Dienstag, 31. Juli 2012

Ich will nicht

Ich will mich nur noch um mich kümmern.
Nur.
Um mich.
Eigentlich will ich mich auch nicht um den Hund kümmern, 
eigentlich ist mir auch der 6 Std-imMonat-Job zuviel,
eigentlich möcht ich einfach nur in einer schlichten Holzhütte hausen,
mich von einfachen Dingen ernähren
und mich wieder sammeln.

Dieses *will nicht* ruft alte Stimmen herbei:
Das geht nicht, das ist narzisstisch,schizoid, auf jeden Fall krank.
Das macht man nicht.
Das schlechte Gewissen ist auch da.
Und wie.

Aber wie oft habe ich das *will nicht* ignoriert?
So oft. Millionenfach.
Und wie sehr kümmern wir uns um unsere Wohnung, um unseren Job, um unseren Körper, aber um die Seele???

Ich konnte heute nicht zum wandern.
Zu viele Gefühle sind in mir, die angeschaut und geordnet werden wollen.
Ich will nicht vor diesem Auto stehen, dass mir so einen großen Schock bereitet hat und eventuell 3 Leuten sagen müssen: "Ich kann nicht fahren. Nicht mit diesem Auto."
Und 3 Leute stehen dann da, mit ihren Erwartungen und ihren vollen Rucksäcken, und all das will in die Berge.
Von den dreien fährt keiner Auto.
Ich kann und will diese ganze Verantwortung nicht mehr tragen.

Also sage ich ab, fahre zum See an dem ich alleine bin, aber nicht schwimmen kann, weil der zu kalt ist.
Egal, ich muss mich erstmal sortieren. Schreibe ins Tagebuch und lese ein wenig in *Herz öffnen, statt Kopf zerbrechen*.
Ich arbeite ein wenig nach der Methode.
Es tut gut. Mein Herz beruhigt sich, ich kann wieder mehr ausatmen, der Druck in den Ohren löst sich langsam.

Ich fahre weiter zum anderen See, in dem ich schwimmen kann.
Aber diese elendigen Schuldgefühle...

Zuhause finde ich einen Brief der Rentenversicherung.
Betreff: Wegfall der Rente auf Zeit.
Das war erstmal ein Schock, mir sausten 100 Kilo in den Magen, weil ich dachte die Rente fällt SOFORT weg.
Aber es geht darum, dass sie ja im Dezember ausläuft. Find ich gut, dass die sich so früh melden, ich hätt das erst im September gemacht.

Werde einen Weiterbewilligungsantrag stellen.
Hätt ich ja auch nicht gedacht.
Aber wenn ich mal realistisch bleibe: Eingliederung, Umschulung, Teilzeitjob?
Mir wird von den Wörtern schon schlecht...

Montag, 30. Juli 2012

Abschied

 Nun ist es also gesagt:
Meine Entscheidung die Montagsgruppe zu verlassen.
Vor 3 Jahren kam ich dort an: Ein zerfetztes Nervenbündel, das  kaum aushielt mit fremden Menschen in einem Raum zu sitzen. Still zu sitzen.
Was hab ich dort geheult. Aus Anspannung. Aus Angst.
Jeden Montag bin ich hin.
Nach wenigen Monaten fühlte ich mich dort so wohl, dass es für mich nicht die Angst-Selbsthilfegruppe war, sondern der Mädelsabend.
Wir waren nur Frauen und hatten einen wunderschönen Raum im 4-Sterne-Hotel!
Und manchmal gab's auch (alkoholfreie) Cocktails
und immer mehr zu lachen.
Ich fühlte mich wohl dort, sehr wohl.
Ich erzählte diesen Menschen mein Innerstes, obwohl ich sie am nächsten Tag auf der Straße/im Geschäft sah.
Also: Ich erzählte Leuten mein Innerstes, obwohl die so nah bei mir wohnten!
Früher besuchte ich nur Gruppen in der Großstadt. Schön anonym.
Aber ich bin ja auf dieser Welt um was zu lernen.

Heute also sagte ich Adieu.
Bis kurz vor der Stunde war ich mir meiner Entscheidung nicht sicher.
Bis ich mir sagte:
"Das ist nur die Angst vor der eigenen Entscheidung.
Ich tu jetzt einfach so, als ob ich darauf vertraue, dass sich neue Türen öffnen."
Außerdem kam die Angst hinzu mich nun vollends ins soziale Aus zu schießen.
Ist ja nicht so, dass ich es auch genossen habe, mal beim einkaufen Leute zu treffen, die ich kenne (auch wenn ich gerne von meiner Einsiedelei schwärme).
Wohnte ich früher wirklich so anonym?
JA!!!

Lieb haben sie reagiert, "meine Mädls".
Ich soll meinen Weg ruhig gehen.
Schön war es mit mir.
In Gedanken sind sie bei mir.
Und ich bin ja nicht aus der Welt.
Alle mussten sie mich drücken und meinten kichernd, da müsse ich jetzt durch auch wenn ich keine Nähe mag.
Ich meinte kichernd, dass das jetzt schon okay sei.
Und das war es auch!
Vielleicht hat es mehr Qualität, wenn ich mich mit der ein oder anderen mal alleine  treffe, Kaffee trinke und rede.

Mit zweien hab ich sogar Frieden geschlossen.
Für mich, ohne dass sie dies wußten.
Die eine die mich so oft so unsäglich nervte, kam auf mich zu. Nein sie war schon draußen und kam wieder zurück, um mir noch was zu sagen.
So egozentrisch wie sie immer tat, ist sie also nicht.
Und die andere, die mich ebenso nervte, weil sie immer meinte, dass man doch mit der Familie auskommen, ihnen verzeihen, mit ihnen reden müsse,
sagte doch glatt:
"Ja wahrscheinlich ist es das Beste, wenn du Abstand hältst, deine Familie ist besonders schwierig!"
Und es klang ehrlich. Sie verstand. (vielleicht weil ich innerlich losgelassen habe und mir vorgenommen habe, nix mehr zu erklären, damit sie mich versteht?!?!)

So und jetzt schau ich mal, ob ich noch ein wenig Schlaf bekomme.
Der Abschied, der Vollmond und die Aussicht morgen mit dem Auto zu fahren, dass mir im April quasi fast unterm Arsch zusammen brach, (siehe hier: http://regenfrau.blogspot.de/2012/04/acdc-oder-adac.html
 klingt jetzt wenig entspannend.

Sonntag, 29. Juli 2012

Gold!

