Mittwoch, 31. Oktober 2012

Kampf den Kilos!!!

Gestern gewogen +++ 73kg +++ geht ja gar nicht +++ Idealgewicht (= persönliches Wohlfühlgewicht): 65kg +++ irgendwann ist immer das erste Mal +++ nun also: Speck weg! +++
Ja vor und in der Weihnachtszeit +++ Kilos gar nicht anlegen lassen, ist leichter, als Kilos wieder loszuwerden +++ hab ich zumindest öfters gehört +++ mache es wie beim Rauchstop: stell mir in den schönsten Farben die Zukunft vor, wie es sein wird...so ohne Kneif, dafür mit locker sitzender Lieblingsjeans! +++

Irgendwelche Tipps?

Dienstag, 30. Oktober 2012

Schlaf, der

Ich träume seit Tagen wieder sehr sehr lebhaft.
Das gab es nun seit Monaten nicht mehr (und ehrlich gesagt, habe ich es auch nicht vermisst).
In diesen Träumen denke und fühle ich sehr real. Wie am Tag.
Vorgestern träumte ich, dass der Tag meines Haftantrittes gekommen war. Ich war draußen unterwegs und konnte mir nicht vorstellen, jetzt ins Gefängnis zu gehen, die Vorstellung war sooooo schrecklich. Einmal drin, kommste so schnell nicht mehr raus. Also dachte ich: Gehste nicht hin, gibt zwar auch Ärger, aber ich bleib erst mal frei.
Später saß ich bei einem Zuständigen der Haftanstalt. Der meinte: "Das war ein Versehen, bei ihrem kleinen Delikt müssen sie natürlich nicht ins Gefängnis!!" Es kam also eine 3.Möglichkeit ins Spiel, an die ich gar nicht dachte (gut, die ist jetzt auch nicht üblich).
Der Traum zeigt aber meine extrem große Angst vor Vereinnahmungen, Fremdbestimmung und Freiheitseinschränkung. Die mir auch bezüglich Arbeitsstelle das Leben sehr sehr schwer macht.

Der andere Traum: Ich war kurz davor vom LKW erdrückt zu werden. Super. Ich wollte weglaufen, duckte mich weg und versuchte mit der bloßen Hand den LKW aufzuhalten.
Was ich auch real tat. Als ich vor Schreck aufwachte, brannte das Licht, ich saß auf der Bettkante und drückte meinen Radiowecker gegen die Wand.

Irgendwas in mir rumort da ganz heftig.
Als Kind war ich immer die Lachnummer der Familie, weil ich so heftig träumte, um mich schlug, viel im Schlaf redete und schon mal schlafwandelte.

Seit Monaten versuch ich von meiner Einschlafhilfe in Form von 25mg Amitriptylin runterzukommen. Gestern startete ein neuer Versuch. Ich glaube, das ist eine psychologische Sucht:
Ich nahm die Tablette nicht = also kann ich nicht schlafen.
Mal sehen, wenn die Nächte sehr unerholsam werden, nehm ich es lieber noch. Aber erstmal versuch ich es mit einem pflanzlichen Mittel.

Montag, 29. Oktober 2012

Der Alltag hat mich wieder

Tja, dafür ist sie heute wieder da:
Das hibbelige, nervöse, hektische, die innere Unruhe, das Herzrasen, Kopfweh, Übelkeit.
Der Körper in ständiger Hochspannung. Die Seele ganz cool daneben und fragt: "Is was?".
Naja so ganz cool auch nicht.
Da wundert es mich nicht, dass ich ständig so müde bin.
Das schlaucht doch extrem.

Heute morgen passierte mir etwas ganz ekliges:
Ich esse keinen Fisch, keine Meeresfrüchte, nix was aus dem Wasser kommt.
Ich mag den Geschmack einfach nicht.
Da aber Fische ein wichtiger Bestandteil der Ernährung sind/sein sollten, kaufte ich mir Fischölkapseln.
Normalerweise nehm ich die so im Lauf des Tages ein, wenn ich halt dran denk.
Heut morgen war das mit dem Frühstück gemeinsam.
Und dann kam es: Ich musste mehrmals aufstoßen.
JA mit Fischgeschmack. Morgens um 7h. Passend zum Kaffee.
Boah, ich hätt.......

Dann las ich etwas erhellendes:
"Kinder haben so etwas wie eine innere unbewusste Wachstumsbremse. Auf einer tieferen Ebene erlauben sie sich nicht, in ihrer Entwicklung weiter zu gehen als ihre Eltern. So halten sie unbewusst die Rangfolge ein und die enge Verbindung zu ihrer Familie aufrecht. Wenn Kinder sich später doch über ihre Eltern hinausentwickeln wollen, fühlen sie sich immer wieder gebremst, boykottieren ihren Erfolg unwissentlich oder erleben Weitergehen stets gekoppelt mit Schuldgefühlen."
Aus: Liebe dich selbst und es ist egal, wen du heiratest.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Sonntagmorgengedanken

Es geht mir gut.
Schon seit ein paar Tagen.
Seelisch mein ich.
So ruhig und friedlich, so heiter und gelassen.
Ich habe innerlich meinen Platz eingenommen.
Das was ich nie tun durfte.
Ich durfte nie das fühlen, sagen, denken, tun was ich fühlte, sagte, dachte, tat.
Ich hatte eine andere Aufgabe: Meine Umgebung zufrieden zu stellen (und zu stabilisieren).
Ohne wenn und aber.
So ist das halt mit alkohol/nikotin/arbeitssüchtigen Eltern, die selbst schwer traumatisiert sind.
Lange hatte ich den inneren Überkritiker in mir. Der all das mir zuflüsterte was ich über 20 Jahre von meiner Familie hörte:
Das macht man nicht, das ist komisch, du bist blöd, komisch, dumm, seltsam, so still, so anders.
Der innere Kritiker darf ruhig in mir bleiben, der ist ja auch hilfreich.
Der stoppt mich manchmal in ganz unsinnigen Situationen: "Meinst du das ist jetzt echt so passend?"

Ich hab mich gesucht und gefunden.
Ich bin wieder mit mir, meinen Wünschen, Bedürfnissen und Gefühlen in Kontakt.
Ich kann mich annehmen, mit all meinen Eigenheiten, Andersartigkeiten, Schwächen, Stärken...
Und zwar nicht mit dem Kopf. Sondern mit dem Herzen.
Das ist wahrer Reichtum!
Das ist so schön!

So schnell laß ich mich von meinem Platz nicht mehr vertreiben.
Derjenige der das versucht, kann sich warm anziehen.
Das tue ich jetzt auch. Denn es hat viel geschneit und jedes noch so kleine Ästchen ist weiß überzuckert.
Einfach wunderschön.
Und in mir ist keiner mehr, der mir den Vogel zeigt, weil ich Sonntags schon um halb 6 (Winterzeit) aufgestanden bin...
Stille.

So macht Leben Spaß.
Kein ständiges zweifeln und zwanghaftes kontrollieren.
Keine extremen Verspannungen.
Kein ständiges nachdenken über Gott und die Welt, über mich und die anderen.
Einfach leben. Mit dem Leben fließen. Lust auf Neues bekommen.
Ich schmeiß mich hinein,
mitten hinein,
in das Abenteuer Leben!

Es war ein langer Weg.
Der sich echt gelohnt hat :-)


Samstag, 27. Oktober 2012

Der unruhige Samstag

Tja, es kam so, wie ich mir das schon gedacht habe.
Ein Chaostag.
Es wär so schön gewesen, mit Tee und Kerze (ok, die gab es)
auf der Couch lümmeln und lesen (ja, gab es auch, aber nur wenige Minuten).
Stattdessen wusch ich Wäsche, die mir jetzt hier in der Wohnung rumsteht und mich nervt.
Merke: Ab sofort unter der Woche waschen, inzwischen bin ich ja mehr außer Haus, dann nervt mich der Platzmangel nicht.
Dann wollte ich maltechnisch nur kurz was ausprobieren...ja klar.
Also ist der halbe Tisch noch mit Malutensilien belegt.
Dann fuchste mich der PC und ich hing 2,5 Stunden  mit best-Pc-Doktor-for-ever  dran.
Jetzt hab ich 4-eckige Augen, Hunger aber keinen Appetit, bin saumüde und doch innerlich aufgedreht, hause in einem Chaos und spüre nix von der so herbeigesehnten, gewünschten Herbstgemütlichkeit....
und dann hat's noch geschneit.
Das war wirklich schön.
Und noch schöner, dass wenigstens das Monster nicht mehr bei mir wohnt.
Das Rauchmonster:
http://alles-nur-psychisch.com/2012/10/27/monster-des-alltags-nr-56-das-rauchen/

Achso...und mutig war ich....
der Friseurtermin steht!

