Freitag, 31. August 2012

Glück ist

* auf mich hören und spüren was ich frühstücken will (heute: warmes Müsli, kein Kaffee, bei Kerzenschein – ja, es war noch dunkel),

* danach einen kleinen Spaziergang in der kühlen Frische (endlich!!!) und strömenden Regen.

* Bei und mit mir sein. Es ist grausam wenn man sich selbst verlässt, ich hoffe, dass ich mir das nie mehr antue.

* Ganz gemütlich die Wohnung putzen, mit Liebelingsmusik und Kaffepause mit Nusskuchen.

* Einen Award von Anja+ Co bekommen:
Vielen Dank, werde den später weiter geben. 

* Zu erkennen, dass ich derzeit auch Ausflüge lieber allein mache (was mein erhöhtes Selbstwertgefühl sehr deutlich macht!)
und warum zum Geier muss ich mich dann dauernd in irgendwelche Gruppendinger quälen? Und meinen, dass ich das machen müßte. Warum? Wenn mir allein wandern (z.B.) soviel besser gefällt.

* Weiter ausprobiert, was mir laut Ayurveda gut tut. Es klappt! Ich bin so begeistert, dass ich endlich 3-4 Stunden locker ohne Nahrung auskomme, dass ich mich wieder gestärkter, ruhiger, satter fühle.
Mir immer mehr Situationen einfallen, bei denen ich schon früher das Gefühl hatte, dass es nicht paßt und das mir jetzt erklärbar wird)
z.B. gemischte Salate, ich mag lieber nur eine Sorte, also nur Tomaten, nur Gurken.
Je mehr ich über Vatastörung (bzw. über die anderen Doshas) lese, desto klarer wird mir einiges!
Sehr erleichternd!
Mein Körpergefühl wird dadurch gestärkt, weil ich vieles vorher schon richtig spürte.

* http://freilaufmenschen.com/wp-content/uploads/2011/12/Untitleddocument-3.jpg

Donnerstag, 30. August 2012

Männliche Energie

Letztens mit einem Bekannten telefoniert. Er ist cool, er ist materiell, er spielt den Clown. Ich war danach sehr sehr schlecht gelaunt. Es ging ihm nur um Geld und um einen Beruf mit Fakten. 
Gefühl? Seele? Herz? Fehlanzeige.
Letztens mit einem Bekannten unterwegs gewesen. Es ging ihm nur um intellektuelles Wissen, um Spezialisierung, um Logik, um Verstand, um sichtbare Ergebnisse, um besser sein als die anderen und machte mich zweimal ziemlich blöd von der Seite an.
Feingefühl? Mitgefühl? Toleranz? Fehlanzeige.
Mir war danach sehr sehr übel, mit Kopfschmerzen und starker Müdigkeit.
Von dem Typ aus der Selbsthilfegruppe hab ich ja schon paar mal geschrieben, der ist der reinste Brechreiz (für mich). Also die selben Körperempfindungen wie bei den anderen Herrschaften.

Ich habs zur Zeit so gaaar nicht mit Männern.
Mich ziehts zu den "Mama's" dieser Welt. Die rundlichen, herzlichen, weichen Frauen. Ja da fühl ich mich wohl, die suche ich derzeit auf.
Oder höre singende Frauen zu und tanze ein wenig. Ich brauch das warme, das nährende, das heimelige. Paßt ja derzeit zu dem Vata-Thema.
Ich genieße es, beobachte weiter und schaue wie ich noch mehr davon in mein Leben holen kann. und wie es so mit meiner eigenen Mütterlichkeit, Herzlichkeit und Weiblichkeit aussieht.
Und hoffe, dass der geplante Frauenkreis demnächst klappt.

Mittwoch, 29. August 2012

Auf der Suche nach meinem Leben

Ich hab es lange gesucht, mein Leben.
Irgendwo zwischen Beziehung mit einem drogenabhängigen Mann, der Zwangsräumung meiner Wohnung und ganz viel Arbeitslosigkeit ist es mir abhanden gekommen.
Stattdessen hatte ich Depressionen, Schulden und völlige Orientierungslosigkeit.

Ganz langsam spüre ich wieder den Boden unter meinen Füßen.
Heute hier und jetzt bin ich mit meinem Leben zufrieden.
Jawoll. (Gut, kann auch sein, weil ich ab morgen endlich wieder Regen habe, da werd ich schonmal ein wenig überschwenglich :-))

Ich liebe meine kleinen Projekte.
- Der Familie L. ein wenig im Haushalt helfen und den Haus-Fische-Blumensitter spielen, wenn diese im Urlaub sind.

- Die Seniorenfahrten. Vor allem gestern schwappte mein Herz über: Ich war wie immer zu früh dran, um die Herrschaften abzuholen. Also sah ich denen noch ein wenig zu. Und ich sah den kernigen Urbayern der juchzt und lacht wie ein Kind weil er ganz geschickt immer wieder den roten Luftballon zu den Mitspielern stubst. Ich glaube, das hätte der vor 10 Jahren auch nicht gedacht, das er sowas nun macht UND einen riesen Spaß dabei hat.

- Und natürlich der Hund. Unglaublich diese Lebensfreude! Und als es ihr heute zu warm wurde und das Herz Probleme machte (ist halt schon ne Hundeoma) saßen wir im Schatten unterm Baum ein Lüftchen wehte  uns um die Nase und abwechselnd ließen wir einen tiefen Seufzer/Schnaufer von uns, weil der Moment einfach perfekt war.

Das alles spielt sich hier in meinem Ort ab. Auch das mag ich. Es fällt mir immer leichter, mich zu zeigen. Ich bin kein Pendler, ich habe alles gern im nahen Umkreis. Und ich hoffe, dass sich mein Fleckerlteppich namens Leben noch ein wenig ausweitet und ich damit auch mal genug Geld verdienen kann.
Denn ich bin auch nicht der Typ, der 8 Std. pro Tag dasselbe macht.

Ich brauche Freiheit und unterschiedliche Tätigkeiten.

Und so flicke ich Stück für Stück mein Leben wieder zusammen.

Dienstag, 28. August 2012

Ein bisschen Frieden

Sonntagmorgen war es und eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen.
Doch dann landete ich bei meinen Eltern (also gedanklich, nicht real).
Ich weiß nicht warum, ist ja auch egal.
Jedenfalls konnte ich ihre Verletzlichkeit, ihre Überforderung, ihre Ängste spüren. Als Erwachsene wohlgemerkt. Als Kind spürte ich das ja ständig und da machte es große Angst.
 Am Sonntag war ich gut verankert in der Erwachsenen und entwickelte ein Mitgefühl. Jetzt wo ich mir das alles anschauen kann, ohne dass es sich lebensbedrohlich anfühlt.
Ich bin erwachsen, ich sorge selbstständig für mich und bin nicht mehr von meinen Eltern abhängig.
*Ich tue das was ich für richtig halte und es ist mir egal, was du davon hältst* (so in etwa hieß mein Einstellungssatz in der Klinik, mit dem sollte ich ein wenig üben. Lange wehrte ich mich dagegen, es fühlte sich so falsch an, jetzt über 4 Jahre später finde ich ihn sehr passend!).

Ich konnte sehen, dass sie IHR bestes gaben. Was natürlich noch lange nicht DAS beste und schon gar nicht, das beste für mich war.
Doch ich konnte auch ihre Mühen sehen, nicht immer nur die Fehler.