Hiermit verleihe ich mir selbst eine Goldmedaille,
in der Disziplin: Abgrenzung!
Jetzt weiß ich wofür die Abgrenzungsmöglichkeiten der letzten Tage gedacht waren:
Als Übung für heute, für den absoluten Fall der Fälle!
Normalerweise geh ich nicht ans Telefon, wenn im Display "unbekannt" steht.
Aber bevor mein Hirn denken konnte: Paß auf! Gerade jetzt, da doch Familienkontakt bestand!
Sagte ich schon "Hallo?"
Und hörte mit Staunen den Freund meiner Schwester.
Er wolle mal über alles reden, hallo sagen und so.
Ich wurde schweigsam. Atmete tief durch, blieb ruhig.
Er fing an zu labern. Ich sagte immer öfter nein, ich möchte darüber nicht reden, all das geht nur meine Schwester und meine Eltern was an ect.
Alles kurz, knapp, sachlich und höflich. Keine Emotionen! Keine Angriffspunkte! Von mir reden!
Ihn interessierte das kaum, sondern legte noch nach, ob wir uns mal sehen wollen.
??!!
Irgendwann wiederholte ich nochmal in aller Deutlichkeit und fester Stimme (ich!) das ich nichts davon hören will (von meiner Schwester, den Kids "mit denen ist es ja ganz schwierig"! Dem Vater der Kinder, der ja...usw.).
Das ich jetzt das Gespräch beenden möchte und auflegen werde.
Tschüß.
Und aus!
Hammer.
Kurz war ich davor ihm zu sagen wie es mir geht.
Eine gut gestellte Falle von ihm.
Aber ich kenne solche Menschen wie ihn zu gut und erst recht als Mann.
Alles schon durch.
Ich habe gelernt. Soviel. Und jetzt hilft es mir.
Erstaunlich: Ich hadere NICHT mit mir, ob es vielleicht doch was gebracht hätte, ob ich vielleicht nicht doch....
Aber ich kann meiner Wahrnehmung trauen. Und diese sagte mir, als ich den Typ das erste Mal sah: Weg! Bloß weg!
Viel zu schleimig, viel zu nett, viel zu freundlich. Aber alles nur Oberfläche, alles nur Maske. So freundlich wie sein Vater, dem aber das ewige Masken tragen zu blöd wurde und seine Frau erschlug.Nun wohnt er, frisch aus dem Knast entlassen bei seinem Sohn und da dieser mit meiner Schwester zusammen wohnt, auch bei dieser.
Aus. Äpfel. Amen. Ich will damit nix zu tun haben!
Und Ihr liebe Leser, habt mich darin   bestärkt, dass ich dort keinen retten kann. Ich müsste so viele Menschen verändern, ein ganzes System, das seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnte schon läuft!
Ein ganz großes Danke an alle Kommentatoren der letzten Posts!

Das Beste kam wie immer am Schluß:
Er:" Ich hab deine Nummer aus dem Handy deiner Schwester. Bitte behandle das vertraulich und sage ihr das nicht. Sie weiß nichts davon, dass ich mit dir reden will!"
Ich: "Klar, DU erzählst MIR was von Vertrauen? *kurzes hysterisches lachen*"
Ich weiß noch nicht ob ich es ihr erzähle, aber wahrscheinlich liest er auch ihre Mails und ich möchte doch wieder mehr Abstand gewinnen und aus den Verstrickungen aussteigen.

Auf alle Fälle hab ich mir gerade wahrscheinlich meinen Seelenfrieden der nächsten Tage gerettet.

Ich bin erstaunt und sehr froh!

Sonnenfreier Sonntag

Es schüttet und prasselt nur so vom heiligen Himmel. Herrlich.
Ich kann alle Türen und Fenster sperrangelweit offen lassen, ohne vom Baulärm taub zu werden.

Dafür plagt mich nun was anderes:
Knieschmerzen. Alle beide! Schon vor Wochen fing es leicht an, inzwischen dauern diese ununterbrochen an, außer das Knie ist  lang genug in Ruhe.
Also guugelte ich mal (nur so rein aus Spaß natürlich) was denn Knieprobleme auf "psychosomatisch" heißt.
Was ich da las, war nicht nett.
Stures Ego, mangelnde Flexibilität, verlorene Vergebungsfähigkeit, zu stolz sich zu beugen.
Dann natürlich die Ängstlichkeit: Vor Angst schlottern einem die Knie, die Knie werden weich. Aber meine Angst ist derzeit weniger stark, als sonst ?!
Also beides paßt nicht so. Na gut, dachte ich, bleib ich bei meiner Theorie: Ich gehe zu schlampig und zu hastig mit dem Hund. Und da die Knie die Stoßdämpfer des Körpers sind, sind die ordentlich überlastet und melden sich in Form von Schmerzen.
Ich schaute noch ein wenig weiter.
Und kam auf das Wurzelchakra. Ich fand das bis jetzt ja immer ausgemachten Blödsinn, aber was ich da las, ließ mich doch staunen:
Dies Wurzelchakra steht für Lebensfreude und fest im Leben stehen.
Ein schwaches Chakra zeigt sich in:
Schmerzen im Kreuz und im Knie (!), Orientierungslosigkeit, wenig Verwurzelung (wo komm ich her?) Verstopfung, Probleme mit den Nebennieren, Ischiasnerv. Volltreffer! All das kenn ich. Zu gut. Vor allem die Nebennieren kommen nächsten Monat unter die Lupe. Darf man selber zahlen. Juhu.
Um das Wurzelchakra zu stärken hilft die Farbe rot, (Sonnenauf/untergänge)- erstaunlich ich sitze sehr gerne und viel auf meinem roten Bodenkissen!, Beckenbodengymnastik, die Vorstellung Energie aus der Erde über dieses Chakra zu ziehen, bewußtes gehen (!) und wenn man Daumen und Zeigefinger der gleichen Hand aneinander drückt, viel Kontakt mit der puren Erde/Natur.

Und dann fällt mir noch ein:
Den Lebensweg gehen.
Und: Etwas nicht mehr ausstehen können
Oder: was trägt nicht mehr? Alte Überzeugungen?
Das paßt, finde ich .
Kurz vorm einschlafen fällt mir ein, dass ja auch beim Kühlschrank die Stützen, also die Beine nachgegeben haben und eingeknickt sind!
Mir wird heiß...
Trage ich zu viel Last?

Samstag, 28. Juli 2012

Im Fluß bleiben

Es ist so spannend, was derzeit alles passiert.
In mir. Nicht im Außen.
Ich bin so gut mit meiner inneren Stimme verbunden, dass das Leben oft leicht ist und Spaß macht. Etwas was ich jahrelang vermisst habe.
Ich lebe mehr im Gefühl, als im Verstand.

Die "Feder" läßt mich weiter nicht los.
Überall sehe ich Vogelfedern. Nicht nur am See, wo es logisch ist, da ja dort viele Wasservögel leben. Nein auch mitten im Wohngebiet finde ich sehr große, ganz schwarze, wunderschöne Federn oder kleine weiße.
Ich  sah mir an was mir zum Thema Federn einfiel. Schrieb alles auf, was mir so in den Sinn kam, ohne groß auszusortieren oder nachzudenken.
Das was am größten Resonanz in mir findet, ist dies:
Vogelfrei, leicht, ohne Ballast.
Das Thema "materieller Überfluß" verfolgt mich ebenso. Wie passend. Ist ja das Gegenstück zur Feder.
All die Gegenstände um mich herum belasten mich. Wollen Aufmerksamkeit. Ziehen Energie.
Mir kommt die Idee, all das was mir derzeit zuviel ist, in den Keller zu bringen. Und dann beobachte ich einfach, wie es mir damit geht. Dazu bräuchte ich einen Umzugskarton.
Den fand ich heute morgen bei meiner Radrunde am Wertstoffhof. 
Es gibt höhere Mächte.

Was ich an materiellem Zeug zuviel habe, habe ich derzeit an Geld zu wenig (gefühlt). Ich bin im Mangeldenken. Will mehr haben. Habe aber alles was ich brauche. Vielleicht fehlt mir was anderes.
Eigentlich müßte ich ja mehr Geld haben: durch die Unterstützung der Tafel, dadurch dass ich nicht mehr rauche und die kleine Vergütung fürs Gassi gehen. Viel mehr gebe ich auch nicht aus. Irgendwie seltsam.

Apropo Umzug: Die neuen Häuser die direkt nebenan gebaut werden, werden immer größer. Sie sind sehr nah. Ich fühle mich sehr eingeengt. Wenn dort alles fertig  und bewohnt ist, sehen diese Leute direkt auf meinen Balkon. Das ist mir unangenehm. Ich möchte ungestört sein. Auch die Klärung mit den anderen Nachbarn hielt nur kurzzeitig. Sie nerven mich sehr. Von der ewigen Nörglerin unten ganz zu schweigen.

