Irgendwann höre ich sie (über Handy?) wie sie ganz lieb säuselnd sich entschuldigt, dass sie weg hat müssen, wegen...*billige Ausrede*, sie hätte meine Sachen aber an der Tankstelle hinterlegt.
Who the fuck is hier ne Tanke?
(Thema: Auf immer und ewig die Finger von der Frau lassen und: bei dubiosen Personen nie ohne Geld und Handy unterwegs sein!)

Montag, 25. Februar 2013

Die Sprache des Körpers


Tja, wenn das denn so einfach wäre, mit den alten Geschichten.
Gestern überfiel es mich mal wieder: Diese Sehnsucht nach einer ganz bestimmten alten Zeit. Vor Schmerzen hat es mich nur so gebeutelt, während im Hintergrund  der hübsche Stedefreund ermittelte.
Zum Glück schaltete sich irgendein klarer Teil in mir ein, der meinte: Du kannst immer und überall in diese Zeit wieder zurück kehren! Du hast all das schöne erlebt, du kannst dich daran erinnern, geh im Geiste wieder zurück....und in mir kehrte eine unbeschreibliche Ruhe ein.
Der kindliche Teil der ganz wütend, enttäuscht und traurig herum schrie, lief sofort wieder über die Wiesen, saß in der heimeligen Küche und war im Kuhstall der Nachbarn.
Diese Zeit ist zwar vorbei, aber nicht verloren. Wie schön!

So sehr wie ich vor kurzem noch dran glaubte, eine Nebennierenschwäche zu haben (es passten aber auch alle Symptome) ergeht es mir nun wieder mit der Schilddrüse.
Ich musste recherchieren und lesen und finde mich auch da zu 99% wieder. Und der 6.März der mir Klarheit bringt ist noch so weit weg...
Die Schulmedizin hat natürlich keine Ahnung wie so etwas entsteht...die Naturheilkundler sprechen da eine andere Sprache.

Und wieder liefen die Tränen, weil es meine Geschichte ist: Tiefgreifende Ereignisse bis Traumata zwischen dem 9.-15.Lebensjahr, Verlust der elterlichen Geborgenheit, das "Schild" zur Außenwelt wurde nieder gemäht...usw.
Neue Schübe würden durch starken Streß wieder ausgelöst werden. Bingo!
Die Symptome ähneln auch vielen psychischen Erkrankungen, weswegen Psychopharmaka nicht helfen.
Ahja.

Viel Ruhe gönnen. Ahje, meine schwerste Aufgabe in diesem Leben.
Meine Augen schmerzen vom hellen Licht.
Die PC-Zeit muss für heute reichen. Es gibt noch Hörbücher.

Hoffnung...

Sonntag, 24. Februar 2013

Die kleine Magersüchtige

Ich war schon immer dünn bis klapperdürr.
Ich war schon immer ein normaler Esser: Nicht zu mäkelig, aber auch nicht alles in mich reinschlingend.
Ich esse gerne.
Ich koche auch gerne.
Und schon immer hieß es: "Mensch Mädel, iss doch mal mehr!"
Und ich hab mich immer verteidigt und erklärt, dass wir alle in der Familie halt so dünn sind und ich schon genug esse.
Am schlimmsten waren Schwiegermütter in spe, die dann einfach meinen Teller ständig wieder auffüllten.
Jaja, sie haben es ja nur gut gemeint.
Ich finde das bodenlose Frechheiten. Ich sag ja auch zu keinem: "Mensch Mädel, färb dir mal wieder die Haare, lass dir mal den Busen vergrößern, deine Watschelfüße richten, den Penis verlängern oder die Zähne bleichen!"

Vor 4 Jahren wurde es dann etwas bedenklich, weil ich nur noch 56 kg auf die Waage brachte. Bei einer Größe von 183cm. Das war keine Absicht, sondern der Streß.
Einmal erkältet, schwubbs sind 2-3 Kilo weg.
Alles hab ich probiert, um wieder Fleisch auf die Rippen zu bekommen. Es ging nur sehr sehr schwer voran. Und ich litt darunter.
Wohlfühlgewicht ist was anderes.

Letzten Herbst zeigte die Waage 73kg (isch abe gar geine Waage, mach das immer bei der Nachbarin). Meine Hosen kneiften und ich fühlte mich dick. Kein Wunder, das erste Mal, dass ich Normalgewicht hatte!
Und das erste Mal, dass ich dachte: Nö, über 70 ist zu viel! So 68kg wär wieder genau perfekt.
Und das erste Mal, dachte ich über Gewichtsreduzierung nach!
War irgendwie komisch.

Aber der Darmpilz spielte mir da in die Hände, weil ich da eh keinen Zucker und kein Weißmehl sowie möglichst wenig schnell verwertbare Kohlenhydrate essen darf. Nun nehme ich also ab.

Es ist auch so, dass wenn ich abnehme, man mir das als erstes im Gesicht ansieht. Das wird dann sehr schmal bis leicht eingefallen. Ich find das ja hübsch, weil ich eh ein markantes Gesicht habe.
Bei den Hosen brauch ich wieder Gürtel und ich fühle mich leicht und wohlig.

Nur die anderen sind wieder leicht entsetzt:
"Oh Gott, hast Du abgenommen ?!?!?"
"Du bist aber wieder schmal im Gesicht!!!"
"Gehts Dir gut, Du bist so dünn geworden!"

Und in mir, gibt es einen Teil, dem das sehr gut gefällt, dem es wohlig-schaurig den Rücken hinunter läuft, der es genießt, dass ich wieder die Kontrolle über meinen Körper habe.

Ich kann den Kick der Magersüchtigen ein wenig nachvollziehen, aber keine Angst,  ich bin himmelweit davon entfernt, eine Magersüchtige zu werden.

Dafür esse ich viel zu gerne!

Samstag, 23. Februar 2013

Dieser Tag

Der Samstag in Stichpunkten:

Heulend aufgewacht...dank eines superrealistischem Alptraumes, mein ganz persönliches Horrorszenario, wenn das irgendwann mal so eintreten sollte.

Ganz viel Dämmerschlaf...Körper wie Pudding... völlig fertig.... jeder Schritt zu viel...

Candidadiät NERVT...Hirse-Bratlinge schmecken genauso wie sie heißen...

Trauer...Schmerz....aber auch Erleichterung, wenn da wirklich was mit der Schilddrüse ist...der Verdacht bestätigt sich immer mehr und  wenn es das wirklich ist, kann ich genau den Zeitpunkt nennen, an dem das ausgebrochen ist.
Hals: Wie viel hab ich an Worten, Tränen, Gefühlen runtergeschluckt?
Wie oft hab ich gegen mich gekämpft...
wieder ins Bett fall...

Donnerstag, 21. Februar 2013

Moooment!

Eine Blutabnahme und deren Ergebnis ist immer eine Momentaufnahme.
Seit ich die Verantwortung für meine Gesundheit selber in die Hand genommen habe (also seit gut 2 Jahren) und diese nicht mehr komplett an die Götter in weiß abgebe, hebe ich solche Laborbefunde auf. Auch Rechnungen vom Zahnarzt ect.

Jetzt kann man gut verfolgen, dass ich über Monate, langsam aber sicher, in eine Schilddrüsenüberfunktion gerutscht bin. Und diese jetzt auch labortechnisch erfasst wurde!

Ich jappse nach Luft.
DAS erklärt viel. Sehr viel.

