Dienstag, 31. Dezember 2013

Jahres + Ende

So....das war 2013.
Schön war's! (mein kürzester Jahresrückblick :-) )

Und wie geht's weiter?
Mindestens genauso schön.

Aber erstmal nicht hier im Blog.
Der darf nun ein wenig ruhen.
Wie und ob es überhaupt weiter geht, wird sich zeigen.

Kommt gut hinüber in's neue Jahr und dort, bleibt Ihr bitte gesund und munter!


Alles Liebe!!!



wer es nicht lesen kann:

Um die kleinen, stillen Dinge wahrzunehmen, werde selbst innerlich still.
Das bedarf großer Aufmerksamkeit.
Sei still.
Schaue. Lausche.
Sei gegenwärtig.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Weiße Weihnacht!

Es stiegen immer mehr Fahrgäste mit schwerem Gepäck ein: Skier und Snowboards tummelten sich in jeder Ecke des Zuges.
Ach, dachte ich noch ganz locker, der Schnee liegt bestimmt nur oben, in den Bergen.
Ja, da lag er AUCH. Genauso wie im Tal. Und ich hatte nicht ganz die idealen Schuhe an. Aber nun...dazu verreist man ja (nein ver-eist bin ich nicht) um was zu erleben!

Nach 2-stündiger Reise kam ich an:

Erstmal Feuer machen, zum Glück per Knopfdruck und schon pustete der Holz-Pelletsofen los. Prasselnde Flammen! Super!
Dann ein Blick aus dem Fenster:
ah welch Wohltat, ein freier Blick in die Natur! DAS ist für mich Luxus!
Direkte Sonne gab es nur knapp 2,5 Std. über Mittag, weil die Sonne so tief steht. Die Häuser nahe am Berg haben im Winter (knapp 4 Monate) gar keine Sonne, auch nicht morgens, weil da auch Berge sind. Da könnt ich nicht wohnen.
Noch aus dem anderen Fenster:
Schöööön, diese Ruhe!
 Dann ein Blick ins Schreinzimmer (es war ja eine buddhistische Meditationshütte, auch wenn ich damit wenig am Hut habe, interessiert es mich doch ein wenig).
Der rote war mir sympathischer, allerdings hab ich die 2 Bilder mit 2 Herren drauf, weggestellt. Irgendwelche sagenhaften Persönlichkeiten. Ich hock/knie mich weder vor einem jungen Burschen der am Kreuz hängt, noch vor anderen menschlichen "Heiligen".
 Diesen Beschützerschrein fand ich toll. Also die Idee und weil die Mahakala eben nicht menschlich war, sondern eine Göttin, die jedoch dermaßen furchterregend da im Feuer tanzte...naja. Sie *mag* schwarzen Tee, las ich. Also gab's jeden Morgen frischen schwarzen Tee und eine Kerze. Ich wollt doch beschützt werden!! :-)

Hier dann abends. Den linken ließ ich eben links liegen. Dann Matte und Hocker raus und einfach mal davor hinsetzen und schauen was passiert. 1000 Impulse sprangen mich an: dies und das noch zu machen, da sah ich Staub, dann schlief mir der Fuß ein, meine Atmung wurde komisch usw. trotzdem tat es gut.

Am nächsten Morgen dann:
HINAUS!
JesusMariaundJosef die Wege waren reinste Eisbahnen. Es war egal welche Schuhe ich anhatte. Ich hätte richtige Spikes gebraucht. Aber ich hangelte mich den Berg hoch, so weit ich konnte.
Runter wars noch lustiger. Zum Glück fand ich einen großen Ast zum ausgleichen/festhalten. Eine Hirtin auf Abwegen :-)
Aber nur das Rauschen der Bäume zu hören....DAS war es wert!


Ahja. Und wenn man es nicht tut, bekommt man dann eine gewischt?

Leckeres Essen gab's natürlich auch:

An Heilig Abend wurds dann so richtig gemütlich: Stromausfall!
Den ganzen Tag stürmte es wie wild (dafür war es ein sehr warmer Wind, Föhnwind eben, der auch innerhalb von 12 Stunden den ganzen Schnee wegschmolz!).
Da saß ich dann wie Maria und Josef im Dunkeln, zumindest warm war es. Und schon irgendwie was besonderes, wann hab ich zuletzt einen Stromausfall erlebt? Locker 6 Jahre her und das auch nur für Minuten.
Dieser dauerte etwas über eine Stunde. In der ich mich nochmal zum stillen sitzen "zwang", was sollte ich auch tun?
In dem Moment wo ich loslassen und all das eben akzeptieren konnte, sprang der Strom wieder an! Fast etwas unheimlich :-)

Dazwischen immer kleine Spaziergänge, gelesen (Empathen - Leben ohne Haut, dazu ein ander Mal mehr!), gegessen, geschlafen, Vor-und Rückschau gehalten oder einfach die Berge angeguckt:

Das war die Hütte von der Seite:
Ich dachte vor Abfahrt, der Zaun ginge nur um die Hütte, dass so ein riesen Haus gleich nebendran steht, fand ich weniger toll, zumal man genau in der Einfahrt hockt, wenn man im Sommer draußen essen, lesen ect. will.
 Hier von vorne:
2 Zimmer, Küche Bad (warum sind überall die Bäder so winzig? Ich dürres Ding find das schon unangenehm, wie geht es da beleibteren Personen?)

Das fand ich erst zum Schluß:
naja, les ich das nächste Mal.

Die Mondin hat mich jeden Morgen begrüßt.
Da stand ich immer erst am Fenster,
genoß die gute, würzige, lauwarme Luft und die Stille!!!
Im Hüttenbuch schrieben viele, sie hatten Angst vor dem Allein, so fast ohne Ablenkung.
Und ich? Ich freute mich auf genau DAS! :-)

Im Sommer fahr ich wieder hin, das ist klar!

Sonntag, 22. Dezember 2013

Her mit den Glückshormonen!!!

Glückshormonschub Nr. 1:
Heute morgen rein in die Klamotten und rauf aufs Radl!
Sauerstoffgeflasht und mit stillem Kopf danach, einfach genial!

Glückshormonschub Nr. 2:
In den letzten Tagen hörte ich Sätze, die mich freuten:
- D. fragt ob ich den Seniorenfahrdienst noch mache.
Ich: "Nö, hat nicht mehr zu mir gepasst."
Er:" Ah schön, dann bist Du jetzt also noch mehr DU."
Stimmt. Wieder ein Stück mehr zu mir gefunden.

- Ich begleite bestfriend auf eine Beerdigung.
Auf dem Heimweg sag ich zu ihm: "Hätt ich so eine liebe Familie wie Du, hätte ich auch noch Kontakt zu ihr.!"
Seine Antwort: "Kannst Du haben, stell einfach einen Mitgliedsantrag!"
Und das hatte er sehr warm ausgesprochen, gar nicht so als Witz gedacht. Außerdem fand ich es eine goldige Idee.

- ich erzähle voll Begeisterung einer Bekannten von meiner Hamburg-Reise.
Ihr Kommentar dazu: "Wenn ich Dich so sehe, merkt man richtig wie viel Kraft Du durch das reisen bekommst. Das ist Dein Quell der Lebensfreude!"
Stimmt absolut und deswegen packe  ich gleich einen kleinen Rucksack, damit ich morgen früh, für ein paar Tage, wegfahren kann.
Und das ist mein 3. Glückshormonschub :-)

In diesem Sinne wünsch ich Euch allen glückliche Weihnachten!!!

Und auch liebenswerte Weihnachten:

Für Frieden auf Erden
Für Wohlwollen allen Frauen und Männern gegenüber
Für etwas, auf das wir uns freuen
Für ein Lächeln, wenn wir betrübt sind

Für Freundschaft
Für Gebete
Für eine Aufmunterung, wenn wir sie am meisten brauchen.

Für ein verständnisvolles HerzerfrischendFür Zusammensein, wenn wir uns langweilen
Für ein gemeinsames Essen
oder Ausgehen
oder ein geteiltes Gefühl

Für einen einfachen Telefonanruf
Für einen weisen Rat
Für einen glücklichen Tag

Für eine Ruhepause
Für eine sichere Reise
Für Worte der Weisheit

Für die sanfte Stimme der Führung

Für Hoffnung
Für Glauben
Für Liebenswertes
Für all diese Dinge
die wir uns wünschen
sind wir dankbar
und wir schenken sie weiter
an andere

von Joyce Flowers

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Heute...


 
So sieht das aus, wenn man sich mit M. trifft, wir uns ein Auto leihen und an einen wunderschönen, stillen Kraftort fahren: 
(so dunkel war der Himmel nicht, das Handy musste nur die grelle Sonne irgendwie *verarbeiten*)



Nur der Liegestuhl hat noch gefehlt....

 Da hatten wir dann eine Bank zum sitzen und sahen einfach der Sonne zu (und den vielen Hunden *hach*)

 Der wunderschöne Ammersee....

 Dann noch ins Nobelcafe, mit Nobelausblick:

 Gönnte ich mir:

Saulecker wars. (Apfelküchle sind das, ja klitzekleine Getreideausnahme).

Und scheeee....
ach so scheeee :-)

Seltsam

Nicht nur technische Dinge gehn kaputt:

- Mails kommen nicht an und werden nicht verschickt (also nur teilweise, ohne erkennbarem System).
- zum 2.Mal stimmt die Telefonrechnung nicht
- und ein Dauerauftrag bei der Bank, den es seit 2 Jahren gibt, wird einfach nicht mehr ausgeführt (die Bankangestellte wußte auch nicht warum)...so bekam ich nach sehr langer Zeit mal wieder eine Mahnung. Zum Glück nicht selbst verschuldet. Früher waren Mahnungen an der Tagesordnung. Schön, dass sich das geändert hat.

Ich frag mich immer noch, warum alles drunter und drüber geht.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Magische Zeit

Es ist eine magische Zeit.
Und wahrscheinlich mit allerlei Kräften verbunden.
Diese Energien haben einige technische Geräte in meinem Umfeld nicht ertragen und gingen kaputt oder tun das, was sie wollen.
Ich versuche es gelassen zu nehmen.
Ein besserer, neuerer und größerer PC-Monitor ist schon eingezogen.

Dann denk ich an D. mit dem ich vor ca.3 Monaten ein besonderes Erlebnis hatte und schon meldet er sich.
Dann denk ich an S. und kurz darauf meldet er sich auch.
Ich seh einen Mann in der Bahn, der E.  so ähnlich sieht. Natürlich denk ich an E.: wie es ihm wohl gehen mag? Über 4 Jahre haben wir nix mehr voneinander gehört. Am nächsten Tag hatte ich von ihm eine Mail: "gibts dich noch?"
Ich denke an M. und I. dass ich denen unbedingt noch liebe Weihnachtsgrüße bringen mag. Abends ruft M. an, ob wir uns in diesem Jahr nochmal sehen wollen?
Ich will.
Und so treff ich all die Menschen wieder. Es wird geschlemmt und geredet, gelacht und Neues gezeigt.
Dazwischen noch ein Trauerfall bei bestfriend und ich versuch ihm bei zu stehen. Gut, dass er immer klar sagt, was er will: Lenk mich ab.
Gut, hab ich gemacht.
So viel Wärme und Nähe und das ganze mit so viel Wohlbefinden.
Ich fühl mich so reich!