Ich, die bei den Sätzen "sie gaben ihr bestes" und "sie haben es ja nur gut gemeint" immer an die Decke ging und vor Wut schäumte.
Es waren so zwei bis drei Stunden in denen ich so etwas wie Liebe und Dankbarkeit für meine Eltern empfand. Ein kleines Zeitfenster, das mir sehr viel Frieden gab. Denn es ist anstrengend immer im Groll und in der Wut gegen jemand oder etwas zu hängen. Das verbittert nur.

Ich kann diese warmen Gefühle einfach mal fühlen und zulassen und mit einem neuen Blick auf meine Eltern sehen.
Es fühlt sich gut an. Ich genieße.
Was auch nicht heißt, dass ich sofort wieder zu meinen Eltern fahre und wieder Weihnachten bei ihnen feiere oder sonst gleich irgendwas damit mache bzw. tue (dachte ich erst, doch mein Körper schickte mir ein klares Stopsignal). Nur fühlen. Das reicht.

Und dann fand ich noch dies:

"Verzeihen bedeutet n i c h t, Verhalten zu entschuldigen. 
Es heißt – ICH NEHME DIE ENERGIE AUS DIESER SACHE HERAUS UND VERWENDE SIE KÜNFTIG FÜR DIE GESTALTUNG MEINES LEBENS."
 Das gefällt mir.

Montag, 27. August 2012

Ich bin Vata!

Also laut Auyrveda bin ich das Vorzeigebild eines Vata-Typs:
Nervös, schlank, sehr groß.
Wenn Vata jedoch zu erhöht ist, gibts Probleme:
Tausend Ideen, ein Luftikus, ängstlich, unruhig.
Um Vata also zu senken und wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen, hilft es wärmende, ölige, erdige Sachen zu sich zu nehmen und auf gar keinen Fall Rohkost (oder zumindest sehr wenig).

Man, man, man da hört man sein Leben lang WIE wichtig rohes, frisches Obst und Gemüse ist und dann kommt Auyrveda daher und behauptet das Gegenteil.
Also: Einfach ausprobieren was mir gut tun soll: Viel warmes trinken und essen (warmer Getreidebrei war der Hit! Warmes Obst weniger).
Milch mit Gewürzen, vor allem Zimt, Nelken, Kardamon, auch lecker.
Gegen die innere Trockenheit (schmerzende Gelenke! Hallo Knie! soll auch viel Öl von außen aufgetragen werden, erstaunlich: es wurde zu 50% besser!!! seit ich wie ein Weltmeister meine Knie einöle)
und eben:
Keine Rohkost.
Also mal ein Apfel am Tag, kleiner Salat usw. ist schon drin.
Ebenso erstaunlich: Ich kann nun 3-4 Stunden ohne Hungergefühle leben.
Gab es vorher nie!
Heißt auch: Ich kann mir den Streß mit der Tafel am Mittwoch sparen, weil ich noch genug Gemüse (zum dünsten) und Obst (zum...?) da habe. Fleisch nehm ich dort eh ungern mit, Brot hab ich noch genug und auf süße Teilchen  kann ich mal verzichten.

Dazu eine ruhige, strukturierte Lebensweise.
Mal ehrlich, WIE ruhig soll es denn noch werden? Ich mach ja schon fast gar nix mehr. Das kommt aber auch von der Erschöpfung.
Diese kann ich jetzt nach der schriftlichen Bestätigung etwas eher annehmen und wirklich nur das tun was geht. Und das heißt: 
Keinen Sport mehr. Mein Zustand verschlimmert sich dadurch immens.
Inzwischen fahre ich sehr gerne mit dem Lift, obwohl ich nur im 2.Stock wohne.

Mal sehn, wie es mir nun mit der neuen Lebensweise geht.

Ganz was anderes:
Erfuhr gerade, dass die Thera um 30 Std. verlängert wurde! Juhuu!
Wobei ich mir da erstaunlicherweise gar keinen Kopf drum gemacht habe.

Sonntag, 26. August 2012

Ein Wunschbild, ein Mann & ich

Ich glaube, manche Menschen schreiben in ihren Kontaktanzeigen wie sie gerne wären, es aber noch lange nicht sind.

So auch letztens. Ein witziger, aufgeschlossener Mann suchte...
Klang gut und ich schrieb einfach mal los. Ist ja nix dabei. No risk no fun. Muss den ja nicht gleich heiraten.

Nach einigen Mails wurd mir klar, dass er lieber:
"Mißgelaunter, bezihungsunfähiger Nerd, möchte hin und wieder auch ein menschliches Gegenüber haben, wer erbarmt sich?"
in seiner Anzeige geschrieben hätte.

Dann....
hätte ich ihm auch geschrieben. 
Weil ich soviel Ehrlichkeit schon wieder witzig finde.

Donnerstag, 23. August 2012

Therapie

Völlig fertig dort aufgetaucht.
Die Nacht war mehr als beschissen. Und wenn es keine Einbildung ist, dann war ich müder als sonst und das lag vielleicht an den falschen Lebensmitteln. Denn bei Nebennierenschwäche sollte man auf Trauben, Melonen, Bananen, Schoko, Kaffe verzichten. Was gab es gestern in Massen?
Genau.

In der Thera hab ich dann gefremdelt. Hab ich hin und wieder.
Hätt am liebsten nur über Bla und Blupp gequatscht.
Hab ich dann zum Teil auch.
Muss ja auch mal sein.

Dann kam aber doch was konkretes raus:
Das nicht annehmen können meiner Unperfektion.
Wir gingen dann einige "Fehler" der letzten Tage durch, die mir so passierten. Alles nix schlimmes. Aber es fühlt sich schlimm an. Sehr.
Thera hat das nicht so ganz begriffen. Werde dies das nächste mal genauer erklären.

Dieser Perfektionis mus hat sich schön langsam aufgebaut.
War ja nicht immer so. Zum Glück.
Den Höhepunkt erreichte es dann als Fahrerin für behinderte Kids.
Keine Minute durfte ich zu spät sein, kein anderer mich anhupen, immer war ich für die Kids da, lachte, sang und plauderte mit ihnen, Auto immer sauber, möglichst benzinsparend fahren, immer super aussehend (auch wenn ich um 4 Uhr in der Früh losfuhr). Und das Ganze 1500km. Jede Woche.
Alles und immer picobello!
Eigentlich erstaunlich, dass ich "erst" nach 2 Jahren zusammen klappte.

Und anscheinend bietet mir das Leben nun noch einmal die Chance, das zu lernen: Gut zu sein, aber auch locker und entspannt.
Denn ehrenamtlich habe ich mir ja wieder einen Fahrdienst ausgesucht, diesmal halt ältere Leute, aber auch "betreungsintensiv".

Jetzt zu lernen: Ich darf mich verfahren, falsch parken, mich im Fahrtenbuch verschreiben, nicht den Animateur spielen müssen, was vergessen...

Es ist soooo hart.
Mannohmann...

Mir doch egal...

Ich kann überhaupt nicht mehr klar denken (bei der Hitze).
Und wisst was? Das ist sehr sehr angenehm.
Ich mach jetzt einfach was, oder nicht.
Mach mir nicht mehr 1000 Gedanken um jedes Blatt das meinen Weg kreuzt.
Leb dumpf vor mich hin.
Irgendwo las ich mal: "Macht mehr Wissen auch glücklicher?"
Ich würde sagen: Nein.