Ich beschließe innerhalb eines Jahres umzuziehen. Wahrscheinlich nächstes Frühjahr. Die Zeit hier ist vorbei. Die Wohnung ist zwar sehr schön und ich tue mich noch schwer loszulassen, aber ich habe ja noch Zeit. Ich phantasiere wie meine neue Bleibe im groben aussehen soll, was ich an Ausstattung brauche, in welcher Gegend die sein soll.
Sofort kommt wieder ein altes Verbot: Das darf ich nicht, das ist viel zu perfekt, mir darf es nicht gut gehen...
Wenn ich diese Sperre schon in Gedanken habe, wird es schwer sein mir meine Wünsche bezüglich Wohnung zu erfüllen.
Ich arbeite mit dem Gedanken, dass ich es darf: Mich wohl fühlen, mir meine passende Wohnung/Umgebung wünschen.
Ich werde mir demnächst eine Gegend ansehen, die mir gefällt. Vielleicht finde ich ein schwarzes Brett mit Anzeigen oder passende Menschen...wer weiß.
Ich vertraue und schaue und mache einfach einen Schritt nach dem anderen.

Gestern im Boot weit draußen auf dem See:
Mir fällt ein, dass ich meine Wertsachen nicht im Auto ließ, sondern dass die nun im Rucksack am Ufer liegen, samt Handtuch und Klamotten. Wenn jemand merkt, dass diese Sachen länger unbeaufsichtigt sind, könnte er sich dran bedienen, oder gleich den Rucksack nehmen und abhauen.
Ich verspanne mich sehr, die Laune sinkt gen Null, ich werde ärgerlich: warum hab ich nicht dran gedacht, ich war wieder nicht perfekt...
ich werde nervös und ungeduldig, vom entspannten sich treiben lassen ist nichts mehr zu spüren. Ich schaue zum Platz. Kein Mensch dort. Ich stelle mir vor, wie das wäre, wenn meine Sachen weg wären: Unangenehm, ärgerlich, aber jetzt kein Weltuntergang. Wenn es so sein soll, dann kann ich mir immer noch Sorgen machen. JETZT will ich aber genießen und wieder entspannen.
Ich stelle mir vor, wie ich Licht und Schutz zu unserem Liegeplatz schicke.
Dann vertraue ich und lasse los.
Als wir wieder zurück kommen, ist alles noch da. Zumindest bei mir. 
Dem best friend fehlen 20 Euro.
Ich staune. Sehr.

Freitag, 27. Juli 2012

Hey Du!

Ich finde im Moment jede zwischenmenschliche Interaktion dermaßen anstrengend, dass ich sie einfach meide.

Also ich meine real reden, telefonieren, sehen.
Wär ich eine 1a Esoterikerin, würd ich sagen: All meine Chakren sind himmelweit geöffnet und jeder kann sich an meiner Energie bedienen.
So fühlt es sich an: Ich habe nur noch Kraft für mich.

Ich bin soviel am spüren und heraus finden, was ich will und was nicht!
Das ist gut, das ist toll, ich bin begeistert, das endlich tun zu dürfen!!!
Aber ich kann das noch schlecht den anderen vermitteln:
Das möchte ich nicht, da will ich noch hin..usw.
Was im Moment gar nicht geht:
Diese Signale, die ich spüre zu übergehen!
Ich kann nicht mehr lächelnd meiner Nachbarin zuhören, die mir zum 100.Mal ihren Scheiß erzählt!
Nein, ich hab die Schnauze voll. 
Das ist jetzt ne Zwickmühle: Ich kann ihr noch nicht sagen:
"Hör mal zu, ich bin nicht dein Mülleimer himmelarschundzwirn!"
Ich kann aber auch nicht mehr weitermachen wie immer.
Daher meide ich erstmal Menschen.

Und es geht mir bestens damit! Weil ich endlich zu mir stehe, mit meinem Wunsch, sooft als möglich allein zu sein.

So.
Heute war ich aber unter Menschen.
Alljährlicher Bootsausflug mit best friend. Herrlich war es!
Aber auf der Heimfahrt: Neben mir eine Frau mit riesen Rucksack, aus der sowas wie eine Isomatte ragt. Die sich genau in meinen Oberarm bohrt.
Super. Schweigen geht nicht mehr und was sagen? Ach...
(je länger ich überlege, desto schwieriger wirds ja).
Nach 2 Haltestellen wurd es mir dann doch zu blöd.
Schaute sie an und wies sie auf die Matte hin.
Sie entschuldigte sich mehrmals, hat sie nicht mitgekriegt..ect.
Sache gegessen. Ich hatte wieder Freiraum.
Braucht halt noch viel Aufwand.

Da dachte sich der liebe Gott: "Hej das kann die gut, das darf die gleich nochmal machen!"
Toll.
Ein schwules Pärchen sitzt mir gegenüber. Der Blumenstrauß wird oben auf die Gepäckablage gelegt. Ich beobachte sie ein wenig, weil ich sie goldig finde. Fahren wohl zu einem Geburtstag. Hübsch haben sie sich gemacht. Der kleinere Mann möchte einen anderen Sitzplatz. Im Schatten . Also, stehen beide auf und...
gehen weg.
Ich schau hoch und da liegt er noch, der Blumenstrauß.
Also brülle ich los (gut, dass ich dem Hund schon öfter nachgeschrien hab, sonst wär womöglich nur ein quietschen draus geworden und DAS wär dann wirklich peinlich): IHRE BLUMEN! HALLO!
*schwupp* Mann drehte um, schnappte sich das Gestrüpp  und bedankte sich mehrmals und überschwänglich
und ich hatte wieder Freiraum
und einen roten Kopf, der nicht vom Sonnenbrand kam.

Herrlich solche Übungen für Sozialphobiker...
*hmpf*


Donnerstag, 26. Juli 2012

Weiter geht's

Gestern war also viel Schmerz da.
Das war in Ordnung, ich hab den einfach gelassen und wurde irgendwann sehr sehr ruhig. Wunderte mich etwas. Denn normalerweise gehn mir solch Familienangelegenheiten dermaßen an die Knochen bzw. Nerven, dass ich völlig neben mir stehe.
Aber wahrscheinlich hab ich schon genug gelernt.
Hab das ja ewig mit Muttern und Vatern durch gemacht. 
Vor meiner Blog-Zeit.
Und ich muss das Gefühl nicht mehr unterdrücken mit Kippen und Alk.

Heute ist viel Wut da. Über so viel Dämlichkeit. Dass die wirklich glaubt, dass der Sohnemann sein falsches Bild über seinen Vater verliert, wenn er ihn tagtäglich erlebt und nicht nur in den Ferien (vor paar Jahren war die Scheidung).
Logisch wird ein vorpubertäres Kind sagen: "Stimmt, mein Vater ist echt ein Depp."
Kinder dürfen die Wahrheit nicht sehen, das würde die pure Existenzangst auf den Plan rufen, es braucht die Eltern für Wohnung, Nahrung, Liebe.
Dass selbst Gutachter, Anwälte und das Jugendamt diesen Mist glauben und ihn alle brav ins offene Messer zu Vatern laufen lassen, ist einfach zum .......
Ein Mann der glaubt, dass man Kinder (und erst recht Jungs) abhärten müsse.
Der lieber vorm Pc hockt und spielt bis die Konsole raucht und nachts arbeiten geht. Kinder versorgen? Schaffen die auch allein.
Uuuuuuaaahhhhhh.....