Doch ein Kontakt macht mir etwas Sorgen.
Ich möchte nicht mehr allzuviel mit der Person zu tun haben, habe aber ihre Ersatzschlüssel für die Wohnung.
Ich kaue das Thema so für mich durch und vor mich hin. Wie und was und überhaupt ich das lösen soll. Da schreibt sie mir, ob ich ihr die Schlüssel vorbei bringen kann. Warum wieso weiß ich nicht. Vielleicht hatte sie ähnliche Gedanken.

Die Zeit wird ruhiger, die Termine weniger, in manch ruhigen Minuten halte ich ein wenig Rückschau: ja wie war das Jahr denn?
Und ein wenig Vorschau: was will ich im neuen Jahr denn machen?
Da paßt das Horoskop von L. Francia sehr.
Und es paßt doppelt gut, was in meinem  Sternzeichen steht. WOW!
Wer auch lesen mag:

 http://www.salamandra.de/mondocane/template.php?nummer=28

Und bald schon pack ich wieder meine Koffer.
Große Vorfreude :-)

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Futter!

Nochmal zum Thema Ernährung:
Fleisch!
Mein Jahr als Vegetarier hab ich schon mit 14 J. absolviert.
Und das hat auch gereicht.
Ja ich könnte kein Tier schlachten und ja die Massentransporte ect. sind nicht gerade schön und ob wir überhaupt Fleischesser sind sei auch mal dahin gestelllt, Fakt ist: ich esse gern mein Schnitzel, Hendl und Würschtl.

Dieser junge Mann sieht das anders:
(sehr goldig...lohnt sich anzuschauen!)



Mittwoch, 11. Dezember 2013

Entzugserscheinung

Ich giere nach Kuchen, Nudeln scheißegal was, hauptsache Stoff!
Es ist nicht die Lust auf Zucker, denn Schoki und Co hab ich da, sondern dieses Loch im Bauch, dass nach fetten Kohlehydraten schreit.

Vorgestern war streßig, gestern auch und als es ruhiger wurde und ich auf dem Heimweg war, wollte ich SO GERN zum Bäcker und mir was Süßes holen, ein kleines Teilchen.
Es hätte was von Trost gehabt. Und von Belohnung.
SO giert man nach keiner Kartoffel und nach keiner Banane.
Getreide kann süchtig machen.
Macht den Selbstversuch. Laßt alles Getreide weg. Und schaut was mit Euch passiert.

Abends kam dann noch ein übler Trigger dazu und in mir brach alles zusammen. Ich konnte nicht mehr stand halten. Zog los, kaufte ein Bier und ne Pizza. Ich hätte kein Gemüse mit Linsen ertragen. Es brauchte Fett und Teigboden, noch mehr Fett und Zucker.
Und die opiatähnlichen Substanzen aus dem Getreide.
Danach gings mir gut.

Heute morgen nicht mehr. Weil es schon allles wurscht war und ich ein richtiges Frühstück wollte, gab es zwei satte Vollkornbrotscheiben mit Nutella und Marmelade. Das ist richtig Gift, denn das Getreide plus raffinierter Zucker gärt so richtig schön im Darm. Es kann sogar zu Fuselalkoholbildung kommen, was die Leber ordentlich arbeiten lässt. Und Müdigkeit ist der Schmerz der Leber!

Und so war es auch. Kaum gegessen, konnte ich mich kaum mehr auf den Beinen halten und fiel wieder ins Bett. An Einkauf, duschen oder putzen war nicht mal zu denken. Wie im Koma verbrachte ich den Vormittag.
Zittrig, wie im ständigen Unterzucker, schlapp, und nach 1 Stunde hungrig, als ob ich seit 2 Tagen nix gegessen hätte. Genau DAS hatte ich ohne Getreide eben nicht.
Langsam gehts wieder und die Gier lässt nicht nach.

Es ist derselbe Suchtdruck wie beim Nikotin. Ala: jetzt hab ich eh schon eine geraucht (wieder Getreide gegessen) jetzt is doch eh wurscht: GEH ZUM BÄCKER!! HOPP!!!

Montag, 9. Dezember 2013

Unser täglich Brot...

Im Netz find ich ja immer wieder Dinge, von denen ich danach nicht sagen kann, wie ich sie fand.

Und so kam es, dass ich auf das Thema *getreidefreies Essen* kam.
Was? Mein heißgeliebtes Frühstücksbrot soll weg? UNDENKBAR!
Ich las und las und dacht mir so: och probieren kannste es doch mal.
Und so verbannte ich Nudeln (hach), Kekse (traurig hinterher schau), Brot (heul), Haferflocken (naja, so wirklich mochte ich die noch nie, außer verbacken) aus meiner Küche
und Quinoa (kannte ich schon, schmeckt gut in der Früh mit Obst und Kokosmilch), Buchweizen (auch nicht übel zu Gemüse), Polenta (noch ungetestet) und noch so einiges, zog ein.

Gerade mal 5 Tage lebe ich nun getreidefrei und merke:

- ich bin herrlich lange satt! Kein Heißhunger, kein quälendes knurren im Bauch, keine Unterzuckerung mehr! (Ja Getreide, vor allem Weizen, kann den Blutzucker noch mehr in die Höhe jagen, als ein Schokoriegel!) Überhaupt weniger Lust auf Süßes.

- gestern bin ich das erste Mal seit...äh Jahren...wieder über 1,5 Stunden spazieren gegangen OHNE: schwitzen, flauem Gefühl, als würde ich gleich zusammenbrechen, schummerig sein inkl. nicht mehr klar sehen können...als würds mir einfach gleich den Kreislauf zusammen hauen. NIX. Voller Freude schritt ich munter dahin! Welch Wunder für mich! Seit Jahren kämpfe ich mit dieser extremen Mattheit und Abbgeschlagenheit und KEIN Doc kam drauf. Ich wußte, es ist NICHT nur psychisch!!!!
Ich hatte recht.

- meine Nase ist frei. Auch da merkte ich gar nicht, wie zu die eigentlich war. Wahrscheinlich geschwollene Luftwege, die Nebenhöhlen sind frei! Dadurch schlaf ich natürlich auch besser/tiefer!

Ich staune!
Da schaufel ich mir immer Vollkornprodukte rein, versuch meine Zuckersucht irgendwie in den Griff zu bekommen, konnte kaum 2 Std. ohne Essen aushalten (immer mit Müsliriegel und Breze außer Haus!) und jetzt ist das nach gerade mal 5 Tagen wie weggeblasen!

Selbst die leckeren Kuchenstücke die es am Samstag bei einer Einladung gab, machten mich kaum an. Weil ich WUSSTE: Danach gehts mir mies.

Ich werde das natürlich erstmal weiter verfolgen und das auch ärztlich abklären lassen, ob es nur am Weizen oder generell an Gluten liegt, dem Kleber. Daher auch der Ausdruck: ich bin pappsatt.
Dieses pappige Gefühl hat man nach Gemüse, Hülsenfrüchte, Quinoa ect. nicht. Sondern eine angenehme Sättigung!

Montag, 2. Dezember 2013

Buidl

Manchmal ist mir einfach nur nach Buidl gucken.
Und dann schau ich hierher:
http://handamsack.tumblr.com/

und hierher:
http://masagn.tumblr.com/
(ja nicht immer besonders niveauvoll, aber manchmal doch recht amüsant)

und dann hab ich selber 2 Buidl dieser Kategorie gefunden und natürlich gleich fotografiert:



Was schaut Ihr so?

Samstag, 30. November 2013

Hausgemacht: Streß!

Ja da bin ich gut drin, mir selber Druck und Streß zu machen.
Aber Druck und Streß gehörte die längste Zeit meines Lebens zu meinem Alltag, so leicht lässt sich das nicht ändern.
Ich arbeite dran!

Heute gelang mir die Gelassenheit sehr gut!
Ich war fast 12 Stunden außer Haus.
Interessanterweise überkam mich nur mal kurz die Müdigkeit und der eigentlich befürchtete Streß/Überforderung war wie weggeblasen.
Warum? Ich war immer im jetzigen Moment!

So genoß ich die lange Fahrt zu einem Bekannten.
Durch Wälder und vorbei an 2 große Seen.
Genauso die Heimfahrt.

Die Innenstadt war natürlich rappelvoll, aber auch hier fand ich immer mal ruhige Ecken und genoß ein wenig Freiraum und frische Luft.
Zwei volle S-Bahnen konnten mich nicht aus der Ruhe bringen,
der etwas strenge Duft meines Sitznachbarn im vollbesetzten Kino schon eher 
und dann noch ein gemütliches Essen mit besfriend.

Ich blieb sehr gut bei mir.
Und das musste ich lange üben und muss es immer noch.

Der Abstand zu meiner Familie erleichtert das sehr.
Es ist nicht nur das eine befreiende Gefühl nach dem Kontaktabbruch, sondern es legen sich immer wieder Schichten frei.

Mein Körperbewußtsein wird immer besser. Ich wußte gar nicht, wie wenig ich mich bisher gespürt habe und mir wird auch klar, warum ich lange nicht zum tanzen gehen wollte.
Wenn man nicht auf seiner inneren Bühne präsent ist,
hat man angst sich vor anderen zu zeigen und zu öffnen, denn dann könnte ja ein anderer diesen Platz in der inneren Bühne einnehmen.

Als ich nach Hause kam, fand ich eine Karte in meinem Briefkasten:
"Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen.
Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich."

Jawoll.
Auch heute schlafe ich glücklich ein :-)

Mittwoch, 27. November 2013

Alltagswahnsinn

Ich könnt immer austicken, wenn mir jemand einreden will, dass ich DAS (Tortenbomben, Riesenschnitzel usw.) doch schon vertragen könne, bei meiner Figur.
Nur weil ich schlank bin, kann man alles essen???
Ich will aber
a) so schlank bleiben
und
b) weder Diabetes, noch Krebs, noch nen Herzinfarkt bekommen.
Zucker und Weißmehl richten mehr Schaden im Körper an, als *nur* Übergewicht.
Klingt jetzt nach Missionierung. Nein, soll jeder essen was ihm beliebt (und mir dann aber nicht die Ohren vollsülzen von wegen Sodbrennen, Osteoporose, Zahnschäden ect.pp.)

Im Moment fühl ich mich sauwohl, wenn ich mich sehr basisch ernähre und auch sonst mit Bürstenmassagen Leber-und Nierentee und viel reinem Wasser (10 mins. abgekocht und lauwarm trinken) meinem Körper gutes tue.
Mit gemütlichen Spaziergängen und natürlich dem wunderbaren Gerstensaft (davon werdet ihr noch öfter lesen *g*).
Denn seitdem ich das trinke, hab ich immer weniger Bock auf Kekse, Kuchen, Nudeln, Bier und so.
Ich esse insgesamt viel weniger. Mein Körper muss nicht so viel verdauen und hat noch Kraft für einen zweiten Spaziergang oder wilden hemmungslosen Sex.
Ich bin für mich selbst verantwortlich...

So, aber gestern hab ich auch noch was schönes gefunden...
von der Tube direkt auf die Ohren:

http://www.youtube.com/watch?v=FHAQo-W6Rg8&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=11

http://www.youtube.com/watch?v=hUn-cf_aeVA&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=23

http://www.youtube.com/watch?v=wKyNIY9oMnw&feature=share&list=RDHDhDmsWVieA&index=33

Dienstag, 26. November 2013

Lebst Du schon oder funktionierst Du noch?

