Dienstag, 24. Juli 2012

Das alte Gift

Meine Schwester ist unglaublich "freundlich"!
Logisch, ihr gehts scheiße und sie will was von mir.
Ich hab all die Muster und Strategien durchschaut. 
Ich falle da nicht mehr drauf rein.
Und ich habe auch keine Hoffnung, dass sich da nochmal was verändert (z.B. wenn ich nur lieb genug bin und nicht immer so komisch, blöd, faul..beliebig erweiterbar, oder wenn ich ihr nur alles erkläre, was ich so in Thera und jahrelangem Selbststudium gelernt habe, z.B. was Sucht genauer: Alkoholismus, in Familien anrichtet.
Ich kann es mir sparen.
Heute abend, evtl. morgen früh werde ich noch eine Mail lesen (das könnte nochmal sehr schwierig werden)
und dann hat sich das wieder mit der Familie.

Es ist erschreckend, wie es mir nach nur 2 SMS von ihr geht.
*Suchtdruck (ich passe gut auf mich auf, bin da schon viel zu bewußt -hoffentlich- als dass ich wieder das qualmen anfange)
*ständige gedankliche Beschäftigung mit deren Chaos
*diffuses, verschwommenes Gefühl
*wenig Zugang zu mir selbst

JETZT spüre ich den Unterschied, wie es mir geht MIT solchen Menschen
und ohne.
Und das gibt mir die Klarheit für eine erneute Abgrenzung, ohne schlechtem Gewissen.
Ich will mein Leben leben! Mit all der Kraft und Freude und all den guten Sachen, die ich im letzten halben Jahr für mich erreicht habe.
Ich lass mir das nicht kaputt machen. Ganz aufrecht, in mir stimmig und mit fester Stimme kann ich das sagen. Weil es mir ernst ist. Sehr!

Ok, jetzt heißt es also wieder aufpassen, gut für mich sorgen.
Wie sieht das aus?
Mit einem Plan kann ich mich besser strukturieren und auf mich:

-Meiner Schwester eine Mail schreiben (Inhalt hab ich grob schon zusammen, es wird sehr sachlich bleiben, kurz und knapp)
- morgen Tafel, danach Hund
- nachmittags meiner Therapeutin eine Mail schreiben, die ist diese Woche nicht da, also mach ich für mich eine kleine schriftliche Stunde und um das Thema wieder  besser abzuschließen zu können
- mir was gutes tun, vielleicht in den Wald fahren, Schokoeis mit Obstsalat und viel Sahne, ganz bewußt die Energie und meine Gedanken wieder zu mir lenken. Ich kann meine Neffen nicht retten. Leider. 
- Donnerstag: da ja Thera ausfällt, werd ich trotzdem so früh wie möglich los fahren, aber nicht in die Praxis sondern an den See. Morgenlicht und die Ruhe genießen und natürlich schwimmen!!!!! Jucheeee!
Mittags mit dem Hund raus
Nachmittags evtl. einen Brief an mich oder über die Situation schreiben, in Zusammenhang mit inneren Anteilen arbeiten
Freitag: Bootsausflug *jucheeee* endlich mal wieder...
Was am Wochenende dann paßt, schau ich mal.

Ich freu mich schon auf das befreiende Gefühl, wenn ich wieder ganz bei mir bin. Ohne all die Verbote und abwertenden Stimmen, die ich schon wieder auftauchen.

Kommentare:

  1. Puh, das ist wirklich hart mit Deiner Schwester! Aber ich kenne das so gut, wie sehr einen die Familie runterziehen kann - und auch falsche Freunde, darüber gibts nachher in meinem Blog noch zu lesen...

    Wichtig ist dass Du das hier erkannt hast -

    Zitat:
    JETZT spüre ich den Unterschied, wie es mir geht MIT solchen Menschen und ohne.

    Ja, jetzt spürst Du das und das ist gut so! Denn dann kannst Du Dich, wann immer solche Menschen auf Dich zukommen und auf "lieb Freund" machen, an dieses miese Gefühl erinnern - und gegensteuern, bevor das Kind wieder in den Brunnen fallen kann!

    Hey, ich weiss, wie hart das ist, wenn man bei der eigenen Familie nur die Wahl hat, entweder abhauen oder mit untergehen... Und dass Du Dir Deine Erfolge nicht kaputt machen willst, das ist richtig und gut so! Du kannst so stolz auf Dich sein!

    Die Verbote und abwertenden Stimmen gehören zu Deiner Familie - wenn sie auftauchen, sag ihnen, sie sollen dorthin gehen, von wo sie gekommen sind.

    Lg
    Maja

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    1. Ja diese Wahl, ist wie Pest oder Cholera. Beides scheiße.
      Die Abwertungen/Verbote sind so fein und diffus dass ich sie kaum als "übernommen" sehen kann. Ich zweifle dann sofort.
      z.B. was bild ich mir eigentlich ein, über meine Schwester zu urteilen, ich steck ja nicht in ihrer Haut usw..
      aber das ist auch der Kopf, das Herz sagt ganz klar was Sache ist.
      Liebe Grüße

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  2. Ich will Dir nur kurz mitteilen, dass ich mitlese und -fühle, aber momentan nicht ausreichend Muße habe, um die richtigen Worte zu finden.

    Auch Deinen Kommentar in meinem Zweitblog habe ich gelesen und werde Dich demnächst dazu noch etwas fragen, aber auch dafür brauche ich etwas Ruhe. Ich hoffe bald!

    Das Leben dreht sich auf einmal so schnell und ich komme im Tempo nicht hinterher.

    Herzliche Grüße und baldige Besserung!

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  3. Danke Dir!
    Laß Dir ruhig Zeit. Hast ja geschrieben, dass diese Woche turbo wird.
    Vergiß nicht tief durch zu atmen!
    Und wegen dem Fahrrad: Ist halb so schlimm, auch mit der Kette. Ich war erstaunt wie leicht das geht. Das einzige: Merk dir gut wo was wie sein sollte! Spart Zeit und Nerven.
    Liebe Grüße

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