Montag, 3. Dezember 2012

Unsortiertes

- Es gibt Sätze da zuck ich zusammen, wenn ich sie hört.
Dieser hier ist so einer:
" ich war nur heimlich ich!"
Boah! Und gleich im Anschluß gedacht: "nicht mal das konnte/durfte ich".
Also ganz früher als Kind...ich weiß nicht, wann bildet sich das ICH aus? Eher in der Pubertät, wenn man seine Kanten und Ecken schleift und heraus arbeitet. Aber war ja alles verboten.
Als Kind gehörte mir gerade mal so mein Körper und mein Bett.
Später nicht einmal mehr das.
Trotzdem, irgendwann hatte ich ein klitzekleines ICH aufgebaut und dann kam so ein Psychopath. Bei dem war ich immer froh, wenn er Termine hatte, bei denen ich nicht mit konnte. Dann war ich endlich mal allein und konnte wieder ein wenig ICH sein.

- Auch sehr passend ausgedrückt: ich hab Knoten in der Seele...
Ja hab ich...
 
- Ebenfalls ein Untertitel (eines Ratgebers für Depressive und Angehörige) der mich ansprach: Sehnsucht nach Zukunft
Eigentlich hat man ja eher Angst vor der Zukunft als Depressiver, man sieht nur noch schwarz usw... ich nicht, ich leb zu sehr in der Zukunft...wenn erstmal...z.B. das Leben richtig anfängt. Oder: "Irgendwann wird alles gut!"


- Ja ich hege Hoffnung für meine Zukunft: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" Doch in einer Sache will ich keine Hoffnung mehr haben. Da darf sie sterben. Tut sie aber nicht, himmelarschundzwirn. Ein wenig müde ist sie, aber kurz vom abkratzen? Neee, noch zu vital und zu lebendig.
Leider.
Aber vielleicht kann ich sie ja verkaufen!!! Braucht wer Hoffnung?
Der Meistbietende gewinnt!

- Ich häng immer noch in irgend so einem blöden emotionalem Loch. Inzwischen hab ich mindestens 10 weitere Gründe und Auslöser dafür gefunden.
Was die Sache nicht erleichtert.

- Dafür heute Nacht vom Schulschwarm geträumt. Ach tat das gut. Der war ja schon ewig nicht mehr zu Besuch!

- Gestern meinem Gefühl gefolgt, JETZT SOFORT bei einer Freundin anzurufen. Schob das schon tagelang vor mir her. Als ich sie in der Leitung habe, frage ich ob ich störe, oder ob sie grad mitten im Plätzchen backen sind.
Antwort:" Ja wir backen heute, machen aber gerade eine Pause!"
Volltreffer.
Manchmal schauderts mich selber, ob dieser Hellfühligkeit oder wie man das nennt...


Kommentare:

  1. Ob Hellfühligkeit oder einfach eine gesunde Intuition - beides glaub ich ist das selbe. "Knoten in der Seele" - sehr passend, geht mir auch so. Hoffnung ist nicht grundsätzlich schlecht, auch wenn der Buddhismus mir immer versucht klar zu machen, dass Hoffnung nur Enttäuschung birgt - ich seh das aber anders. Hoffnung an sich ist gut, hat mir in der depressivsten Phase meines Lebens einen Lichtblick geschenkt und das Leben gerettet.

    Wenn man allerdings darauf hofft, dass Menschen sich endlich ändern und einem endlich geben, was man sich wünscht - dann wird man ständig enttäuscht und dann scheint Hoffnung weh zu tun. Aber eigentlich müssen die Erwartungen sterben - denn die bergen die Enttäuschungen in sich.

    Ich wünsche Dir, dass Du dort aufhören kannst zu hoffen, wo es nichts bringt und Dir die Hoffnung ansich bewahrst - ich bin mir sicher, dass Du eine schöne Zukunft haben wirst. Du gestaltest sie Dir jeden Tag ein wenig mehr :)

    Lieben Gruss
    Maja

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  2. Ja stimmt...ich brüll mal: Erwartungen zu verkaufen, Erwartungen zu verkaufen!
    Aber damit lebt die Werbung ja schon ganz gut.
    Und wenn se mal wech sind, sind se das immer nur kurz und kommen im blödesten moment wieder um die ecke gekrochen..widerlich ist das und nervig.

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  3. Widerlich und nervig - ja, das kann ich gut nachvollziehen. Aber irgendwann hört auch das auf. Weiss ich aus Erfahrung :)

    Du wirst es schaffen!

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