In den letzten Tagen war für mich mal wieder alles zu viel.
Schlechte Laune deluxe!
Ich wollte nur noch die bevorstehenden Termine abhaken, um dann endlich meine Ruhe zu haben.
Aber die hab ich natürlich nicht, weil immer was neues dazu kommt.
Ich kann das Leben nicht anhalten (ich glaube: zum Glück!).

Also muss ich das ändern, was ich ändern kann: MICH!
Bzw. meine Einstellung.
Also hab ich mal in mich geschaut und vor allem gefühlt.
Heraus kam: Selbst schöne Dinge waren zuviel und anstrengend, sprich: z.B. Date mit Mann.
Hmm, dacht ich mir, eigentlich ist das doch was schönes und ich freu mich auch drauf, aber weil der Schleier *alles zuviel* eben über alles hing, konnte ich das nicht erkennen.
Also lüftete ich den Schleier und da kam noch was zum Vorschein: Mein alter Leistungsdruck. Hallo? Ich muss doch mit Mann gar nix leisten. Nur in die Bahn einsteigen und bei ihm aussteigen. Fertig.
Und so wurde es immer leichter und freudiger.
Das Treffen wurde dann auch sehr schön :-)))

Aber ich entdeckte noch etwas: Ich zwang mich schon wieder zu Dingen, die ich nicht tun wollte (und auch nicht musste!).
Warum? Ja weil es der andere erwartete!! Altes, sehr altes Verhaltensmuster.
Also paar Dinge abgesagt. Keiner riss mir der Kopf ab. Es war eh nix wichtiges. Aber, auch ein alter Glaubenssatz heißt eben: Wer A sagt, muss auch B sagen.
Scheißdreck. Muss man nicht, man kann auch M sagen. SO!

Und schon fühlte sich mein Leben wieder machbar und gut an.
Vor allem weil ich meine inneren Landschaften (Bedürfnisse, Gefühle) wieder wahr und ernst nahm.
Ich fühle mich um Tonnen leichter.

Nach dem Date, dacht ich mir, kaufst auch gleich noch 2 Geschenke. In meinem Lieblingsviertel. Da fühle ich mich immer sehr sehr wohl.
Außerdem geistert mir schon seit Tagen durch den Kopf: "Du musst noch zum Friseur." Mein halbjährlicher Termin stand an. So kam es, dass ich bei einem noch nie gewesenen, sehr netten Friseur landete.
Ich mag ja kein großes Brimborium. Es muss schnell gehen und keine extravaganten Frisuren.
Da ich mir erst heute morgen die Haare wusch, fiel das schon mal aus und getrocknet waren sie auch schnell, weil ich eben SAGTE ich steck sie dann eh hoch.
Alles perfekt für 14,- plus Trinkgeld!

So fuhr ich glücklich nach Hause und nun steht eine dampfende Kaffetasse vor mir mit einer Nussecke. Draußen ist das typische Winterlicht, dass ich so sehr liebe, bei dem man meint, es sei erst 8 Uhr morgens. Und die Sonne küsst den ersten Schnee.

Heute bin ich glücklich!
Jawoll :-)

Montag, 25. November 2013

Ein ganz spezieller Mann


 Gefunden in einer alten Datei, in der ich Blogeinträge sammelte. Dürfte Anfang des Jahres gewesen sein, als ich das schrieb. Zum Glück erkenne ich solche Männer immer eher und muss mich nicht mehr in deren Gespinst verheddern:

Er ist nicht unbedingt ein Schönling, strahlt aber doch das Gewisse etwas aus.
Emotional unerreichbar, nur beim Sex scheint er sehr zugewandt, verliebt und fürsorglich zu sein. 
Davon will frau natürlich mehr. 

Sie meint, es liege an ihr und tut alles, damit sie ihm gefällt. 
Sie verbiegt sich, sie stellt ihre Wünsche und Bedürfnisse ganz nach hinten...nur damit man wieder diesen einen Blick,
diese eine warme Berührung von ihm bekommt.
Hart erarbeitet...man bekommt das nicht einfach so, weil der Mann dich mag. 
Alles hat seinen Grund und seinen Sinn.

Er interessiert sich nicht wirklich für Dich...für ihn zählt nur er selbst. Kleine Liebkosungen und Aufmerksamkeiten fallen zufällig mal ab, unberechenbar und du begnügst dich freudig mit diesen Krümeln, denn das kennst du, den halben Kuchen könntest du ja gar nicht ertragen, von Kindheit an wurdest du mit den Krümeln abgespeist, das genügt dir, 
du stellst doch keine Ansprüche, denn damit könntest du IHN ja wieder vergraulen. 
Diesem ihm der so launisch und unberechenbar ist. 
Immer musst du hoch aufmerksam sein, um es ihm recht zu machen.
Die kleinen Abwertungen merkst Du gar nicht, 
die kleinen fiesen Spitzen garniert mit Demütigungen, Erniedrigungen und Schikanen verbuchst Du unter Humor.
Er bringt es ja auch mit einem Augenzwinkern und seinem süßen Lächeln über die Lippen, so ernst kann der das gar nicht meinen.
(aber bitte immer nur Witze über andere, NIE über ihn, ansonsten: Lauf!)
 
Deine Umgebung ist ob der Behandlung schockiert, warnt dich, ist empört und du denkst dir mit einem süffisanten Lächeln, dass die doch bloß alle neidisch sind und ihn schlecht machen müssen. 
Ich bin verliebt, ich hab einen tollen Kerl an meiner Seite und wer mir das nicht gönnt, hat in meinem Leben nix verloren. 
Du isolierst dich selbst, sehr schön, damit hast du IHM schon mal diese Arbeit abgenommen. Sonst hätte er das still und leise mit vielen kleinen Schritten gemacht.

Immer wenn ihr euch trefft, trinkt er Alkohol. Naja das muss ja noch lange nix bedeuten. Du trinkst mit. Nicht viel, aber stetig. Er erzählt dir sogar, dass letztens einer fragte, ob er ein Problem mit Alk hätte. Sowas lächerliches, natürlich nicht...Du stimmst ihm natürlich vollkommen zu. Man muss ja wirklich nicht aus allem ein Problem machen! Oder gar eine Sucht!

Er zeigt wenig Gefühle, schon gar keine spontane Freude oder gar Überraschtheit, er ist cool, seine Fassade muss immer sitzen.
Meistens nimmt er dich gar nicht richtig wahr, stellt wenig Fragen, und wenn, hört er deine Antwort nicht mehr.

Alles um ihn herum zählt nur, wenn es ihm nutzt. So rast er mit 80 durch die 30er Zone, lässt seinen Müll liegen wo er steht und geht, holt sich sein Essen und „vergisst“ zu fragen, ob du auch hungrig bist. 
Dir is kalt? Klar gibt er dir gönnerhaft seine Jacke, aber wehe er friert, so schnell kannst du gar nicht gucken, da hat er sie dir wieder abgeluchst, natürlich mit einem charmanten Lächeln, dem du noch nie widerstehen konntest.
Für ihn gibt es nur ihn selbst und für dich zählt auch nur ER. 
Wo bleibst du da???
Du verzehrst dich nach ihm, bist schon süchtig, tust alles, denkst nur an ihn, und wenn du ihn zu sehr belagerst schüttelt er dich mit angewidertem Gesichtsausdruck ab, wie einen lästigen Käfer.
Du bist verwirrt, gerade eben (also vor dem Sex) war er doch noch so lieb und zärtlich. Jetzt tut er so, als ob er dich gar nicht kennt...

Du arbeitest an Dir, rackerst Dich ab, versuchst seine Bedürfnisse, Wünsche zu erahnen, damit er dich vielleicht einmal lobt, dir ein Kompliment macht, dir einen schönen Tag wünscht...vergiss es. Er wird es nie oder nur sehr selten tun (meist wenn er was von dir will)

Er lügt. Die Hälfte was er so erzählt, ist purer Müll.
Wehe du kritisierst ihn oder ziehst ihn ein klein wenig auf, weil er bei dem kleinen Hügel schon völlig aus der Puste ist...wenn Blicke töten könnten.
Direkten Fragen weicht er aus, meist erzählt er dann etwas ganz anderes, da aber die Denkfunktion in längerem Kontakt mit so einem narzisstisch-perversen geschmälert ist, fällt einem dies auch nicht auf. Was bleibt ist ein schales Bauchgefühl, was man aber sofort verdrängt, weil man schon gelernt hat, dass die eigenen Wahrnehmung eh nichts wert ist. Und gut, wir sind doch so verständlich, dass wir schon kapieren, dass der heiße Typ wohl nicht drüber reden will. Da lassen wir ihn auch schön brav in Ruhe.

Der Aggressor ahmt nur das nach, was er selbst in seiner Kindheit durchgemacht, was er in seiner eigenen Familie erlebt hat. Der Aggressor ist meistens ein "unglücklicher kleiner Junge, den man trösten muss" und der kein matriarchales Bewusstsein entwickeln konnte. Er als Aggressor findet immer wieder die helfende "Mutter" - die gerade die Projektion dessen ist, was er erlebt hat mit seiner Mutter - die zu ihm steht. 
Aus: Das verbannte Wissen
(Anm. von mir: Den Satzteil: Den man trösten muss, fasse ich mal ironisch auf. Ich weiß nicht wie A. Miller das gemeint hat). 

Samstag, 23. November 2013

Selbstfürsorge


Wir sind ständig mit anderen in Kontakt, schreiben SMS, Mails, Tweeds, Kommentare...

Aber reden wir noch mit unseren Nachbarn?

Redest Du noch mit dir selbst? 
Bist du mit dir selbst auch in Kontakt?

Rede mal mit deinen Füßen und lausche was sie dir zu sagen haben.
Frage mal deine Lunge um Rat und horche.
Küße mal deine Schulter (eine hervorragende Übung zur Lockerung der Schulter-Nackenmuskulatur und außerdem eine liebevolle Geste zu sich selbst)!

Pflege dich gut, behandel dich sorgfältig, sei zärtlich zu dir.
Es mögen dich Freunde, Kollegen, Partner, Geschwister und Nachbarn verlassen,

aber dich selbst hast du immer dabei.

Mittwoch, 20. November 2013

Fauler Zauber

Irgendwie war da heut der Wurm drin:

- Frühstücksbrot war verschimmelt (schon ewig nicht mehr passiert)
- die Milch für den Kaffee war ebenfalls hinüber (auch schon ewig nicht mehr passiert)
- und dann roch die frisch gewaschene Wäsche auch noch total eklig, so dass ich sie nochmal durchlaufen ließ.

Schon seltsam...

Dienstag, 19. November 2013

Angst oder Liebe

Ich mache mir derzeit wieder öfter meinen inneren Erwachsenen bewußt.
Dass der dafür zuständig ist, dass ich Dinge mache.
Und zwar die Dinge, die ich mag. Die mir gut tun. Die lasse ich gerne hintenüber fallen ala *nicht-so-wichtig*.
Dinge die ich tun muss. Tue ich. Meistens schon übereifrig. Eine Freundin nannte das: Vorauseilener Gehorsam. Stimmt!