Freitag, 26. Oktober 2012

What a day +Nachtrag

Mein PC wurde gepimpt.
Ist ja an und für sich ne tolle Sache.
Aber.
An und für sich hätt ich auch gern alles beim alten.
Zumindest manche Sachen.
Und der PC mit all meinen Einstellungen usw. gehört dazu.
Alles neu.
Alles anders.
Eigentlich wollt ich morgen was anderes machen, als mich mit neuer Technik vertraut machen.
Nunja. Nach 2 Wochen flutscht das auch alles wieder.
Wir hatten vergessen, vorher wichtige Daten zu sichern. Also die sind jetzt nicht überlebenswichtig, aber es hätte mich wirklich sehr sehr SEHR geärgert, wenn die futsch gewesen wären.
3 Stunden tiftelten wir da rum (na gut, ich weniger, ich war fürs Daumen drücken und neue Nervennahrung herbei schaffen zuständig).
Dann waren sie wieder da.
Kurz drauf beim Zähne putzen dacht ich so:

Häng Dein Herz nicht an zu viele Dinge.
Ich merke, ich hab so viel abgespeichert/gesammelt, aus Angst, nicht das richtige zu finden, wenn ich es brauche.
Ich hab einen riesigen Seelenordner (aus Papier) mir in den letzten Jahren zusammen gebastelt. Aus Therapien getragen. Zusammenfassungen geschrieben.
Wie oft schau ich da rein?
2x im Jahr, wenn ich den Schrank innen abwische.
Bis jetzt kam immer das richtige Buch/Heft/Internetseite/Adresse wenn ich etwas brauchte oder suchte.
Ich geh mal zum ausmisten...

Und dann steht da wieder die drohende Sylvesterfrage am Himmel im Raum.
Weggehen ist ja immer so ne Sache: Viel zu viel Erwartung und dann ist nix. Oder man will einfach nicht pseudofröhlich drauf sein, nur weil der Eintritt und das Essen mein Wochenbuget dreifach überschreiten.
Zuhause bleiben ist immer so...naja. Auch irgendwie doof. Traurig. Einsam.
Heute flatterte die galante Zwischenlösung ins Haus.
Ob ich Hundesitter spielen will.
LOGO!

Ein schönes ruhiges Sylvester, mit Hund, vielleicht kurz mit der Nachbarin ein Sektchen schlürfen, lecker essen, Rückschau halten, schreiben, Musik machen oder hören und am Balkon dem Feuerwerk zuschauen.
Aber das geilste: Das Jahr startet dann sozusagen gleich MIT Hund.
Ich glaub ich hab mich noch nie und schon gar nicht schon im Oktober auf Sylvester gefreut!!!
*hüpf*

 Was es nächstes Jahr nicht mehr geben wird, ist: Tagebuch schreiben. Die letzten 2 Jahre schrieb ich sehr viel. Es änderte sich ja auch viel in meinem Seelenleben. Jetzt hab ich aber keinen Bock mehr drauf.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Klare Klarheit

Ich liebe eindeutige Ansagen. Und Ehrlichkeit.
Ich kann es zum Tod nicht ausstehen, wenn jemand rumsäuselt: "Ja Du, dann machen wir mal xy!" und man weiß: Das wird eh nix. Oder (noch schlimmer) man glaubt es, freut sich und merkt dann, nach 10 Jahren, das hat der/die nur aus Höflichkeit gesagt.
Aber ich wollte ganz was anderes sagen. Nämlich:
Demnächst steht eine verfeinerte Diagnsotik in Sachen Cortisol an (dafür dass der Arzt gleich mit *Depression* daher kam, macht er nun seine Arbeit ziemlich genau.
Dazu muss ich abends eine Tablette einwerfen, und morgens Blut abnehmen lassen.
Arzt sagt: So zwischen 22-23h Uhr Tablette nehmen. Ja kleines Frühstück, mit wenig Zucker und Butter, ist okay.
Arzthelferin und Beiblatt sagen: 23:30h Tablette nehmen. Nüchtern!
Super.
Ich nehm mal die goldene Mitte: 22:30h Tablette (wobei das eh lustig wird, wie ich so lange wach bleiben soll ???) und halbnüchtern (das wird noch viel lustiger, weil 1 Std.Anfahrt mit der Bahn im morgendlichen Kuschelmodus).
So kann man doch keinen ordentlichen Cortisolwert messen, wenn ich dauernd im Dauerstress bin.

In der Thera haben wir den gestrigen Vorfall mal ein weniger genauer unter die Lupe genommen. Nach einer fast durchwachten Nacht. 
Wie gesagt: MIT Herzklopfen ist schlecht schnarchen.
Motto: Nicht persönlich nehmen.
Wir stellten fest, dass dort gerade sehr sehr SEHR schlechte Stimmung herrscht.. Mit viel Streß (immerhin gabs ne Schlägerei davor), Ärger (wegen Neuordnung, wer kommen darf, wer nicht) und Mißtrauen (ich schau nicht wie "typisch  Tafel" aus).
Wir nennen uns zivilisiert. Aber schaut man wie wir wieder zu Tieren werden, wenn es NUR HEUTE das absolute Sonderangebot gibt. Klauen, Zähne werden ausgepackt, es wird geknurrt und gedroht und gedrängelt. 
Nicht anders geht es da bei der Tafel zu.
ABER meine Sache bzw. meine Übung ist nun (was mir auch schon vor der Thera klar war): Wegen dem Tratsch, lass ich mich nicht vertreiben! Wieder entspannt (haha) hingehen, meinen Teil holen, Tschüß sagen.

Ich will mich nicht mehr in die Defensive treiben lassen. Viel zu lange ist das passiert und endete mit heftiger Angst und Depression.
Viel zu lange war Mobbing an der Tagesordnung.
Nein, ich tue wieder einen Schritt aus meiner Ecke.
Aufrecht, mit Brust raus-Bauch rein und festem Blick.

Der ganz normale (Über-)Lebenswahnsinn.

Braves, stilles, angepaßtes Mäuschen 
hab ich viel zu lange gespielt.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Ein Gerücht geht um...

Da saß ich heute im Büro der "Tafel" wegen einer Ermäßigung. 
Sagt die Leiterin zu mir:"Über Sie wurde schon geredet!" *große Augen*
"Ja, was Sie bei der Tafel suchen, wenn Sie doch so ein großes Auto haben!?!"
*sehr große Augen*
"BITTE?!?!"
Leiterin beschwichtigend:" Dann fahren Sie zumindest damit nicht zur Tafel!"
*ufogroße Augen*
Ich glaub es hakt. Aber ganz gewaltig.

Ich versuchte glaubhaft zu versichern, dass ich GAR KEIN Auto habe!
Aber Miss Leitung ist wohl wenig neutral. 
Glaubt lieber ihren Pappenheimern (sagt sie zwar nicht, aber ich sehe und spüre es).
Gut, ich kann mir schon vorstellen, dass ich Mißtrauen errege:
Ich bin weder alt, noch geh ich auf Krücken, Ausländerin und/oder Mutter bin ich auch keine.
 Ich bin weiblich, attraktiv und jung. Auf den ersten Blick.
Auf den zweiten nur weiblich.

Mir fällt was ein: "Ach, sage ich. Wahrscheinlich hat mich jemand mit dem Auto vom Seniorenstift gesehen (das ist groß, das Auto!), da fahr ich 2x im Monat ehrenamtlich die Omas und Opas...."
Große Augen bei der Leitung. Und ihre Gesichtszüge sprechen stumm den Satz: Aha, aber arbeiten is wohl nicht..?!?! SO krank kann die gar nicht sein...sieht auch nicht so aus...
 Aus ihrem Mund kommt nix.

