Sonntag, 19. August 2012

Sonntagsleere

In immer wiederkehrenden Abständen kommt die Fragen aller Fragen:
Wozu lebe ich eigentlich?
Schweigen im Walde.
Ich hab mich das auch schon vor 10 Jahren gefragt. 
Ich muss da nicht auf die Midlif-ige Krise warten.
Also nochmal:
Was will ich im Leben erreichen?
Welche Ziele habe ich?
Ratloses schnaufen.
Kinder, Eigenheim und die oberste Sprosse der Karriereleiter fallen schon mal weg.
Es bleibt nur ein Fragezeichen.

Gut dann anders. Nehmen wir einmal an, ich habe ein Ziel. So wie vor gut 6 Jahren, da wollte ich ImH machen. Irgendwas mit Hunden. 
Da saß ich also da, mit meinem (inzwischen Ex-)Freund und tiftelte einen "Karriereplan" aus. Also von Ausbildung bis hin zur eigenen Firma/Praxis/Stelle.
Er hatte davon Ahnung und es sah machbar aus. Kleine Schritte, alle Infos anbei, es konnte losgehen.

Nein, es HÄTTE losgehen können!

Wenn, ja wenn da nicht mein persönlicher Schißhase wäre.
Der erfindet tausend Ausreden und hat Millionen Zweifel. Der will lieber daheim bleiben, weil es da so sicher ist. Der immer alles auf später verschiebt. Nur bloß keine Verbindlichkeiten eingehen! Keine Verantwortung mehr!
Könnte ja was besseres kommen.
ES KOMMT ABER NIX; WENN MAN NICHT SELBST HINAUS GEHT!
Es wird auch keiner an meiner Tür klopfen und sagen: "So liebe Regenfrau, nu geh mal hinaus und mach dies und jenes!"
Die Zeiten sind vorbei. Nein, diese Zeiten gab es nie, weil meine Eltern selbst grenzen - und orientierungslos waren und wir daher mehr oder weniger tun konnten, was wir wollten!
Also, muss ich mir heute selbst diese Grenzen und Orientierung geben. Die Verantwortung immer noch meinen Eltern zuzuschieben...tja dafür bin ich eindeutig zu alt.

Ich glaube, das ist eher das Problem: Nicht anzufangen. Nicht zu starten.
Ideen wären schon einige da, wie ich mein Leben einigermaßen gut rumkriegen würde.

Ich glaube, das ist mein Ziel für die nächsten Wochen:
Ein Ziel finden!
(ach es ist so herrlich, wenn man wieder eine neue Ablenkung gefunden hat, anstatt sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Andererseits ist es so frustrierend)
Und wenn ich ein Ziel habe, dann schaue ich mal bewußt was ich so denke und fühle, wenn ich mir vorstelle, nun einen Schritt weiter zu gehen.

Wer nicht selbst handelt, wird behandelt. (Klugscheißerspruch).

Aber folgender Spruch, der traf mich gestern schon ein wenig:

Und es kam der Tag,
da das Risiko, in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde
als das Risiko, zu blühen.
Von Anais Nin

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Huch wieso hast Du Deinen Kommentar gelöscht?
      Danke für das Beispiel, ich finde es sehr schön und ja die Grenzen im Hirn sind weitaus stärker.
      Liebe Grüße

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  2. Wie fängt man an ein Ziel zu finden?
    Genau da hapert es ja bei mir, ich kann und konnte nie Ziele für mich klar definieren.
    Habe immer Menschen bewundert, die schon damals in der Schule ihre Ziele benennen konnten.

    Und der Klugscheisserspruch ist wahr.

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    1. Bevor ich mich da sonntags fast wieder reingesteigert hätte, hab ich im kleinen angefangen. Nicht Ziel/Wunsch des Lebens, sondern des Tages oder Jahres.
      Also ich hab ja eine Liste da, was ich im Lauf des Jahres so machen will. z.B. Schifffahrt, indisch essen gehen, den und den Film anschauen ect. Diese Liste liegt unter meinem Monitor, ich schaue, also zwangsweise immer mal wieder drauf.
      Und mache ganz locker das meiste davon.

      Außerdem schau ich immer wieder im Lauf des Tages, wenn es sich ergibt: Was will ich JETZT? (ob das umsetzbar ist oder nicht, egal.) Es geht erstmal darum wieder ein Gespür für sich zu entwickeln.
      Gutes Gelingen :)

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  3. Danke dir.

    Das ist ein guter Tip, habe da auch etwas im Internet gefunden,was mir da vielleicht weiter hilft.

    Erst einmal kleine Schritte und kleine Ziele, stimmt ja auch.
    Was nutzen mir die großen Ziele des Lebens, wenn ich nicht einmal die klitzekleinen Schritte definieren kann.

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