Dinge zu tun, die ich mag oder gerne können möchte (Gitarre spielen!!!) erfordert eine Disziplin. Selbst wenn mir Gitarre spielen Spaß macht, braucht es auch den anderen Teil:
Regelmäßig üben.
Dranbleiben.
Auch mal, wenn man grad wenig Böcke drauf hat.
Dazu las ich einen Abschnitt (den ich jetzt nicht mehr finde), dass viele Menschen Erwartungen hätten: An das Leben oder das was sie sein wollen oder eben können möchten.
In Erwartungen steckt das Wort *warten*. Sie warten.
Anders ist es mit Zielen: Man weiß wohin man möchte und muss sich dann Teilziele ausdenken und wie man dahin kommt (Gitarrenbuch kaufen oder einen Unterricht besuchen).
Was tue ich, damit ich mal einigermaßen Gitarre spielen kann? NIX!
Ich warte. Naja genauer: ich schiebe es auf und auf und auf.
Mein innerer Saboteur oder der fucking Schweinehund mal wieder.

Erwachsen sein heißt auch, für sich selbst verantwortlich sein.
Zum Beispiel, dass es einem gut geht.
Die Frage dazu ist: Was brauche ich damit es mir gut geht? (und wie bekomme ich es).
Wohnung, Essen, Freundschaften, aber eben auch Nahrung für die Seele (Naturspaziergänge, intensiver Austausch mit Seelenfreundin, Therapie) UND Nahrung für den Geist. Gerade DAS ließ ich auch gern hintenüber fallen.
Ich merkte es nur, dass ich mich nach einer Kunstausstellung oder einem tieferen Gespräch oft so schön satt gefühlt habe.
Innerlich satt und erfüllt!
Gerade erlebe ich das auch wieder bei einem Buch (Titel: Alles fühlt).
Aber manchmal kann ich mich auf das Geschriebene wenig konzentrieren und dann braucht es was auf die Augen.
Also ab ins Kino:
Alphabet
Tja was soll ich sagen. 
ANSEHEN!
Es ist ein ruhiger und doch intensiver Film. Gänsehaut und lachen war dabei.
Ein JA zu so vielem. Und auch viele NEINs.
Einen schönnen Post dazu schrieb die Spaziergängerin:

Ja, es braucht mehr Liebe und weniger Angst.
Denn unsere Ursehnsucht ist das verloren gegangene Zusammen-sein und zusammen-erschaffen. Das Miteinander.
Und nicht das Gegeneinander in harter Konkurrenz.
Ich kann mit diesem System des Wettbewerbs nicht mithalten. 
Ich bin schon vor ein paar Jahren da raus gefallen.
Habe aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es noch andere Möglichkeiten und Wege für mich gibt, Leben zu gestalten auch mit einer Tätigkeit die mir Freude und vor allem Sinn macht und gibt. Der Film hat's gezeigt.

Es geht weiter...
mutig voran!

Sonntag, 17. November 2013

Dir zuliebe

Ich hab zwei männliche Freunde, die mich schon sehr lange begleiten. Auch durch die üblen letzten Jahre.
Diese zwei kennen keine übergroßen Ängste, keine Depression, keine ständige Erschöpfung (zumindest nicht aus eigener Erfahrung).
Beide haben relativ gesunde Familien, Job, eigenes Haus bzw. Wohnung.
Oft musste ich Verabredungen absagen. Oft auch sehr kurzfristig.
Beide haben mir das nie nachgetragen.
Ich bin sehr dankbar für die Zwei.
Und irgendwann will man denen was zurück geben.
Nein, kein Geschenk, dass man kaufen kann.

Freund1 hatte sich ja zu seinem Geburtstag gewünscht, dass ich zum Familienessen mitgehe.
War ja Trigger hoch drei. Aber egal wie, ich hätte mich hingeschleppt. Zum Glück reichte es, dass ich einfach hin ging.
Es tat gut, mal über meinen Schatten zu springen und zu denken: "Ja das fällt mir schwer, aber Dir zuliebe mache ich es gerne." Nicht aus Abhängigkeit oder kindlichem gefallen-wollen.
Sondern als Zeichen: Du bist mir ein guter Freund, ich mag Dich und deswegen tue ich das für DICH!

Freund2 wohnt im nördlichsten Bayern. Ich im südlichsten und er musste um 9h am Flughafen hier sein. Also kam die Frage, ob er hier bei mir übernachten darf. Dann sehn wir uns mal wieder und er hat am Reisetag weniger Streß.
Seit Jahren muss ich alleine schlafen. Allein der Gedanke, dass da noch jemand in der Wohnung ist (und ich habe eine offene 1,5 Zimmer Wohnung, also kein abschließbarer Raum, außer das Bad) ließ mein Herz rasen.
Aber auch er hat schon so viel für mich getan und ich musste ihn schon sooft versetzen, dass ich ihm diesen Gefallen nun endlich tun wollte.
Davor noch im Restaurant essen (Samstagabend, natürlich war es proppevoll), ist jetzt nicht mehr das größte Hindernis, aber immer noch mit viel Anspannung verbunden.
Und einfach die lange Zeit mit einem Menschen zusammen sein, von nachmittags um 16h bis 9h des Folgetages, bin ich nicht mehr gewohnt und hat mich sehr gestresst.

Ich hab es gern für ihn getan, er war sehr froh drum und ich konnte mich mit Bewußtsein beobachten, was da so abgeht in mir. Mich mal wieder ein wenig austesten, wie das so mit Menschennähe ist (also nur ein klitzeklein wenig eigennützig).

Herausgekommen ist: Ich fliege im Menschenkontakt ultraschnell aus meiner Mitte. Ich hab nur flach geatmet. Ich habe kaum geschlafen. Auch wenn ich ihm glaubte, dass er auf der Couch bleibt und mir nix tut...wer einmal im Schlaf überfallen wurde...ich weiß nicht, ob ich da jemals wieder so locker-entspannt neben einem Menschen schlafen kann.
Hat ja auch viel mit loslassen der Kontrolle zu tun. Und Kontrolle war für mich lange mit Sicherheit verknüpft. Und ist es natürlich immer noch.

Jetzt bin ich wieder alleine und irgendwie auch sehr weinerlich und traurig, dass da so viel Schaden in mir ist.
Denn natürlich hätte ich gern mehr Nähe zu den Menschen, aber die Angst ist noch größer...
Und gerne hätte ich auch so ein normales Leben wie die mit Job und Co.

Samstag, 16. November 2013

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Gestern sah ich einen recht interessanten Film an: Speed - auf der Suche nach der verlorenen Zeit.
Wer fühlt sich heute nicht gehetzt und tut und macht und hat doch immer das Gefühl, dass er so viel verpaßt.
Ich hab keine Zeit, sagen wir sooft. Doch wir haben doch so viele Dinge, die uns helfen, Zeit zu sparen!! Wo ist denn die Zeit?
Wer bestimmt eigentlich, wie schnell sich das Hamsterrad dreht?
Und wie misst man das Lebenstempo?

Wir haben heutzutage so unendlich viele Möglichkeiten, womit wir unsere Zeit verbringen. Doch da braucht es sehr viel Disziplin, um auszusortieren, sich zu entscheiden: Was ist mir wichtig?
Und nicht jedem Windhauch wie ein Fähnchen folgen.

Allein das Internet ist ja gefühlt (für mich)wie ein riesiger Süßigkeitenladen. Ich liebe Wissen. Ich liebe lesen. Mal schnell hierhin und dorthin schauen, das und jenes abspeichern um es irgendwann mal zu lesen.
Ich kann mich da sehr schwer abgrenzen...

Also wer auch gucken mag:



Freitag, 15. November 2013

Basischer Krach

Ich fühle mich diesem Mann so nah.
Und deswegen hab ich ihm eine runter gehaut (verbal).
Es war mir zu nah und da werd ich schnell aggressiv und nehme irgendwas von ihm zum Anlass um drauf rumzutrampeln.
dann ist wieder Abstand da.
Natürlich sah ich bei ihm auch meine jugendlichen und unreifen Seiten und musste die abwerten.

Ein weiterer Grund für mein Verhalten war: Ich wollte was von ihm und er sagte:
"Nein, will ich dir nicht geben."
Und dann reagierte ICH trotzig, bockig und beleidigt, weil ich es nicht bekam und ließ den Frust an ihm aus.

Das spannende: Wir blieben im Kontakt und lösten das auf. Was war da bei mir los? hat sich jeder für sich gefragt und dann hat jeder von sich erzählt und das wir uns gar nicht verabschieden wollen.
Wir kennen uns noch nicht mal 2 Monate und es ist so vertraut.
Und offen.
Und ehrlich.
Einfach schön.

Das Gerstenpulver hilft meinem Körper.
Ich merke, dass ich mehr auf Toilette muss, meine Ausdünstungen übler riechen und ich weniger Gelüste auf Kohlenhydrate (Fleisch, Süßkram) habe, sondern mir leckere Salate und Gemüseaufläufe mache und nur Wasser trinke.
Abends nehme ich noch 3 Tabletten von Basica.
Und habe das Gefühl auch wieder tiefer zu schlafen (und deswegen morgens nun die längere Aufwachzeit brauche).

Unser Lebensstil macht uns sehr sauer (Stichwort Übersäuerung) und somit krank.
Deswegen gibt es nun eine basische Woche, mit all den gesunden Dingen plus Natronfußbäder und duschen mit Heilerde (weil wir ja auch viel über die Haut ausscheiden) um mich weiter zu entsäuern.

Ich fühl mich wohler!

Mittwoch, 13. November 2013

Morgenritual

Manchmal passieren die Dinge einfach.
Ohne dass man sich diese bewußt vorgenommen hat.

So ist das derzeit mit meiner Morgenzeit:
Wenn ich aufwache, gönne ich mir noch 30-60min. Döszeit. So im halbwachen Zustand. (Früher bin ich gleich aus den Federn gesprungen). Diese innere Getriebenheit ist schrecklich!

Dann gehe ich ins Bad und spüle den Mund mit warmen Wasser aus, schabe mit einem umgedrehten Teelöffel über meine Zunge und spüle nochmal. (Habe das aus dem Ayurveda, die sagen, dass sich über Nacht auch im Mund allerlei ansammelt, was der Körper loswerden will).

In der Küche mixe ich mir dann erst mal einen Fruchtdrink:
In ein halbes Glas Wasser rühre ich 1TL Gerstenpulver (dazu gleich mehr) und fülle den Rest mit Apfel-, Orangen-, Zitronen-, Trauben-, Ananas/Cocossaft auf. Mal mische ich 2 Säfte mit rein, mal nur einen. Immer schön abwechslungsreich.

Mit dem Glas ausgerüstet gehts ins Wohnzimmer, dort setze ich mich auf den Boden und werde bewußt wach. In dem ich langsam den leckeren Saft trinke, mich dehne, strecke, Zehen/Finger balle, fest die Beine/Arme ausstreiche, die Fußsohlen massiere usw. ganz nach Intuition.
So komme ich wieder langsam in meinem Körper an. Das merke ich auch daran, dass mir schön warm wird, ohne, dass ich mich groß bewege.
Ein wahrer Genuß. Das dauert keine 15min. und erst dann geh ich unter die Dusche undsoweiter...