Ob die Rente verlängert wird, steht in den Sternen,
ob die Therapie verlängert wird, steht auch dort.
Es juckt mich kaum.
Wird schon irgendwie weiter gehen.
Vom vielen Sorgen machen, wurd die Welt auch noch nie besser.

Ich weiß nur nicht recht ob ich das gut finden soll
oder nicht.
Ob es einfach mehr Gelassenheit ist
oder Apathie.

Es wird sich zeigen, aber paar sorgenfreie Tage gönn ich mir noch :-)

Mittwoch, 22. August 2012

Passiert halt...


Fettnapf No.1: Der erste Fisch ist tot. Super, die Familie ist grad mal 2 Tage weg.
Fettnapf No.2: Frage keine Frau die 20cm kleiner ist als man selbst: „Na, auch schon eingegangen?“ Ich meinte halt wegen Hitze und so. Böser Blick. Sehr böse.
Alle guten Dinge sind drei! Naaaa wo isser?

Sonst so?
Nachdem letzte Woche ja die Tafel wegen Feiertag ausfiel, gabs heute gefühlt doppelt soviel. Is zwar schön, aber irgendwie muss ich mir was für den Transport überlegen. Irgendwann schlepp ich mich da noch schief.
Ein Gewitter naht. Hurra. Soll zwar nicht abkühlen, aber lieber jetzt das Theater, als mitten in der Nacht, wenn man versucht irgendwie noch 2 Stunden zu schlafen. bzw. komatös toter Mann spielen.
Hab endlich mal wieder den Hund. Hurra! Ich flipp aus vor Freude und er? Zischt an mir vorbei, wie so ne Rakete. Danke auch.

So, ich glaub mein Hirn kocht gleich...

Dienstag, 21. August 2012

Neue Aussichten

Dieser elendige Erschöpfung, die ich seit über 3 Jahren mit mir rumschleppe, mach ich jetzt (hoffentlich) bald den Garaus.
Ich hab vor einiger Zeit etwas im Internet gefunden und da wurden 90% meiner Symptome beschrieben. Also nicht nur Müdigkeit, sondern auch Zittrigkeit beim kleinsten Streß oder die braunen Pigmentflecken im Gesicht (wie bei einer 80-j.Oma!!), brauch viel Kohlenhydrate bei dünner Gestalt, unerholsamer Schlaf, leichte Schreckhaftigkeit, Tinnitus und noch so einige Dinge mehr.
Dieses Etwas bekam einen Namen:
Nebennieren(rinden)schwäche.
Auch unter Neurostress beschrieben. eben wenn man sehr lange unter chronischem Streß war, macht einfach auch der Körper irgendwann schlapp.
Ich hatte Hüpfbälle im Bauch, weil ich endlich eine Richtung sah, ein Licht!
Denn ich fühlte immer: das ist nicht nur psychisch!
Tagelang suchte und las ich alles, was ich dazu finden konnte, im Netz.
Dann die Ernüchterung:
Die Schulmedizin testet diese Hormone, die dazu gehören, im Blut.
(Es geht da weniger um die Nieren, als um ein kleines Organ das für  die Hormone wichtig ist, ähnlich wie die Schilddrüse)
Das ist ungenau. Außerdem wird dort eine behandlungsbedürftige Nebennierenschwäche erst erkannt, wenn man schon halb im Grab liegt.
Genauer kann man das im Speichel messen, muss man aber dann selbst bezahlen.
Ich fand Labors, die dafür über 250,- wollten.
Aber: Wer suchet der findet. Ich fand auch eins, das nur das allerwichtigste testet und die wollten 75,-.

Gestern kam das Ergebnis.
Ein Hormon ist sehr niedrig. Morgens nur auf Halbmast, mittag schon arg im Minusbereich und Abends quasi nicht mehr vorhanden. Da wundert es mich nicht, dass ich meist gegen 20 Uhr völlig ko im Bett liege und auch mittags meist eine Stunde Schlaf brauche.
Das andere Hormon (sozusagen der Gegenspieler) ist stark erhöht. Normal sind bis 300 und ich hab über 900.
Das erklärt warum ich einerseits völlig ko bin, aber gleichzeitig Herzrasen hab, ziemlich hibbelig und schwitzig wie nach einem 800m Lauf bin.

Glücklich strahlte ich den Testbericht an.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, wie es vielleicht bald wieder ist:
Wirklich erholt, entspannt, aber gleichzeitig wach und fit, so dass ich das Leben wieder anpacken kann,

dann...dann...kann ich einfach nur Freudensprünge machen!!! :-)

Blöderweise ist der Termin beim Hormonspezialisten erst Mitte Oktober.
Aber auf die paar Tage kommts jetzt auch nicht mehr drauf an.


Montag, 20. August 2012

Wochenstart

Diese Woche habe ich einen vollen Terminkalender und ich freue mich darüber! Das ist etwas seltenes. Meist hab ich das Gefühl, dass mir alles zuviel ist und ich nur meine Ruhe haben will, weil ich völlig überfordert bin.
Das Vertrauen in mich selbst wächst, dass ich Probleme und Aufgaben schon schaffen werde.
Ich gebe mein Bestes. Es mag nicht das Beste sein, aber ich bin ja auch nur ein Mensch. Diese Einsicht erleichtert vieles.

Immerhin bringen mir andere weitaus mehr Vertrauen entgegen, als ich mir manchmal selbst. Und das gab mir zu denken.
Die Familie, der ich manchmal im Chaos des Alltags etwas helfe, ist nun im Urlaub und ich wurde gefragt, ob ich Haussitter spielen will.
Will ich. Zumal es auch Tiere zu versorgen gibt.
So reiht sich noch ein neuer Hausschlüssel in meinen Bund, da hängen schon einige fremde.

Gestern fand ich noch einen schönen Ersatz für meine alte Gruppe. Einen Frauenkreis, der gerade am neu entstehen ist. Ich bin sehr gespannt. Die Umgebung (Haus und Initiatorin) werd ich mir wohl demnächst mein schamanischen trommeln bei Vollmond anschauen. Mal wieder was neues ausprobieren :-)

Die Baustelle vorm Haus schweigt. Schon seit letzter Woche. Es tut gut, mal wieder ein wenig Ruhe zu haben. Andererseits wär ich schon ganz froh, wenn es im Herbst fertig wär. Aber mal sehen. Dass die Pleite gingen, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Dann stürze ich mich mal in meine neuen und alten Aufgaben :-)
Und geh mit gaaaaaaanz großen Schritten auf ein halbes Jahr rauchfrei zu!
Gut ist zwar noch einen Monat hin, aber egal...

Sonntag, 19. August 2012

Sonntagsleere

In immer wiederkehrenden Abständen kommt die Fragen aller Fragen:
Wozu lebe ich eigentlich?
Schweigen im Walde.
Ich hab mich das auch schon vor 10 Jahren gefragt. 
Ich muss da nicht auf die Midlif-ige Krise warten.
Also nochmal:
Was will ich im Leben erreichen?
Welche Ziele habe ich?
Ratloses schnaufen.
Kinder, Eigenheim und die oberste Sprosse der Karriereleiter fallen schon mal weg.
Es bleibt nur ein Fragezeichen.