Die Antwort meiner Schwester war fast friedlich. Für ihre Verhältnisse. Aber da habe ich ja schon vorgesorgt, indem ich wenige Angriffspunkte zeigte. Ich kenn sie ja lang genug. Bissig wurde sie trotzdem, vom "ach-so-freundlichen-Ton" war nix mehr zu spüren.
Ich weiß man sollte mit solchen Leuten nicht streiten oder diskutieren.
Ein wenig muss ich es noch tun.

Dass das Thema emotionaler Mißbrauch/Vernachlässigung/psy. Gewalt immer mehr ins öffentliche Blickfeld gerät, gefällt mir sehr gut.
Auch diese Webseite:
http://www.narzissmus.org/gaslighting.php
Diese Infos dort gelten natürlich für alle  anderen narzisstisch kranke Menschen auch, dass aber gerade Mütter genannt werden, finde ich wichtig. Weil noch viel zu viele glauben, dass es nur heilige Mütter gibt und dass jede Mutter ihr Kind bis zum abwinken liebt.

Ja, mich um meine Mitte kümmern. Hab ich heut getan: Um halb 6 aufs Radl, 10km gefahren, in den See gehüpft (joa war schon ein wenig kalt, aber genial) 10 min. geschwommen, der aufgehenden Sonne entgegen.
Das tat gut.

Und jetzt geh ich eine Frau verabschieden, die ich bei der Tafel kennen lernte und die mir sehr ans Herz wuchs. Ich mochte ihre herzliche, mütterliche, temperamentvolle Art. Typisch Südländerin :) Ich mochte sogar ihre Umarmungen und Drückerlis :-)
Jetzt geht sie zurück zu ihren Kindern. Es wurde ein Gehirntumor bei ihr gefunden und da man nicht weiß, wie sich das entwickelt, möchte sie bei ihren Liebsten sein.
Das verstehe ich, werde aber auch mit einem weinenden Auge ihr hinterher winken...

Mittwoch, 25. Juli 2012

Wiederholung

Auch wenn ich es schon verkündet habe:
Ich fühle mich schlecht.
Wie im Nebel.
Wie in einen Topf voll Kleister.
Alles diffus, alles zäh.
Ich hab Hunger und kann nix essen,
bin müde und kann doch nicht schlafen.
Wo ist die Vorspultaste?

Wie geht es eigentlich anderen Mitlesenden,
die keinen Kontakt zur Familie haben,
aber doch zu einigen Mitgliedern (z.B. Kindern) gern Kontakt hätten,
bzw. dem daraus resultierenden Schmerz, diese nicht aus dem Chaos retten zu können.

Die Mail die kam, hatte mich zum Glück nicht so getriggert wie befürchtet.
Oder ich spüre es im Moment nicht so.
Trotzdem ist es schlimm zu lesen, was diese Kinder erleben.
Jugendamt ist involviert. Aber anscheinend sitzend da genau solche Dumpfbacken, die da nicht hingehören.
Jetzt ist der eine zwar nicht mehr bei der Mutter,
sondern beim Vater. Und ohne Bruder.
Ist wie vom Regen in die Traufe.

Dienstag, 24. Juli 2012

Das alte Gift

Meine Schwester ist unglaublich "freundlich"!
Logisch, ihr gehts scheiße und sie will was von mir.
Ich hab all die Muster und Strategien durchschaut. 
Ich falle da nicht mehr drauf rein.
Und ich habe auch keine Hoffnung, dass sich da nochmal was verändert (z.B. wenn ich nur lieb genug bin und nicht immer so komisch, blöd, faul..beliebig erweiterbar, oder wenn ich ihr nur alles erkläre, was ich so in Thera und jahrelangem Selbststudium gelernt habe, z.B. was Sucht genauer: Alkoholismus, in Familien anrichtet.
Ich kann es mir sparen.
Heute abend, evtl. morgen früh werde ich noch eine Mail lesen (das könnte nochmal sehr schwierig werden)
und dann hat sich das wieder mit der Familie.

Es ist erschreckend, wie es mir nach nur 2 SMS von ihr geht.
*Suchtdruck (ich passe gut auf mich auf, bin da schon viel zu bewußt -hoffentlich- als dass ich wieder das qualmen anfange)
*ständige gedankliche Beschäftigung mit deren Chaos
*diffuses, verschwommenes Gefühl
*wenig Zugang zu mir selbst

JETZT spüre ich den Unterschied, wie es mir geht MIT solchen Menschen
und ohne.
Und das gibt mir die Klarheit für eine erneute Abgrenzung, ohne schlechtem Gewissen.
Ich will mein Leben leben! Mit all der Kraft und Freude und all den guten Sachen, die ich im letzten halben Jahr für mich erreicht habe.
Ich lass mir das nicht kaputt machen. Ganz aufrecht, in mir stimmig und mit fester Stimme kann ich das sagen. Weil es mir ernst ist. Sehr!

Ok, jetzt heißt es also wieder aufpassen, gut für mich sorgen.
Wie sieht das aus?
Mit einem Plan kann ich mich besser strukturieren und auf mich:

-Meiner Schwester eine Mail schreiben (Inhalt hab ich grob schon zusammen, es wird sehr sachlich bleiben, kurz und knapp)
- morgen Tafel, danach Hund
- nachmittags meiner Therapeutin eine Mail schreiben, die ist diese Woche nicht da, also mach ich für mich eine kleine schriftliche Stunde und um das Thema wieder  besser abzuschließen zu können
- mir was gutes tun, vielleicht in den Wald fahren, Schokoeis mit Obstsalat und viel Sahne, ganz bewußt die Energie und meine Gedanken wieder zu mir lenken. Ich kann meine Neffen nicht retten. Leider. 
- Donnerstag: da ja Thera ausfällt, werd ich trotzdem so früh wie möglich los fahren, aber nicht in die Praxis sondern an den See. Morgenlicht und die Ruhe genießen und natürlich schwimmen!!!!! Jucheeee!
Mittags mit dem Hund raus
Nachmittags evtl. einen Brief an mich oder über die Situation schreiben, in Zusammenhang mit inneren Anteilen arbeiten
Freitag: Bootsausflug *jucheeee* endlich mal wieder...
Was am Wochenende dann paßt, schau ich mal.

Ich freu mich schon auf das befreiende Gefühl, wenn ich wieder ganz bei mir bin. Ohne all die Verbote und abwertenden Stimmen, die ich schon wieder auftauchen.

Montag, 23. Juli 2012

Blicke


 Blick aus dem Fenster: Der Ahornbaum wird hellgrün gemischt mit dunkelorange/hellbraun. Der wird doch nicht schon...es ist Juli! Obwohl ich ja den Herbst sehr mag, aber dann wenn er dran ist!
Blick in den Kühlschrank: Die Milch ist leer. Ohne Kaffe im Blut aus dem Haus gehen? Morgengrauen macht sich breit...
Blick in Briefkasten: Toll, bei meinem Konto ändert sich einiges, z.B. dass es teurer wird. Wollte vor kurzem eh schon mal die Bank wechseln, es paßte noch nicht so ganz, jetzt fühlt es sich stimmig an. Ich spar mir die 60 Euro im Jahr lieber. 
 Blick in die Playlist: Tango! Am Montagmorgen! Geil! Die Laune hebt sich doch etwas.