Ich fühle mich viel ruhiger und geerdeter.
Freue mich schon jeden Morgen auf das leckere Getränk (zumal es extrem gesund ist).
Bin ganz bei und mit mir und starte den Tag viel kraftvoller und gelassener!

Dies alles ergab sich einfach so und ich mache es so lange es mir noch Spaß macht.

Zum Gerstengras:
Es ist wohl eines der wertvollsten Lebensmittel überhaupt:
 http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/gerstengras-wirkung-und-inhaltsstoffe-von-einem-der-wertvollsten-lebensmittel
(man kann natürlich sich noch weitere Infos holen)

Ich hab einiges darüber gelesen, und mir gedacht:
Probieren geht über studieren.
Kaufte und trank.
Pur schmeckt es schon sehr gewöhnungsbedürftig nach Heu/Spinat. Deswegen mische ich es mit dem Saft. Zur Zeit eben mit frisch gepressten Orangen, weil es die im Angebot gab.
- Ich fühle mich einfach wunderbar dabei (ja kann auch Placebo sein, aber: wurscht. Es hilft und fertig.
- Ich habe weniger Hunger! Immer wieder hab ich sonst  2-3 Std. manchmal schon 1 Stunde nach dem Essen wieder so eine Leere im Bauch. Die ist nun weg! Erstaunlich. Habe auch viel weniger Lust auf Süßkram!
Ich vermute, dass meinem Körper Nährstoffe fehlten, und er sie durch das Hungerfühl einforderte.
Ich werde es einfach weiter beobachten, ob andere *Zipperlein* sich vielleicht auch wieder lösen.
Im Sommer werde ich das Gras selber anbauen (um es wie Schnittlauch/Kresse zu verwenden), wenn der Topf auch in der Sonne stehen kann. Jetzt nehme ich erst mal das Pulver.

Und vielleicht schaffe ich irgendwann auch öfter ein kleines Abendritual:
Mit Tee und einem kleinen Spaziergang den Tag ausklingen lassen.

Montag, 11. November 2013

Vollwaschgang Klappe die zweite.

Mit dem Mann von hier:
http://regenfrau.blogspot.de/2013/10/einmal-vollwaschgang-bitte.html
rauscht es mal wieder ganz ordentlich.
PUH!
Diesmal ist der Grund sein pubertäres Verhalten.
Nicht dass mir das unbekannt wäre...oh nö...und genau das ist der Grund warum ich nun ziemlich müde und gleichzeitig aufgewühlt bin.
Seine Kapuzenpulli's, sein aufgemotzter Golf GTI, sein prahlen über all die Dinge, die man in seiner Jugend so angestellt hat, ließ mich schon sehen, dass da noch jemand etwas unreif ist. Mit 31 Jahren...

Mir ist das ja alles zu gut bekannt. Meine kindlichen Seiten, wenn die die Oberhand gewinnen, dann ging das bis jetzt nie gut aus. Ich bin seit längerem bewusst auf dem Weg zu einem erfüllten Erwachsenen-Dasein.
Weil ich all die Süchte, Schulden und den Scheiß nicht mehr will.
Ich merke, wenn es wieder "gefährlich" wird,
wenn ich nicht vom PC wegkomme, zu viel nasche, abends das Geschirr nicht wegmache und alles immer irgendwie aufschiebe und kein Bock habe. Und meine jugendliche Seite ist auch dafür "verantwortlich" dass ich weiterhin meinen Nasenstecker trage, den ich seit meinem 14.Lebensjahr habe.

Aber die Zeiten werden kürzer und ich bin mir dessen auch meistens bewußt.

Er nicht.
Er hätt am liebsten wieder seine Dreads, einen alten VW-Bus und Anarchie pur. Freiheit ist doch alles.
Von wegen...
Ja auch ich habe lange von Selbstversorgung usw. geträumt und auf die Spießer mit ihrem BMW geschimpft.

Nein, ich bin froh, dass meine Erwachsene-Seite immer stärker wird, ich fühle mich sicherer, nicht wie ein kleines Kind das vor Angst fast stirbt nur weil einer wütend auf mich ist, oder ich bei meinem Vermieter für mein Recht einstehen muss.
Ich spüre mehr, was ich will und mache mich auf die Socken, um dies zu erreichen.
Ich spüre mehr, was ich nicht will und kann das klar und sachlich kundtun.
Das fühlt sich wunderbar an!
Ich bin nicht mehr so abhängig vom Tun und Lassen der anderen Menschen und auch weniger beeinflussbar. Ich stehe mehr zu mir und meinem Weg.

Immer wenn ich von so extrem unreifen Männern umgeben war, endete auch das, immer sehr böse. Eigentlich wollte ich hier jetzt einige Beispiele geben, aber warum so einen Mist wiederbeleben lassen.

Nein, ich hab weder die Kraft noch die Lust mich mit unreifen Jungs abzugeben. (Nichts gegen mal rumalbern oder kindisch Karussell fahren oder einen Kinderfilm anschauen, das ist was anderes!!)
Ich müsste mich zu sehr gegen den alten Sog wehren. Der Teil, der bei mir auch nie erwachsen werden will, würde sofort wieder stärker werden und der Mist würde weiter gehen.

Ich laß den Peter Pan (witzigerweise heißt er wirklich Peter) alleine losziehen.
Trotz allem: Schön war's mit Dir. Danke für die Zeit!

Ja ein wenig traurig bin ich schon auch (vor allem der jugendliche Teil in mir, der schon motzt, dass ich ihm wieder mal einen Spielpartner weggenommen habe).
Ich darf auch traurig sein und dies fühlen und nicht wieder wegmachen, in dem ich den Kontakt doch nicht abbreche (das war früher meine Lösung auf Gefühle).

Und ich werd mir jetzt zu meiner innere Klarheit noch ein wenig frische, äußere, klare Luft geben und das Hirn wieder frei pusten.

PS: Wer sich auch mit seiner erwachsenen Seite beschäftigen/sie stärken will, kann ich das Buch empfehlen:
http://www.amazon.de/ErWachsen-Schritte-einer-starken-Pers%C3%B6nlichkeit/dp/3478731305/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1384175731&sr=8-1&keywords=erwachsen+prend

Die Produktbeschreibung ist natürlich falsch. Es ist kein Kunstband.
Ich hab auch die 4-Schritte-Anleitung noch gar nicht richtig gelesen. Alleine die Beschreibung, Zitate und die vielen Fallbeispiele von erwachsenem Verhalten waren Gold wert!

Es gibt so viele Bücher die sich mit innerem Kind beschäftigen. Die brauch ich nicht, mein Kind ist war eh meist überpräsent bzw. braucht einen klaren, stabilen Erwachsenen an seiner Seite, um weiter reifen zu können.
Und ist es auch in der restlichen Gesellschaft: Alles kann man sich kaufen. Das Angebot ist da, selbst das Lieblingsbrot abends um sechs. Haben kannste auch alles, Kredite machen es möglich. Auf etwas warten? Das ist nix für Kinder...und wer nicht das neueste Spielzeug (Smartphone ect.) hat, kann da schon mal ausgelacht werden.
Aber das würd jetzt zu weit führen.

Freitag, 8. November 2013

Erleichterung

Ich ging ja die längste Zeit meines Lebens nicht besonders pfleglich mit meinem Körper um.
Sei es schlechte Nahrung, zuviel Alkohol und Kaffee und natürlich Zigaretten.
Vorsorgeuntersuchung? Brauchte ich nicht.
Die Rechnung kam dann natürlich prompt. Vor allem der Zahnarzt hat einiges an mir verdient.
Da ich recht oft ungezogen bin, weiß ich natürlich auch nicht mehr alle Ärzte bei denen ich mal war und habe auch 
nie irgendwie Protokoll geführt was/wo gemacht wurde.

Nun kam ich auf das Thema Amalgam.
Ja ich hatte da einige Füllungen und ja einige davon wurden ohne besonderen Schutz entfernt (daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, vor allem an die Praxis. Es war in der Zeit als ich überhaupt nicht  meine Stimmungen, Gefühle beachtete und diese Praxis war mir mehr als suspekt, jedoch habe ich das (wie so vieles) nicht ernst genommen.)

Ich war mir aber jetzt nicht sicher, ob ich unter den Kronen vielleicht noch solche Füllungen hätte.
Da kann man ja schlecht *einfach mal nachschauen*.
Zum Glück fand ich tatsächlich den Zahnarzt und zum noch viel größeren Glück hatte er meine Akte noch und siehe da:
NEIN, ich habe keine Amalgamfüllungen mehr.
PUH!

Das  jedoch einige ohne Schutz entfernt wurden, das lässt mich noch ein wenig grübeln, ob ich so eine Schwermetallausleitung mal machen sollte.
Das Verfahren an sich ist nicht allzu teuer, jedoch sollte man es eher unter Beobachtung, sprich einem Heilpraktiker (weil Schulmediziner das ja nicht anerkennen/machen), machen, der wiederum nicht ganz billig ist.
Mal sehen, vielleicht findet sich doch eine Lösung...

Und hier noch was sehr interessantes zum Thema Schönheitswahn und wie uns die Medien dabei beeinflußen:

http://de.lifestyle.yahoo.com/video/model-transformed-airbrushing-highlights-media-130320963.html?vp=1

Mittwoch, 6. November 2013

Besondere Orte

Schon lange wollte ich mal hierhin:
http://www.ost-west-friedenskirche.de/

Beziehungsweise ich WAR schon öfters dort, aber das Gartentor war immer verschlossen.
Letztens stand es sperrangelweit offen und ich trat ein:


Väterchen Timofei fand, zusammen mit seiner Frau, in München nach dem 2.Weltkrieg eine zweite Heimat.
Das damalige Oberwiesenfeld war neben einem Schuttberg nur eine weite Wiese.
Heute ist dort der große Olympiapark mit dem Olympiaberg (eben jener Schutthaufen) und natürlich das Olympiastadion.
Das Ehepaar holte sich die wichtigsten Dinge von dem Schuttberg und sie bauten sich ein Haus. Und eine Kirche.
Die Decke ist mit Staniolpapier ausgekleidet. Alles ist voll mit Heiligenbildern.
Ein sehr besinnlicher Ort und ich saß lange da drin.
Der ganze Garten ist geschmückt mit solch selbst gebastelten Dingen. In einem Gebüsch steht auch ein Buddha und ein Baum hängt das ganze Jahr voller Weihnachtsschmuck.
Ja das alles hat einen gewissen Hippieflair :-)
Die Kieswege führen verschlungen durch den Garten. Sie zogen sich dort selbst ihre Nahrungsmittel und was übrig war, verkauften sie. So hatten sie ein kleines Einkommen. Außerdem strickte die Frau aus alten Pullis neue Decken.
In ihrem ehemaligen Wohnhaus ist nun ein Museum eingerichtet, mit Zeitungsausschnitten der beiden. Sie waren sehr bekannt und beliebt, sodass sie auch die olympischen Spiele 1972 nicht vertreiben konnten. Dafür setzten sich halb München ein und so durften sie auf ihrem Fleckchen bleiben. Der bekannteste Schwarzbau Münchens:
Schön, dass die beiden auch so geachtet und nicht als *Spinner*  oder so vertrieben wurden. Auch zu Lebzeiten (Timofej wurde über 100 Jahre alt)  standen Tür und Tor immer offen und wer wollte, durfte eintreten.
Der Ort strahlt eine Wärme aus und wer würde nicht gern so wohnen?
Ein eigenes Haus mit Garten. Muss ja nix luxuriöses sein.