Ich bin wahrlich eine völlig unvorzeigbare Unterschichtlerin. Ich werde es nie zu RTL schaffen *heul*: ich rauche nicht, ich saufe nicht, ich nehme auch sonst keine Drogen, ich habe meist gewaschene Haare und saubere Kleidung, manchmal lese ich anspruchsvolle Bücher und besuche Kunstaustellungen, nebenbei bringe ich mir das Gitarrenspiel bei, putze meine Wohnung und halte alle Termine pünktlich ein...
UND DANN ENGAGIERE ICH MICH AUCH NOCH EHRENAMTLICH!!!!!!!!
Das ist echt die Höhe...


 Klisches mochte ich noch nie und wollte auch nie in eins gesteckt werden.
Vielleicht habe ich es damit ein wenig übertrieben...
(Nein, natürlich nicht. Ich weiß warum ich das alles mache 
und werde mich davon auch nicht von so ein paar neidischen Vollhonks abbringen lassen!)

Es ist erschreckend wie niedrig sich Menschen verhalten können, wenn es ums Überleben geht. Ich weiß nicht, was in so jemanden vorgeht, der andere vermeintlich anschwärzen muss.
Aber noch viel trauriger ist es, dass die Leitung solch Munkeleien Glauben schenkt. Ich bringe ihr ganz einfach das nächste Mal meine Kontoauszüge mit......

Dienstag, 23. Oktober 2012

Den Geist entrümpeln

Viele Minimalisten fangen erstmal an im Außen (ihre Wohnung, ihren Pc, usw) auszumisten und nur das was sie wirklich brauchen/benutzen stehen zu lassen.
Später geht es auch an die Freizeitgestaltung, an Zeitschriftenabos, an Daten und Bekannte. Auch die werden ausgemistet.
Doch was ist mit dem Geist? Die Daten im Hirn lassen sich nicht so leicht löschen. Leider.
Wie soll das auch gehen?

Anselm Bilgri hat sich daran versucht, es zu erklären. In seinem kleinen Büchlein "Entrümple deinen Geist - Wie man zum Wesentlichen vordringt".
Und wer kann besser eine Hilfestellung zum minimalistischen Leben geben, als ein ehemaliger Mönch?
In 18 Kapiteln fasst er eine Anleitung für eine moderate Lebensführung zusammen. Weniger mit dem drohenden Zeigefinger, eher mit einem schmunzeln.
Es geht munter von der Philosophie rüber zur Politik, dann ein Hauch Lateinschulung, abgerundet mit persönlichen Erfahrungen und Lebensweisheiten.

Ich tue mich ja sehr schwer in Sachen Prioritätensetzung und Fokussierung, aber dank Herrn Bilgri habe ich nun eher verstanden worauf ich in Zukunft achten möchte und dass natürlich mehr (von Information) nicht unbedingt besser ist.

Wer sich schon länger mit Achtsamkeit, Minimalismus  und Einfachheit beschäftigt, wird nicht allzu viel neues finden. Aber das alte im neuen Gewand (sprich die Formulierung und Sprache liest sich sehr angenehm!) ist auch hübsch anzusehn.


Montag, 22. Oktober 2012

Der Herbst, die Haare und so

Alles hat seine Zeit. 
Wurde mir heute nochmal so bewußt. 
Ich war lange draußen. Erst mit dem Hund, dann alleine mit dem Rad. 
Viele herbstliche Düfte umwehten mich. Vor 1 Jahr hätte ich das nicht ausgehalten. Letzten Herbst war ich noch Raucher und roch fast nix mehr.
Diese Herbstdüfte hätten mich sehr getriggert. Ich hätte nicht gewußt wohin, vor lauter Sehnsicht. Ja Sehnsucht lösen diese Düfte aus. Nach einem ganz besonderen Teil der Kindheit. Den ich so gern wieder hätte.
Heute kann ich damit besser umgehen. Weil ich nicht mehr mit dem kindlichen Teil identifiziert bin. Ich spüre schon auch noch die Sehnsucht, aber sie packt mich nicht mehr so sehr, dass ich handlungsunfähig bin.
Ich lebe mehr im Heute.

Schwimmen war ich heute auch. Weil mir einfiel, dass der Montag dafür immer ideal war. Außer in der Zeit als ich noch in die Gruppe ging. Denn das ging nicht: Mittags schwimmen und abends Gruppe. Selbst mit einem Schlaf dazwischen hätte ich das nervlich, körperlich undwasweißich nicht geschafft. Zu ko. Zu erschöpft.
Jetzt gehe ich in keine Montagsgruppe mehr. Also hab ich wieder einen festen Schwimmtermin. Leider ist es da sehr voll und auch das gönne ich mir wieder mehr: Dem zu folgen, was ich will. Also hab ich eher Schluß gemacht, weil es nicht mehr schön war.

Überhaupt ist mir auch klar geworden, dass ich in der Therapie nur noch Dinge bearbeiten möchte, die MICH stören. Und nicht die Dinge, die ich nicht kann/will/möchte, die aber die anderen erwarten und ich meine, das nun machen zu müssen, mich verändern zu müssen...damit ich funktioniere, den Forderungen der anderen entspreche.
No! Nein! Nada! Niente!

Der Schwimmtermin...ich werde nächsten Montag gegen 14h gehen, in der Hoffnung, dass der erste Schwung schon wieder weg ist. Aber noch etwas anderes wäre dann dran: Der Friseur.
Die Haare sind definitiv zu lang, es dauert ewig bis die trocken sind, das im Herbst/Winter...ungünstig.
Die Spitzen kann ich mir selbst schneiden, das tu ich seit 3 Jahren. Erfolgreich :-)
Aber es müßte ein ordentliches Stück ab und das traue ich mich nicht.
Friseur ist aber anstrengend: Jemand fremdes so nah bei mir, mit scharfem/spitzen Gegenstand, dem ich ausgeliefert bin.
Ich kann nicht einfach mittendrin gehen. Das ist das schlimmste. 
Der andere werkelt an mir rum, was ich nicht genau kontrollieren kann. Ich darf nicht zucken. Ich darf nicht wackeln.
Alles anstrengend. Alles scheiße.
Ne Tavor beim Zahnarzt ist ja noch verständlich...aber beim Friseur?!?!?!

Sonntag, 21. Oktober 2012

Ein Sonntag mit Luisa Francia

Das schöne Buch das ich mir letztens gönnte, stammt eben von dieser Autorin: Luisa Francia. 
Titel: Die Sprache der Traumzeit.

Erst dachte ich so: "Och nö, nicht noch ein Buch über Nachtträume und deren Deutung". Doch als ich genauer hinsah, las ich: Kunst und Magie. 
Da horchte ich auf!

Wenn sich Kunst und Magie bei mir vermischen, nannte ich das immer "Künstlergefühl". Es ist ein stimmiges bei mir sein, mich gut spürend, eine besondere Stimmung mit hoher Energie. 
So wie letztens bei einem Glas Wein, einer neu entdeckten ziemlich unpopulären Musik, die Sonne geht unter und innerlich bin ich erfüllt von einer neuen Idee. Weit entfernt vom Alltag.
Flohmärkte verströmen auch oft dieses Flair, oder alternative Projekte, Querdenker oder einfach ein Film aus einer kleinen Produktion...mit dieser besonderen Energie.
L. Francia nennt dieses Gefühl, dieses Sein, diese Situation: Traumzeit.

Sie meint das besonders Frauen eine gute Verbindung zu dieser Mischung aus Kunst und Magie haben. Überhaupt geht es ihr viel um Frauen. Sie ist sozusagen eine Frauenbewegerin ;-)
Augenzwinkernd ermutigt sie nämlich, die weiblichen Potentiale zu erkennen, zu leben, seine Wahrheit finden, aus einzwängenden Regeln und Verhalten auszubrechen, wieder mehr auf die eigene Intuition zu lauschen, sich gegen die Manipulation der männlichen, weißen "Herr"-schaft aus der Mittelschicht zu wehren.

Sie erzählt von archaischen Impulsen, Gefühlen, Ritualen, wie man dem Raum schaffen kann, von den Wundern der Natur, von Vorahnungen.
Sie inspiriert, stellt in Frage, spielt mit Wörtern...
Sie fragt: Was ist Kunst und was Magie?
Sie klärt auf, dass wir alle mystisch sind. Vor allem Kinder. Doch das dies in der rationalen Regel-und Gesetzeswelt bald leider verloren geht.
Schon immer wurden Geister und Ahnen gerufen.
Sie zeigt die Mystik im Alltag und will wieder mehr diese Welt verzaubern!
Warum? Weil so viel Kraft darin steckt !