Blick ins Portemonnaie: Kein Kommentar!
Blick auf Notizzettel: Liest hier irgendwer aus Berlin mit? Suche jemanden, der mir einen kleinen Gefallen tun möchte.
Blick nach vorne: wieder viel zu viel vorgenommen, allein beim Anblick meiner to-do-Liste wird mir schlecht...
Blick zurück: ich glaube ich braucht erst was Neues, um das Alte (die Montagsgruppe) verlassen zu können.                                                            

Sonntag, 22. Juli 2012

Sonntagsbeschäftigung

Nehmt eine Zeitung.
Nehmt Scheren.
Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge,
die ihr eurem Gedicht zu geben beabsichtigt.
Schneidet den Artikel aus.
Schneidet dann sorgfältig jedes Wort dieses Artikels aus und gebt sie in eine Tüte.
Schüttelt leicht.
Nehmt dann einen Schnipsel nach dem anderen heraus.
Schreibt gewissenhaft ab
in der Reihenfolge, in der sie aus der Tüte gekommen sind.
Das Gedicht wird euch ähneln.
Und damit seid ihr ein unendlich origineller Schriftsteller
mit einer charmanten, wenn auch von den Leuten unverstandenen Sensibilität.
Von: Tristan Tzara
Leicht abgeänderte Form:
Laßt Wörter ausschneiden -so dass ihr diese noch nicht kennt-,alle Wörter werden in einem Beutel gesammelt, fangt an eine Geschichte zu schreiben, zieht ein Wort, dies muss so bald als möglich in deinem Text vorkommen, schreibt immer weiter, bis alle Wörter aufgebraucht sind.
Kann man natürlich auch mündlich machen, am besten vor Publikum und mit besondern herausfordernden Wörtern! :-)
Oder wie wär's mit singen?



http://www.sein.de/archiv/2012/juli-2012/mach-ein-lied-draus.html

Samstag, 21. Juli 2012

No Drama

Am Donnerstag noch in der Therapie:
Das es am allerschwersten ist, den Kontakt zu mir selbst zu halten, wenn ich mit meiner Familie in Kontakt bin.
Da geht das überhaupt nicht.
Da bin ich nur beim anderen und "versorge" den.

Um also erstmal sattelfest zu werden, beim Thema *Kontakt zu mir selbst aufbauen, Bedürfnisse, Gefühle wahrnehmen* gibt es keinen Kontakt zur Familie.
Satz der Therapeutin:" Warum sollten Sie, völlig überflüssigerweise riskieren, sich etwas zu zerstören, was Sie sich gerade aufbauen?"
Jepp! Ja! Recht hat sie!
Aber Kontakt zu meinen Neffen möchte ich wieder haben.
Da diese noch sehr jung sind, ist wohl ein kurzzeitiger Kontakt mit meiner Schwester unumgänglich.
Diesen stellte ich gestern her. Per SMS.
Ihre Antwort (u.a.): "...es gehe gar nicht gut...ob wir mal telefonieren wollen?"
Was hätte Regenfrau fast getan? S-o-f-o-r-t angerufen, bzw. zurück geschrieben: --bin das We meist daheim--
Das wäre fatal gewesen. Zum einen: ins alte Muster rutschen: Oh gott was ist da los? Panik. ICH muss die jetzt alle retten. Wem gehts schlecht? Ihr? Den Kids? Krankheit? Abtreibung? Verlust der Wohnung?...Blinder Aktionismus. Kein gespür für mich: Will ich mit ihr reden?
Zum anderen: ICH möchte bestimmen wann ich mit ihr (wenn überhaupt) telefoniere. Und nicht warten, bis sie anruft.

Ich bin froh, dass ich mir erst einen Tee gemacht habe, eine Karte fertig gebastelt habe und dabei überlegt, was ich nun tue.
Einen Scheißdreck werd ich machen. So! 
Zumindest was sie direkt betrifft. 

Zur Erinnerung, wie sehr meine Schwester immer für mich da war:
- Ich wurde 2 Tage von der Polizei gesucht.
Komme sturzbetrunken in der 2.Nacht nach hause.
Da sitzt meine Schwester.
Sieht mich, steht auf, sagt noch: "Na jetzt biste ja wieder da."
Und geht!
Völlig egal, dass ich in einem absolut desolaten (nicht nur wegen Alk) Zustand war!

- Ich sage ihr einen geplanten Discobesuch ab.
Ihre eiskalte Antwort." Du faule Sau!"
- ich hab mir immer all ihren Scheiß angehört, ihr beim Umzug geholfen (bei dem sie null vorbereitet hatte), Auto und Geld geliehen, ich wär sogar sofort (!) mit ihr und ihren Kids zusammen gezogen, als sie erfahren hatte, dass ihr Mann fremd ging und sie die Scheidung einreichte. Ich wollte nicht, dass meine Neffen mit einer alleinerziehenden, überforderten Mutter aufwuchsen, aber am allermeisten tat mir meine Schwester leid, in dieser Situation.

Sie hatte immer nur Beleidigungen und Demütigungen der schlimmsten Art für mich übrig.
Ich werde ihr jetzt nicht helfen.
Ich werde mir nix mehr kaputt machen lassen.
Da muss sie schon selber ran und Dinge verändern.

Noch dazu, da ich heute nacht von meinem Schulschwarm träumte.
Und immer, wenn der auftaucht, kann ich ablesen, wie gut ich mit mir selbst umgehe:
Heute nacht war er mir sehr zugetan.

Freitag, 20. Juli 2012

Wo-chen-e-n-d-e

Ja auch wenn ich eh immer "frei" habe, freue ich mich auch aufs Wochenende.
Zumal dann endlich für 1,5 Tage hier himmlische Ruhe einkehrt, vorausgesetzt es fangen nicht wieder 5 Leute an zu bohren, zu grillen, zu sägen....
Angesagt hat er Regen. Und das paßt mir sehr gut. Ich brauch Schneckenhaus, nix reden, nirgends wohin müssen, einfach werkeln und in den Tag hinein leben und basteln. Endlich hab ich alles zusammen. Für eine Zeitung. Jepp, eine selbstgemachte für meine Neffen :-)

Und sonst so?
Ich seh zurzeit überall Federn. Große, kleine, nasse, ganz schöne.
Normalerweise glaub ich ja nicht an solche Zeichen.
Aber etwas Leichtigkeit und *take it easy* ist ja auch nicht verkehrt....

Mir passierte sowas ähnliches wie Rostkopp :
Nur, dass mein PC-mann hochrot wurde.
Er lud etwas runter und im Downloadmanagerfenster war eine Liste was so in letzter Zeit alles runtergeladen wurde.
Und da stand "lesbisches Paar" und "Waldeslust" ...*hihihi*
Daweil war das gaaaaaanz harmlos. Ich suchte nach Diane Torr und ihrem Workshop -man for a day- bzw. nach dem Film !

Gestern büxte der Hund aus.
Just in dem Moment, als ein riesen Traktor um die Ecke bog und auf den Hund zuraste.
Natürlich lief er ohne Leine, weil er 100x davor super folgte und beim 101.Mal eben nicht.
Zum Glück war es ein netter Bauer. Fuhr ganz langsam. Ausweichen konnt er mit dem riesen Ding ja nicht. Ich stand in der Wiese, weil ich nicht Matsch werden wollte.
Na da hatte der Bauer zumindest was zu lachen. So wie der mich angrinste.
Jaahaaa, immer toll sowas, mit Publikum, wenn Hund/Kind nicht folgt. *hmpf*

So und jetzt Mittagsschlaf.
Mir fallen die Augen zu.
Ich weiß gar nicht mehr, wie das ist: 10 Stunden am Stück wach und fit zu sein.
Schrecklich....

