Sonntag, 6. Januar 2013

Körperkunde

Lange war mir mein Körper weder Freund noch Feind.
Es war halt ein Ding, das reibungslos zu funktionieren hatte. Natürlich mit möglichst wenig Zeit- und Pflegeaufwand.

Langsam, Stück für Stück, wende ich mich liebevoll meinem Körper, der ja mein zuhause ist, zu.
Das rauchen zu lassen, war sicherlich das größte Stück bisher.
Ein weiters, dass ich bei der Körperpflege weitestgehend auf Chemie verzichte. Siehe auch hier:
 http://regenfrau.blogspot.de/2012/12/beautyjunkie.html
Ich fühle mich weiter damit sehr wohl. Ich lerne dadurch meinen Körper viel besser kennen. Zum Beispiel, dass ich nach zu viel rumsitzen, Fleisch, Weißmehl, Zucker und Kaffee einen nunja *intensiveren* Körpergeruch habe, als sonst.
Ich habe gelernt, dass der Körper die überschüssigen Säuren loswerden will und all das geht unter anderem über die Haut und das riecht man.
Gut, dass ich schon lange nicht mehr meine Haut mit den üblichen Bodylotions zukleistere (googelt mal Erdöl und Kosmetik), denn damit würde ich meinem Körper ein wichtiges Ausscheidungsorgan nehmen.
Also gab es nun 3 Tage Basenfasten: Kräutertee, Gemüsesuppen, Kartoffel, Salate, Leberwickel (nein, die sind nicht zum essen! :-)), basische Fußbäder, leichten Sport, tiefe Atmung.
Auf den Kaffee und das kleine Stück Kuchen heute Nachmittag freue ich mich jetzt schon. Denn das gab es natürlich auch nicht.

Und es soll ja Spaß machen.

Körperlichkeiten mit anderen Menschen war ja schon immer ein Problem. Ich bereue es überhaupt nicht, dass ich nicht zum Rehasport gehe und stattdessen meinen Gymnastikball eifrig nutze und liebe :-)
dadurch dass ich selber Verantwortung für meinen Körper übernahm, hab ich auch meine extremen Verspannungen im Nacken/Schulterbereich auflösen können.

Letztens gab es eine größere ärztliche Untersuchung und die war nicht ohne: Herzcheck. Also der Doc sieht quasi auch noch, wenn ich aufgeregt bin!
Erst gabs eine Ultraschalluntersuchung. Logisch am freien Oberkörper, auf der Seite liegend, Doc saß neben mir (mit Berühung an Oberschenkel, Po und Rücken!) auf der Liege. War schon Konzentration hoch drei. Er stellte weitere Fragen. Ich blieb stumm. Ich kann mich nur auf eines konzentrieren.

Dann gings weiter zum EKG, erst das normale, dann das Belastungs-EKG. Noch nie gemacht!
Auch war zum einen die Körpernähe der Arzthelferin ein Problem, obwohl die wirklich sehr goldig, bemüht und sehr einfühlsam war und dann, dass sie ja Blutdruck, Puls usw. mitbekommt.
Auf dem Rad machte ich bei 150 Watt schlapp, was im guten Durchschnitt liegt, ab 150 fangen die richtig Durchtrainierten an.
Allerdings hätt ich schon noch weiter gekonnt, wenn ich richtig geatmet hätte. Hab ich aber nicht, weil: mir das schnaufen, heftigere atmen sehr unangenehm war.
(Zwischendurch fragte sie immer wieder, wie es mir denn gehe.
Wie gesagt, ich kann mich nur auf eines konzentrieren und überhaupt: ich mag die Frage nicht so sehr.)
Genau aus dem selben Grund gehe ich oft nicht auf  Toiletten, wenn das andere mitbekommen.

Ich weiß, ist ja alles menschlich, aber mein Garten besteht nunmal aus allerhand Neurosen :-)

OFF TOPPIC:
Passend zum gestrigen Post noch das hier gefunden:
http://danielaklampfer.blogspot.de/2012/12/leben_28.html

Achso und Miss Pflegehund wurde 13 Jahre alt!

Ist aber weiterhin jedes mal schwer begeistert über: Wasser, Ball, Stock, andere Menschen und natürlich Streicheleinheiten und Leckerli!
Prost Madame, mögest du noch weiterhin lange schmerzfrei leben und deinen Clown im Kopf behalten!

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