Montag, 17. Dezember 2012

Der Glanz in deinen Augen

Mir wird die Tage bewußt, wie wenig meine Mutter anwesend war.
Also eigentlich war sie es überhaupt nicht.
Körperlich schon, wenn man ihren 10-Std-Arbeitstag abzieht, aber seelisch/emotional nicht.
Stell dich mal neben deinen Kleiderschrank und fühle welche Beziehung zu ihm hast.
Na?
Kommt da was? Irgendeine Resonanz?
Genau. Da ist nix.
Meine Mutter hat mit uns gebacken, uns zum Kindergarten gefahren, uns gebadet...aber ohne innere Beteiligung.
Zumindest habe ich davon nix gespürt.
Sie war roboterhaft. Innerlich leblos. Emotional abwesend.
Es gab keine Schwingung.
Behandelt wie ein Objekt.
Es ist wie eine dicke Glasscheibe zwischen zwei Menschen.
 Zwischen sich und der Welt.

Sie hat alles wunderbar erledigt, wir waren körperlich gut versorgt.
Aber seelisch verhungerten wir. Direkt vor ihren Augen.
Wenn man in ihre Augen sah, sah man Leere. Da war nix dahinter. Kein Erkennen. Keine Freude. Keine Zuneigung. Kein Glanz. Keine Kommunikation.

Man weiß heute natürlich was das für verheerende Folgen für die Kinder hat: Beziehungsgestört, depressiv, ängstlich, unsicher, ohne Urvertrauen, seelisch verwahrlost und stark vernachlässigt.
Nur was nützt mir all die Theorie?
Wie sieht Heilung aus?

Kommentare:

  1. Meine Liebe, kennst du das hier? http://www.amazon.de/gp/aw/d/3548357318/ref=mp_s_a_1?qid=1355787881&sr=8-2&pi=SL75

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  2. Jepp kenn ich. War aber nix für mich. Vor kurzem erfuhr ich auch warum: weil ich zu sehr mit dem Kindteil identifiziert bin, ich muss die Erwachsene stärken und seitdem machen wir ego-state-arbeit.
    Das hilft sehr gut.
    Liebe gelbe Grüße :-))

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