Gut dann anders. Nehmen wir einmal an, ich habe ein Ziel. So wie vor gut 6 Jahren, da wollte ich ImH machen. Irgendwas mit Hunden. 
Da saß ich also da, mit meinem (inzwischen Ex-)Freund und tiftelte einen "Karriereplan" aus. Also von Ausbildung bis hin zur eigenen Firma/Praxis/Stelle.
Er hatte davon Ahnung und es sah machbar aus. Kleine Schritte, alle Infos anbei, es konnte losgehen.

Nein, es HÄTTE losgehen können!

Wenn, ja wenn da nicht mein persönlicher Schißhase wäre.
Der erfindet tausend Ausreden und hat Millionen Zweifel. Der will lieber daheim bleiben, weil es da so sicher ist. Der immer alles auf später verschiebt. Nur bloß keine Verbindlichkeiten eingehen! Keine Verantwortung mehr!
Könnte ja was besseres kommen.
ES KOMMT ABER NIX; WENN MAN NICHT SELBST HINAUS GEHT!
Es wird auch keiner an meiner Tür klopfen und sagen: "So liebe Regenfrau, nu geh mal hinaus und mach dies und jenes!"
Die Zeiten sind vorbei. Nein, diese Zeiten gab es nie, weil meine Eltern selbst grenzen - und orientierungslos waren und wir daher mehr oder weniger tun konnten, was wir wollten!
Also, muss ich mir heute selbst diese Grenzen und Orientierung geben. Die Verantwortung immer noch meinen Eltern zuzuschieben...tja dafür bin ich eindeutig zu alt.

Ich glaube, das ist eher das Problem: Nicht anzufangen. Nicht zu starten.
Ideen wären schon einige da, wie ich mein Leben einigermaßen gut rumkriegen würde.

Ich glaube, das ist mein Ziel für die nächsten Wochen:
Ein Ziel finden!
(ach es ist so herrlich, wenn man wieder eine neue Ablenkung gefunden hat, anstatt sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen. Andererseits ist es so frustrierend)
Und wenn ich ein Ziel habe, dann schaue ich mal bewußt was ich so denke und fühle, wenn ich mir vorstelle, nun einen Schritt weiter zu gehen.

Wer nicht selbst handelt, wird behandelt. (Klugscheißerspruch).

Aber folgender Spruch, der traf mich gestern schon ein wenig:

Und es kam der Tag,
da das Risiko, in der Knospe zu verharren,
schmerzlicher wurde
als das Risiko, zu blühen.
Von Anais Nin

Freitag, 17. August 2012

Angenommen

Der heutige Nachttraum war ebenso deutlich und auch erfüllend wie der gestrige:

Ich war unterwegs, stand am Bahnhof und überlegte, ob ich mit dem Mann neben mir flirten sollte oder nicht. Ich sah ihn kaum, denn es war wieder einmal dunkel.
Dann sah ich auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig ein 14-j.Mädchen gekrümmt am Boden liegen. Ich eilte zu ihr hin, half ihr auf, stellte Fragen. Erst war sie empört, dass wir ihr nicht eher halfen, aber ich sah sie eben erst jetzt.
Sie wurde überfallen, ob auch vergewaltigt wollte sie nicht sagen, aber die Symptome sprachen dafür.
Wir machten uns gemeinsam auf den Weg, um Hilfe zu finden. Einen Arzt wollte sie nicht. Einerseits sträubte sie sich gegen Hilfe, andererseits wollte sie eben genau diese, konnte aber schlecht mein Angebot annehmen.
Diese Zwiespältigkeit spürte ich sehr und nahm sie mehrmals ganz innig in die Arme. Da wurde sie weicher und vertraute sich mir an. Ich solle Hilfe holen, aber in welcher Art? Das solle ich entscheiden, sie vertraue mir.
Die Polizei meckerte uns nur an, so dass wir denen nix sagten und in so eine Art Frauenhaus gingen.
Dort wurde alles mobilisiert was nur ging, an psychologischer Unterstützung, ein Zimmer, zu essen usw.
Später gab es sogar eine Feier. 
Ich besuchte sie immer wieder. War ihr sehr zugetan. Sie lag mir so sehr am Herzen, wie real wahrscheinlich noch kein Mensch. Ich begleitete sie solange, bis sie aus dem Haus wieder entlassen wurde.

Tja. Natürlich dreht es sich um "meine innere Jugendliche" der eben dies wieder fahren ist. Mit dem Unterschied, dass kein Erwachsener mit Verständnis, Mitgefühl und echter Zuneigung da war!
Ich spürte immer nur das genervt sein, das Geschimpfe und Unverständnis der anderen, als ich meinen jugendlichen Trotz, Unpünktlichkeit, Unordnung und alles was solche Halberwachsenen noch so anstellen, auslebte.

Keiner aus meinem Umfeld war klar, dass Jugendliche in dem Alter mit sich selbst überfordert sind, ihnen eine Orientierung fehlt, sie vieles nur machen, weil sie nach Liebe und Aufmerksamkeit schreien und weil sie vieles einfach noch lernen/ausprobieren und es nicht besser wissen.
Das alles einen Sinn und seine Gründe hat!

Es wurde immer nur das gesehen, was zu laut und zu unmöglich war, aber nicht, dass dahinter auf einfach nur ein unerfahrener Mensch steckt.
Jetzt, gute 16 Jahre später, erfahre ich von einem anderen, erwachsenen Menschen dieses Interesse, diese Annahme, das Verständnis für manch jugendliches Gehabe und natürlich auch Fehltritte (dafür ist man doch jugendlich oder?).
Das ist so heilsam!

Und so kann sich auch der Teil wieder integrieren. Mir vertrauen. Und ich kann ihn von Herzen annehmen, verstehen, halten und begleiten. Ich kann ihn trösten, nicht süßlich-übergriffig wie ich es oft erfahren habe, sondern ehrlich mitfühlend. Ich bin für ihn da, einfach so, ohne zu schauen, was für mich dabei rausspringt, oder ob ich auf meine Kosten komme.
Ohne Verurteilung.
Ich konnte lange keine Fotos von mir aus der Jugendzeit ansehen, da war viel Scham, Peinlichkeit, nicht-haben wollen. Dieses ungelenke, große, dürre Ding mit schlechter Frisur soll ich gewesen sein?
Es ist ein richtiges Maß von Fürsorge und Loslassen in die Selbstständigkeit.
Es tut so unendlich gut!
Ich fühle mich immer kompletter, immer heiler und "ganzer".
Ich fühle mich verbunden.

So mach ich mir, in Kontakt mit der Jugendlichen, einen schönen Nachmittag am See. Ich freu mich riesig!!!

Donnerstag, 16. August 2012

Ausgestiegen

Jawohl, heut nacht bin ich ausgestiegen.
Aus einem Auto, in dem ich nicht mehr mitfahren wollte.
Ich kann das also nun wortwörtlich "im Schlaf": Sagen was ich will bzw. nicht, ohne vor lauter Angst, dass ich nun vernichtet werde, zu schlottern/spucken/zucken/schwitzen/unterwerfen...ect.

Völlig ruhig sagte ich das dem obergelackten Typ am Steuer, in seiner schwarzen, dicken Limousine.
(Übersetzt sagte ich also diesem coolen Fassadengehabe adieu!)