Ich hatte schon einmal grenzwertige Werte (ähm ja nette Wortkonstellation) der Satz vom Arzt war damals: "Wenn Sie wollen, können Sie Tabletten bekommen, muss man aber jetzt noch nicht!"
Nein, ihr Volldeppen! Ich weiß schon, dass man von euch erst was bekommt, wenn man schon halb im Grab liegt.

Meine Worte von damals: "Es wurde auch mal eine Zyste entdeckt, die würde ich....gerne nochmal anschauen/kontrollieren lassen" wollte ich noch sagen, doch da fiel mir wiederum der Doc ins Wort mit den Worten (heute habs ich mit den Wörtern...):
"Ach das hat ja heutzutage fast jeder...." und wechselte das Thema.
Ich stand da, wie der Ochs vorm Berg.
Achsooo weil heutzutage fast jeder raucht, sauft und übergewichtig ist (wahlweise einzusetzen: Kinder schlägt, Frauen ermordert, Kollegen mobbt) ist das natürlich völlig normal und da muss man nix machen.

Irgendwer sagte schon einmal, sowas wie: Krankheit definiert die Gesellschaft immer als das, was gerade unnormal ist. Wir erinnern uns: Homosexuelle waren bis vor kurzer Zeit auch noch psychisch/geistig krank!!!!

Ok zurück zum Thema.
Schilddrüsenüberfunktion.
So.
Erklärt natürlich (u.a.) meine ständige Nervosität und Hibbeligkeit und 1000 Sachen auf einmal machen müssen.
Tzzz da kannste meditieren, biste schwarz wirst. Das hilft garantiert nicht, bei ner Überfunktion!
Erklärt, dass ich fressen kann, fast ohne zuzunehmen. Ganz nett, aber auch nicht das gesündeste.
Erklärt, warum ich trotz Minustemperaturen und überhaupt immer schwitze!
Erklärt den schnellen Puls und teilweise Panikattacken.
Erklärt den unruhigen Schlaf!
Erklärt auch, diese Erschöpfung. Wenn der Körper immer innerlich so brennt, brennt man aus. Iiihhhh da kommt das hässliche Wort: Burn-out! *kotz*

Wahrscheinlich hing ich vor 8 Jahren auch in so einer Überfunktion.
Doch da alle Ärzte mich eh schon in die Psycho-Schublade gesteckt hatten, kam keiner drauf die Schilddrüsenwerte mal anzuschauen.
Stattdessen kam *tataaaaa* eine neue Diagnose zu meinen 523 anderen dazu:
Manisch-depressiv.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich heulen oder lachen soll.

Heute ohne Bild.
Kannst ja eine lesen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Yes Sir!

Ich kam gestern meinem ganz persönlichen Drill Instructor auf die Spur.
Also meinem inneren Persönlichkeitsteil.
Innerer Antreiber? Innerer Kritiker? Blödsinn, das sind doch alles Luschen. Ich hab die härteste Variante gewählt, erwischt...what ever.

Wenn ich so einem Ego-State auf die Schliche komme, oder auch nur einem Gefühl, hilft es mir immer sehr, mir das als Wesen vorzustellen und ich rede auch mit denen (innerlich natürlich).

Gestern passierte dann folgendes:
Ich "sah" diesen Anteil, er war in Menschengestalt aber ohne Gesicht und Geschlecht. Er bewahrte seine coole, eiskalte Maske, aber ich fühlte, dass es ihm sehr peinlich war, nun erwischt worden zu sein. Wir standen uns ca.10m voneinander entfernt gegenüber, in einem ganz weißen leeren Raum, mit einem Fenster.
Beide angespannt. Bis ich mich entspannte und in den Schneidersitz fallen ließ.
Er war eigentlich gefählich, als würde er eine Pistole auf mich richten, aber ich tat so als würde ich das nicht bemerken.
Weil ja sowieso alles nur Bluff war.

Irgendwann ließ auch er sich nieder.
Und ich begann das Gespräch mit den Worten: "Du hast mich ganz schön gequält!"
Er blickte vor sich auf den Boden. Niedergeschlagen, betrübt, verloren. Ließ den Kopf hängen. Er nestelte nervös mit seinen Fingern herum und mir wurde klar, dass das SEIN Verhalten ist. Ich mache das immer, aber es gehört nicht zu mir! Da wurde ich nochmal eine Stufe entspannter. Es ist seine Nervosität.

Ich hatte Mitgefühl für ihn.
"Warum hast Du das gemacht?"
Seine Antwort trieb mir Tränen in die Augen. Und ich kapierte: egal welches Gefühl oder welches Teil von Dir sich zeigt und sei es noch so unangenehm: Es will dir helfen! Immer!

Irgendwann kam ich nicht mehr weiter. Meine Gedanken schweiften immer mehr ab. Den Teil zu mir ins Herzen holen ging noch nicht. Ihn wegschicken auch nicht. Es fühlte sich stimmig an, wenn wir im gemeinsamen Haus blieben, aber in getrennten Zimmern.
Ich "schau" jetzt immer mal wieder zu ihm.
Er ist still.
Wir leben nebeneinander und es wird sich zeigen was noch passiert.

Auf alle Fälle bin ich ruhiger, muss nicht mehr alles sofort machen und auch nicht perfekt, ich lasse mir mehr Zeit, atme tiefer...
Mir hilft diese Arbeit mit meinen Gefühlen unglaublich gut.
Imaginationen haben eine starke Kraft!
Und alles ist darin erlaubt, was hilft.
Kann ich nur empfehlen!

PS: Über Nacht hat es mal wieder geschneit.
Wahnsinn.
Aber auch schön.
Ein schöner Wahnsinn :-)


Dienstag, 19. Februar 2013

Wie war das damals?

Ganga (http://ganga-salamander.blogspot.de/)
hat mich gefragt:
"darf ich dich fragen, seit wann du dir die Problematik mit  deiner Familie und dir genau ansiehst, dich wirklich intensiv damit auseinandersetzt?"
Logisch darfst Du :-)
Da ich gemerkt, habe, dass ich das kaum in einer kurzen Antwort schreiben kann und ich selber gerne ein wenig Rückschau halten möchte, gibt es nun eine ausführliche Rückschau:

2002 (ich war 22J. alt)fing es an. Monatelang kämpfte ich mich in die Arbeit, ich wollte nur heim oder draußen sein, aber allein. Bloß keine Menschen, alles war mir zu viel. Totale Erschöpfung.
Der Psychiater diagnostizierte das erste Mal: Depressionen. (Nicht das ich die erst ab da gehabt hätte, sie fingen schon mit 13 an und das hatte nix mit der Pubertät zu tun, sondern da ist der letzte Tropfen zu meinem Trauma-Fass dazu gekommen.)

Ich las alles was ich zu Depressionen finden konnte, ansonsten ernährte ich mich von Kaffe und Zigaretten und war endlich allein. Zuhause, draußen, egal. Ich war monatelang krank geschrieben.

Trotz guter Literatur kam mein altes Muster zum Vorschein:
"Ich mach irgendwas falsch, deswegen geht es mir so schlecht."
Also fing ich an Dinge zu tun, von denen ich hoffte, sie würden mir helfen: Umziehen, neue Jobs probieren (den alten hatte ich gekündigt), meinen Körper verkaufen, in schrecklichen WG's landen, Männer kennenlernen...
Ich hab nur im Außen agiert, dass da draußen sollte mir meine Depri wegmachen. Eine neue Haarfarbe, neue Kleider, ein anderer Lebensstil, Pflegestelle für Tiere, zu viel Alkohol, gar kein Alkohol.
 Und fleißig mit meiner Familie Kontakt gehalten.
IRGENDWAS muss es doch geben.
Aber die Depri ist ein Schrei der Seele. Und der ist das da draußen herzlich wurscht!
 Klar war mir, dass die Depris schon auch aus der Kindheit/Jugend stammen, aber: ist doch vorbei. Vergessen. Schwamm drüber. Nach vorne schauen.

