Freitag, 13. Juli 2012

Nie wieder...

Der Alptraum fühlte sich zu real an:
Das ständige kontrolliert werden, von ihm.
Nie allein sein dürfen, nicht mal im Bad.
Der Gang zum Telefon: Hatte ich mit jemanden telefoniert?
Warum kam ich eine Bahn zu spät heim?
Warum hatte ich ihn nicht abgeholt?
Er liebe mich doch so,
ich ihn doch auch?!?!
In so einer Situation weiß man nicht mehr wo oben und unten ist.
Der Alptraum war real...
Man traut sich selbst nicht mehr über den Weg.
Man rennt paralysiert seinem Täter immer wieder in die Arme.
Da braucht es Hilfe von außen: Jemand, der einen kräftig packt und da wieder heraus reißt.
Perfiderweise war dies meine Mutter.
Noch unerträglicher ist dies. Weil genau sie, mich in diese Hölle schickte.
Es ist vorbei. Vor 16 Jahren starteten drei Leute eine Nacht-und Nebelaktion. Schnell alle Sachen ins Auto werfen, nur das Wichtigste, nur schnell weg, von ihm. Immer in Panik: Wenn er doch was ahnte und eher nach Hause kommt?
Kam er nicht. Aber der Wirbelsturm danach brach trotzdem los. Vor dem ich mich so sehr fürchtete. Wochenlang konnte ich mich nicht alleine aus dem Haus bewegen.
Wochenlang immer wieder diese Blicke, nach recht und links. Lauert er wieder irgendwo?
Die eingebrochene Haustür, die Anrufe, auf einmal stand er doch vor mir.
Heute Nacht kam diese alte Geschichte mal wieder zu Besuch. Ätzend.
Es ist vorbei. 
Und nie wieder 
möchte ich so etwas erleben.

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