Donnerstag, 19. Juli 2012

High Energy

Die Sache ist klar:
Ich bin aus der Gruppe heraus gewachsen.
Für mich ist was Neues dran.
Was ganz Neues.
Seit 6 Jahren geh ich mal mehr mal weniger regelmäßig in Selbsthilfegruppen.
Sei es über Depression, Angehörige/Kinder von Alkoholikern und nun als letzte die Angstgruppe.
6 Jahre Stuhlkreis. :-)
Ich möchte schon lange vom Kopf weg, mehr ins Fühlen/Spüren/Wahrnehmen kommen.
Das geht bei reinen Gesprächen nun einmal schlecht.
Ich will mehr Spaß, mehr Freude, mehr Lebenslust,
als immer über das, was nicht geht, zu lamentieren.
Deswegen werde ich tanzen.
Nicht irgendein Tanz. Ein spezieller Tanz. Mein Tanz.
In einem Haus, die verschiedene Möglichkeiten anbieten,
vom freien Tanz bis hin zu verschiedenen Workshops, aber immer geht es um Bewegung.
Dort wird das seelische gefördert, gern gesehen, die Einheit Körper-Geist-Seele steht im Vordergrund (und solange mich keiner ungefragt anfasst, ist ja alles gut)...
Also mehr als ein normaler Tanzkurs.
Und ganz nebenbei fand ich noch zwei weitere Möglichkeiten, die mich auf den ersten Blick ansprechen. Das eine ist eine geführte Morgenmeditation hier ganz in der Nähe und das andere eine Gruppe für Gefühlstraining (was auch immer das sein mag).
Werde dort morgen anrufen.

Das fühlt sich sehr gut an. So stimmig. So gut.
Somit werde ich mich Ende Juli von der Angstgruppe verabschieden. 
Danach ist dort eh Sommerpause und somit ein gutes Ende, wie ich finde.
Wie die Verabschiedung aussehen soll, überlege ich noch...

In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
und ich freu mich gerade total :-)

Vorauseilender Gehorsam

Nennt sich das Ding mit dem ich mich seit...also mindestens....wenn nicht länger...herum schlage.
Was das ist?
Man besitze sehr feinen Antennen für die Bedürfnisse der anderen und lasse die ständig  laufen. Stand-by, sozusagen.
Wenn du ein Bedürfnis des anderen erwischt hast, befriedige es sofort!
Ohne Wenn und Aber.
Ohne auf die eigene Befindlichkeitslage zu achten oder gar darauf,
ob der andere erwachsene (!) Mensch das a) überhaupt will (naja meistens schon) und b) ob er nicht selbst dafür sorgen kann ( meistens ebenso der Fall).
Mal ehrlich, wenn um mich jemand so herum schwenzelt bin ich ganz schnell, ganz sehr dolle  genervt und suche auch schnell das Weite.

Wenn du das Bedürfnis erkennst, es aber nicht befriedigst (aus diversen Gründen) bekomme ein riesengroßes schlechtes Gewissen, weil du ein so unglaublich schlechter Mensch bist!!!!!!!!!

Das ist grad Thema in der Therapie. 
Und ein sehr ernstes, ich musste es nur erstmal etwas flappsig formulieren.
Das ist ein Muster, das mir quasi eingefräst wurde. Und ich in regelrechte Ausnahmezustände gerate (hysterisches weinen mit totaler Verkrampfung des Körpers) wenn ich etwas anderes mache, z.B. mein Bedürfnis erfüllen.
Nun sortierten wir ein wenig: Bei welchen Menschen das ganz massiv auftritt, oder in welchen Situationen.

Wenn diese innere Abgrenzung besser sitzt ist auch Kontakt zu anderen Menschen nicht mehr so extrem anstrengend.
Etwas wollen, etwas dürfen, nein sagen, widersprechen, neue Vorschläge machen, überhaupt erstmal fühlen was ich will (wobei das schon immer leichter und besser funktioniert)...
das ist für mich, wie eine neue Sprache lernen.

Und es macht Spaß!
Mir!
Den anderen natürlich weniger, weil es sehr bequem ist, wenn man alles bekommt, ohne darum zu fragen.


Dienstag, 17. Juli 2012

So oder anders...

Es ist weiter spannend,
diese Reise zu mir selbst.
Ich bin gespannt wie es weiter geht und wo ich einmal landen werde!

Das reine schwarz/weiß-denken ist immer weniger präsent.
Ich war unglücklich, wegen einem Termin.
Erst sah ich nur 2 Möglichkeiten (altes Muster!)
- Termin absagen und somit auch das Gute bzw. die Lösung eines Problems
- Termin behalten und irgendwie durchquälen, weil er eben notwendig ist.
Aber es gibt doch noch etwas...mehrere Möglichkeiten.
Beim radeln heute morgen überlegte ich, was genau mich an dem Termin so streßt. Als ich das raus gefunden  und mir erlaubt habe, das eben auszulassen, ging es mir wunderbar. Ich freue mich sogar auf diesen Termin! :-)
(leider kann ich nicht genauer schildern, um was es geht).

Genauso ist es mit der Gruppe:
So wie sie jetzt ist, gefällt sie mir nicht mehr. 
Scheinbar gibt es 2 Möglichkeiten:
- Dabei bleiben und irgendwie mitspielen/durchhalten (und immer frustrierter werden und auf die blöden Menschen schimpfen, meine Zeit vergeuden usw.)
- weggehen, neue Gruppe suchen (alles wieder von vorne, was ich auch nicht mag)
Auch hier gibt es viel mehr Möglichkeiten!
Eine davon sprach ich gestern an:
Dass wir uns einen kompetenten Gruppenleiter ins Boot holen. Die Möglichkeit besteht, über die Selbsthilfegruppen in München.
Ich konnte das sehr klar, offen, sachlich, ruhig ansprechen. Ja erwachsen.
Mir ist diese Gruppe und diese Menschen wichtig. Ich mag die (manchmal *g*). Ich möchte das nicht aufgeben.
Anfangs wurde ich nicht verstanden, dann kamen wir fast vom Thema ab, ich konnte den Faden in der Hand halten und darauf bestehen, bis man mich verstand und wir einen weiteren Schritt vereinbart hatten:
Ich frage nach, wo und wie man zu so einem Leiter kommt, was das kosten würde usw.
Und stelle erstaunt fest: Solch organisatorische Sachen liebe ich! Suche die passenden Telefonnummer,  schreibe Mails, kümmere mich mit vollem Einsatz und Herzblut darum!

Sollte das nicht klappen, kann ich mir immer noch eine andere Gruppe suchen oder meine Einstellung versuchen zu ändern oder was anderes vorschlagen.

Oft muss ich nur eine Kleinigkeit ändern und nicht immer das große Ganze!
Spart viel Kraft, Geld und Zeit :-)
Ich bin zufrieden mit mir. Sehr!

Und weil das nie erlaubt war: Zu schauen, was mir gut tut, was ich möchte oder nicht, habe ich mir eine O.K.-Box gebastelt: einen Schuhkarton hübsch verziert und in den kommen kleine Zettel auf denen steht, was o.k. ist
- z.B. dass ich nach 500m wieder umdrehe und mir von zuhause einen Schal mitnehme, weil es kalt ist
oder dass ich die KG abgesagt habe, weil es mich zu sehr streßt
oder ich mich mittags auch hinlegen darf
oder den Lift benutzen, auch wenn ich 2 gesunde Beine habe und nur im 2.Stock wohne...
also ganz konkret, die kleinen alltäglichen Dinge, die beschreiben sollen was das genau heißt: Sich selbst wertschätzen, sich selbst vertrauen...
OHNE schlechtem Gewissen!

Montag, 16. Juli 2012

Hausaufgabe: Selbstliebe




Ich habe diese Bücher nicht gelesen,
nur diese Zitate gefunden.
Die reichten auch.
Danke für's Gespräch....