Ich war auch bei einem sehr sehr schlechten Therapeuten. Das bekam ich in meinem Dunst noch irgendwie mit und sagte nach den Probesitzungen, dass er mich nie wieder sieht. GOTT SEI DANK!
Sonst gab es noch paar Antidepressiva. Immer wieder. Wir haben alle durch. Bei allen ging es mir noch schlechter (wolle gratis Achterbahn im eigenen Wohnzimmer fahren?) Boah, echt Hölle.
All meine kläglichen Versuche halfen natürlich nix. Im Gegenteil.
Irgendwann war ich wirklich am Ende.
Körperlich-geistig-finanziell.
Ich verlor meine Wohnung und flog in meinem Wahnsinn ins Ausland.
Was natürlich alles noch schlimmer machte und ich dachte das ginge kaum mehr.

Ahje.
Die Wende kam 2007. In einer psychosomatischen Klinik.
Deren Konzept war für mich gänzlich ungeeignet (ich brauchte wahrlich keine Disziplin lernen), aber die Menschen, das gut aufgehoben sein, die Abwechslung, zur Ruhe kommen usw. halfen mir.
Und: das allerwichtigste: Zu erkennen, wie meine Familie darauf reagierte. Da schlackerte ich mit meinen Ohren. Mein Vater flippte völlig aus. Heute weiß ich, dass es seine Angst war, ich könnte ihm entgleiten, mich abwenden, ich stand ihm nicht mehr zur Verfügung.
Ich veränderte mich!
Da hallen sofort die Wörter der Therapeutin in mir:
"Ihr Vater braucht Sie mehr, als Sie ihn."
(und das in keiner erwachsenen Art und Weise!!!)
Der Rest erkundigte sich nie nach mir. 6 Wochen lang Totenstille, weil ich es wagte mir außerhalb der heiligen Familie Hilfe zu holen!

Dann ging ich in die 12-Schrittegruppen für erwachsene Kinder von Alkoholikern.  Hammer! Was ich da alles erfuhr! Es war völlig normal, wie ich reagierte, drauf war, Probleme löste usw. Ich recherchierte weiter über Suchtfamilien. Ich redete, chattete, schrieb mit Gleichgesinnten: Hörte zu, verstand immer mehr, meine Ohren hörten das schlackern gar nicht mehr auf!
Ab da: erstmals kein Kontakt zu Muttern. Da sie weiter trinkt und keinerlei Einsicht hat.
Auch sonst brach ich immer mehr aus dem Gefüge *Familie* aus: Feierte Weihnachten mit Freunden in einer Disco, rief Pa an seinem Geburtstag nur an und besuchte ihn erst später, meiner Schwester stand ich immer weniger zur Verfügung usw.
Ich blühte auf und meine Familie versuchte mich mit allen Mitteln zurück ins Boot zu holen. Wahlweise wurde ich umschmeichelt und lieb versorgt, um im nächsten Moment beschimpft, ignoriert, angelogen usw. zu werden.
Zuckerbrot und Peitsche.
Mein ganze persönlicher S/M-Club.

Mir aber, wurde immer mehr klarer, dass dort viel eher der Punkt lag, warum ich immer wieder völlig zusammenbrach.
2009 ging es in eine Tageklinik. Dort wurde das erste mal das Wort Trauma genannt. Wieder gelesen, recherchiert usw. Wieder ähnliche AHA-erlebnisse wie in den Gruppen. Familie wieder völlig hysterisch.
Mein Vater hatte mich finanziell in seinen Fängen.
Ich gab ihm seine Bankkarte zurück. Eisiges schweigen.

Seit Jahren immer wieder Versuche mit ihnen allen zu reden, mich zu erklären, Hoffnung sie mögen sich auch auf den Weg machen.
Völlig sinnlos.
Auch viel gelesen über  Bindungstrauma, Vernachlässigung, psychische Gewalt, Mobbing in der Familie...immer wieder: völliges erkennen und irgendwann auch die Einsicht: es geht schon lange nicht mehr um das was mal passiert ist. Das ist wirklich vorbei. Es geht darum, dass ich weiter extrem gedemütig, benutzt und missbraucht werde und das auf  eine so perfide Art und Weise, dass nur ein Weg bleibt: Abstand. Ganz ganz viel Abstand!
2010 auch Kontaktabbruch zu meiner Schwester, da ich bei ihr starke pathogen-narzisstische Züge sah und mir das so richtig Angst machte.
Zu guter Letzt seit 2012 auch keinen Kontakt mehr zum Vater.

Und endlich der Blick zu mir.
Eine 180 Grad-Wendung.
Jahrelang hab ich versucht meine Eltern zu verstehen, zu analysieren, zu erklären, zu...
Jetzt versuche ich MICH zu verstehen, zu erfühlen, kennen zu lernen, meine Bedürfnisse zu achten und zu erfüllen,
denn DAS ist der Weg aus der Depression heraus. (für mich)

Montag, 18. Februar 2013

Ente? Nix gut

Ein Scheiß ist gut.
Es gibt diese Tage (und ja ich weiß, die gehen auch wieder vorbei), da überrollt mich die Vergangenheit.
Ausgelöst durch ein Datum, von dem ich (wie sooft) dachte: "och macht mir nix aus."
Macht mir aber was aus.
Dazu ein Film der was angetriggert hat. In der Familie wurde nur manipuliert, intrigiert, gelogen, geheuchelt, auch vor Mord wurde nicht zurück geschreckt.
Beim Tanz der Frauen (onebillionrising) hörte ich, dass letztes Jahr 313 Frauen allein in Deutschland ermordet wurden.
Das ist fast jeden Tag eine!
In über 90% der Fälle war  es der Ehemann, Partner, Exfreund.
Der gefährlichste Ort für eine Frau ist ihr Zuhause.
Nicht der dunkle Park.
Hab ich selbst erlebt.

Gestern um 23h ins Bett.
Um 4h war ich wieder wach.
Dazwischen geisterten Sätze und Wörter durch mein Hirn:
Eigenen Kinder instrumentalisiert, wie ein Objekt behandelt, in Lieblosigkeit aufgewachsen, Beziehung bedeutet ständige Selbstverteidigung, narzisstischer Missbrauch, umgeben von Psychopathen, was bin ich froh neue Tel.nr. zu haben, niederträchtige Arschlöcher, meine Schwester meldete sich auch immer nur, wenn sie was gebraucht hat...

Kein Wunder, dass alles in mir aufgedreht ist..
Ich hätt jetzt gern die Zeit wie vor 2 Jahren: Keiner wollte was von mir, in den Tag hinein leben, fuck ich hab das Recht mich total zurück zu ziehen, ich will nicht mehr...
nur in meiner Wohnung bleiben, wenn einkaufen, dann gleich um 7h morgens, möglichst noch im dunkeln...mich sammeln, zentrieren, nur um mich kümmern.
Schnauze voll von meinem Helfersyndrom.