Da stand ich nun mitten in der Pampa. Um mich nur Wiese und tiefste dunkle Nacht. Und es war eindeutig, dass ich lieber hier stehen bleiben würde, also nochmal zu dem Typ einzusteigen!
Kurze Zeit drauf kam ein Kleinbus. Vollbesetzt mit den unterschiedlichsten Leuten, die fröhlich vor sich hin sangen und scherzten und mir natürlich noch einen  Platz frei schaufelten.
(Übersetzt heißt das für mich: Hin zu den warmherzigen Leuten wo es "menschelt" /bzw. meine eigene Warmherzigkeit wieder auspacken und die Mauern, die ich so schnell hoch fahre, etwas zu verkleinern. Klar schützen mich die Mauern, machen aber auch einsam.)

Das ist der erste Traum seit langem, an dem ich mich mal wieder erinnern kann. Und er gefällt mir gut, sehr gut :-)

Mittwoch, 15. August 2012

Ein Mann und ein Hund

Heute beim radeln, kam mir ein Rollstuhlfahrer entgegen, der sozusagen mit den Armen radelte. 
Es ging leicht bergauf und das war mit Sicherheit sehr anstrengend. 
Also ich sah schon, dass er sich ziemlich anstrengen musste.
Da fragte ich mich, ob er schon immer auf einen Rollstuhl angewiesen ist oder nicht. Meine Intuition meinte letzteres.
Dann fragte ich mich desweiteren, ob es mal eine Zeit gab, in der er fast vor Selbstmitleid daheim versunken ist und was den Anstoß gab, dass er wieder hinaus in die Welt wollte.
Woher kommt so eine Motivation?
Woher die Ausdauer und der Wille?
Ich fand es auf jeden Fall toll, dass er keine Mühen scheute, um eine Sonntagsradlrunde zu drehen :-)

Und für mehr Leichtigkeit, gibts noch was zu schauen:

Dienstag, 14. August 2012

Seniorengarten und Regenfraustiefel

Darf ich vorstellen: Meine neuen Regenstiefel!
Weil: Normal kann ja jeder und weil ich eben überall ne Extrawurst brauche, suchte ich mir außergewöhnliche Stiefelchen. Vorne die Schnürung ist natürlich nur Zierde.
So, jetzt darf es aber auch mal wieder ordentlich schütten, jaaa!!!!
*Genervt-zum-seit-Tagen-strahlend-blauen-Himmel guck*
Soviel Sonne kann nicht gesund sein. Neinneinnein.

Und dann hab ich nun in meinem Ehrenamt eine Festtour bekommen. Das ist was feines: Du kennst die Leute und die Strecke und alles immer zur gleichen Zeit.
Andererseits denk ich mir je-des-mal: warum mach ich den Scheiß überhaupt?
Um zum Schluß doch zu merken, dass es gut tat. Rauszukommen, bissl palavern, was zu tun.
Und ich lern jedesmal etwas! Heute: Man sage nicht Krücke! Sondern Stock.
Uff.
Etwas befremdlich war mir der Herr. Ich hol den, bring ihn zur Spielgruppe*
verabschiede mich und gehe meines Weges und als ich ihn wieder abhole und heim bringen will KENNT DER MICH NICHT WIEDER. Hallo Alzheimer. Wenn man dies das erste Mal life erlebt...sehr seltsam.
Gut, hab ich mich halt nochmal vorgestellt ect.pipapo.

 (ja ehrlich die machen das gleich wie im Kindergarten mit den 3-6 jährigen. Lieber Gott, wenn ich mal so alt werden sollte, lass mich nie in so einer Gruppe landen, oder laß es mich dann zumindest toll finden -was ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen kann. Natürlich war ich zur Abholung wieder mal zu früh da und bekam das gnädige Angebot doch mit Platz zu nehmen, im Stuhlkreis (!!).
Zum Glück war da eine suuuuperspannende Infotafel, sonst hätt ich das hier mitsingen müssen:

http://youtu.be/VyUCOVHHCPQ

Ich geh mal meine Zehennägel wieder nach unten biegen...

Weiter geht's

Gestern hab ich der Therapeutin also noch einige Beispiele aus meinen "grandiosen" Zeiten erzählt. Es fiel mir schwer, ich hatte Angst wieder sofort bewertet und verurteilt zu werden.
Wurde ich nicht.
(Man kann mal selbst ausprobieren, was in seinem Umfeld passiert, wenn man sich allwissend und überheblich gibt.)
Sie sieht das allerdings harmloser als ich. Ich will jetzt keine Diagnoseänderung, aber ich glaube schon, dass da mehr ist, als die normale narzissitsche Seite die jeder von uns hat (und natürlich gerade in der westlichen Gesellschaft massiv wuchert, siehe all die Castingshows und ja auch hier im Netz). Die Darstellungs-Geltungssucht ist enorm.
Ich weiß nicht, wie sehr meine Therapeutin da noch objektiv ist - sofern man das überhaupt sein kann.
Jedenfalls werde ich da bei meinem Gefühl bleiben und ihr noch mehr davon erzählen, was mir so bewußt wurde. Was nicht angenehm ist, weil es viel unsoziales, egoistisches, abwertendes ist.

Dass ich in der Kindheit kein stabiles Selbst entwickeln durfte, ist ja schon mal klar. 
Damit das keiner merkt, dass ich nur eine Maske trage, strenge ich mich enorm an. In einer Talkshow nannte das ein Herr die Westernstadt. Nur eine Kulisse. Man geht durch die Schwingtür und steht wieder in der Wüste. Dahinter ist nix. 
Es durfte aber auch keiner meine depressive Seite sehen und auch nicht meine "tolle". Das Gerüst würde sofort zusammen brechen. Was es ja schon oft genug tat und dann kommen Suizidgedanken wie aus dem Nichts oder Sauf-und Rauchgelage oder Kaufräusche oder jede Datingplattform nach einem neuen Partner absuchend. All das, soll das Loch wieder füllen, dass man jetzt sieht und spürt.

Die Maske die man immer trägt, verhindert natürlich echte Nähe.
Der Weg aus dieser Spaltung führt nur über das spüren hinaus. Sich selbst spüren. Allein, zu wissen, dass man nur eine Fassade mit sich herum trägt, nimmt das Bedrohliche, das es ein anderer merken könnte.
Der Weg hin zu mehr Ausgeglichenheit. Wenn man in der Depression hängt (also gefühlte totale Unterlegenheit gegenüber anderen Menschen) sich bewußt machen, was man alles gut macht und kann, sich innerlich aufrichten, sich selbst annehmen....
In der Höhenflugzeit sich bewußt machen, dass man auch nur ein Mensch ist mit Fehlern und Unzulänglichkeiten wie alle anderen um einen herum. Das wir alle in einem Boot sitzen.
Diese Überheblichkeit die ich oft (aus Angst) in der Öffentlichkeit spüre, wenn ich allein unterwegs bin, habe ich gestern mal ein wenig revidiert.

Und es war erstaunlich was passierte, mir flogen sämtliche Herzen zu. Ich kam ins Gespräch mit zwei Backpackern und ein dritter junger Mann half mir Geld zu wechseln, ohne dass ich ihn darauf angesprochen hätte.
Das ist klar: Meine innere Haltung zeigt sich zu einem sehr großen Teil auch in Mimik und Körpersprache. Die wiederum "lesen" ja meine Mitmenschen und reagieren so auf mich.