Peter Schellenbaum, Die Wunde der Ungeliebten:
    Menschen, die das Spiel «Damit du mich lieb hast» spielen, versuchen durch zwanghaftes Bemühen, durch Anpassung und Arbeit Liebe zu gewinnen, vertrocknen und verbittern dabei und werden schließlich beiseite geschoben. Denn wie kann man einen so verkrampften, unlebendigen, penetrant ängstlichen Menschen lieben?
    Menschen, die sich oft vor anderen schämen, sind unfrei, lieben sich nicht, neigen zur Verschmelzung mit idealisierten Bezugspersonen - und zur Depression. Ihre Wunde ist die der Ungeliebten.
    Mit nichts können Eltern ihre Kinder besser dressieren als mit dosiertem Liebesentzug. Das Gängelband der Liebe ist wirksamer als die Peitsche des Dompteurs. Wer so als Kind um Liebe buhlen mußte, ist als Erwachsener für das Spiel «Damit du mich lieb hast» prädestiniert.
Peter Schellenbaum, Nimm deine Couch und geh! Heilung mit Spontanritualen:
 Wer sich ausschließlich im reflektierenden Bewußtsein verschanzt, spaltet sein Leben von sich ab. Dies ist in allen narzißtischen Störungen der Fall. Aus Angst vor Autonomieverlust flieht der Jüngling Narziß vor der Nymphe Echo, die doch, wie ihr Name sagt, sein Echo oder, in visueller Sprache, sein Spiegelbild ist: Er flieht vor seiner eigenen Lebendigkeit und zieht sich ins reflektierende Bewußtsein zurück, indem er sich im Wasserspiegel betrachtet, ohne sich zu erkennen. Das ist nur ein scheinbarer Widerspruch, denn Selbsterkenntnis setzt Selbstfühlung, Spürbewußtsein, Liebe voraus. Bloß reflektierendes Bewußtsein bleibt sich selber fremd.

So ein Montag...

der mit einem Zahnarzttermin anfängt..ist (jetzt höflich ausgedrückt), etwas bescheiden.
Wurde aber durch ein Lob aufgebessert :-)
und jetzt sitzt wieder alles richtig.

Ich traute meinem Gefühl, dass da an einer Krone was nicht stimmt.
Und ich hatte keine Lust wieder mitten in der Pampa das Ding zu verlieren.
Der Doc hatte das Teil kaum berührt, da purzelte es schon raus.
Na bitte, sag ich doch.

So, jetzt Spaghetti und dann wieder schlafen.
Hab ich schon gesagt, dass ich wieder einen depressiven Schub habe?
Ach, brauch ich nicht sagen, kann man ja rauslesen.
Mistmistmist.

Sonntag, 15. Juli 2012

Müdigkeit ist...

... wenn man von fremden Essensgerüchen genervt die Balkontür schließt,
um dann festzustellen, dass der Geruch aus der eigenen Küche kommt.

Ich geh mal Pizza essen
und dann weiter schlafen...

Samstag, 14. Juli 2012

Wechselhaft

Gestern morgen, war der schlimmste Mann in meinem Leben präsent.
Am Abend dann der liebste Mann. Nicht dass der besonders lieb zu mir gewesen wäre, naja ein wenig schon, aber ich liebte ihn. Sehr. Zumindest das projizierte Bild, dass ich mir von ihm machte, oder was er für mich darstellen sollte.
In Wahrheit ist er nämlich ein ganz schlichtes, dämliches, egoistisches $%&.!§...
Aber egal, wenn einmal die Hormone in Wallung geraten,
kannste die nicht mehr aufhalten.
Und so seufze und schwelge ich in Erinnerungen. Ich hätte so ne tolle Schwiegermami gehabt. Sein Heiratsantrag! Ach...Und als wir den Unfall hatten...wie süüüß er da war. Und überhaupt, so schnuckelig wie er aussieht...

Bin ja gespannt, wie lange diese rosa Wolke diesmal anhält :-)
Graue Wolken gibts ja in Massen gerade.
Und die brauch ich.
Denn außer den Hormonwandlungen bin ich platt. Müde. erschöpft. Jedes Wort ist mal wieder zuviel. Jedes Geräusch und jedes Licht sowieso. Selbst gerade sitzen verlangt meine letzte Kraftanstrengung...

Und doch muss ich nachher noch in eine Menschengruppe. Selbst schuld.
Aber das kann ich nicht verschieben.
Ich freu mich jetzt schon auf heute abend:
Schlafmittel, Ohrstöpsel und Bett.

An die nächste gruselige Woche denk ich nicht, nein nein nein...

PS: Meine allererste Therapeutin (so um 1999), schenkte mir zum Abschied das hier:
Der kleine Knuddeltherapeut 
Als ob ich mithilfe so eines Buches meine Berührungsängste verlieren könnte.
Aber lieb fand ich es trotzdem und ich schaue es immer wieder mal gerne an :-)

Freitag, 13. Juli 2012

Nie wieder...

Der Alptraum fühlte sich zu real an:
Das ständige kontrolliert werden, von ihm.
Nie allein sein dürfen, nicht mal im Bad.
Der Gang zum Telefon: Hatte ich mit jemanden telefoniert?
Warum kam ich eine Bahn zu spät heim?
Warum hatte ich ihn nicht abgeholt?
Er liebe mich doch so,
ich ihn doch auch?!?!
In so einer Situation weiß man nicht mehr wo oben und unten ist.
Der Alptraum war real...
Man traut sich selbst nicht mehr über den Weg.
Man rennt paralysiert seinem Täter immer wieder in die Arme.
Da braucht es Hilfe von außen: Jemand, der einen kräftig packt und da wieder heraus reißt.
Perfiderweise war dies meine Mutter.
Noch unerträglicher ist dies. Weil genau sie, mich in diese Hölle schickte.
Es ist vorbei. Vor 16 Jahren starteten drei Leute eine Nacht-und Nebelaktion. Schnell alle Sachen ins Auto werfen, nur das Wichtigste, nur schnell weg, von ihm. Immer in Panik: Wenn er doch was ahnte und eher nach Hause kommt?
Kam er nicht. Aber der Wirbelsturm danach brach trotzdem los. Vor dem ich mich so sehr fürchtete. Wochenlang konnte ich mich nicht alleine aus dem Haus bewegen.
Wochenlang immer wieder diese Blicke, nach recht und links. Lauert er wieder irgendwo?
Die eingebrochene Haustür, die Anrufe, auf einmal stand er doch vor mir.
Heute Nacht kam diese alte Geschichte mal wieder zu Besuch. Ätzend.
Es ist vorbei. 
Und nie wieder 
möchte ich so etwas erleben.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Therapie

Je älter der Blog, desto unspektakulärer die Titel :-)

Wie ich es liebe: Schlaflosigkeit vorm Therapietermin. Hatte ich ja jetzt schon lange nicht mehr. 22Uhr...22:30Uhr...der Druck steigt, um 5h musste wieder raus...23 Uhr...ach scheiß drauf, dann mach ich halt dur...*schnarch*...
Immer wieder phänomenal :)

Also gut, ich akzeptiere (mal wieder), dass ich derzeit in meinem Leben kein *Mein Auto, Mein Boot, Mein Haus...* habe. Kein Partner, noch nicht mal ne Party. Achso, Job natürlich auch keinen, aber das hat sich ja schon rumgesprochen.
DESWEGEN kam ich auf's Thema Kloster. Nicht wegen der erhofften Einsamkeit, sondern wegen der Möglichkeit sich zu kontemplieren, nein...äh in Ruhe in Kontemplation zu versinken. So rum.
Wie soll ich das denn hier in Ruhe machen? Mit all den super extrovertierten, hippen und obercoolen Erfolgsheinis um mich rum?!?!