Sie erzählt aus ihrem eigenen Leben.
Und bei all dem bleibt sie bodenständig, natürlich und verständlich. 
Das gefiel mir am allermeisten.

Es war bestimmt nicht mein letztes Buch von ihr!

Freitag, 19. Oktober 2012

Hitzkopf

Ich merk, dass ich zur Zeit wieder aus dem Gleichgewicht bin.
Aus dem ayurvedischen Gleichgewicht. 
Bin wieder zu sehr im "Pitta". Im Feuer.

Eigentlich ist das schön: 
Ich sprühe vor Aktivität und Ideen. 
Der Tag ist viel zu kurz. Mittagsschlaf brauch ich nicht mehr. 
Ich bin hellwach. Ich will alles sofort machen! Es gibt soviel zu tun! 
Kaum ruhe ich etwas, wird es noch schlimmer. 
Mir fällt ein, was ich noch tun will und muss und könnte. 
Hüpfe von einer Ecke in die andere. 
Keine Minute bin ich still. Das Hirn dampft. Ich glühe. Ich strahle. 
In meinem Kopf explodiert ständig ein Feuerwerk.
Wildfremde Menschen grüßen mich. Ich hab Power. Ich könnte...ach was ich alles KÖNNTE!
Aber ich sagte es ja schon: Der Tag ist zu kurz, die Nacht zum schlafen. 
Aber nicht lange. Spätestens um 5h steh ich wieder auf der Matte. 
Mache weiter. Unermüdlich. 
Wenn etwas nicht sofort funktioniert, werde ich ärgerlich, ja zornig.
Ich bin Inspiritation. 
Ich bin Kreativität. 
Ich brauch gar kein Koks. Ich bin so von ganz allein. 
Die Sonne heizt das ganze noch auf. Bis Montag soll es so sonnig und warm bleiben. 
Ich bräuchte jetzt Kühle und Wind, um meine Brennstäbe wieder runterzufahren. 
Es laugt mich auch. Es quält mich, weil ich was machen MUSS. Der innere Drang ist so stark. Ich kann es nicht abstellen, fühle mich auch ein wenig hilflos.

Jetzt hab ich die Lösung: Wenn ich morgen wieder so früh wach werde, gehe ich hinaus: Dann ist es noch kühl und dunkel und still. Vor allem still will ich es haben....

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Die etwas andere Sicht

Nach der heutigen Therapie marschierte ich zum Endokrinologen. 
Ja genau, wie letzte Woche. Nur, dass ich heute das Laborergebnis abholte. Auch sowas ist neu. Hab ich früher nie gemacht und glaubte blind was die Ärzte sagten. 

Später hatte ich dann einen Telefontermin mit dem Endo um das Ergebnis zu besprechen. Heraus kam was ganz was neues: Cortisolüberschuß! Wo der letzte Test doch einen Mangel aufzeigte. Na was denn nun?!?!
Das ist halt das blöde bei den Hormonen. Die sind so leicht beeinflußbar.
Und auch kein Wunder, ich war in einer totalen Streßsituation.
Jetzt wird nochmal ein Test gemacht (um eine andere Hormonstörung auszuschließen), bei dem ich am Abend davor ein Tablettchen einwerfen darf.
Was aber auch rauskam: Ein leichter Kaliummangel. Muss ja nicht sagen, dass ich in den letzten 3 Jahren mindestens 5x alles durchchecken ließ? Und bei meiner Zartgliedrigkeit kann ich mir schon gut vorstellen, dass ein niedriger Kaliumwert schon Symptome zeigt.
Also werd ich mal ein wenig gegensteuern.

Danach gabs was erfreuliches: Ich fuhr in eine Buchhandlung. Einer ganz bestimmten und auch einer ganz besonderen. Wer also mal in München ist, sollte einen Abstecher hierher machen:
der von zwei wirklich herzlichen Frauen geführt wird. 
Ich habe die Plauderei und das herumstöbern sehr genossen! Und auch was mitgenommen. Trotz Kauf-nix-Monat. Natürlich fing ich sofort in der Bahn zu lesen an und merkte gleich: Es ist toll! Es ist schön! Es ist genau das was ich derzeit brauche!
Mehr dazu bald. Nur so viel: Es geht um Kunst und Magie und natürlich um's Frau-sein. 

Eine Postkarte musste ich auch mitnehmen:

Frauen werden nicht älter,
Frauen finden zu sich selbst.

Aus der Serie: "Misch Du Dich nicht auch noch ein!"

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Dieser Morgen...

wird kein leichter sein.

Da war es, das Morgengrauen: 
Aufgewacht um 1:50h mit Herzrasen und schwitziger Haut. 
Wie nach einem 800m Sprint. Voller Adrenalin. 
Nur, dass ich vor 4 Stunden ins Bett ging und schlief.
Nein, das war keine Panikattacke, weil ich keine panischen Gefühle hatte. Nur der Körper machte einen auf Turbo. Ätzend ist das. Sehr. 
Weil hundemüde. Schonmal mit Herzklopfen, so richtig starkem, eingeschlafen?
Nein? Genau, das geht nämlich gar nicht.

Also gut, stehste halt auf, bis sich das Herzchen beruhigt, was essen, was trinken, was lesen, lüften, wieder ins Bett. Selbes Spiel von vorne.
Ich hab dann noch bis 3:30 ausgehalten. Kein Schlaf wollte zu mir.
Ich fügte mich also. Was soll man sonst auch machen? 
Und beendete die Nacht. Machte mir Kaffee.
Goß Milch in die Tasse, die nur aus Klumpen bestand und natürlich sagte der Kühlschrank: Keine weitere Milch vorhanden.
Bravo.
Kann ein Tag besser beginnen?

JA!!!

Dienstag, 16. Oktober 2012

Ja, ist denn heut schon Wochenende?

Leider nein.
Ich fühl mich aber so, als ob ich eins gebrauchen könnt.
Hab tatsächlich nach 7 Jahren mal wieder einen Frauenarzttermin geschafft. In einer fremden Praxis. Im großen und ganzen lief es gut. Lag es daran, dass die Ärztin eine Frau war? Oder an der halben Tavor? Oder an dem Ball, in meiner Hand, an dem ich meine Anspannung rausließ? Oder das ich mal klarstellte was Arztbesuch für mich bedeutet, nämlich nicht nur so eine Unlust "wer geht schon gern zum Arzt?" Ab da wurde die erst etwas muffige, lustlose, uninteressierte Frau doch etwas wacher und freundlicher.
Egal, ich hab es hinter mir.

Der Termin gestern zerrte auch etwas an den Nerven. Weil ich dort normalerweise allein arbeite und es stand in Ausicht, dass 2 Menschen evt. ganz in meine Nähe kommen. So war ich 3 Stunden in Daueranspannung und im Endeffekt war ich doch allein. Aber das schafft mich dermaßen!

Gestern ging noch das Telefon. Muttern. Ich ging natürlich nicht dran. Sie klang normal, erzählte mir was und wollte wissen wie es mir gehe. Der Hintergrund war etwas laut, da vermute ich, dass sie doch schon beschwippst war (da kommen dann gern Klaus&Klaus oder Roy Black unter die Schallplattennadel.)
Tja was solls ich sagen....NATÜRLICH kam ich ins Zweifeln, ob die Telefonnummeränderung so sinnvoll ist. Denn genau gestern kam auch meine neue Handynummer (und ich wollte beide Nr. in Ruhe am Samstag einrichten und verteilen).
Sollte ich vielleicht nicht doch nochmal...eine klitzekleine Chance..?!?!
Wenn ich mich so von außen betrachte, find ich das hin und her un-mög-lich. Das ist wie die Frau, die immer wieder zu ihrem schlägernden Typen zurück rennt.
Ja der Wunsch ist da Kontakt zu haben, Familienanschluß zu haben, übers Wetter, die Nachbarn und die Nackenverspannung zu reden. Vertrautheit und Geborgenheit spüren (haha, die gab es ja nie).

Ich krame die schriftliche Vereinbarung mit mir selbst heraus, in der steht, dass ich keinen Kontakt mit der Familie aufnehmen werde. Und warum  nicht. Einfach weil ich keinen Bock mehr hab die emotionale Tankstelle zu sein, die eigentlich eh schon auf dem trockenen liegt....
Auch wenn es sehr schmerzt und weh tut, die Nummeränderung wird durchgezogen, die zwei Streithähne in mir muss ich noch irgendwie zügeln. Wie? Keine Ahnung, denn einen Kompromiß wird sich nicht finden lassen.