Ein kleiner Verein kümmert sich ehrenamtlich um das Anwesen, es werden auch Führungen angeboten, in denen man noch mehr um das Leben der beiden erfahren kann.

Wenn ich wieder in der Nähe bin und das Wetter schön ist (sonst ist das Gartentor nämlich wieder zu!) werde ich auf alle Fälle wieder vorbeischauen.
Wie zauberhaft muss es da erst im Frühjahr sein, wenn alles blüht und sprießt.

Dienstag, 5. November 2013

Musik

Das gute an You*tube ist ja: Man findet so immer wieder neue Musik.
Im Moment steh ich ja voll auf Deep House.
Sowas:



so und dann fand ich den Track:



ich saß  wie paralysiert da.
Der TEXT!
Die STIMME!
Unterlegt mit DEN Bässen!
Gänsehaut.
Immer wieder gehört.
Geheult.
Gelacht.
Laut mitgesungen.
Schweigend dagesessen.
Löcher in die Luft gestarrt.

Nur WER singt das?
Erst dacht ich: Joan Baez.
Isses aber nicht.
Hab ich etwas gebraucht, bis ich es fand:
Barbara Thalheim.
Gut, war ja auch nicht so meine Zeit.

Und hier das Original:



Es gibt Musik, die einen packt.
Und Orte, die einen packen.
Dazu morgen mehr.

Sonntag, 3. November 2013

Lebewesen

Gestern war also der *große Tag*.
Das Geburtstags-Familienessen mit bestfriend.
Nachdem ich mir die Tage davor noch mal bewußt (nicht nur gesagt, sondern tief gefühlt) gemacht habe, dass ich weder hässlich noch dumm bin, bin ich auch relativ gelassen dort erschienen.
Trotzdem kam immer wieder der alte Impuls auf, wieder zu gehen. Alte Ängste eben.

Ja, wie war es denn....
Die Familie strahlt einen Zusammenhalt aus.
Jeder hat seine Macken, die jeder soweit akzeptiert. Immerhin hab ich keine beleidigenden Frotzeleien vernommen.
Ich wurde herzlich willkommen geheißen.
Wir haben viel gelacht und erzählt.
Ich konnte sehr gut bei mir bleiben und immer wieder Kontakt mit mir selbst aufnehmen, um zu spüren wie es mir gerade geht, ich evtl. brauche/möchte.
Das Essen war sehr sehr sehr lecker!!!
Keiner trank Alkohol, bis auf eine Runde Schnaps für alle.
Nach dem Spaziergang habe ich mich auch verabschiedet. Kaffee und Kuchen ließ ich aus, wär mir dann doch zu familiär geworden, zumal dies in deren Wohnung statt gefunden hätte und nicht in der Gastwirtschaft. Da wäre ich mir eher als Eindringling vorgekommen.
Es war schön und angenehm. Und trotzdem hätt ich auf der Heimfahrt einfach nur heulen mögen (alte Sehnsucht nach der heilen Familie?) musste mich aber auf den Weg konzentrieren, da ich aufgrund von Bauarbeiten öfter umsteigen musste, als sonst.

Das war das erste Mal seit x-Jahren, dass ich wieder in einer größeren Gemeinschaft essen konnte. Freut mich riesig, dass wieder ein Stück Normalität in mein Leben eingekehrt ist :-)

Und dann gibt es noch neue Mitbewohner.
3 Stück an der Zahl. Und alle recht grün :-)
Drachenbäume verhübschen nun meine Wohnung!
Und das kam so:
Ich wollte nun die neu entstandenen leeren Stellen in meiner Bude mit etwas Grün verzieren. Nachdem ich nie einen grünen Daumen hatte, hab ich nun ein Bedürfnis danach Pflanzen zu hegen und zu pflegen.
Ein Farn steht hier schon und ein Ableger von ich-weiß-nicht-was.
Dann wollte ich noch eine schöne Zimmerpalme. Sah mich in den Geschäften um, entschied mich aber erstmal dagegen, da doch recht teuer.
Und dann stand da am Eingang im Treppenhaus dieser Drachenbaum mit 3 Stämmen, wovon einer abgerissen war.
Den sah ich mir ne Woche an und als ihn keiner wegnahm, nahm ich ihn einfach mit.
(Auch nach 1 Woche vermisst den keiner, zumindest hing nie ein Zettel am Brett, ich vermute der junge Mann der letztens auszog, hat den dagelassen).
Also habe ich den Baum offiziell als neuen Mitbewohner begrüßt. Ihn bewußt und genau angeschaut. Einen kleinen neuen Trieb entdeckt. Mich gefreut, dass mir so einfach eine neue Pflanze zukam.
Rufe und es kommt!

Eine Wärme durchströmte mich.

Nun habe ich ihn erstmal gut versorgt. In 2 Töpfe umgepflanzt und den kleinen Sprößling ins Wasser gestellt. Er entwickelt auch schon zarte Wurzeln!
So schnell werden mir die nun nicht eingehen.
Ich will mich drum kümmern. Ihnen ein neues Heim geben.
Sie stehen an schönen, idealen Plätzen und jeden Morgen erfreu ich mich wieder an ihnen!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

warm - kalt

Realität:
Ich sitze in der Bahn. Neben mir telefoniert eine Frau Mitte 40
ganz aufgeregt:" Und? Und? Ja? Echt? Oh woooow, das ist ja SUPER! Herzlichen Glückwunsch!"
Aha, denk ich mir so, eine Prüfung bestanden.
Nur welche. Für Schule/Ausbildung ist es die falsche Zeit. Aber vielleicht ein Fernstudium oder ein Seminar.
Sie fragt weiter:" Und? Wie war es? Wo musstest du fahren?"
Aha, denk ich mir wieder, der Führerschein und sofort schießen mir Erinnerungen von meinen Fahrstunden und der Prüfung durchs Hirn.
"Oh!" meint die telefonierende Frau wieder "ich bin so stolz auf dich!!"
Hmmm, denk ich weiter, das hat zu mir noch nie jemand gesagt. Stelle ich recht sachlich/nüchtern/trocken fest.
Einige Beispiele der Reaktionen meiner Familie:
Vater freute sich schon auch so halb mit über meinen Führerschein, aber nie erreichte mich so eine Wärme, die ich bei der telefonierenden, fremden Frau spürte. Außerdem traut er sich nur im Radius von 20km um sein Haus zu fahren.
Mutter: Kein Kommentar, hat aus Ängstlichkeit nie einen Schein gemacht.

Goldmedaille im schwimmen:
Vater: kein Kommentar
Bei Muttern war das irgendwie selbstverständlich, immerhin ist ihr Vater Bademeister, das Schwimmgen liegt also in der Familie. Außerdem erinnerte sie sich schmerzhaft an ihre abgebrochene Sportkarriere, dank einer ungeplanten Schwangerschaft (meine Schwester). Sie erfreute sich einfach an dem Siegerfest, da gabs ja was zu saufen.

Mittlere Reife (später nachgeholte).
Ich durfte nämlich nicht auf die Realschule. Da war noch keiner aus der Familie, da solle ich mal nicht in Höhenflüge abschweifen. Lieber ein guter Hauptschulabschluß, als ein schlechter Realschulabschluß. So dachte, freut sich vielleicht wenigstens meine Schwester mit, doch die meinte nur sarkastisch: "Ja bist ja a ganz a gscheide."

Zusage für die Traumwohnung:
Mutter köpft die Sektflasche, füllt zwei Gläser und entschwindet mit ihrem hinauf zu den Nachbarn um DORT zu feiern. Völlig perplex und den Schmerz/Unglauben heftigst verdrängend, leerte ich die Flasche allein und beschloß, dass ab jetzt meine Mutter keine Bedeutung mehr in meinem Leben haben wird. (Seit dem sah ich sie auch nur noch 1x bei einer Feier).
Vatern täschelt meine Mutter (seit 16 Jahren geschieden) und meint: "war ja jetzt auch nicht alles leicht für dich!". Ich werde komplett übersehen.

(Das waren noch die leichteren Fälle, die anderen will ich gar nicht mehr herauf holen)

Gestern dann geträumt:
Ich bespreche mit bestfriend sein Geburtstagsessen (was real ja noch bevor steht) ich erzähle ihm von meinen Schwierigkeiten, da meint er ganz lapidar: "Naja so langsam könne ich ihm da aber schon vertrauen." Früher hätte ich alle Beschwichtigungsgesten (Kopf schief legen, lächeln, nicken und "Ja, klar!" gerufen und alles getan, was er wollte. Weil meine Gefühle, Grenzen, Bedürfnisse ja noch nie was wert waren.
Dieses Mal aber, bleibe ich bei mir und meinen Gefühlen und sage ihm ganz ruhig: "Weißt Du, ich hab übelstes Mobbing in der Familie erlebt. So schnell* trau ich keinem mehr!"

so schnell = ich kenn bestfriend nun etwas über 7 Jahre.

Montag, 28. Oktober 2013

Laß es jetzt geschehen

Tja ruhig ist es hier geworden.
Das liegt zum einen (mal wieder) an der massiven Erschöpfung
und zum anderen, wußte ich gar nicht so recht, was ich schreiben will.

Heute blätterte ich in einer alten *Schlangenbrut*-Zeitschrift und las eine Anzeige von einem Buch: "Laß es jetzt geschehen- Erfahrungen mit einer angenommenen Krankheit. Sie (Frau nach Schlaganfall) schildert ihr Ringen aus Resignation und Frustration heraus - und hinzufinden zu einem positiven Sich-Bescheiden."

Scheiße man, dacht ich da so. Meine Akzeptanz bezüglich meiner wenigen Kräfte hat sich auch verkrümelt. Aber wie soll ich denn akzeptieren, dass ich 3 Tage vor Müdigkeit und Kraftlosigkeit nicht mal mehr meine Wohnung verlassen konnte? Das ich tägl. über 18 Stunden schlief. Und nein, bei mir ist es nicht so, dass ich vom vielen Schlaf noch müder werde!! Ich hab es ausprobiert.

Duschen mit Haare waschen oder etwas größeres zum Essen kochen raubt mir meine letzte Kraft. Ein HURRA dass ich nie meine Geschirrspülmaschine verkauft habe.

Sich-Bescheiden...das ich nicht lache...Noch bescheidener gehts ja kaum...ich will doch nicht viel...nur ein kleines bisschen mehr vom Leben.


Irgendwann zwischen aufwachen und wieder einschlafen, kam mir so die Frage: Was würde ich denn machen, wenn ich fit und munter wäre?
Weil das ja oft der Knackpunkt ist, wenn ich nicht weiß wohin ich will, warum sollte dann mein Körper gesund werden?

Ich würde:
Montagabends immer zum tanzen gehen.
Und einmal die Woche schwimmen.
Gestern wäre ich bei wunderschönem Wetter mit einer Freundin wandern gegangen.
Ich würde mehr arbeiten.
Und öfter spontan einfach mal was machen.
Ich würde öfter zum Poetry Slam oder zu einer Spielshow im Theater gehen.
Und diese sonnigen Tage mit Picknick im Rucksack radelnd verbringen, vielleicht mit Rast am See.
Ich würde jeden 2.Cent sparen, um dann für ein Jahr (damit ich jede Jahreszeit einmal mitbekomme) in meiner Urheimat, also da wo meine Vorfahren herkommen, zu leben.
Außerdem würde ich mich mehr mit Menschen treffen. Die Schuldgefühle erdrücken mich schon fast, wegen der vielen Absagen.