All das hat auch viel mit meinem Trotz zu tun, der sich weigert so ein normales, banales Leben zu führen, wie Millionen andere.
Weil: hey I'm Supergirl!!!!! verstehste?
Und das wiederum wirft die innere Jugendliche auf den Plan und das Thema Arbeit.
Das haben wir gestern nur kurz angerissen und das ist ein großes Thema.
Endlich hörte ich mal nicht die üblichen Sprüche wie: "Jeder muss sich an Regeln halten, mir schmeckt auch nicht immer was der Chef will..." die ja nur meinen Trotz und Widerstand nur verstärken.
Nein, es kam mir Wohlwollen entgegen und ein Interesse, sich das Stück für Stück genauer anzuschauen.
Da bin ich echt gespannt, denn wenn ich mal in dem trotzigen Teil hänge, komme ich da alleine nicht mehr heraus.

Montag, 13. August 2012

Jetzt weiß ich...

woher der Ausdruck "mich beutelt's" kommt.
Vom Herrn Beutelrock (Vorname Friedl)
denn der meinte:
Am meisten fühlt man sich von der Wahrheit getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.
Tja, was soll ich sagen...der gute Mann hat natürlich recht.
In diesem Sinne beutelt's mich derzeit auch ganz ordentlich durch.
Alles ergibt wieder ein Stückchen mehr Sinn.

Ich fühle mich sehr erschöpft, sehr müde und depressiv.
Sollte auch mal wieder vor die Tür gehen, wenn nur nicht der Sonnenschein wäre.
Will nicht gesehen werden.
Heute ist noch Therapie, zum Glück. Der Termin wurde vorgezogen, da die Therapeutin am Donnerstag nicht da ist.
Leider erst heute nachmittag, wo ich noch müder als eh schon bin.
Und eigentlich wollte ich mir heute die Tanzstunde mal ansehen, als Ersatz für die Selbsthilfegruppe.
Aber im derzeitigen Zustand hat das keinen Sinn.

So schmerzhaft die Erkenntnis über meinen eigenen Narzissmus, bzw. über die innere Spaltung ist, es ist auch nur so, ein weiterkommen möglich.

Samstag, 11. August 2012

Zwischen Grandiosität und Depression

gibt es nur einen ganz schmalen Grat. Und auf dem zu balancieren, ist nicht leicht.
Depression ist die eine Seite der Medaille, Grandiosität die andere und der dünne Rand die goldene Mitte.
Ich schaue mir derzeit meine eigenen narzisstischen Ecken an. Die sind nämlich durchaus da. Und wenn ich zu sehr in der Depression fest hing, ging ich zur Therapie. Aber natürlich nie, wenn ich auf einem grandiosen Höhenflug war (doch einmal tat ich dies und bekam als Diagnose: Manische Episode).
Ich glaube, früher habe ich beide Seiten noch mehr ausgelebt. Unter der Woche die brave, liebe, fürsorgliche Kinderpflegerin und am Wochenende das Girl das an der Stange tanzt, mit quasi nix an, außer natürlich den Fi** mich-Stiefeln.
Eine Person, zwei Seiten. Dr. Jeykill und Mr. Hyde. Wenn ich in meiner Größenwahnsinnigkeit irgendeinen Blödsinn anstellte, wurde mir das schnell verziehen, nie musste ich wirklich harte Konsequenzen spüren. 30 Tage unentschuldigt in der Berufsschule gefehlt? Kein Ding. 3000,-in den Miesen bei der Bank. Keine Sorge, Papa regelt das schon. Selber gekündigt? Sie wurden wegen Arbeitsverweigerung rausgeschmissen? Macht nix, Sie bekommen natürlich keine 3-Monatssperre!
Ich glaube, dass es schon einen Unterschied macht, ob man ein Weiblein oder Männlein ist, hübsch oder nicht so ansprechend. Mir wurde verdammt viel verziehen und aus dem Weg geräumt. Das ruft natürlich Neider auf den Plan. Verständlich.
Ich bin nicht immer die schüchterne, hochsensible Sozialphobikerin. Nein, ich kann duchaus boshaft, aggressiv und beleidigend werden, wenn ich mich zu Unrecht behandelt fühle. Und da ist es mir egal, ob meine Chefin vor mir steht oder die Polizei. Alles schon gehabt. Konsequenzen? Siehe oben...
Die Konsequenz aus dieser neuen Erkenntnis wäre: Einen zweiten Blog erstellen. Einen für Miss Prinzessin (Grandiosität) und einen für Miss Opfer (Depression).
Die Balance zu finden, zwischen diesen beiden Persönlichkeiten, gleicht einem Seiltanz,
ohne Sicherheitsgurt. 
Der Absturz ist immer greifbar.

Donnerstag, 9. August 2012

Ich war in Kanada!!!

Seht doch:

 Na gut, es war an der heimischen Isar.
Und da gab es sogar SAND!
Tzzz wer muss da noch auf Malle fliegen...
Ja, das hab ich mir heut gegönnt, weil ich ja den Hund nicht habe und somit nicht gleich heim musste, nach der Therapie.
Dort war ich heut ein wenig flappsig/kindisch. Aber das macht nix, ist halt nicht so doll, wenn man seine dunklen Seiten erkennt und das auch jemand anderem zeigt.
Aber die gute Frau kennt da wahrlich schlimmeres.
Und sie ist einfach top. Die guckt weiterhin ganz empathisch was ich da jede Woche so anschleppe. Und wenn es stinkender Seetang ist, dann meint die immer noch: "Wird schon seinen Grund haben, warum der sich gebildet hat!" Und dann schauen wir, welchen Sinn so ein Tang (oder eben meine Schattenseite) hat!
Und irgendwann schauen wir wieder weiter, was denn nun diese Seite braucht oder wo man die gefahrlos mal ein wenig raus lassen kann.
Das nennt man dann Integration.

Tja es menschelt ganz ordentlich bei mir. Etwas wovor ich immer Angst hatte. Ich durfte doch keine Macken und Fehler haben, ich dachte ich zerbreche, wenn mich noch eine Kritik trifft! NIE mehr wollte ich das erleben. So wurd ich immer besser und besser, wußte alles genauer als die anderen, wußte immer Rat und Tips, verlief mich nie, hatte immer gekämmte Haare und eine saubere Wohnung...
und die Leute entfernten sich immer weiter von mir, weil es um mich herum zwar scheinbar perfekt war, aber auch sehr kühl.
Keine Nähe, keine Herzlichkeit, keine Wärme. (also ein wenig schon noch).
Dafür pure Erschöpfung weil so ein Superglanzleben irrsinnig viel Kraft verbraucht, wenn man nicht 7 Hausdamen Und Diener und Manager um sich hat.

Ja und all das schauen wir uns an.
Und zum nachsortieren ging es eben an die Isar. Mir meiner Lieblingsbrotzeit für solch kleinen Alleinausflüge: Roter Bulle, Breze und Schokoriegel mit Kokosnuß. Das gabs mal vor Jahren an einem "Blaumachtag" und gehört seitdem eben einfach dazu.