Den Hund hab ich diese Woche nicht. Einerseits doof, weil der mich immer recht gut auf andere Gedanken bringt und ich lockerer, humorvoller werde. Andererseits ganz gut, meine Wohnung braucht mal wieder eine Aufräumaktion und andere Baustellen will ich auch in Angriff nehmen.

Aber erst brauch ich eine Mütze Schlaf.
Dann geh ich halt im Traum mit dem Hund.....

Montag, 15. Oktober 2012

Kaufen, kaufen!

Zwischenbilanz des Nix-kaufen-Monats: (also keine ungeplanten Non-food-sachen.)
Soweit klappt das super! Bis auf 2 Sachen: Eine Gummikordel die meine Putzhose rettet und eine schwarze Jeans nach der ich aber schon seit Monaten Aussschau halte.
Sonst kein Frustkauf oder ähnliches. Juhu! Ich merke, wie gut mir das tut, wenn ich mir selbst Grenzen setze und das auch jemand sage (sonst kann man sich ja leicht selbst bescheissern).

Apropo Jeans! War ich froh, dass ich mir eine gebrauchte kaufte, denn ich sah letztens die Reportage woher unsere billigen Jeans kommen.
Sah da jetzt nix überraschend neues: Klar aus China kommen die meisten. Dass es da keine sonderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen gibt, auch klar. Heißt: Bis zu 15 Stunden entweder in giftigen Dämpfen stehen (damit wir tolle used-look-Hosen haben, schon ziemlich verrückt!) oder solange immer denselben Arbeitsschritt machen.
Gezeigt wurde unter anderem ein Mann, der so viele Stunden immer nur die rechte Gesäßtasche aufnäht. Ich weiß nicht bei wievielen Jeans pro Stunde.
Seine Frau saß mit gebückten Rücken vor ihm, natürlich ebenso lange und nähte tagein tagaus die linke Gesäßtasche auf.
Beide hausen in einer 4qm Zelle. 
Man könnte jetzt fies sein und sagen: Zum essen und schlafen reicht es ja, ansonsten sind sie arbeiten. Ist aber auch die Wahrheit. Also eine fiese Wahrheit, damit wir für 9,99 € tolle billige Jeans haben.

Doch da weiß ich wieder, wie gut ich es habe. Ich wohne auf 35qm alleine! Und noch viel mehr wird mir da wieder bewußt. Eben auch der Grund, warum ich fast nur gebrauchte Hosen kaufe. Das ist meist der Fall, wenn ich eine soweit abgetragen habe, dass wirklich alles zu spät ist.

So. Sonst noch? Ja ich hatte heute den Dienstagstermin. Jetzt bin ich leicht durcheinander, weil ja Montag ist.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Aufstehender Sonntag

"Moment!" dachte ich gestern, "wenn ich glaube, dass ich entweder 2 Reisen ODER eine ordentliche Behandlung mit finanzieller Selbstbeteiligung haben darf, dann wird das auch so eintreten. Denn Gedanken werden Realität!"
Als ich so hinspürte beides haben zu dürfen, habe ich mich innerlich verbogen. Das darf nicht sein, ich hab das nicht verdient.
Ich werde daran die nächsten Tage arbeiten, denn ich darf beides haben. Das Universum wird schon passende Möglichkeiten finden (mir zum Beispiel einen Goldesel vor die Tür stellen :-) ).

Wenn ich früher Frust durch einen Arbeitgeber oder Arzt oder sonstigen Personen/Umständen erfahen habe, zog ich mich zurück, war beleidigt, wollte mit all dem weltlichen Scheiß nix mehr zu tun haben, war überfordert, fühlte mich klein und hilflos, wollte aufgeben. 
Mich und mein Leben.
Ich hatte keine Ahnung wie man mit solchen Situationen umgeht!

Heute bin ich schon auch noch frustriert, ziehe mich zurück und bin erstmal beleidigt. Aber ich weiß auch, dass mich das nicht weiter bringt. Außerdem wird es immer mal Schwierigkeiten, Mißverständnisse, Idioten und Pannen geben. Da komm ich nicht drumrum.
Ich überlege mir schneller, wie ich es gerne hätte und wie ich das bekommen kann. Ich schaue schneller nach Lösungen. Ich krame aus einem anscheinend unerschöpflichen Vorrat Hoffnung wieder Zuversicht hervor. Ich suche mir Wege, die für mich gehbar sind.
Warum?
Weil ich es mir inzwischen wert bin, ein gutes Leben zu haben!
Weil ich nur mir selbst schade, wenn ich aus lauter Frust rauche, saufe, zuviel Geld ausgebe. Und ich will mich nicht mehr schaden, denn dafür hab ich mich inzwischen viel zu sehr lieb! Jawoll!

Was heißt das in Bezug auf den Endokrinologen?
Ich möchte in Zukunft zu einer Frau gehen (die Baustelle männliche Ärzte ist mir grad zu groß).
Am besten wäre es, wenn sie das meiste über die Krankenversicherung abrechnen kann. Dass man bestimmte Laboruntersuchungen und Medikamente in Bezug auf Neurostreß selbst zahlen muss, weiß ich. Aber so könnte ich die Kosten im Rahmen halten.
Deswegen habe ich mir heut morgen schon die Finger fast wund geklickt, ob es sowas in München oder Umgebung gibt. 
Noch dazu ist das Thema Neurostreß/ Nebennierenschwäche in Deutschland recht unbekannt. Die Amis sind da, wie sooft, schon weiter...

So wie es aussieht, wurde ich fündig.
Hallelujia.

Samstag, 13. Oktober 2012

Schwimmender Samstag

Ich war heute schwimmen. Nach vielen Wochen mal wieder.
Erst zögerte ich, weil ich mich mal wieder sehr ungeschützt außerhalb meiner Wohnung fühle. Aber dann ging ich Schritt für Schritt, ohne Zwang, ich konnte jederzeit umdrehen und wieder gehen, ich hab keine Rolle gespielt, ich war einfach...
Dadurch wird gleich vieles viel leichter.
Und gut hat es getan. Sehr. Da ich wirklich enorm verspannt bin.

Tja und gestern hörte ich noch einen Radiobeitrag zum Thema Hochsensibilität. Gut, es war absolut nix neues für mich dabei, aber mir wurde mal wieder klar, WIE wichtig es ist, mich gut zu behandeln, auf mich zu achten und vermeidbare Reize auszuschalten.
Ich sollte mir jedes Vierteljahr sowas anhören oder lesen, um mich wieder daran zu erinnern.

Konstantin Wecker meint dazu:
Es sind nicht immer die Lauten stark,
nur weil sie lautstark sind.
Es gibt so viele, denen das Leben ganz leise viel echter gelingt.

So wünsch ich Euch allen ein leises Wochenende.
Hört die Bäume an, sie lassen ihre Blätter ganz leise fallen :-)

Freitag, 12. Oktober 2012

Freier Freitag

So nach einer Jumbo-Pizza, einer Tavor und (trotzdem!) einer durchheulten Nacht guck ich etwas verpeilt in die Welt.
Achso und nach einer Ausheul-an-imaginärer-Schulter-Aktion per Telefon.
Ich wurschtel noch so ein wenig heraus, was es genau ist, was mich an einem Arztbesuch  so panisch werden läßt. 

Klar, körperliche Untersuchung ist ein übertreten meiner körperlichen Grenze und sehr oft erlitt ich dadurch Schmerz. Logisch, dass ich den vermeiden will.
Dann ist es oft das nicht ernst genommen werden: " Wie das tut noch weh? Das KANN nicht mehr weh tun, weil ich ihnen eine Spritze gab!" Es TUT aber noch weh!"
"Ach da ist nix!"
oder auch nett: " Erholen Sie sich mal richtig und gehen mit paar Leuten ins Cafe!"
*kotz*
Dann noch die Angst vor Autorität. Was Arzt sagt stimmt und du musst tun, was er will. (stimmt natürlich nicht, aber das Gefühl sitzt tief). Also dieses ausgeliefert sein.

