Samstag, 10. November 2012

STOP!

Selbstbehauptung ist ein Muskel, der ständig trainiert werden muss.
Meine (nicht ganz so neue) Erkenntnis des Tages.
Da muss ich mich mal wieder ordentlich dahinter klemmen bezüglich Abgrenzung.

In der Tagesklinik gab es die Stunde *soziale Kompetenz*, in der man solche Dinge spielerisch ausprobieren konnte. Ich flüchtete aus dem Raum. Jedesmal.
Pure Panik wenn ich nur Grenzüberschreitungen bei anderen beobachtete. Völlige Erstarrung, innerlich und äußerlich.
Sich wehren? Widerworte geben? Einen schärferen Ton zulegen? Absolut verboten!

Langsam könnte ich mir das vorstellen. In einer Gruppe Selbstbehauptung/Selbstverteidigung üben und ausprobieren. Doch die Angst ist noch zu groß. Zu schnell hänge ich noch in der Erstarrung fest und würde auch alte Situationen aufwühlen.

Was mir hilft: Alte Grenzverletzungen (eher die kleineren) mir nochmal kurz vorstellen und dann ganz plastisch ausmalen, wie ich mich hätte wehren können, was ich sage, wie meine Körperhaltung ist, welch Power und Ernst ich dabei spüre ! Noch besser ist es, mir das aufzuschreiben.
Zum einen fallen mir so beim nächsten Mal schnellere Worte, Möglichkeiten ein UND die alten Verletzungen fühlen sich geheilter an, wenn ich nochmal dran denke.
Vorstellungskraft ist eben auch Zauberkraft (Zitat L. Reddemann)

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