Ja...das würde ich tun.

Montag, 21. Oktober 2013

Einmal Vollwaschgang bitte...

Ja so haben sich die letzten Tage angefühlt.
Mich hats gedreht und ordentlich durcheinander gewirbelt.
Grund war: ein Mann.
Den ich zum ersten Mal sah und wir uns sehr schnell, sehr nah waren. Auf einer emotionalen Ebene.
Stündliche Mails gingen hin und her. Meine Gedanken galten nur noch ihm.
Ein altes Muster von mir, das sehr selten, aber wenn dann sehr heftig anspringt.
Ein Teil in mir, der die alte mütterliche Symbiose wieder haben will.
Eins sein. Ein Mann für alles. Eigene Gedanken, Gefühle, Beschäftigungen bei-mir-sein? Achwas...unnötig. Totaler Fokus auf diesen einen Mann.

Mich ihm nicht mit Haut und Haaren hinzugeben, vermied eine schlichte Tatsache: Dass er in wenigen Tagen Papa wird.
Ein Funken Verstand war noch da.

Wenn man sich so nah ist, steigt man sich auch schnell auf die Füße.
Taten wir auch. Ahhh tat das weh. Scheiße man.
Aber so konnte ich mir nochmal ein altes Thema anschauen und wieder ein Stück heilen lassen: Die Verlassenheitswunde.

Interessanterweise hatte das was er mir sagte bzw. wie er mich einschätzte mehr mit ihm zu tun, als mit mir. Ich blieb bei meinen Schuhen und zog mir den von ihm hingestellten nicht an.
Ich traf weiterhin eigene Entscheidungen.
Ich versuchte an etwas anderes zu denken.
Wieder zu mir zurück zu finden und aussortieren: was ist meins und was seins?
Als das klar war und ich es ihm mitteilte, bestätigte er meine Erkenntnisse/Vermutungen.

Seitdem ist alles wieder etwas klarer und auch rationaler. Auch ein wenig kühler. Die hochgekochten Emotionen sind wieder abgeflacht.

Mich selber, um meine Gefühle und kindliche Teile kümmern und nicht hoffen, dass der Mann (und oft Wunsch nach Vater) endlich endlich alte Bedürfnisse stillt.
Dann bin ich extrem vom anderen abhängig und dann geht das Desaster los.

Ich mag ihn.
Sehr.
Und erstaunlicherweise ist er ein Typ Mann, den ich früher eher immer verachtet hab: Etwas pummelig, etwas schüchtern aber klar seine Gefühle ausdrückend: ich glaube mir hat noch nie ein Mann gesagt: Der Satz von Dir hat mich verletzt.
Ich kenne nur zurück schlagen, Beleidigungen, Manipulationen, andere Psychospielchen.
Er ist wohl eher alltagstauglich, als der machohafte Prinz im Porsche :-)

Ich fasse ihn auch gerne an. Ich die vor Körperkontakt immer eher zurück schreckt.
Es ist kein sexuelles Gefühl. Sondern ein vertraut-warmes.
Früher war es mir egal, wenn ein Mann verheiratet war. Ist es mir meistens auch jetzt noch. Aber nicht, wenn seine Frau hochschwanger zuhause sitzt. Da lasse ich schön brav die Finger davon.

Es hat sich wirklich viel getan, in den letzten Monaten und Jahren.
Das ich so schnell aus dieser Sucht aussteigen konnte...
macht mich glücklich.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Wer da schlimmes denkt...

Heute: Ein grauer Amtsbrief im Kasten.
Das Sozialamt will mir helfen, die Stromkosten zu senken.
Wie goldig.
Wenn ich einverstanden wäre, würde ein Ehrenamtlicher vorbei kommen und meinen "Energiestatus" ansehen und mich evtl. beraten.

Aha.
Soso.

Bin ich jetzt paranoid, wenn ich was anderes vermute?
Zum Beispiel,  dass der Ehrenamtliche noch einen kleinen Zusatzbefehl ausführt: Sich mal etwas in meiner Wohnung umzusehen, wie ich so lebe und ob ich nicht noch wertvolle Gegenstände besitze???
Denn es steht (in der beiliegenden Erklärung) auch drin:

Ich bin damit einverstanden, dass der ehrenamtliche Mitarbeiter, dem zuständigen Sachbearbeiter der Sozialhilfeverwaltung eine Rückmeldung über das Beratungsgespräch gibt.
WOZU???

Und was ist, wenn er feststellt, dass mein doch schon recht alter Kühlschrank zu viel Strom frisst?
Schenkt mir das Soziamt einen nagelneuen stromsparenden?
Wohl kaum.

Ich weiß, wie man Strom spart und tue mein bestmöglichstes.
Ich bin und bleibe mißtrauisch, mir kommt da keiner ins Haus.
 Diese Erklärung werde ich NICHT unterschreiben.
(Zum Schluß ist es noch einer, der früher für die STASI gespitzelt hat....soll ja alles schon vorgekommen sein...)

Guckt sich die Regierung eigentlich mal die großen Firmen an, um DORT (im großen Stil) Strom zu sparen?
z.B.: nachts die Werbung abzuschalten?

Aber natürlich fängt man beim kleinen Mann/Frau an....
wie immer.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Musik

Meine ganze Musik auszumisten und das geeignete Gerät für mp3 zu finden, mutiert zum Mammutprojekt. Nix mit Einfachheit.
Kassetten ausmisten, deren Lieder ich auch auf CD habe, ist da echt das kleinste Ding (ich hab die doppelt, da ich früher im Auto nur Kassette hören konnte).

Dann gehts weiter: Kassetten die ich schon lange nicht mehr gehört habe, laufen jetzt wieder.
Weil ich ja wissen muss: Behalten oder nicht?!

Und da taten sich 2 Dinge auf:
- zum einen Kassetten, die mir jemand als Freundschafts/Liebesbeweis bespielte und schenkte.
Gefallen mir die Lieder: Behalten. Wenn nicht: weg damit, mit einem positiven, lieben Gedanken an den damaligen Schenker.
- das andere war ein alter Glaubenssatz:
Ich muss auf ewig und immer dieselbe Musik hören!
Das tun meine Eltern. Dürfen sie ja, ist mir ja egal.
Nur, ich hab dieses Verhalten ungefragt einfach übernommen.
Jetzt habe ich für mich entschieden bzw. mir erlaubt:
Mein Musikstil ändert sich immer wieder und das ist in Ordnung.
Ich muss nicht zwanghaft an alten (Liedern) festhalten.

Ach ist das schön.
So leicht.
So frei.
Spannnend was da so alles passiert....

Montag, 14. Oktober 2013

Alltagsblicke

- Ich höre schon den ganzen Tag eine Stimme in mir (die der aus dem Navi sehr ähnlich klingt): Bitte bleiben Sie auf der Couch!
Nachdem ich nun 2 Wochen meinen "Wusel" wieder hatte, komme ich heute endlich mal wieder zur Ruhe.
Lese, schau den Wolken zu, gehe spazieren und beobachte die letzten Libellen, trinke Tee, genieße frische Luft auf meinem Balkon.

- Bestfriend wird demnächst 30. Ich habe mich schon drauf eingestellt, dass ich da wohl mal abends raus muss, auf seine Party.
Habe mir überlegt wie ich das mit dem fahren oder evtl. übernachten mache.
Da kommt er daher und stellt mich vor eine viel größere Hürde:
Ich soll zum Familienessen mitgehen.
Macht mir schon noch schwitzige Hände so was,
wenn auch nicht mehr die Panik von früher (ZUM GLÜCK!!).
Auf der anderen Seite freut es mich sehr, dass er mich anscheinend zur Familie zählt.
Mein Selbstwertgefühl ist inzwischen auch schon größer. Ich brauch mich nicht verstecken, ich habe Manieren, kann mich sehen lassen und kann mich auch gesittet unterhalten.
Die hohen Ansprüche an mich selber (wodurch meist Panik ausgelöst wurde) sind gesunken und ich bin entspannter.
(ich konzentrier mich einfach auf das leckere Essen :-))

- Letztens im Hauptbahnhof:
Ich sehe eine schöne Frau mit einer tollen cremefarbenen Jacke.
Normalerweise fallen mir Frauen eher weniger auf...aber diese hatte irgendwas an sich.
Ich gehe quer durch die Halle, hinunter zur S-Bahn, die Bahn kommt, ich steige ein und ergatter einen der letzten Plätze, bin ko und geschafft.
Wurschtel aus meiner Tasche das Kabelknäuel für's Handy, damit ich Musik hören kann.
Mir gegenüber sitzt auch eine Frau, die genauso mit ihrem Kabelgewirr kämpft.
Wir blicken uns an und prusten los.
Ich werd auch noch rot.
Denn es ist die Frau in der cremefarbenen Jacke.
Irgendwie seltsam...

Herbstzeit ist Drachenzeit und hier gibts wunderschöne:
http://www.annarubin.at/pages/drachen.html

Samstag, 12. Oktober 2013

Bayrischer Humor

Gestern sah ich einen Film: Wer hat Angst vorm weißen Mann.
Eine seichte, aber gut gemachte Komödie, in der es um eine Familie geht. Der Vater kommt nach einem Schlaganfall heim und ist gar nicht glücklich, wie seine Tochter den hauseigenen Betrieb (Metzgerei) weitergeführt hat. Unter anderem stellte sie als Hilfe einen dunkelhäuigen Mann ein.
Der Vater empfand das eine Ungeheuerlichkeit, denn für ihn waren schon die Menschen aus der Nachbarstadt Ausländer und damit unter seiner Würde.
Durch einen blöden Unfall in dem der schwarze Mann und der Vater verwickelt waren, starb der Vater.
Sein Geist blieb aber da und den wiederum konnte der Schwarze sehen und hören.

Früher fand ich so bayrisch-derbe Schimpftiraden (wie ich sie auch von meinem Vater kenne) lustig.
Im Film hörte ich seit langem mal wieder diese typischen Schimpfwörter, was mich an meine früheste Kindheit erinnerte (aber in einem lustigen Zusammenhang).

Gestern fand ich das alles gar nicht mehr lustig.
Es ist, was es ist: Beleidigung, Rassismus, Demütigung.
Der Vater im Film konnte seine Schwäche und Hilflosigkeit nicht annehmen (er hatte durch den Schlaganfall Folgeschäden)und ließ seinen Ärger und Wut an Schwächeren aus.
Wie mein Vater.

Ein weiterer Kommunikationsstil fiel mir auf:
Das widerliche double-bind!
Der Vater im Film macht ständig seine Umgebung zur Sau.
Wehrte sich sein Gegenüber, hieß es lapidar: "Jetzt spiel dich ned so auf. Mach kein Geschiß drum!"
Ging sein Gegenüber einfach weg, hieß es wieder abwertend: "jetzt sei doch nicht gleich so beleidigt!"
Man macht es nie richtig.
Egal was man tut, der andere haut einem nochmal eins drüber.

