Freitag, 25. Januar 2013

Ich mach jetzt Diät! Teil 1


Und zwar nicht weil ich übergewichtig bin (aber auf dem besten Weg dahin) sondern weil Diät einfach besondere Ernährungsweise lautet und es geht nicht immer nur ums abnehmen. Das vorweg, weil es mich tierisch nervt, dass es immer heißt: "Ach du, du kannst das doch essen!" Nur weil ich schlank bin. Aber so wie es aussieht, hat mich der Zucker krank gemacht. 

Ich beschäftige mich gern mit gesunder Lebensweise. Einfach weil ich mich damit wohler fühle. Schon als Kind mochte ich keine Fertiggläschen. So gab es schon früh selbst püriertes Gemüse, Kartoffeln und Fleisch für mich. Doch das änderte sich bald, denn dann gab es viel Süßes und viel Weißmehl. Alles was billig war und trotzdem satt macht.

Richtig schlimm wurde es ab meinem 12. Lebensjahr nach einem Umzug und somit in eine „besser gestellte Welt“. Sprich: wir hatten dank Scheidung und neuen Mann an Mutters Seite, mehr Geld. Also gab es auch viel mehr Süßigkeiten, Semmeln, Fertiggerichte, Limo. Vollkorn und Salat wurden fast nie mehr gesehen.

Ich lebte dann so weiter, schon mit viel Gemüse und Obst, aber auch mit sehr viel Zucker und anderen leeren Kohlenhydraten z.B. Nudeln, ich könnt mich jeden Tag nudelig ernähren!

Ich dachte, dass ich mich recht gesund ernähren würde. Bis ich dann 2007 in eine psychosomatische Klinik kam, in der es hieß: Kein Zucker, viel Rohkost und Getreide, alles bio. Nicht mal im Ketchup (das ich so sehr liebe) war was süßes (genau deswegen liebe ich es wohl), natürlich auch nicht im Nachtisch (undefinierbare Cremes). Nur Honig war erlaubt und den rührte ich mir löffelweise in den Kaffee. Trotzdem: Ich litt. Sehr. Und ich hatte ständig Hunger. Teilweise wachte ich nachts davon auf. Aber das kannte ich auch schon. Selbst wenn ich tags und abends gut aß, kam es vor, dass ich nachts an den Kühlschrank ging und das nicht wegen Heißhunger, sondern echtem Hunger!

4 Wochen quälte ich mich da durch, um dann eines tages wie ein Süchtiger die 5km ins Dorf zu latschen um mir Schokokekse und Gummibärchen einzuverleiben. Davon durfte natürlich nix aufs Zimmer (diese wurden kontrolliert). Man war ich dann glücklich!

In den letzten Jahren habe ich mich mal genauer beobachtet. Und ich bin wirklich süchtig, ich bin ein Spiegelesser. So wie es der Alkoholiker ist: Manche (es gibt noch andere Typen von Alkoholismus) brauchen immer einen bestimmten Spiegel/Pegel, um sich gut zu fühlen und konsumieren stetig kleine Mengen des Suchtstoffes. 

Morgens geht es schon los mit einem Marmeladenbrot und Zucker im Kaffee. Von einem Müsli (natürlich selbst gemischt, weil Fertigprodukte immer Zucker enthalten) und Früchte/Kräutertee ohne süßem Zusatz werd ich unleidlich. Über den Tag geht’s immer zur Süßigkeitenschublade. Oder mal ein Fruchtjoghurt (Fertiggericht = Zucker).

Besonders schlimm wurde es, seit ich zur Tafel gehe: Unmengen an süßen Teilchen gibt es da. Und Süßigkeiten und Fertigjoghurtdrinks und Dosen (selbst in Gemüsedosen ist Zucker!).

Stück für Stück reduizierte ich nun das Süße: Keine Brausetabletten, weniger Saft, Limo gabs eh nur selten, weniger Backwaren von der Tafel mitnehmen usw.

Klar jeder weiß, dass Zucker nicht gesund ist. Macht Karies, Diabetes und Übergewicht. Aber dass er noch viel mehr „kann“ war mir auch nicht klar und ich fand etwas, was mir die Augen öffnete. Mit Zucker füttert man sich auch wunderbar einen Darmpilz heran. Den Candida albicans. Ich las die Symptome (u.a. schwere Erschöpfung!), ich las Berichte in Foren, ich las das Buch „Neue Energie ohne Candida“ und ich sah mich! Ich erkannte mich! Wird das die Lösung sein? Mehr im Teil 2

Kommentare:

  1. Interessant und für mich sehr aktuell, da ich gerade meine Ernährung völlig umstelle.

    Liebe Grüße

    Ina

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    1. Hallo Ina, dann: gutes Gelingen und: Guten Appetit!

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  2. Oh Berichte mehr , klingt gut!

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  3. Mir hat damals eiweißreiche Ernährung geholfen, um von Zucker, Cola und anderen Süßigkeiten loszukommen und wie gewünscht abzunehmen.

    Ich habe dafür damals einen eigenen weiteren Blog eröffnet, in welchem ich mein Vorgehen (und die theoretischen Hintergründe) etwas ausführlicher beschrieb: Das Tao des Abnehmens.

    Aber jeder muss seinen eigenen Weg finden!

    Liebe Grüße

    Tao

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    1. Nun mir gehts ja nicht so sehr ums abnehmen und eine reine Ernährungsumstellung juckt den Pilz nicht, da muss auch ein Anti-pilzmittel her, sonst bleibt die Lust auf Süßes.
      LG!

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  4. Liebe Regenfrau,

    ich stimme Tao zu - auch ich habe den Süsshunger und auch diese ständigen Hungergefühle überwunden, indem ich meinen Ernährungsplan umgestellt habe - mehr Eiweiß mit Gemüse und weniger Kohlenhydrate. Hält länger satt und jegliche Gelüste bleiben interessanterweise aus. Was das "Essen als Droge" anbelangt, so hab ich da auch mal in meinem Blog zu geschrieben. Da hilft nur, zu erkennen, warum man gerade essen will und dann das eigentliche Bedürfnis befriedigen bzw. etwas anderes als Essen finden. Auf Teil 2 bin ich auch schon gespannt! :)

    Lg
    Maja

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    1. Huhu,
      Wie schon oben geschrieben, das juckt den Pilz erst mal nicht, du vergehst selbst wochen danach noch vor "angeblichem" Hunger und Süßigkeitenlust.
      Teil 2 kommt sogleich ;)
      Ciao

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