Federn begegnen mir weiterhin sehr viele (nein es sind nicht immer die gleichen!).
Und seit neuestem: Klassische Musik! Fast immer wenn ich irgendwo stehe, warte, Fenster öffne oder bei jemand anderem auf dem Balkon hocke: Klaviermusik.
Hat jemand dazu eine Idee, was das bedeutet?

Und noch was:
Ich muss mich ein wenig bremsen mit meinem Kaufrausch. Also hab ich mir einen Zettel an den Monitor geklebt, auf dem steht: *Zufrieden sein, mit dem was ich habe...*
Was passiert? Ich bekomme von über all mehr, als ich eigentlich will.
Gestern bei der Tafel und letztens auf einer Tauschplattform: Ich tausche 3 Dinge und alle drei Personen geben mit ein kleines Extra geschenkt dazu.

Die Welt ist verdreht, dann  bin ich auch gern verrückt..
Oder so :-)

Mittwoch, 8. August 2012

Ich kann...

jetzt noch 20 weitere Jahre warten und über meinen Vater schimpfen, dass ich es ihm nicht mal wert bin, mir einen (einen einzigen!!) Wunsch zu erfüllen.
Nämlich meine Lieblingskinderlieder von LP auf CD zu überspielen.
Ich kann noch weitere 20 Jahre meine Nerven, meine Stimme und meine Energie vergeuden.

Oder ich sage ganz friedlich aber bestimmt: "Papa, gib mir bitte meine LP's wieder, ich werde jemanden anderes suchen, der mir das macht."

(gedacht: "weil ich diese Lieder nämlich noch gerne lebend hören möchte und nicht erst auf meiner Beerdigung, Du...?%&$"§!!!!!!!!!!!!! ")

Hach, das Leben kann so einfach sein!

Dienstag, 7. August 2012

Harte Brocken

Ich hab nicht nur meinen Schatten gefunden,
sondern auch ganze Morastlandschaften,
 die da tief in meiner Seele schlummerten.

Meine Güte...hart zu beißen, schwer zu schlucken.

Aber so ist das: Wenn man mit einem Finger auf andere zeigt,
zeigen 3 Finger immer noch auf einen selbst.

Ich verschwinde wieder in den dunklen Höhlen,
wer weiß, was ich noch alles finde...

Montag, 6. August 2012

Der größte Depp

Der Pokal, für den größten Deppen der Woche, geht aaaaaaaaaannn:
.
.
.
.
*trommelwirbel*
.
.
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MICH!!!!!!!!!

Nein, ich verurteile mich jetzt nicht stundenlang.
Ich zerfleische mich auch nicht ewig.
Ich verfalle auch nicht in andere destruktive Verhaltensweisen.
Auch diese Pleite hat ihren Sinn.
Ich sehe, dass ich einfach nochmal reingefallen bin.
Die Hoffnung stirbt wirklich zuletzt.
Ich glaube, jetzt hat es auch die allerletzte Körperzelle in mir verstanden.

Ich  sollte doch endgültig mal die Mailadresse für die Familie 
(hatte ja schon extra dafür eine) 
l.ö.s.c.h.e.n.!!!

Sonntag, 5. August 2012

Stille Zeit

Letztens sah ich den Film: Eat, pray, love. Dort gab es im indischen Ashram den Button: I'm in silence, den man sich an die Kleidung heften konnte.
Schweigezeit.
Auch ich habe die derzeit. Ohne Button.
Wie oft habe ich mir gewünscht, fern von den Menschen zu sein?
Wie oft habe ich mir gewünscht, mal nur für mich zu sein, für längere Zeit?
Jetzt habe ich es. Und mir fallen noch viele Dinge ein, die ich mir so sehr wünschte und die tatsächlich in Erfüllung gingen.
Werden Gedanken doch Wirklichkeit?

Mein Telefon schweigt. Was mich früher panisch oder mißmutig machte, ist mir heute nur recht. Immerhin habe ich es mir ja gewünscht.
Es ist, als ob ich mich in einen Kokon einspinnen würde.
Umwandlungszeit.
Diese Rückzugswünsche wurden immer von anderen als krankhaft angesehen.
Jetzt hab ich so eine Stärke in mir, dass ich sagen kann: Laß mich, ich brauch das grad.
Umwandlungszeit.
Wer entscheidet eigentlich was krankhaft ist und was nicht?
Vielleicht sollten wir auch diese Trennung teilweise aufheben...

Ich ahne, dass die Rente nicht verlängert wird.
Das 2. Gutachten vom letzten Jahr liest sich eher so, als ob ich eine größere Erkältung hätte. Nix schlimmes.
Nunja, ich laß es auf mich zukommen.
Was ich aber auch spüre ist die große Angst vor dem Thema Arbeit, mein eigenes Geld verdienen...das wird nochmal spannend.

Heute ist aber erstmal heute und ich werde das Buch genießen, dass so sehr in meine Zeit paßt: Ein Jahr am Meer.
Alle paar Zeilen muss ich das Buch weglegen, weil da all meine Themen drin vorkommen, weil es so ist, als ob ich wieder mal in einen Spiegel schauen würde.
Und dann ist da noch der Traum von heute nacht. Der mich aufwühlte und ich nicht weiß was ich davon halten soll.

Genug zu "tun".

Freitag, 3. August 2012

Der innere Arzt

Also, wenn ich schon so viel spüre und ahne, kann ich das doch auch für mich im Guten gebrauchen (außerdem hab ich null Lust auf einen Orthopäden, meine Schulter hab ich ja auch alleine wieder flott gekriegt).

Dachte ich so, als meine beiden Kniegelenke mal wieder arg jammerten. Naja sie jammern ja schon seit ein paar Wochen.
Also gehe ich in mich und schaue mal, was da so bei meinen Knien los ist.
Letztens hab ich ja schonmal alles gesammelt was mir so dazu einfiel:

Ich spüre, dass sie überlastet sind (eben weil  beide gleichzeitig weh tun).
Ich werde sie schonen müssen. Keine Belastung. Die Beine nicht komplett durchgestreckt, aber auch nicht aufgestellt. Am besten geht es, wenn ich halb liege und ein dickes Kissen unter die Knie schiebe.
So liegend, kann ich fast nix. Außer atmen und schauen. Aber nicht lange lesen. Dazu fällt mir auch ein: *Sich gehen lassen*. Ja damit tue ich mich im Moment sehr schwer: Einfach mal nix tun, nur sitzen, atmen, schauen.
Ich kann mich auch schwer treiben lassen, ich muss festhalten, an der Kontrolle, an meinen Vorstellungen wie etwas zu sein hat.
Das ist sehr anstrengend.

Ich frage noch eine Naturheilkundlerin ob sie was für meine Knie weiß. Ja weiß sie: Quarkwickel! Schon als ich die weiße Masse um das Gelenk schmiere, merke ich wie gut das tut, das kühle und noch irgendwas. Das "irgendwas" zieht angeblich die Entzündung heraus, meint die Frau.
Also liege ich da, mit weiß umwickelten Knien.

Ich angel mir das Handy (verdammte Axt, ich kann echt nicht 5 Min. nix tun!!!) und lese die SMS: "Brauchst heut nicht mit dem Hund raus, bin daheim."
Die göttliche Mannschaft steht also hinter mir und hat für mich gesorgt, dass ich mich weiter ausruhen darf. Die kommenden 2 Wochen habe ich den Hund auch nicht. Also steht derzeit alles auf: Ruhe!

