Dienstag, 15. Januar 2013

Nur gucken

Ich hatte ja lange keinen blassen Schimmer von mir.

Was ich mag, was nicht.
Was ich will, was nicht.
Was ich brauche, was nicht.
Und so landete ich in Jobs/Beziehungen/Wohnsituationen  ect.
die mir nicht gut taten,
die mir nicht gefielen,
die mich überforderten.

Lngsam aber stetig lerne ich mich immer besser kennen,
höre auf meine innere Stimme
und folge ihr soweit das eben geht.

In meinem Ehrenamt (Seniorenfahrten) kann ich nun das eine oder andere über mich lernen.
Zum Beispiel, dass ich bei neuen Situationen gerne erstmal nur beobachte (für mich analysiere, das Klima kennenlerne, schaue, aufnehme, wahrnehme) und mich dann in meinem Tempo einbringe.
Wenn ich das auch meinem Gegenüber/Chef so erkläre, muss der mich nicht anschnauzen, dass ich "schon was tun müsse-mich da mehr einbringen müsse-aktiv werden müsse".
Oder mir die berühmte Frage stellt: "warum biste denn so still?"
Oder: "Für's zuschauen wirste nicht bezahlt!"
Und ich brauche nicht mehr das Gefühl zu haben, dass ich ja "völlig daneben bin-nie was schaffe-immer alles verkehrt mache!"

Reden hilft und Klarheit ist wunderschön :-)

Kommentare:

  1. "In meinem Tempo" einbringen. Klingt theoretisch wundervoll. Auf sich und sein Herz und Gefühl hören - auf sich selbst.

    Die Realität ist leider anders. Selbst auf dem Therapeutischen Bauernhof müssen unsere emphatischen, herzlichen, tollen Mitarbeiter und Kollegen effizient, schnell arbeiten - betriebswirtschaftlich wird auch hier gedacht.
    Die Kohle muss reinkommen, damit wir alle unseren Job haben.


    Blöööööööööd. So in Deutschland.....

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  2. Klar, gehts auch um: *Zeit ist Geld*, ich schau ja auch nicht 3 Wochen Löcher in die Luft ;)
    Im Gegenteil, wenn ich mich ein wenig zurückhalten darf, erstmal (ich rede da von paar Tagen oder Stunden) komm ich schneller in die Gänge und fühle mich dann auch sicherer/kompetenter.

    Und ich denke auch, dass es genügen Raum gibt für *auf sich hören*. Nur: ich hab das eben nie und nirgends gemacht. Und im Moment hab ich den Schonraum um das auszuprobieren, zu lernen.
    Da bin ich heilfroh, dass ich im good old germany lebe, woanders gibt es das (nicht mehr).

    Du würdest ja Deinen Job auch ohne Geld machen ;-)
    gib's zu!
    Aber der hört sich auch gut an!
    LG

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  3. Naja, ganz ohne Geld, brauche ja ab und zu mal ein neues Accessoire ;o)))

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  4. Stimmt! Neue saubere Gläser und Konzerttickets!! ;-)
    LG

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