Hab mir auch nochmal aufgeschrieben was ich genau brauche oder in Zukunft machen will, damit ich da noch mehr drauf achte!
Entschluß: Ich warte jetzt das Ergebnis und die Meinung vom Doc ab. Sollte ich damit nicht zufrieden sein, werd ich wohl zum Heilpraktiker müssen, einfach weil die eher eine Nebennierenschwäche erkennen und auch ernst nehmen. Die behandeln sozusagen den Husten und nicht erst die Lungenentzündung.
Den HP muß ich selber zahlen. Auch klar. Das würde eine der zwei Reisen unmöglich machen. Andererseits will ich endlich, dass es mir auch körperlich besser geht!

So und letztens hörte ich, dass das "Grüß Gott" eigentlich nur eine Abkürzung von "Ich grüße das göttliche in dir!" ist.
Das ist doch toll! Das gefällt mir sehr :-)
Und fand dazu auch ein Sprichwort:
In jedem Menschen steckt ein König.
Sprich zu dem König, und er wird herauskommen.
Auch das find ich sehr hübsch und werde mich jetzt um meine innere Königin kümmern!

Denn es gab noch einen Aufreger:
Ich bat meinen Vater vor 1 Woche per SMS (solang ich noch die alte Nr. hab) mir meine Schallplatten, in dieser Woche, zu schicken, damit ich mich selbst drum kümmern kann.
Vor über 18 Jahren bat ich ihn, mir diese auf CD zu überspielen!
Heute kam das Paket. Die Platten UND diese auf CD überspielt.
Worauf ich 18 Jahre betteln und warten musste, ging nun komischerweise innerhalb 1 Woche!
Dazu der Zettel: Gut Ding will Weile haben... so ist das halt mal.

Sprachlosigkeit.
Ist das jetzt frech, dumm oder gemein?  Oder alles zusammen:..?!?!

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Aaaanstrengender Donnerstag

Die letzten Tage dacht ich noch so: "Regenfrau, Regenfrau, paß auf! Mit so einer hohen Erwartung wohin gehen, kann bös ins Auge gehen."
Man kennt das ja von Blind-dates *hüstel*.

Tja was soll ich sagen. Mir saß ein widerlicher alter Sack (also der Arzt) gegenüber, dem man alles, aber echt ALLES zutraut, der selbstgefällig in seinem Schaukelstuhl saß und der eigentlich viel lieber in seiner Villa am Starnberger See säße und ganz was anderes schaukeln würde, als sich mit so niederem Fußvolk wie mir abzugeben.

Natürlich wußte er nach 5 Minuten woher die Erschöpfung käme: Depression! Alter Schwede, ich lass mich seit über 10 Jahren wegen Depressionen behandeln, ich weiß wie sich das fucking-Ding anfühlt und das hier ist KEINE! Im Gegenteil! Mir ging es das letzte Jahr so gut wie schon lange nicht mehr. So gesamt gesehen natürlich.

Was ich ihm aus den Rippen leiern konnt war: Komplette Hormonbestimmung und einen Test. Das hieß: Über 6 Röhrchen Blut abzapfen (ich hab beim 6. aufgehört zu zählen, weil mir schon anders war) irgendwas reinspritzen, halbe Stunde warten, nochmal Blut abnehmen.

Isch bin alle. Aber sowas von. Das ganze dauerte nämlich 2 Stunden! Und das wo mich medizinische Sachen eh so triggern. Aber immerhin konnt ich beim Blut abnehmen klar sagen, was ich brauche, damit wir das gut schaffen, war auch ne tolle Arzthelferin.
Mir reichte es ja schon nach ner halben Stunde Wartezimmer.
Hab ich schonmal gesagt, dass ich es mit Menschen nich so hab? 
Und das bei der Anspannung, da bräucht ich einen Raum nur für mich und das war das Klo. Tja was man nicht alles tut, um nicht völlig in Panik auszubrechen...
Ich frage mich wie ich das nächste Woche beim Frauenarzt schaffen soll!

Okay Ergebnis der ganzen Sauerei erfahre ich: nächsten Donnerstag nachmittag. Hurrahurra.
Davor noch Therapie: War gut.
Danach noch Hund: War auch okay.
Dazwischen: Kein Schlaf, kein Essen.

Overload - Over.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Normaler Mittwoch (+)

Heute war es, wie meistens, bei der Tafel anstrengend. Ich glaub für die anderen ist das nettes gequatsche und einkaufen und ich komm vor lauter Anspannung schier um.
Wegen der vielen Leute auf kleinem Raum, ein irre Geräuschpegel und dann die volle Reizüberflutung bzw. aussuchen: was nehm ich, was brauch ich. "Nebenher" noch die zig anderen Dinge die ich so mitkrieg, was ich an den Leuten seh, merke, spüre, dann noch mich selbst nicht verlieren: geh ich raus und warte da oder drinnen, wenn drinnen auch quatschen oder nicht, wo will ich stehen...ect.pp
Davor noch Kleiderkammer, auch hier volle Konzantration: Paßt das? Will ich das? Brauch ich das? Inmitten von einem Gewusel, ebenso auf engestem Raum.
Ein türkischer Basar ist ja nix dagegen.
Aber heute gab es echt gute Sachen. Da war ich froh drum.
Auch über einige Neuigkeiten: Dass ab Januar nur noch die aus dem Dorf kommen dürfen. Es kommen nämlich auch einige aus dem Umkreis oder gar aus München.
Dann wirds vielleicht auch etwas luftiger dort. Außer (und das ist recht wahrscheinlich) es kommen neue Bedürftige nach.

So und morgen: The big day!
Nach 4 Wochen mal wieder Therapie und daaaaaannn *trommelwirbel* ab zum Hormondoc! Endlich!
Hoffentlich hat der eine Lösung für meinen niedrigen Cortisolwert. *bet*

Und weil ja heute Welthundetag ist:

Manche sagen ja, wenn der Hund an der Leine zieht, solle man öfter die Richtung wechseln, damit sich der Hund mehr auf den Leinenhalter konzentriert.
Haha.
Bei mir sah das so aus: Ich gehe mit einer ausziehbaren 2m Leine.
Hund rennt vor bis die Leine zuende ist und macht keine Anstalten langsamer zu gehen. Er zieht also.
Ich drehe mich um. Jetzt steht der Hund  2m hinter mir und nach einer kurzen Überlegungspause (des Hundes natürlich!) checkt er die Lage und denkt sich: "Geil jetzt kann ich 4m sprinten."
Was er dann auch tut.
Bis ihn die Leine wieder bremst und mein Arm halb ausgekugelt ist.
(zum Glück macht er das nur am Anfang. Die Clownnase ist im Kopf 8 Monate und im Körper 12 Jahre alt, was sich dann in einer schnellen Ermüdbarkeit zeigt :-) )
Anwohner des Parkes werden sicher schon die Psychatrie informiert haben, weil da ne Frau mit Hund immer im 4-Eck läuft...

Oder aber, sagt man sich so, man soll stehen bleiben, damit der Hund merkt, dass er so nicht weiter kommt.
Geniale Idee! Da stehste mit ausgestrecktem Arm, am Ende einer langen Leine, der Hund in Spurtstellung und jeder denkt sich: "Mal sehen wer es länger aushält."
Nicht nur, das SO der Spaziergang zum Spaziersteh wird, nein, es sieht auch total scheiße aus, wenn man so minutenlang mitten am Gehweg steht.

Man sagt ja auch, dass es sich mit Hund leichter flirten läßt.
Sicher doch, man kann sich ja auch prima unterhalten, wenn man eh schon blöd in der Gegend rumsteht!

Dienstag, 9. Oktober 2012

Komischer Dienstag

Da ich nun jeden Tag den Hund habe, ändert sich z.B. der Dienstag.
Dann sieht das so aus:
11:50 - 12:30 Uhr: Autoschlüssel abholen, zum Hund, mit dem raus und wieder bei ihm daheim einsperren abliefern. Auf dem Heimweg Auto mitnehmen und heimfahren.
12:30 - 14:00 Uhr: Leerlauf
14:00 - 14:30 Uhr Senioren abholen und zur lustigen Beschäftigungsgruppe fahren.
14:30 - 17:00 Uhr: Leerlauf
17:00 - 17:30 Uhr: Senioren abholen und wieder heimbringen, Auto wieder abgeben, mich selbst heimbringen.