Aber hören kann und darf ich ja.


Und: Heute hab ich 20 rauchfreie Wochen voll!!! *hüpf*

Donnerstag, 2. August 2012

Wenn auf einmal

dein eigener Schatten vor dir steht...

Ich hab das nie kapiert, wenn jemand zu mir sagte: 
"Das was du am anderen nicht magst, hat mehr mit dir zu tun, als mit dem anderen.
Das was du am anderen nicht magst, bist du auch."
Also wenn ich noch nicht auf 180 war, war ich es spätestens nach diesen Sätzen.
Mit mir hat das gar nix zu tun, ICH bin nicht so faul, arrogant und dumm!!
Kapiert????

Ich war noch nicht so weit, meinen eigenen Schatten zu sehen.
Jetzt ist anscheinend die Zeit reif dafür.
Ich bin erleichtert. Ehrlich. Ohne Ironie.

Gestern war es mal wieder soweit: Meine Nachbarin lief mir übern Weg. Und sie nervt. Sie nervt mich so tierisch, dass ich schon auf 200 bin, wenn ich nur an sie denke.
Alles hab ich probiert. Mich abgegrenzt, nochmal abgegrenzt, keinen Kontakt, alles mögliche visualisiert, Klartext gesprochen...nix half.
Und irgendwie fiel es mir dann gestern abend ein:
Das was ich an ihr nicht mag, hab ich auch in mir. Und weil diese Eigenschaften die ich da sehe "nicht sein dürfen" habe ich sie verdrängt.
Jetzt hole ich sie wieder raus. Ist nicht so angenehm. Ist wie einen alten zugemüllten Kellerraum aufräumen.
Aber dann! Dann ist der Keller leer und man fühlt sich befreit!
Befreit! Schon wieder! :-)

Also hab ich mich hingesetzt, meinem Schatten einen Namen verpaßt und all das mal aufgeschrieben, was ihn ausmacht (brauch ja nur meine Nachbarin anschauen). Und danach? Hab ich gelacht! Weil ich mich viel wohler fühle.

Vor allem als mir einfiel, dass ein anderer Nachbar mir das schon mal gespiegelt hatte, da war es aber noch nicht an der Zeit. Der Nachbar war genauso wie die andere Nachbarin und ich wunderte mich schon, warum ausgerechnet hier so viele Psychopathen wohnen :-)

Und jetzt weiß ich auch, warum ich bei manchen Sachen so extrem scharf von meiner Familie kritisiert wurde. Ich hab das gemacht, was sie auch gerne machen würden, aber sie es aus unterschiedlichen Gründen eben nicht machen können.

Tja wenn man in den Spiegel guckt...
Ich finde das gerade sehr spannend und interessant. Mir fallen alle möglichen Situationen/Begegnungen ein, die dazu passen.

Achtung: Nicht alles was einem nicht paßt, muss mit einem selbst zu tun haben. Aber wenn eine hohe emotionale Beteiligung zu spüren ist (heftige Wut, starke Aggressionen) ist das schon ein wichtiger Hinweis.

Plus 50

Nein, es geht nicht um die Generation 50 plus.
Es geht um 50% MEHR Lebensqualität!
Boah is das geil. 
Auf einmal macht es *plopp* und du kannst das, worauf du all die Jahre hingearbeitet hast:
Das Gefühl, dass du einfach so eine Existenzberechtigung hast! Seit Geburt!
Das Selbstwertgefühl, dass dich ohne schlechtem Gewissen ein schönes Leben leben lässt.
Die Selbstsicherheit die dich so ganz einfach sagen lässt was du denkst/fühlst und willst.
Ich hätte früher nie (oder erst nach stundenlanger innerer Zerfleischung) jemanden gebeten bei McMampf anzuhalten, weil ich das Käseschloß essen will und sich nicht durcheinanderbringen lassen, von dem Gegenüber der sich darüber auslässt wie eklig ect. das alles ist.
Ich hätte früher nie einfach gesagt: "Du ich geh schon mal vor."
Ohne schlechtem Gewissen. Ohne nagende Zweifel. Ohne erdrückende Schuldgefühle.
Meine Bedürfnisse ernst nehmen und trotzdem den anderen achten und respektieren.

Ich lebe! 
Ich atme! 
Es ist so befreiend! 
Es ist herrlich!
I love it :-)

Mittwoch, 1. August 2012

Viel zuviel Gefühl


Gabe oder Fluch
Das mit der Hochsensibilität ist ja so eine Sache.
Das Thema Reizüberflutung, also zuviel Lärm, zuviel hektisches Treiben, zuviel Visuelles, zuviel innerer/äußerer Druck..das alles kann ich gut wahrnehmen, bemerken und gegensteuern (manchmal).
Aber allein das es dazu einen Namen gibt und das Wissen was da los ist, erleichtert mich.
Das andere, mit dem ich noch nicht klar komme ist die fehlende Abgrenzung im Menschenkontakt. Als Beispiel: Ich gehe allein auf einem Feldweg. Nur Wiesen, Vögel und Bäume um mich. In weiter Ferne  sehe ich einen Menschen auf mich zukommen. Ab dem Moment bin ich gedanklich/energetisch beim anderen. Flutsch, weg aus meiner Mitte, weg von meinen Gedanken die ich gerade hatte, der Fokus liegt bei meinem Gegenüber. Solange bis wir "Hallo" sagten und uns aus den Augen sind.
Leider geht das manchmal soweit, dass ich fühle/“weiß“ was beim anderen gerade los ist. Ich nehme so viel wahr. z.B. das Pärchen, obwohl ich kein Wort hörte, sie noch nicht näher ansah und sie auch nicht direkt streiten, weiß ich, dass sie ein Gespräch über ihre Beziehung führen, dass viele Menschen in ihrer Umgebung gegen diese Beziehung sind und das ein großer Altersunterschied besteht.
Manchmal gehe ich ganz bewußt in diese Gabe. Ich bin in einer Großstadt und habe z.B. noch etwas Zeit. Ich „suche“ mir einen Menschen aus, gehe ihm vielleicht sogar ein paar Schritte nach und fühle wie sein Leben aussieht, was er macht, ob Kinder da sind, allein stehend.
Manchmal mache ich das auch mit best friend zusammen, das wird dann meist lustig.
Es ist aber schon fast zwanghaft, dass ich den anderen (z.B. mein Gegenüber in der Bahn) scanne. Wer ist er? Und schon rauschen tausend Gedanken um diese Person und meine Einschätzung durchs Hirn.
Es wär natürlich auch interessant, mal herauszufinden ob ich richtig liege. z.B. der jungen Damen die gerade ins Hotel geht, ein Kondom zustecken, weil ich mir sicher bin, dass sie dort sexuell ihr Geld verdient.
Ablenken durch lesen hilft kaum (in der Bahn), weil das Programm trotzdem läuft und ich mich kaum auf das gelesene konzentrieren kann. Ich kann es nicht abstellen, es läuft einfach.


Das nervt. Das ist anstrengend. Kennt das jemand?  Jemand eine Idee dazu?
http://www.kreativitaet-jetzt.de/index.html unter den Videos, Überschrift *feinste Antennen*

Wie sagt der Bayer: vui zvui Gfui!