Klar könnte ich was absagen. Wenn ich das scheiß Geld nicht brauchen würde.
Trotzdem werde ich es mir selbst so gut gehen lassen und es mir recht machen wie es halt möglich ist.


Aber wisst Ihr was?
Ich hab auch keinen Bock auf schlechte Laune!


Sonntag, 17. Februar 2013

Kälte und Fragen


Was ist das Tolle an Kälte, Eis & Schnee?
Man freut sich umso mehr auf Wärme, grüne Bäume und auf's Radl fahren! Und auf weniger Klamotten, dafür mehr Luft und Licht auf der Haut!


Von Yafe http://www.yafeschwerelos.blogspot.de/
wurde ich getaggt.
Ich bin da jetzt mal ne kleine Spielverderberin und beantworte nur die Fragen :-)

Hast Du eine beste Freundin?
Ja, leider wohnen wir zu weit auseinander. Aber im Geist und im Herzen sind wir Geschwister.

☺ Wie würdest Du Deine Kinder nennen oder weitere, wenn Du schon welche hast?
Thomas, Manuela und Chantal (nein, kleiner Scherz)

☺ Was ist das kreativste was Du je gemacht hast?
Oh, ich denke immer wieder aus Nix oder Schei*e Gold zu machen.

☺ Welche Menschen sind inspirirend für Dich?
Die sagen was sie denken, Menschen die auf ihr Herz hören und auch mal aus der Rolle fallen.

☺ Welche 4 Dinge nimmst Du mit auf eine Insel?
Musik, bestfriend, Survivalhandbuch und einen Hubschrauber (*g* vielleicht will ich ja irgendwann wieder von dort weg!)

☺ Was ist Dein Lieblingskleidungsstück?
Derzeit meine neueste dunkelblaue Jeans, mit leichten Waschungen, perfektem Schnitt und kleinen Glitzersteinchen. Ewig danach gesucht.

☺ Schicksal oder Zufall?
Selbstgemachtes Schicksal.

☺ Würdest Du Dich freuen wenn eine unbekannte Frau/Mädchen dich auf der Strasse anspricht und Dich zum Kaffee einladen möchte, einfach weil sie dich nett findet und freunde sucht?
Absolut! Vor 1 Jahr hätt ich allein bei dem Wort *Kaffe trinken* schon Panik bekommen, heute würds mich echt freuen. Und ist mir auch schon passiert, allerdings tranken wir dann ein Bier und sie war lesbisch. Freunde wurden wir trotzdem ;-)

☺ Würdest Du gerne etwas ändern in Deinem Leben?
Ich hätte gern etwas anders in meinem Leben und bin gerade dabei zu schauen ob ich das aktiv selbst ändern kann.

☺ Über was hast Du in den letzten 24h gelächelt?
Einfach über gute Laune, im Bad ein Lied mitsingend.

☺ Wem hast Du in den letzten 24h was Nettes gesagt?
bestfriend und einer Bloggerin.

Samstag, 16. Februar 2013

Heute nur kurz

-->
Finde den Hund! (PS: Ihr zuzusehen, wie sie sich geduldig und erfinderisch einmümmelt, war ZU goldig!)
Beende jeden Tag, indem Du mit ihm abschließt.
Du hast getan was Du konntest.
Einige Fehler und Dummheiten haben sich eingeschlichen;
vergiss sie so schnell Du kannst.
Morgen ist ein neuer Tag.                                                               Du solltest ihn in Stille beginnen,
zu friedvoll um Dich mit Deinem alten Unsinn zu belasten.
- Ralph Waldo Emerson

Freitag, 15. Februar 2013

Tanzend streiken!

Hieß es gestern beim http://www.onebillionrising.de/
Aktiv gegen Männergewalt an Frauen!
Ich hatte richtig Lust hinzugehen, obwohl mein innerer Nörglerchor was moserte von *Fahrkarte kaufen...1 Std. Fahrzeit...zu müde....*.
Ich ließ ihn labern und fuhr los :-)

Davor war ich noch an einem meiner Lieblingskraftplätze, schlenderte an der Isar entlang und fühlte mich einfach pudelwohl.
Und wie war's? Kraftvoll!
Aber erstmal hübsch machen:
Mein Gute-Laune-Haarband oder auch Dreadlock-Look (bitte laut aussprechen) genannt! Ich sah erst danach, das tatsächlich dazu aufgerufen wurde, die Farbe des Lebens, also alle Rottöne, anzuziehen. Na, dazu passte ja auch meine knallorangene Tasche!

Dann hab ich gelesen:
Die Fähigkeit, 
das Wort NEIN auszusprechen, 
ist der erste Schritt zur Freiheit!
und: 
Today i'm perfect, for a perfect day!
Gesehen hab ich die:

Die Stelzenläufer fand ich wunderschön und musste denen ganz lange, mit ganz großen Augen zusehen :-)
Und dazwischen immer wieder das tolle Lied zum mittanzen:
(richtig laut, kommt es erst zur Geltung)


 Alles in allem: Ein schöner Nachmittag der gut tat und nicht zu vergessen: Wir können und dürfen hier auf die Straße gehn und unseren Unmut laut kundtun. In anderen Ländern werden Frauen dafür verfolgt und gelyncht.
Trotz allem wäre es mir lieber gewesen, wenn FÜR ETWAS demonstriert worden wäre. Da ja Energie der Aufmerksamkeit folgt, ging mehr Energie zur "Männergewalt" und all dem was sie schreckliches tun. Ich glaube kaum, dass man darüber noch eine Frau aufklären müsste.

Deswegen mein After-one-billion-rising- Aufruf:
JA zu unperfekten Körpern!
JA zu gleichen Löhnen bei gleicher Arbeit!
JA zum Mut sich zu wehren!
JA zu NEIN!
JA zu unkonventionellen Lebenswegen!
JA zur selbstbestimmten Sexualität!

Total schön: Bestfriend stand auf einmal neben mir und hat mich überrascht! Best of valentine :-)
Später:  Total durchgefroren  bei heißem Tee Buena Vistal Social Club gehört.
Perfect day ;-)

Donnerstag, 14. Februar 2013

Silke Blomeyer

Frau Blomeyer lernte ich am Tag der offenen Tür im Atelierprojekt in München kennen (http://www.atelierprojekt.de/)
Sie stand in eben jener offenen Tür und begrüßte die Gäste. Strahlend und euphorisch tat sie dies, man sah ihr sichtlich an welch Freude sie daran hatte und ich fühlte mich sogleich ebenfalls gut aufgehoben, denn sie erklärte mir nun, dass es gleich an's malen ging. Im Dunkeln! (natürlich nur wer wollte und ich wollte).
Eine wirklich schöne und gelungene Aktion.

Später unterhielten wir uns noch ein wenig  und ich spürte, dass ich gerne mehr über diese Frau erfahren möchte.
Dem ging ich nach und erfuhr unter anderem, dass sich unsere früheren Verwandten schon kannten. Wirklich erstaunlich!

Was es sonst noch über sie zu sagen gibt, erfahrt Ihr nun, wie immer, in einem kleinen Portrait:


Auf den Bildern ist mein Atelier zu sehen. Das ist  meine Produktionsstätte, " a room of my own" wie Virginia Woolf sagen würde, der für schöpferische Arbeit unerlässlich ist. 
Es ist, gerade in München, schwierig einen geeigneten und bezahlbaren Raum zu finden. 
Ich hatte Glück und genieße die Ruhe und die Möglichkeit ungestört zu arbeiten.  Am Anfang ist es komisch, den ganzen Tag alleine in einem Raum zu verbringen. Mit der Zeit wird es aber dann zum Bedürfnis und das Atelier zum Ort der inneren Sammlung.