**Feierabend **

Diese Leerlaufzeiten hasse ich. Das hatte ich schon bei meinem letzten Job:
Von 4 - 9 Uhr unterwegs.
Von 9 - 12Uhr "frei"
und dann nochmal von 12 - 14:30 unterwegs.
Ich weiß schon was ich noch lernen darf: Mich in den freien Zeiten entspannen. Wecker stellen und loooooooooooooslassen....

Dafür war die Post heute nicht komisch. Naja irgendwie schon. Denn meinem Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis wurde stattgegeben. Ich kann ihn in den nächsten Tagen bei der Gemeinde abholen.
Ich assoziierte schwerbehindert immer mit blind und taub oder fehlenden Körperteilen.
Dass man den Ausweis auch bei seelischen Störungen bekäme, brachte mich die Herzdame von der Tafel.
Leider gibt es genau da keine Ermäßigung wo ich sie so dringend bräuchte: Bei den Tickets des öffentlichen Nahverkehrs. Es gibt das Sozialticket für die Münchner Bürger (sehr witzig, die erreichen eh fast alles zu Fuß/per Rad!) aber für die Geringverdiener/Rentner/Sozialhilfeempfänger des Münchner Umkreises gibts: NIX!
Wie war das mit der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft?

Und dann nochmal Alice Miller (eine Antwort auf einen Leserbrief):
 Nein, wir müssen uns nicht im Kreis drehen, unsere Eltern, die ja gar nicht daran interessiert sind, sich zu verstehen, unsererseits  verstehen zu wollen. Ihre Mutter vergöttert ihren Vater, der sie mit dem Gurt erbarmungslos geschlagen hat. Was ist da zu verstehen? Und warum sollten sie das können? Weil sie in dieser Tradition aufgewachsen sind? Aber sie können doch daraus aussteigen. Auf jeden Fall ist es Zeit für Sie, sich selbst  vertehen zu wollen und die Gefühle des geschlagenen Kindes in Ihnen zu entdecken.

Montag, 8. Oktober 2012

Die liebe Liebe

Liebe No.1: Jacob beschließt zu lieben.
Was für ein (Buch-)titel! Da denkt man doch sofort an Coelho's: Veronika beschließt zu sterben. Und ich muss zugeben, dass das viele Jahre mein Motto war. Ich hing so ganz und gar nicht am Leben.
Deswegen nahm ich das andere Buch natürlich gleich aus der Bücherei mit. Leider fand ich die Geschichte wenig interessant und gab es nach ca.80 Seiten auf.
Aber das neue Motto bleibt natürlich :-)

Liebe No.2: Gestern ging ein frischverliebtes Pärchen vor mir her. Und da klaute ich mir ein paar Verliebtheitsgefühle. Die zwei waren noch keine 15, sehr scheu und achtsam, ein Duft von Parfum, Haarspray und Waschmittel umhüllte mich, ich konnte mir ausmalen, wie sie Stunden vorher schon nervös waren, mindestens 3 mal neue Klamotten raus suchten und nur an den anderen dachten. Mit diesem seligen Grinsen im Gesicht.
Ich hatte sofort alle Gefühle parat, die Neugierde, die Freude, das Herzhüpfen, die Aufregung...dann das erste Mal Händchen halten, der erste Kuß, eine Umarmung, wie fühlt sich der andere an, wie riecht und schmeckt er.
Ach wie schön! Ein paar Schritte ging ich noch mit, dann bogen sie in den Park ab und ich in die andere Richtung, nach Hause. Allein.
Ob ich mich jemals wieder traue?
Mich jemals wieder auf soviel Nähe einlassen kann?

Sonntag, 7. Oktober 2012

Dein gerettetes Leben

Aus dem gleichnamigen Buch von Alice Miller:

Frage einer Leserin:

Besteht nicht die Gefahr, die Eltern zu hassen und sie sogar nicht mehr sehen zu wollen, wenn man realisiert hat, wie sehr sie uns leiden ließen?

Antwort A.M.: 

Meiner Meinung nach existiert dieses "Risiko" nicht, weil der berechtigte Haß, der erlebt und verstanden wurde, sich auflöst und uns für andere Emotionen frei werden läß - es sei denn, man zwingt sich zu Beziehungen, die man nicht will.
Dann begibt man sich nämlich in eine Abhängigkeit, die die Ohnmacht des mißhandelten Kindes wiederholt. Und gerade diese Ohnemacht stand ja am Ursprung des Hasses. Dennoch haben viele Menschen Angst, die Liebe für ihre Eltern zu verlieren, wenn sie deren Grausamkeiten realisieren. Ich sehe das nicht als Verlust, sondern als Gewinn. Die Seele des Kindes brauchte die Liebe zu den Eltern, um zu überleben, sie brauchte auch die Illusion, geliebt zu werden, um nicht zu realisieren, dass sie in einer emotionalen Wüste aufwuchs.
Aber der Erwachsene kann mit seiner Wahrheit leben, un sein Körper ist ihm dafür dankbar. Es ist in der Tat nicht nur möglich, sondern in bestimmten Fällen unbedingt notwendig, diese "Liebe" zu verlieren oder sie sogar aktiv aufzugeben, denn ein Mensch, der endlich in der Lage ist, das Kind, das er war, zu verstehen, kann nicht den Peiniger lieben, der es mißhandelte, ohne sich zu belügen.
Viele Menschen meinen, ihre Liebe zu den Eltern sei stärker als sie selber, das ist aber ganz und gar nicht wahr, wenn es um den Erwachsenen geht. Die Vorstellung, man sei an diese Liebe ohnmächtig gebunden, entspringt der kindlichen Sicht.
Der Erwachsene ist frei, seine Liebe da zu investieren, wo er seine echten Gefühle leben und äußern darf und kann, ohne dafür leiden zu müssen.

Die fortgesetzte  Beschäftigung des (erwachsenen) Kindes mit seinen Eltern kann sein Leben zerstören

Viele Eltern sehen in ihren eigenen Kindern ihre eigenen Eltern und versuchen dort das zu bekämpfen, was sie bei ihren Eltern nicht tun durften. z.B.: all die Wut gegen die Ungerechtigkeit bekommen nun die Kinder zu spüren.

Dein Körper sagt die Wahrheit. Deine Wahrheit. Dem sind Moral oder das 4.Gebot egal!

Schläge bei Erwachsenen nennt man Folter.
Bei Kindern Disziplinierung und Erziehung.

Samstag, 6. Oktober 2012

Der Weisheit letzter Schuß


Die Alkoholiker rufen: Schau die Menschen sind dumm, hässlich und brutal, man muss sie sich schön saufen! Prost!
Die Christen rufen: Du musst Gott finden, Dich ihm hingeben, sonst droht Dir die Hölle! Amen!
Die Esoteriker rufen: Du musst Deine Chakren reinigen! Namaste!
Die Hippies kiffen,poppen und hören laut Musik,
die Freunde schlagen dich mit Rat
und die Eltern meinen es doch immer nur gut.
Doch letztendlich musst du selbst wissen, welcher Lebensplan für dich richtig ist.
Und das ist doch ganz einfach: Folge deiner inneren Weisheit. Wohl dem, dem, dieses Erkennen, Erspüren und Erfahren in frühester Kindheit noch nicht ausgetrieben wurde.
Ich jedenfalls geh mal weiter suchen...

Freitag, 5. Oktober 2012

Das mach ich doch mit links!

Ja, schön wärs.
Eigentlich bin ich Rechtshänderin (obwohl ich fast leserlich auch mit links schreiben kann!). Mutiere derzeit aber zur hauptberuflichen Linkshänderin (Zähne putzen ist noch etwas eckig, Brot schmieren etwas pampig, aber sonst alles bestens..haha).
Meine rechte Seite, von Schulter bis Scheitel, vom Ohr bis nur Nase, tut weh. 
So richtig.
So total verspannt.
Ich weiß gar nicht mehr was ich noch machen soll, außer Wärme und leichte Bewegungen aus der Krankengymnastik.
Ok, meinen Pc-Platz habe ich ergonomisch-freundlicher gestaltet.
Aber sonst?
Scheiße ist das.

