Samstag, 22. Dezember 2012

Emma Wolff


 Emma lernte ich über ihren Blog kennen, in dem es u.a. um das Asperger-Syndrom ging.
Da mich das Thema Autismus schon recht lange interessierte, verfolgte ich ihre Beiträge.
Als sie dann ein Buch über Autismus schreiben wollte und dafür noch Mitschreiber suchte, meldete ich mich bei ihr und so
entwickelte sich eine kleine, doch sehr angenehme Zusammenarbeit.
Das Buch ist inzwischen erschienen:
Ein Leben mit Autismus: Die etwas andere Anthologie

Sie veröffentlichte aber noch weitere Bücher:
http://emmawolffautorin.wordpress.com/bucher/


Nun darf die Autorin natürlich auch selbst zu Wort kommen, mit ein paar Fragen, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden:

1.Von welchem Traum hast du dich schon verabschiedet?
Oh das ist schon eine sehr private Frage. :)
Von meinem größten Kindheitstraum. Ein Leben lang als Opernsängerin auf der Theaterbühne zu stehen. 
Für ein Leben hat es nicht gereicht. Aber zumindest eine Zeit meines Lebens durfte ich diese Traum leben und das wiederum ist mir ein Trost.

Ansonsten ist doch jeder Traum erlaubt. Ob man ihn erreicht und leben kann, das liegt in einem selber. Man darf sich nur nicht in diesen Träumen und Illusionen verlieren, sondern muss etwas dafür tun, denn wenn man etwas wirklich will, dann muss man seinen Weg nur geduldig weitergehen und man wird irgendwann am Ziel sein. Man muss nur auf die Zeichen des Lebens achten. 
Es gibt ein schönes indianisches Sprichwort: "Trage immer mehr Träume in dir, als die Realität dir je nehmen kann."


2.Womit willst Du anfangen?
Anfangen mit was?
Meistens aber immer am Anfang, Schritt für Schritt und alles zu seiner Zeit



3.Was fällt dir leichter: echte Gefühle zu verbergen oder Gefühle, die du nicht empfindest, vorzuspielen?
Beides fällt mir unendlich schwer, denn beides hat in seinem Grund etwas unaufrichtiges. Das eine ist eine Lüge und das andere unterdrückt die Wahrheit.
Ich denke das ich die echten Gefühle vielleicht länger verbergen kann, obgleich es mir sehr zu schaffen machen würde, da ich etwas von mir und meiner Seele unterdrücken würde, eben etwas meiner Selbst. 
Etwas vorzuspielen liegt mir fern. Zum einen weil ich nicht Lügen kann, und man es mir auch immer anmerkt oder ansieht. Zum anderen wäre es dem gegenüber sehr unfair, würde bewusst Verletzungen hervorrufen und einem Menschen schaden und das wiederum passt nicht in meine Gerechtigkeitsempfinden. Deswegen lasse ich es lieber, denn man tut sich auch selber damit keinen Gefallen.


4.Zu welcher Musik tanzt Du gern?
Musik ist für mich ein Lebensgefühl und entspringt bei mir aus dem Herzen. So kann ich mich schon nicht festlegen, welche Musik mir am Besten gefällt, deswegen kann ich auch  nicht sagen zu welcher Musik ich am liebsten tanze. Es ist immer von der Stimmung abhängig. Ich höre sie und dann tanze ich einfach darauf los. 


5.Würdest du dir noch ähnlich sehen, wenn du so schön wärst, wie du sein möchtest? 
Ob ich schön bin oder nicht, das können nur andere sagen, das ist zu sehr eine Definitionsangelegenheit
Um aber bei der Frage zu bleiben, ich würde mich nicht verändern, denn ich bin wie ich bin und ich schaue gerne in den Spiegel und kann sagen, "Ja das bist du." 
Ich denke das ist viel wichtiger, als einem Schönheitsideal nachzujagen. Ebenso ist es auch so, das man das automatisch nach außen hin ausstrahlt. 
Ich liebe jedes graue Haar und Fältchen an mir. Das einzige was ich derzeit ändern würde, möchte und müsste, das ich ein paar Kilo zunehme.. :)

Wer jetzt noch mehr von Emma wissen will: 
http://emmawolffautorin.wordpress.com/about/



Kommentare:

  1. Liebe Luna,

    es ist mir eine Freude und Ehre, dass ich in diesem Blog den Anfang machen kann und darf, obgleich ich auch heute erst in das Vergnügen kommen durfte ihn zu lesen.
    Das einzige was ich noch anmerken möchte und muss ist, das es in meinem Blogs unter anderem um Autismus geht, aber nicht ausschließlich, da das Leben die Geschichten schreibt.
    Es ist sehr schön, das ich dich auf diesem Wege kennen lernen durfte und du ein Teil das Buches, "Ein Leben mit Autismus - Die etwas andere Anthologie" geworden bist. Dafür bin ich sehr dankbar.
    Für dieses Projekt und Vorhaben, sowie für das neue Jahr wünsche ich dir ganz viel Erfolg, sowie Glück und Gesundheit, ebenso, das sich viele Deiner Wünsche erfüllen werden.

    Ganz viele liebe und dankbare Grüße schickt dir über diesen Weg
    Emma

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  2. Liebe Emma, ich hab das *unter anderem* hinzugefügt.
    Beste Grüße!

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