Der Gegenpol zu diesem Maler-Eremitentum ist die Unterrichtstätigkeit am Atelierprojekt. Da muss ich nämlich aus mir herausgehen. Mir fällt das manchmal schwer, nicht umsonst sind "Lehre und Forschung" oft getrennt. 

Andererseits habe ich mit  Leuten zu tun, die sich für Kunst interessieren, das ist nicht selbstverständlich.Es macht mir Spaß, dazu beizutragen, dass Menschen einen Zugang zu Malerei bekommen und zu sehen, wie sie sich entwickeln und wie wichtig diese Tätigkeit in ihrem Leben wird. Das ist allerdings nicht  immer der Fall.
Oft bin ich auch mit vollkommen falschen Vorstellungen über Kunst konfrontiert: beispielsweise, dass ein Bild idealerweise wie ein Photo aussieht oder dass man mal  so eben ein gutes Bild malen kann, auf Anhieb und mit den richtigen Rezepten.
Ganz krasse Fehleinschätzungen sind bei unseren Teilnehmern Gottseidank selten.


Das Malerinnen-Dasein ist nicht immer einfach: Nicht umsonst hören 75% aller Kunstakademieabsolventen innerhalb der ersten 10 Jahre auf. Man muss sich immer selbst motivieren und parallel das Geld heranschaffen, denn die allermeisten Künstler können nicht von Ihrer Arbeit leben.
Trotzdem ist es eine so schöne, erfüllende Tätigkeit, die ich nicht tauschen möchte. 



 Wären Sie lieber attraktiver oder intelligenter?

Das ist die Gretchenfrage. Eindeutig wäre es ,wenn  man mir weniger Intelligenz und dafür mehr Attraktivität anbieten würde.Erstere würde ich nicht eintauschen wollen. Aber so?
Ich bin, leider oder Gottseidank, je nach dem,  mit einem ziemlich hohen IQ ausgestattet. Mehr Attraktivität würde mich aber auch meinen Zielen vermutlich nicht näher bringen.


Für wie viel Geld würden Sie eine Bank ausrauben?

Ist gemeint, was man mir geben müsste, damit ich es tue,oder wie viel ich dabei ergattern müsste? Eigentlich egal. Ich würde es nämlich gar nicht machen.( Aber nicht, weil ich nicht gerne einer Bank schaden würde...)

Was wollten Sie werden, als Sie klein waren?

Ich kann mich nicht erinnern, mir je darüber Gedanken gemacht zu haben.

Haben Sie Angst, wenn Sie in ein Flugzeug steigen?

Das Einsteigen ist noch ganz stressfrei. Beim Abheben jedoch ist mir schon immer etwas mulmig. Da ich in letzter Zeit öfter geflogen bin, ist  es  weniger geworden. Völlig entspannt bin ich da oben aber nie mit all der Luft unter mir, z.B. denke ich immer, dass das Flugzeug wackelt, wenn ich zu fest auftrete....

Müssen Gäste ihre Schuhe ausziehen, bevor sie Ihre Wohnung betreten?

Ganz klar: Nein. Mich stört es, dass es inzwischen fast üblich ist, dass man nur in Socken hereinkommen darf und meistens nicht-passende Hausschuhe erst auf Nachfrage bekommt, während die Schuhe draußen auskühlen .In der Stadt kommt man ja sowieso meisten nicht mit lehmverkrusteten oder matschigen Schuhen an.

* * *
Ein großes Dankeschön an Frau Blomeyer für Ihre Offenheit.
Der Austausch war mir eine große Freude!

Wer mehr von Frau Blomeyer sehen oder erfahren möchte,
hier geht es zu Ihrer Webseite:
http://www.blomeyer-bilder.de/
dort gibt es auch ein Kontaktformular

Weiter geht's...

in der Depressionsprophylaxe!
Denn ich spüre, dass mich das schwarze Loch sehr zieht.
Dass es mir, wie sooft schon, vor dem Frühjahr graut.
Dass alles irgendwie fad, ohne Sinn und trotzdem zu viel ist.

Heute Nacht (um halb 2, ich war putzmunter, wie selten am Tag) fielen mir weitere Punkte ein, die mir helfen können, eine schlimmere Phase zu vermeiden.
Wie schon notiert, ich darf nicht vergessen, mehr für mich zu machen. Gerade was emotionale Zuwendung angeht. Damit versorge ich immer brav alle um mich herum und ich bin dann leer und ausgebrannt.
Also:

1. Liebende Güte für mich selbst

2. selbst bestimmen (und wenn es nur ein mir bewusst machen ist, dass ich nix muss -von den Konsequenzen mal abgesehen- aber es geht NICHT um mein Leben.)

3. Ausgleich zwischen körperlichen und geistigem Tun (derzeit starkes Ungleichgewicht, körperliche Arbeit fehlt, aber wie auch, wenn man völlig erschöpft ist, trotzdem werde ich heute ein wenig anfangen auszumisten.) Überhaupt handwerkliche Dinge zu tun, hilft mir sehr aus dem Grübelkarussell auszusteigen.

4. Neues ausprobieren, Ja sehr wichtig, war letztes Jahr auch ein starker Punkt. Für dieses Jahr muss ich mir noch was einfallen lassen. Ideen dazu sind herzlich willkommen :-)

5. Selber Sinn/Ziele/Projekte finden oder erschaffen
Das heißt erwachsen sein, weil man da eben selbst dahinter sein muss und was ich gerne schleifen lasse. Ich bin es immer noch nicht gewohnt, dass ich mich um mein Leben kümmern darf!

Und somit fange ich auch gleich damit an:
Ein neues Projekt wird hier im Blog lauten

Jeden Tag ein Foto!

Damit Ihr auch was zu tun habt: Wie lautet dieses Gestrüpp?


Mittwoch, 13. Februar 2013

Kleine Helferlein

Jeder findet woanders seine Hilfe.
Ich kann immer weniger mit den Schulmedizinern anfangen,
auch mit Homöopathie hab ich es nicht so,
was mich aber immer wieder erstaunt ist die "Typenlehre", die gibt es ja von ganz unterschiedlichen Seiten.
Die Doshas aus dem Ayurveda fand ich interessant und kleine Änderungen im Verhalten/Ernährung ließen tatsächlich kleine Wehwechen verschwinden.
Gestern stieß ich auf die Typenlehre der TCM (traditionell chinesischen Medizin) und wieder war ich höchst erstaunt:

Ich bin eindeutig ein Lungentyp (Metall).
Dazu gehört logischerweise das Organ Lunge und auch die Haut, beide atmen, und der Dickdarm.
Durch den Atem holen wir uns Lebensenergie. (öhm jemanden aufgefallen dass ich davon herzlich wenig habe?).
Atmen hat auch was mit annehmen (kann ich mir genug Luft nehmen/holen? Schlecht, ich atme nur so viel damit es gerade so zum überleben reicht) und mit loslassen zu tun (da dachte ich ja, dass ich keinerlei Probleme mit dem loslassen habe, weit gefehlt.)
Auch der Dickdarm hat mit loslassen zu tun.
Ich hab auch kein dickes Fell/Haut, alles geht mir nah, bin übersensibel.
Die Organzeiten sind frühmorgens (deswegen liebe ich die frühen Morgenstunden und das nach draußen gehen - frische Luft)
und der Herbst (absolut!).