Einzigster Lichtblick: Heute abend das erste Mal wieder nach Monaten unter der kuschelige riesigen Winter/Daunendecke schlafen. Ich weiß schon, dass das himmlisch wird!
Und Sonntag, da soll es so richtig duster regnerisch werden. JUCHUUUUUU :-)

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ich& ich

Seit gestern hab ich "Heimaturlaub". 
Keine Termine, keine Therapie, keinen Hund. Bis Montag.
Das tut mir gerade sehr gut. Ich mache das was ich will.
Ein ruhiges aufstehen mit leichter Gymnastik, in Stille einen Tee trinken, in den Tierpark gehen, leckeres Essen kochen, etwas aufräumen, malen, und noch mehr schreiben, mich sortieren, tief atmen, entspannen.

Gestern habe ich die Mailadresse "für Familie" gelöscht. Die hatte ich schon vor 2 Jahren eingerichtet, damit ich nur wenn ich stabil genug bin, da reinschauen kann. Normaler Mailverkehr lief über eine andere Adresse.
Gut jetzt ist diese ganz weg. Ganz nach Plan.

Heute habe ich eine neue Mobilfunknummer beantragt. Dauert ca 5 Tage. 
Wenn ich diese habe, kann ich diese mit der neuen Festnetznr. (die hab ich schon, muss nur einen Stecker umstöpseln) bekannt geben.
Natürlich nicht meiner Familie. Deswegen mach ich ja den ganzen Aufwand.

Die letzten Tage und die kommenden ist wieder große Menschenscheu angesagt. Ich will allein sein, fühlen, was gefühlt werden will. 
Trotz der Ruhe ist auch immer wieder Aufruhr in mir. Kein Wunder bei diesem Schritt. Ich fühle bewußt, die Angst, die Unsicherheit, aber auch die Befreiung!

Es ist auch kein Wunder. Wie soll ich Menschen in meiner Nähe haben mögen, wenn eben diese mir so sehr geschadet haben und dann noch von denen, die einem am nächsten stehen sollten, die eigene Familie.

Das rüttelt gehörig am Weltbild.
Ich kümmer mich um mich. Das gelingt mir gut und es tut gut.
Am liebsten würde ich auch umziehen, sozusagen komplett untertauchen, damit man mich nicht mehr findet. Aber dazu fehlt mir gerade die Kraft.

All das ist leider nicht neu für mich. Mich verfolgte vor Jahren ein Ex. Noch heute bin ich in keinem Telefonbuch zu finden und bei jedem Umzug lass ich den Vermerk in der Gemeinde anbringen, dass meine Adresse nicht bekannt gegeben werden darf.

Nur mit einer Bekannten war ich heute kurz spazieren. Zum Schluß drückte sie mir ein Buch in die Hand:
Alice Miller Dein gerettetes Leben

Wow. Ja so fühlt es sich an.
Ich geh mal lesen...

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Voll der Gnade

So fühl ich mich gerade.
Diese innere Ruhe! Ein Segen!
Keine Selbstzerfleischung, kein Selbstsaboteur, kein innerer Kritiker.
Ganz bei mir, in mir zuhause. Mich fühlend. Bewußt handelnd. Es ist so ein neuer Zustand für mich! Den ich zum Glück immer öfter erlebe.
Das ferngesteuerte Gefühl ist weg. Seit gestern. Ich atme auf. Ganz tief.
Ich sehe nach innen und schaue was ich machen möchte:
Aha ein Tiramisu in der goldenen Dämmerung bei neu entdeckter Musik genießen. Kleine Dinge. Zum Glück.

Heute morgen zwischen Wiesen voller Raureif, leuchtend bunten Bäumen, ohne Menschenseele radelnd um den See. Herrlich!
Nicht außen liegt die Erfüllung. Innen liegt es.
Jetzt schon die Vorfreude auf die Hängematte. Lesend (aktuell *Entrümple deinen Geist*) schaukelnd in der Sonne das Hier und Jetzt leben.

Keine Einsamkeit.
Keine Selbstverlassenheit.
Heute ist schön.

(zu dem Posttitel kam ich über den Filmtitel: "Maria voll der Gnade". Sehenswert! Handelt sich wie letztens, der sehr gut gemachte Tatort "Fette Hunde",  um das Drogenproblem in Afghanistan und um Drogenkuriere, die das Opium in ihrem Magen/Darm transportieren.)

Dienstag, 2. Oktober 2012

Wie das so ist...


Ich achte derzeit sehr auf meine Gedanken und ich probiere das „wünschen beim Universum“ aus. Manchmal ist es gruselig, manchmal erfreulich. Anscheinend hab ich einen guten Draht nach oben. Denn ich hab mich vor paar Jahren schon einmal damit beschäftigt und der Beweis, dass Gedanken Realität werden, kam prompt: Ich saß in der S-Bahn, im hinteren Waggon und dachte mir noch so, ob sich der vordere Waggon auch mal abkoppeln könnte (während der Fahrt) und was ich tun würde, wenn ich das sähe. Wenige Tage später ist genau das hier passiert. Gott sei Dank nicht mir, aber ich las es in den Nachrichten! Es gibt noch sehr viele Beispiele dazu. Das würde nun zuweit führen.

Ok, eines noch. Letztens dachte ich mir so, dass es bei der Tafel eigentlich noch nie richtig laut oder gar handgreiflich wurde. 2 Woche später keiften sich 2 Damen sehr heftig an und wäre die Leiterin nicht dazwischen..wer weiß. Ich stand staunend daneben.

Nun kam es, dass ich Urlaubspläne schmiedete. Ich! War ja früher kein Problem, mal wegzufahren, aber seit paar Jahren ist mir das alles zu unsicher, zu aufregend, zu unkontrolliert. Aber scheiß die Wand an, ich muss mal hier raus. Und so möchte ich mir nächstes Jahr 2 Träume erfüllen. Ja gleich zwei kleine Reisen. Ich nahm mir Bleistift und Papier und rechnete mal zusammen was ich an Geld für das allerallernötigste brauchen würde. Hmmm, wie soll ich in einem halben Jahr diese Summe zusammen bekommen? Es blieb mir ein Rätsel, aber der Wunsch ist groß und so ließ ich die Rechnung offen liegen und sah sie locker 10x am Tag an, wenn ich dran vorbei ging. Ich blieb in einer entspannten 2das wird schon"-Haltung. Denn: Zweifel und Angst hemmen die Erfüllung der Wünsche, das einzigste was passiert, ist: Man bekommt noch mehr davon ;)

Es kam eine Lösung. Es kam eine Lösung! Also zumindest der Anfang: Ich darf den Hund nun die ganze Woche mittags Gassi führen! Weil die andere Hundesitterin äußerst unverantwortlich und unzuverlässig ist, wurd sie nun rausgeschmissen. Auch nächstes Jahr werde ich die süße Fellnase weiter haben, obwohl es erst hieß, dass sie mich nicht mehr braucht. Da sieht man mal wieder was Einsatz, Zuverlässigkeit und Spaß an der Sache ausmachen. Das ist schonmal die halbe Miete.

Und meine Urlaubskasse füllt sich....

Montag, 1. Oktober 2012

Wie siehst Du denn aus?!?!

Ja, wie sehe ich denn aus?
Antwort von best friend: "Hmm so irgendwie...slawisch??!"
Ich sag dazu nix, denk mir aber: *Na das ist ja mal ein Wunder, kommen doch meine Vorfahren aus dem Baltikum*, und schaue ihn weiter herausfordernd-fragend an.
Er stammelt: "Naja so, die hohen Wangenknochen?!"
ALARM!
Das sind meine Reizwörter.
Hohe Wangenknochen. Die gibts nicht! Schon mal niedrige Wangenknochen gesehen?
"Ej was hastn du da an der Backe?"
Das? Ach daaas, das sind nur meine Wangenknochen!"
"Echt? Krass, hab isch ja noch nie gesehn..."
Bei jedem liegen die Wangenknochen ca. 1,5 fingerbreit unter den Augen.

(Lustig, wie sich jetzt alle ihre Finger unters Auge halten *g*)

Jaja ich weiß schon was gemeint ist. Es scheint, als ob die Wangenknochen höher liegen, weil ich ein längeres Gesicht habe. 
Dann wäre aber ausgeprägte oder hervorstehende Wangenknochen passender.

Wer nicht weiß, was ich meine, sehe hier das Paradebeispiel toller Wangenknochen bzw. markantes Gesicht:
http://www.gerlindklemens.de/port_session/10.html
So. *Klugscheißmodus off*.
Kommt gut in die Woche!