Donnerstag, 6. September 2012

Und dann...

Und dann 
waren da auf einmal Tränen.

Es ist ja nicht das schlechteste, dass mir mein Körper zeigt, dass das Thema noch was 'in petto' hat, aber etwas irritiert war ich dann doch, ringte mir ein Lächeln ab und fragte die Therapeutin, was DAS gerade war.

Natürlich nur rhetorisch.

Aber wir waren beim Thema Arbeit und dass ich ihr erzählte, dass ich nie denselben Job zweimal machen kann.
Also wenn ich nochmal blinde Kinder fahren sollte, würde sich alles und zwar wirklich alles, in mir sträuben.
Ältere Menschen (wie derzeit) fahr ich gerne, hab ich ja noch nie gemacht.
Von mir aus auch Pakete. Oder Blutproben *grusel*.
Ich dachte immer ganz locker: Mei, des is hoid so, gell. Bin breitfächrig interessiert, mag Neues, probiere gern vieles aus...
Ja auch.
Wenn es NUR das wäre, hätte ich nicht geweint.
Ich werd mal die Tage in mich horchen, was da so hoch kommt an Bildern, Situationen, Gedanken.
Spannend ist das.
Denn es ist auch anstrengend, immer im Job von neuem anzufangen. Und man wird leichter eingestellt, wenn man sagen kann: "Guck mal, hab ich schon gemacht!"
Ich kann auch nie mehr in einem Ort wohnen, in dem ich schon mal lebte.


Und dann
war da nochmal die Liebe.
Heute Nacht.
Im Traum. Für einen Mann. der zwar mit einer anderen ins Bett stieg, das aber meiner Liebe keinen Abbruch tat.
Es fühlte sich genauso warm und wohlig an, wie letztens der Traum mit der Jugendlichen.
Einfach nur schön.
Und ich ahne, wie sich wirkliche Liebe anfühlt
und nicht das was mir für Liebe verkauft wurde: den anderen für seine Bedürfnisse ausnutzen und mißbrauchen.
Das warme Gefühl trag ich heut noch mit durch den Tag :-)

Und sonst so?
Ich hab auch diese Woche viel zu tun und komm gar nicht so recht zur Ruhe.
Einerseits angenehm, so kann ich dann die freien Tage wieder mehr genießen, andererseits ist es für meinen Körper die totale Tortour.

Kommentare:

  1. liebe regenfrau
    mir ist spontan etwas eingefallen, vielleicht hilft es dir. bei mir ist es ähnlich, was ich mal gearbeitet habe, möchte ich nicht mehr anfassen. auch das problem mit dem wohnen kann ich verstehen.

    inzwischen sehe ich das bei mir als warnsignal. wenn das geschieht, dann habe ich mich zu fest invenstiert bei der sache die ich gearbeitet habe, ich reagiere als "gebranntes kind". die erfahrung ist bei mir als "überlastung" abgespeichert und darum brauche ich sie auch nicht mehr zu machen. mit dem wohnen: ich empfinde es so, dass wir mir der umgebung in kontakt stehen, ich beeinflusse den ort, der ort beeinflusst mich. mit der zeit fühlt sich ein ort/eine stelle als "verwohnt" an, weil der fluss ins stocken geraten ist. darum glaube ich, sind die menschen früher weitergezogen, hatten keine auch krankheiten die von zuwenig mobiliät oder dem einfluss eines bestimmten ortes herrühren. imprägnierung könnte man das auch nennen. der ort und der mensch beeinflussen sich gegenseitig. irgendwann gibts keine neuen informationen mehr. ort und mensch sind übersättigt. man hat sich "festgewohnt".

    zudem glaube ich, dass es wirklich sowas wie erfahrungen gibt, die von anderen ebenen oder wenn man so will, auch aus anderen leben herrühren. "ach das kenne ich doch schon" ... warum soll ich also erfahrungen wiederholen, die ich schon gemacht habe?!

    zudem glaube ich, dass hochsensible menschen weniger von allem brauchen: vorallem weniger auch erfahrungen sinnlicher natur oder eben beruflicher, oder wohntechnischer: jeder impuls wird verstärkt wahrgenommen und deshalb auch schnell als zu viel wahrgenommen. wiederholungen sind nicht wichtig, die informationen sind da, darum ist es auch nicht nötig, etwas zu wiederholen, der organismus wir nur aus dem gleichgewicht gebracht.

    in der gesellschaft wird das als unsozial, flatterhaft, hypersensibel, narzisstisch, hypochondrisch gewertet, weil die meisten menschen ein viel höheres level an reiz brauchen und bleibende erfahrungen machen zu können!

    vielleicht kannst du mit meinen gedanken und empfindungen etwas anfangen!

    freundlich grüsst

    anne/planet112

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wow vielen Dank liebe Anne für Deine Gedanken!
      Werde das mitnehmen wenn ich da drauf schaue.
      Das mit der Überlastung kann gut sein, ist ja so wie, wenn man mal zuviel von einem bestimmten Nahrungsmittel aß oder trank und es einem davon schlecht wurde.
      Tja und überarbeitet hab ich mich auch fast immer.
      Stimmt, früher sind die Menschen viel mehr umhergezogen, bis wir seßhaft wurden.
      Da fällt mir ein, bei den Hochsensiblen gibt es auch die high Sensation seeker.
      Kann auch sein, dass meine Thera da etwas zu sehr darauf pochte und ich mich gedrängt fühlte, dies Verhalten nun zu ändern.
      Sie sagte aber mehrmals: es wäre interessant zu wissen, warum ich das tue, sie will jetzt nicht, dass ich nen Job mache, den ich schonmal machte, nur ob es evtl. ne Blockade oder so ist, die mich hindert.
      Einfach die Gründe ein wenig durchleuchten :)

      Danke nochmal fand ich sehr interessant!
      Schönes Wochenende :)

      Löschen