Vor allem der Atem beschäftigt mich. Atme ich zu viel ein, gibt es Panikattacken (logisch, wenn man hyperventiliert), das passiert meist im Streß.
Oder ich atme zu wenig, weil angespannt also auch im Streß.
Wenn ich bewußt versuche zu atmen (bei bestimmten Körperübungen, wird mir entweder schwindlig, die Ohren fallen mir zu oder der Kehlkopf brennt). Also ist es auch nicht so das Wahre.
Der Atem wird auch gerne festgehalten, um aufkommende Gefühle und Tränen zu unterbinden.
Das jahrelange rauchen verbesserte das Ganze auch nicht.
Ich werde jetzt jeden Tag einen Luftballon aufpusten, das hilft schonmal zur Stärkung.
Und werde bei dem Thema einfach bewußt bleiben, beobachten und in mich fühlen.

Dazu ist ja diese Woche super geeignet.
Denn nun hab ich nicht mal die Gassigänge!
Die Therapeutin versuchte mich zu überreden, morgen doch zu kommen.
Aber: i mog ned und fertig.

Dienstag, 12. Februar 2013

Nur für mich

Ich habe heute Vormittag überlegt, wann es mir so richtig gut geht und das ist, wenn ich Dinge nur für mich mache.
Trotz extremen Mobbing dort, ging ich gerne in die Schule. Alles was ich dort investierte, tat ich für mich, für meine Noten. Keinem war dabei geholfen.
Auch der Führerschein war so ein Ding. Klar irgendwem hilft man immer (z.B. dem Fahrlehrer, der damit Geld verdient) aber im großen und Ganzen war es nur für mich.
Oder Sport! Nur für mich.

Herrlich :-)
Ich habe mein ganzes Leben lang andere versorgt. Allen voran meine Eltern. Ich war komplett auf sie ausgerichtet, weil alles so unsicher, so brüchig, so ungeborgen war. Ich wollte helfen, stabilisieren, vermitteln, selber möglichst wenig auffällig sein, aus reiner Existenzangst.
Später half ich im Tierheim, dann als Wahlhelferin, natürlich erlernte ich einen sozialen Beruf, Nebenjob war auch aus der sozialen Richtung, immer ging es um andere. Damit es denen gut geht.
Und helfen ist ja richtig gut angesehen, da ist man ein guter Mensch, da sammelt man Punkte fürs Paradies usw.

Die Sache ist die: Ich hab keinen Bock mehr drauf!
Und es fühlt sich gerade richtig gut an!
Keine Schuldgefühle!
Wie wird das, wenn ich nur noch das mache, was ich wirklich will?
Als erstes wird bei der Nachbarin ein klares NEIN ausgesprochen. der zu helfen, hab ich ja überhaupt keine Lust mehr.
Das nächste was ich mir überlege: was ist mit dem Fahrdienst?
Ich glaub das mach ich auch nicht mehr...aber mal sehen.
Ehemaligentreffen organisieren? Eher auch nicht.

Ich werde mehr abwägen: was springt für mich dabei raus?
Will ich das wirklich?
Oder verfange ich mich wieder in der *gefallen-wollen* Masche?

Montag, 11. Februar 2013

Freie Woche

Diese Woche gehört mir.
Ich hab nur an 2 Tagen kurz den Hund, ansonsten habe ich jetzt alles abgesagt.
Mir fiel gestern der Spruch ein: Ich bin nicht in Rente, um anderen zu helfen, sondern um gesund zu werden!
Frei nach dem Spruch: Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich haben wollen.
Jawoll.
Das durch den Tag treiben lassen, mal wieder hinlegen, langsam gehen, achtsam abspülen und nicht immer schnellschnell, huschhusch, alles mit angehaltenem Atem und ganz nervös.
Eigentlich klar, dass so ein verhalten ermüdet.
Diese Woche geht alles nach meiner Zeit, nach meinem Tempo.
Und wie das so ist: Verhaltensweisen zu ändern fällt schwer: Ach noch schnell die Waschmaschine anschalten und während der Tee zieht noch das Handy einschalten.
Die Angst und Anspannung nicht genug zu schaffen und Zeit zu vergeuden sitzt tief.
Wann war ich das letzte Mal vormittags einfach so, für mich spazieren?
Wann einfach lesend und schlafend den Nachmittag verbracht?

Als Kind war mein Zuhause brüchig und unsicher. Wann ist Mama da und wie ist sie dann drauf (Schichtdienst und steigender Alkoholkonsum). Holt mich Papa wirklich ab (oft genug: nein, oder sehr spät, also pure Verlassenheitsangst), wie ist er drauf, wenn es ihm gut ging spielte er tolle Sachen mit uns, bastelte Hütten und baute die Eisenbahn auf, an anderen Tagen wurden wir geschlagen, weil wir genau das spielten, nur für ihn zu laut...
Alles unberechenbar.
Ich weiß noch, als mein Vater mich mal wieder nicht vom Kindergarten abholen kam, wurde nach Absprache mit der Erzieherin ein Taxi geordert, das mich heimfahren sollte.
Ich erklärte dem Fahrer (als 5-jährige) den ca. 6 km langen Heimweg.
Er drehte sich um, lächelte, ließ den Motor an und meinte ganz cool: "Ich weiß, wo du wohnst." Und ich entspannte mich in das schwarze Leder.
Endlich mal jemand der wirklich Erwachsen war. Der die Verantwortung übernahm!

Die letzten Tage stellte ich mir genau das vor: Ich habe Eltern die Sicherheit und Geborgenheit ausstrahlen, die wissen was sie tun, die verlässlich sind.
Das ist einfach nur AAAHHH. Pures Loslassen, Entspannung, Kind-sein dürfen!
Eigentlich kein Wunder, dass ich heute so müde bin, nach all den Jahren der übermäßigen Aufmerksamkeit, des mitdenkens, und aufpassens.

Und das ist genau das Muster das ich heute noch praktiziere: Für alle mitdenken und Dinge abnehmen, die diese nicht tun wollen oder können.
Ich darf mich, heute hier und jetzt, aussschließlich um mich kümmern.
Zeit wird es!
Nach 32 Jahren.

Was macht eigentlich die Diät so?
Läuft. 2 Wochen zuckerfrei. Wobei ich am Donnerstag und gestern etwas "gesündigt" habe. Is ja nicht schlimm, mag der ein oder andere denken. Doch ist es, weil das alles zunichte machen kann, der Pilz kann sich innerhalb von 20 Minuten verdoppeln.
Aber die Darmsanierung und das weglassen von Milchprodukten hat mir eine reine Haut beschert! Das freut mich und zeigt, wie voll mein Körper mit Dreck und Gift ist, dass er mit dieser Menge  nur schwer fertig wird.
Ich mach einfach weiter :-)

Sonntag, 10. Februar 2013

Das kaputte Herz

''Aber ich habe auch niemals auf mein Herz Rücksicht genommen, dachte ich, deshalb ist es ja mit meinem Herzen so weit gekommen, weil ich darauf niemals Rücksicht genommen habe, von Kindheit an nicht, eine solche Natur wie die meinige hält ein Herz nicht aus, sagte ich mir, es wird früh krank, geschwächt, weil es von Kindheit an mißbraucht worden ist, mein Herz wurde von frühester Kindheit an mißbraucht und immer überanstrengt, dachte ich, ihm wurde niemals die Ruhe gegönnt. Mein Herz hat die Ruhe, die es haben müßte, niemals kennengelernt, dachte ich, jetzt ist es kaputt.''