Der Schwarze macht das, was wohl am meisten hilft: Er lässt sich von dem tyrannischen Vater nicht mehr einschüchtern.
Er blamiert ihn auch mal, macht das was er für richtig hält und steht selbstbewußt dazu.
Denn im Grunde, ist ja der Vater auf ihn angewiesen (da er als Geist ja nicht mehr den Betrieb retten bzw. seiner Tochter helfen kann, so muss es der schwarze Mann mit Anweisung vom Vater tun).

Mir wurde dadurch einfach nochmal bewußt, was für eine Stimmung in unserer Familie herrschte (jeder gegen jeden und andere immer schön klein halten).
Und wie mein Vater tickt, der auch seine Schwäche und Fehler nicht annehmen kann und andere angreifen muss, um sich besser zu fühlen. Auch er war auf mich angewiesen. Er hatte keine andere Bezugsperson.
Auch ihm konnte ich nie etwas richtig machen. Immer gab und gibt (aktueller Brief von ihm) es etwas zu meckern. Den anderen fördern? Loben? Stärken? das kann mein Vater nicht. Da würde seine Angst zu groß, dass der andere größer als er, werden könnte.

Allerdings hab auch ich gemerkt, dass es mir mein Vater auch nicht recht machen kann. Als ich ihm sagte, dass ich erst mal keinen Kontakt haben möchte, nahm er das klanglos hin.
Das irritierte mich, ja wie...kämpft er nicht um mich...? Macht ihm das nix aus? Wieso schweigt er jetzt?
Hätte er sich gemeldet, wär ich sauer gewesen, dass er meine Grenzen nicht respektiert.

Wir sitzen beide auf einem Pulverfass, dass beim kleinsten Funken in die Luft fliegt.

Dienstag, 8. Oktober 2013

I'm not a Tüftler

Aber was will frau machen, wenn frau vergessen hat, sich zu merken wo welche Kabel hin kommen. Gut, gab ja nur gefühlte 180 Kombinationen. Manmanman.
So und das Regal steht nun auch, da die Schrauben nachgeliefert wurden.
Dort hinein sollte meine Stereoanlage.
NUR: Diesmal war ich der Volldepp, ich hab falsch gemessen.
Natürlich paßt da meine Stereoanlage nicht rein.
Also fieberhaft (im wahrsten Sinne des Wortes, mir war ganz schön heiß) eine neue Möglichkeit überlegt.
Und staune da: Die ist sogar noch schöner, als die alte. (Ja, nein es gibt keine Vorher-Nachher-Fotos).
Tja, alles hat seinen Sinn.

Weiter getüftelt am Konvertierungsprogramm, weil ich ja all meine CD's in mp3 haben will.
Wieder geschwitzt und geflucht...bis ich las: Disc Scan.
Jeah, jetzt bin ich am rippen ohne Ende.
Wobei das wirklich lustige kommt ja erst noch: All die Techno-CDs, die hör ich doch nicht mehr, aber hin und wieder sind paar gute Songs dabei.
Und die werd ich mal rausfischen. Mal sehen, ob ich bis zum Frühjahrsputz fertig bin.

Jetzt fragt sich der ein oder andere: Wieso dann Stereoanlage, wenn mp3? Genau, danach brauch ich nur noch meinen Verstärker und einen guten  mp3-Player. HiFi-Turm, Kabelsalat und Dutzende von CD's gehören dann der Vergangenheit an.

Und irgendwann, wenn ich dann wirklich jede Ecke durchgeforstet und sortiert und ausgemistet habe, erfreu ich mich an meiner luftig-leichten Bude...Ansätze sind erkennbar.

Sonntag, 6. Oktober 2013

So gehts auch!

Freitagabend: 

Mann und ich wollen uns endlich mal wieder sehen und ein paar süße Stunden zusammen verbringen.
Ich geh zum Bahnhof.
Die erste S-Bahn fällt aus.
Ich rufe ihn an und informiere ihn.
Alles klar.
10 min. später kommt die Durchsage, dass auch die nächste Bahn ausfallen wird und zudem ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird.
Demnach wäre ich also fast 2 Std. auf dem Weg.
Für eine Strecke, versteht sich.
Rufe Mann an und sage schlicht ab.
Hat ja keinen Sinn und wenigstens haben wir beide nun schlechte Laune.
Ich bin richtig sauer.
Wie schon lange nicht mehr und denke mir so auf dem Heimweg, dass ich meine Wutenergie ja gut in das neue Regal investieren könnte, das am Vormittag ankam und noch aufgebaut werden will.

Also gut, ich packe aus und meine Wut entlädt sich in einem Lachflash:
Die Idioten haben doch glatt vergessen die Schrauben mitzuliefern.
Okay, denke ich mir, das Universum will also, dass ich lerne die Wut auszuhalten (oder so) ohne aktiv was zu tun.
Also atme und lache ich sie halt weg.
Eh schon alles wurscht.
Kein Sex, kein Regal.
Gibt ja echt wichtigeres.

Sonntag Vormittag.

Mann ruft an und hat Sehnsucht.
"Ja"lache ich wieder, schön und gut, es ist Wienszeit, wo willst Du nun ein Hotelzimmer auftreiben???
Er bezirzt mich und schlägt das Stundenhotel vor.
Ohje.
Augenrollend und erkennend, dass ich eh nix besseres vorhabe, fahre ich dort hin.

Wir haben uns sehr viel zu erzählen und spielen irgendwie Intellektuelle.
 Jedenfalls schaut er auf die Uhr und meint: "Öh wir haben noch 10 Minuten!"
Ja super.
Stundenhotel halt.
 2 Stunden gebucht. Ham wir verquatscht.
Im Whirlpool. Is klar :-)
Vorsichtige Nachfrage an der Rezeption:
Ja wir können nochmal 2 Stunden buchen.
Wie nett.
Als Dankeschön (oder was auch immer) gibts Wodks pur dazu.
Hatte ich schon erwähnt, dass wir schon 2 Sektflaschen intus hatten?
Auweia.
Ich vergesse was ich eigentlich vertrage (nicht viel!) und spiele trinke mit.

Später bei der Heimfahrt, frage ich mich, wo ich hinschauen soll, ohne mich übergeben zu müssen.
Liebe Welt, ich vertrage doch nix!!!
Entweder bin ich nüchtern oder stockbesoffen.
Das dazwischen fehlt bei mir!
Die fahrende U-Bahn macht das ganze nicht leichter.
Macht aber nix.
Ich falle nicht auf, denn ich habe mich ganz unauffällig zwischen die letzten Wiesnbesucher (allesamt strunz besoffen) geschmuggelt.

Später in der S-Bahn:
Ich schreibe paar SmS (die ich nüchtern bestimmt wieder bereue, ich kenn mich doch)...zur Ablenkung, damit mir nicht schwindlig wird...
spricht mich der Typ an, der mir gegenüber sitzt.
Irgendwie komisch der Kerl. Zuwenig Mimik. Zuviel Falschheit. Irgendwie von der Sorte Psychopath.
Egal. Wir plaudern.
Klar, über das Oktoberfest, warum  man (er)  nicht hin will und ich auch nicht. Die Wies'n gehört derzeit einfach zum Smalltalk dazu (so volle Bahnen, überall Besoffene usw...)
irgendwann kommen wir auf Gerhard Polt:

http://www.youtube.com/watch?v=e2Qpmie5Gd0
und 2 Haltestellen weiter auf Willy Astor:
http://www.youtube.com/watch?v=k2ocm7QU6CA

und irgendwann bekam ich seine Visitenkarte.
Ich bedanke mich artig.
Er steigt aus.
Ich starre immer noch auf seine Karte.
Lese Namen und Beruf
Adresse und Telefonnummer.

Und irgendwann kicherte ich...
wann bitte schön bekam ich...
einfach so...
nach einem kurzen Geplauder...
eine Telefonnummer zugesteckt...
ist schon paar Jahre her...

Ach da fällt mir ein,
Menschen die gerade Sex hatten,
sollen was besonderes ausstrahlen...
ich glaub ich strahl grad nur Wodka und Sekt aus...
aber egal.
Ich bin sowas wie...ja nun...glücklich
und drehe erstmal die Musik etwas lauter....
mit soviel Promille kann ich eh nicht schlafen:
http://www.youtube.com/watch?v=-j0SySAVBKw

So und morgen kommt endlich mein Kabel, dass den PC an meine supersaugeilengroßen Lautsprecher anschließt.
Und dann liebe Nachbarn:
Haltet euch fest!!! ;-)

Freitag, 4. Oktober 2013

Gut so!

Nach fast 2 Jahren ohne Kontakt zu meinem Vater,
war mir dieses Jahr danach, ihm zum Geburtstag was zu schenken.
Ich fand auch was und schickte es ihm zu.
Sein Antwortbrief kam heute.
Und beim Lesen dacht ich so: gut, reicht auch wieder an Kontakt. Mehr muss ich nicht haben.
Auch hier wieder: Klarheit. War mir ja unsicher, ob wir uns vielleicht mal wieder treffen sollten, auf neutralem Boden. Aber: neeeeee.
Abgehakt und weiter geht's.

Die Therapie neigt sich dem Ende zu.
Vor paar Wochen machte mir das noch Streß. Wenn auch einen kleinen. Aber inzwischen ist auch hier klar: Ja, es darf zuende gehen, sie hat mir sehr geholfen und hat einfach gut getan.
Ein Abschiedsschmerz wird da sein und ist auch völlig natürlich.
Ich weiß auch, ich kann jederzeit (also 1x im Monat) zu ihr.
Eine Tür schließt sich, eine neue öffnet sich :-)

Alles ist gut!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Coming home

Ja ich fühle mich in mir beheimatet.
Vor allem fühle ich mich mit mir wohl.

Ich sortiere weiter aus.
Teilweise habe ich ein wenig Angst vor der Leere.
Aber das gehört wohl dazu.
Die sich einstellende Klarheit und Einfachheit ist unbeschreiblich schön!

Vor allem die Klarheit des Geistes ist unendlich viel wert!
So viele Zerstreuungen locken uns, rufen uns...
rauben uns Kraft.

Die Angst ist gewichen.
Wenn man sich selber nicht zu helfen weiß,
hebt man jeden Lebenshilferatgeber (und sei es nur ein kleines pdf) auf.
All das (bis auf sehr wenige Ausnahmen) endlich zu löschen, zu schreddern, zu verschenken oder zu verkaufen...wunderbar!

Wenn man sich und seine Bedürfnisse nicht kennt,
hebt man alles auf, sei es Bastelsachen, Musikinstrumente, alles *was man nochmal brauchen könnte*...man schaffte sich all die Dinge mal an, auf der Suche nach dem, was man wirklich will.
Manches muss man ja auch erst ausprobieren.

Wenn man Vertrauen hat, in sich und in die Welt,
kann man die Hälfte seines Besitzes weggeben und sich sicher sein, dass wenn man es mal bräuchte, es schon da sein wird oder sich eine Lösung finden wird!

Wenn man mit sich in Kontakt ist,
ist das Leben wunderbar leicht!
Ich fühle mich reich!

***

Da stellt sich bei mir nun auch die Frage:
Wie geht es mit dem Blog weiter?
Wenn ja, mit welchen Themen?
Was würdet Ihr Euch wünschen?
Was könnte mehr Raum bekommen, was weniger?