Thomas Bernhard, aus: Die Auslöschung

Ich glaube, das Jahr lässt sich weniger gut angehen, weil ich mich SURPRISE-SURPRISE mal wieder zu viel um andere gekümmert habe.
Das fing ja schon Sylvester an mit 3 Tage Hundebetreuung, die zu viel für mich war.
Weiter ging's mit dem wöchentlichen (statt nur jede 2.Woche) Fahrdienst, der ja dank der neuen, extrem klapprigen Fahrgäste doch etwas schwierig ist
und dann noch die zwei schwer erziehbaren (wobei das gut läuft) Hunde der Nachbarin.

Im Grunde macht mir all dies Spaß. Das Problem ist, dass ich keine Tankstelle zum aufladen habe. Also eine emotionale. Und selbst wenn ich die hätte, könnte ich es kaum nutzen, weil Menschen ja für mich eher erst mal mit Vorsicht und somit wieder Anspannung, verbunden sind. Fallen lassen? Anlehnen? Versorgen lassen? Alles heikel...

Im Moment kann ich nur dadurch aufladen, in dem ich mich konsequent um mich kümmere. Vor allem gedanklich nicht wieder zu Mr. X und Miss Y abschweife.
Viel schlafen, viel Ruhe, viel Alleinsein.

Eigentlich müsste ich nächste Woche den Fahrdienst absagen.
Da kommt aber wieder das schlechte Gewissen, dass ich das denen ja nicht antun kann (aber hej MIR kann ich das antun oder wie?) und die dann wahrscheinlich denken, dass ich ja nur ordentlich Karneval feiern und saufen will, anstatt 80-jährige zur Bespaßungsgruppe zu fahren.
Ein Zwiespalt.
Mal wieder.
Wahrscheinlich wird der erst gelöst, wenn auch mein Herz kaputt ist.

Auch interessant:
das-drama-des-narzisstisch-verwundeten-menschen

Frohen Sonntag!

Freitag, 8. Februar 2013

Wie ein Kind

Als ich ( wie immer) sehr knatschig wurde, weil ich langsam aber sicher Hunger bekam kurz vorm Verhungerungstod stand, meinte mein damaliger Begleiter:
"Wie ein Kleinkind!"

Als ich letztens einer Bekannten erzählte, wie müde ich sei und dass ich sofort einschlafen würde, wenn ich mich hier auf die Bank läge und das ich ohne 2-std. Mittagsruhe gar nicht mehr den Tag überstehe, meinte sie:
"Wie ein Kleinkind!"

Als eine Freundin höhnisch auflachte und meinte: Ich muss mein inneres Kind nicht befreien, das hat schon längst die Führung übernommen,
musste ich schwer schlucken.
Genauso erging es mir doch auch.

Wenn sich mein nicht beachteter innerer Kind-Teil meldet. sieht das so aus:
- will sofort und gleich Papa anrufen und erfindet dafür allerlei Gründe, Wege usw.
- wird höchst unfreundlich wenn jemand was gegen ihn hat
- kann das gar nicht glauben, wie die Eltern mit mir umgingen
- spürt aber gleichzeitig die heftigen Scherzen dazu
- will Bedürfnisse sofort und gleich befriedigt haben (nachts zur Tanke und so)
- zieht sich zurück, will gar nicht mehr reden

Ich befinde mich mal wieder im emotionalen Schleuderwaschgang und versuche irgendwie durch den Tag zu kommen.
Und sei es nur für die nächsten 5 Minuten...

Donnerstag, 7. Februar 2013

Therapie und ein neuer Arzt

WOCHENENDE!!!

Was? Ist doch erst Donnerstag  12h mittags !
Jo, ist mir aber wurscht, weil ich habe fertig und ich bin fertig.
Scheint so, als ob mich alles zu sehr anstrengt, auch wenn es schön ist. So wie Montagabend. Es war nämlich so, dass ich erst gegen halb 12h Mitternacht ins Bett kam. Bringt Essens- sowie Schlafzeiten durcheinander und tut mir überhaupt nicht gut.

Die Therapiestunde war heute heftig. Ich hatte ihr am Wochenende schon eine Mail geschrieben, was ich äußerst selten tue und dann nur weil a) innere Not herrscht oder b) weil zu viel Scham da ist.
Von der Panik vor Menschen sind wir, oder besser ich, inzwischen soweit weg, das was Neues vor der Tür steht: Menschennähe wollen, Sehnsucht danach haben, sich fallen lassen, sich anlehnen wollen.
Gleichzeitig mit all den aufkommenden alten Geschichten und somit viel viel Angst fertig werden. Rechts zieht mich das eine hin, links das andere. Irgendwann gibt es 2 Regenfrauen.

Die Thera findet es gut, dass sich das jetzt zeigt und anscheinend ist das jetzt dran.
Allein für diesen Satz könnt ich die Therapie abbrechen.
Stattdessen kauf ich unnützes Zeug und stopf mich mit Essen voll.
Ich will das Thema nämlich nicht.
Einsamkeit? Bedürftigkeit? Schwäche zeigen? emotionale Hilfe brauchen? Ach, das ist doch alles zum kotzen.

Ich frag mich, ob ich da wirklich durch muss.
Zum Teil werd ich es mir sicher anschauen. Alleine!
Aber ich mag auch im Auge behalten, dass das wirklich ein sehr heikler Punkt ist und ich nicht alles können oder so machen muss wie Lisa Normalo.
Ich will mir gestatten auch evtl zu sagen: Das Thema lass ich, ich kann und mag nicht. Ich lass das unter dem Tisch fallen.
Ich bleibe da bei mir und mache es nicht der Therapeutin recht. Die ist nämlich in ihrem Ehrgeiz angestachelt. Die letzten Wochen war ich eine recht einfache Patientin (wie man halt mit einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung einfach sein kann). Es lief gut, das freut mich und auch die Thera findet das schön ung gut.
Aber für einen gemütliche Kaffeeplausch hat sie nicht jahrelang studiert.

Ich werde mir (vielleicht) weiter meine Eigenheiten bewahren, sie als für mich beste Lösung hinnehmen. Das ich vielleicht eine andere Nähe zu Menschen brauche, das mir weniger lieber ist oder mir eine bestimmte Art von Beziehung besser tut.
Oder das ich schwierige Sachen lieber schreibe. Jahrelang zwang ich mich dazu, das auch auszusprechen, sämtliche innere STOP-Schilder überrennend. Vielleicht werde ich irgendwann schwierige Beziehungsgespräche führen können, dann aber nur Rücken an Rücken (das las ich letztens irgendwo und fand das so toll, dass ich es hoffentlich nie mehr vergessen werde).
Vielleicht bin ich auch so beschädigt, dass ich nie emotionale Hilfe/Nähe usw. annehmen kann.

Auf alle Fälle, und das verspreche ich mir hoch und heilig, werde ich mir zuliebe sehr gut aufpassen. Ich will jetzt wegen diesem Thema nicht wieder destabilisiert werden. Ich habe einen großen Keller, von mir aus können da schon 1-2 Leichen rumliegen. Muss ich halt öfter lüften.
Ich werde nicht (mehr) den Ehrgeiz/Wunschvorstellungen meiner Therapeutin befriedigen.

Deswegen ist kommendes Wochenende Bütler-Zeit!
Die Bücher von Josef Giger-Bütler find ich genial!
Hier hab ich schon einmal darüber geschrieben:
http://regenfrau.blogspot.de/2011/04/endlich-frei.html
http://regenfrau.blogspot.de/2010/09/endlich-frei.html
http://regenfrau.blogspot.de/2010/08/frei-regen-tag.html

Achsoja ich war ja noch beim neuen Arzt.
Nur so viel:
Der nahm noch selbst Blut ab und vereinbarte persönlich mit mir einen neuen Termin. Hammer. Aber ausnahmsweise mal ein positiver Hammer.
Achja und 45 Minuten war ich drin! Auch Hammer.
Bin gespannt auf die Ergbenisse/Weiterbehandlung!

Dienstag, 5. Februar 2013

Ein sprachlicher Montagabend

Des Lebens Glück liegt doch in der Mitte.
Oder im Ausgleich.
Es braucht immer mal wieder das Gegenteil.
Chaos - Ordnung
Sitzen - laufen
pingelig sein - mal 5 gerade sein lassen
weinen - lachen
reden - zuhören
denken - fühlen
allein - zu zweien
Alltag - Feiertag
Berge - Meer

Ich war in den letzten Wochen zu sehr in der Pflicht.
Das was man muss.
Termine, Arbeiten, Ordnung...
Mal was anderes...das gab es kaum.
Gestern aber war es mal wieder soweit.
Ich ging aus.
In ein lyrisches Kabinett zum Poetry Slam!
Natürlich mit bestfriend.

Allein die Clubatmosphäre mit den beatigen Songs,
die farbigen Lichter an Decke und irgendwie überall,
das entspannte reden und miteinander sein
und "was willst du trinken?"
ließ mich an alte, gute Zeiten erinnern,
ohne melancholisch zu werden.

Und dann die Sprache.
Ach ich liebe Sprache!
Es waren 3 hochkarätige Slamer da,
die ihre Werke vortrugen,
die lustig, zum nachdenken und oft berührend waren.

Mein Geist jubelte. Frischfutter!
Ich ließ mich in diesen Abend hineinsinken,
wie in eine gemütliche Couch.
Eine glückliche Auszeit.

Sonntag, 3. Februar 2013

Die liebe Liebe

 
 Über Kontaktanzeigen könnt ich inzwischen ein Buch schreiben (ich fing nämlich mit 14 J. schon an, die Flirtline im Radio mitzuhören und natürlich die ein oder andere Tel.nr. aufzuschreiben). 

Dieses Mal waren die Kuriositäten eigentlich wie immer:
Der eine schrieb mir eine 1a Bewerbung inkl. genauem Geburtsdatum, fehlte nur noch der Lebenslauf natürlich siezte er mich auch.
Der zweite entsprach haargenau dem Gegenteil von dem was ich schrieb, wozu macht man sich da eigentlich Gedanken?
Der nächste schickte mir auf meine Antwort gleich 3 Antworten innerhalb einer Stunde, (du lieber Himmel, wenn der mich jetzt schon stalkt!), der andere schickte ein Foto mit, wo ich mir dachte: ej Junge, da kann man doch heutzutage was machen und wieder einer sprach gleich an, das er auf die inneren Werte stehe und nicht so sehr auf Äußerlichkeiten, na dem sein Foto wollte ich dann erst gar nicht sehen und zu guter letzt: ein Mann kopierte wohl einfach den text aus der ?- deutsch-Übersetzung. Jau, soviel dazu.

Kennt Ihr schon die 10 Liebesregeln? (aus dem Buch: Liebe wild und unersättlich):

1. Ich darf lieben.
2. Ich darf Liebe spüren.
3. Ich darf Liebe suchen.
4. Ich darf Liebe riskieren.
5. Ich darf Liebe annehmen.
6. Ich darf Liebe machen.
7. Ich darf Liebe achten.
8. Ich darf Liebe zelebrieren.
9. Ich darf Liebe retten.
10. Ich darf auf Liebe bauen.

Meine Empfehlung: Diese 10 Punkte jeden Abend vor dem schlafen gehen lesen!
Eure Dr. Love :-)

So und gestern erfuhr ich, dass nach 6 Jahren Schulden abbezahlen, endlich endlich dieses unselige Konto auf 0,- steht! Hipphipphurra!
Ich hoffe, dass ich diesen Fehler von damals, nie mehr mache.
1x reicht.


Samstag, 2. Februar 2013

Liebe wild und unersättlich!

Dieser Titel ließ mich schmunzeln.
Aber da es ja aus der Bücherei ist, kannst es ja mal mitnehmen, dacht ich so.
Schon auf dem Nachhauseweg nörgelte mein innerer Kritikerchor: "Tzz, du und Beziehung, da biste ja himmelweit von entfernt, krieg mal keine Höhenflüge, nur weil im Moment die Panik bei Menschen etwas kleiner ist als sonst...stell dir mal vor der Typ will bei dir übernachten! Hast ja schon beim Hund kein Auge zugekriegt..."
undsoweiter undsofort.

Ja, so denke ich noch oft: Ich muss erst besser werden, gut, einen ordentlichen Arbeitsplatz vorweisen können, nicht immer so müde sein, Lust auf Sex haben...
undsoweiter undsofort.

Aber wißt ihr was?
Es ist mir schnurz!
Keiner ist perfekt. Jeder hat seine Ängste, Schwierigkeiten, Komplexe.
Ich hab Bock auf Mann, auf sich kennenlernen, Nähe nicht nur aushalten sondern genießen lernen, auf gemeinsam statt einsam, auf Wir nicht immer nur Ich, auf meine Tür ein klein wenig öffnen und mein kleines, verschrumpeltes, vernarbtes Herz zeigen.

Man muss sich erst selbst lieben, um einen anderen lieben zu können.
Man muss sich erst selbst lieben, um die Liebe eines anderen annehmen zu können.
Ach Liebe...so ein großes Wort.
Geht es nicht viel mehr um Achtung, Würde und Respekt?
Achte, würdige und respektiere ich mich selbst?
Ich würe sagen: Ja, immer besser und öfter.
Und ist es nicht so, dass man am Du besser lernen, üben, ausprobieren kann?

Passend dazu auch Herr Miracleman:
http://silverbluemiracleman.blogspot.de/2013/02/ich-will-nicht-ich-sein.html
Tja, da hat der gute Pete wohl ein wenig zu lange gewartet...

Das Buch macht jedenfalls Spaß!

Freitag, 1. Februar 2013

Auszeit!

Ich war die letzten Wochen fast nur im Außen verankert.
Ich habe den Kontakt zu mir selbst, meinem Selbst wieder etwas verloren.
Und das fühlt sich nach der "guten alten Depression" an.
Ich fühle mich schlecht, verloren, isoliert und einsam.
Dadurch entsteht eine Sehnsucht nach meinen Vater.
Weil: Der Papa wird's schon richten!
Denkt ein kindlicher Teil.
Aber heute ist das gefährlich. Der richtet nämlich nix mehr.
Nein. Zurück zu mir. Back to the basic/nature.
Mich sammeln.
In mich gehen.
Fühlen ohne bewerten.
Schreiben, malen, langsam spazieren gehen.
Meditieren.
Keine Ablenkung durch rumsurfen im Netz, wenn dann gezielt online gehen.
...
Auszeit!
Auch die will etwas vorbereitet werden.
Deswegen kümmere ich mich bis mittag um die weltlichen Dinge wie einkaufen, Post, aufräumen...
um dann ungestört in mir verweilen zu können.