Ich könnte ja auch in einen Ashram gehen *kicher*.
Also, der nächste Erfolgsheini, der die nächsten 30 Jahren SEIN Haus, Auto, Pferd und Boot abzahlen muss, der mich fragt, was ich derzeit so mache, bekommt als Antwort:
"Ich werde wirklich!" Wenn schon irre, dann bitte richtig :-)
So wirklich wie im Lied der 2raumwohnungen:

Wenn du wirklich wirst

du bist mehr als du gedacht hast
wenn du deinen kern spürst
wenn du wirklich wirst
du willst da nicht mitmachen
bei den spielchen
die fordern, daß du unwirklich bist
die heißen
ich fühle nichts
meine haut ist dick
ich bin die beste
wenn du wirklich wirst
dann sagst du nein
zu allem was dir die luft
abdreht
wenn du still bist
ist das kein trick
du befreist andere
du spürst dich
und was du kannst
wenn du wirklich wirst
kommst du nach haus
zu dir selbst
wo wir angefangen haben
im paradies zu leben
wenn du wirklich wirst
wenn du wirklich bist
dann bist du sex
was du sagst
ist was du meinst
was du glaubst
ist was du lebst
wenn du deinen kern spürst
wenn du wirklich wirst

JA es ist derzeit mein Job herauszufinden, was ich spüre.
Dass ich spüre, dass mir der Kinderhaufen in der Bahn zu laut ist.
Dann sich mit der nörgelnden Stimme in mir herum schlagen, die meint: dass man doch kinderlieb sein müsse!
Dann der ängstlichen Stimme in einem Mut zusprechen, weil die Angst hat, was jetzt die anderen wohl denken, wenn ich einfach aufstehe und mir einen leiseren Platz suche (womöglich denken die, dass ich nicht kinderlieb sei! argh!)...
DAS ist Arbeit.
Oder dass ich mir erlaube, auf dem Bahnsteig herumzuwandern, weil die Unruhe in mir viel zu groß ist, als dass ich still sitzen könnt. Womöglich noch eingequetscht zwischen wildfremden Menschen!!!!
 
Dass ich vor lauter Chaos in mir überhaupt nicht weiß, was ich will oder nicht. Dass da immer mehr Seiten in mir auftauchen und ich überhaupt nicht mehr weiß, welcher ich gerecht werden soll und was ich dann mit den anderen machen soll?
Wenn ich monatelang überlege was ich mit der Montagsgruppe machen soll und mir erst nach Monaten DIE Lösung einfällt! Ja wo kommen wir denn da hin?
Ich habe aufgehört im Kindergarten zu arbeiten, weil mir das zu viel wurde. Zu laut. Zu viel aufeinmal. Und jetzt? Jetzt hab ich den Kindergarten in mir. Schöne Scheiße.
 
Ich meine, dass ich es ja von Anfang an gewußt hätte. ( Das Krankengymnastik derzeit nix ist. )
Mein Impuls war, das Rezept nicht einzulösen.
Eine Stimme sagt: Siehste, hättest gleich drauf gehört. Hättest Dir einiges erspart, an Panik, Tränen, Druck.
Therapeutin fand es toll, dass ich das Thema angehe und es probiert habe, neue Erfahrungen machen konnte (ja danke, auf die hätt ich auch verzichten können) und immerhin üben konnte, Dinge anzusprechen...
 

Gestern abend dachte ich so (deswegen konnte ich auch nicht einschlafen):
Ob das so hilfreich ist, die Therapie, das nachdenken, das immer weiter bohren...
einfach mal alles lassen und einfach mal tun?
Ich
weiß
es
nicht.

In sich selbst heimisch werden, ist ganz schön hart und schwierig.
Wenn man sich selbst, so wenig kennt, da wundert es mich überhaupt nicht, dass ich regelmäßig und immer die völlig ungeeignetsten Jobs erwischte.

Aber 2 Dinge sind derzeit unerschütterlich:
Dass ich nicht mehr rauchen will *juhuuu*
und dass ich weiter mit dem Hund raus gehe.

Immerhin,
ist doch auch schon ein Anfang................

Mittwoch, 11. Juli 2012

Die breite Seite

Meine Komfortzone wird immer breiter
...und breeiiter
...und breeeiiiteeer...

Macht mir irgendwie Kummer.
Angst zu versinken,
nur noch in der Wohnung zu bleiben,
immer mehr am PC zu sitzen.
Angst, mir immer weniger zuzutrauen.
Nix neues mehr zu machen.
Nie mehr wegfahren.
Was wird beruflich?
Sollte ich nicht doch mal wieder umziehen?

Ja mir fehlt was Neues in meinem Leben...

Ich müsste schon einige wichtige Dinge machen...
ich glaube die Verschieberitis ist bei mir eingezogen.
Welche Kündigungsfristen gelten da?

Dienstag, 10. Juli 2012

Ich war schon immer so...

So...menschenscheu.
Mit 5 Jahren flog ich mal (gekonnterweise) über mein eigenes Radl.
Natürlich in Fahrt. In sehr schneller Fahrt, denn davor ging es einen steilen Berg hinab (den wir natürlich eigentlich gar nicht befahren durften).
Tja, da lag ich nun. 
Tot. 
Wie meine Schwester meinen Eltern hysterisch ins Gesicht schrie, nachdem sie hechelnd zuhause ankam.
*hihihi* so ein Schock geschieht denen ganz recht.

Natürlich rührt man sich nicht mehr, wenn man mit schwerer Gehirnerschütterung, gebrochenem Arm und ohnmächtig da liegt. 
Aber das weiß ja ein 8-jähriges Mädl nicht.
Jedenfalls zeigte ich im darauffolgenden Krankenhausaufenthalt damals schon, was ich von der Menschheit im näheren Umfeld so halte: Herzlich wenig!

Als emotional völlig unterversorgtes, hoch ängstliches Kind, bekam ich ein Einzelzimmer! Super! Träumt man heut davon. Aber nicht damals.
Vorm Arzt versteckte ich mich hinter der Tür. Sollte man zwar mit schwerer Gehirnerschütterung nicht, aber sag das mal einer 5-jährigen.
Das gemeinsame Frühstück (im Gemeinschaftsraum!) fand ich auch immer doof: 
Lauter Vollhonks um mich.(vielleicht war ich da doch ganz froh um das Einzelzimmer)...
Zum Glück erwischte ich immer den Stuhl ganz am Eck, nahe der Tür.
Dann kam eine Krankenschwester mal auf eine bahnbrechende Idee:
Mir könnte ja langweilig sein, so ganz allein im Zimmer. Also steckte man mich zu einem wildfremden Mädl. Ohne Vorstellung, ohne irgendwas. *schubbs* rein ins Zimmer, schnell Tür zu. Fertig.
Das Mädl war bettlägrig, ich durfte schon wieder herum wandeln, mit eingegibstem Arm.
Als man mich wieder abholte (schätze mal so 1/2 Std.) stand ich noch genauso da, wie man mich hinein geschubbst hatte: Stocksteif, meine Zehen anstarrend und stumm.
Das andere Mädl war da auch nicht besser...

Danach musste ich wieder in den Kindergarten.
Und ob man es glaubt oder nicht: ich fand den damals schon kindisch.
Das Getue, das komisch gestellte Spiel, ich weiß nicht was da alle so toll fanden.
Am allerschlimmsten waren aber immer die Feste: 100 Kinder im Garten, mindestens 20 Erwachsene, ein Lärm, ein Gewusel, 1000 Spiele, 1000 Möglichkeiten, Hitze, Geschubbse und dann der glorreiche Satz einer Kindergartentante:
"Geh doch mal zu den anderen...spielen!"
Grandiose Idee!
Es gibt 2 Fotos von mir im Kindergarten:
Heulend im Gebüsch (mich dem Trubel entziehend, das ist heut auch nicht anders)
und hochkonzentriert beim einstudierten Tanz, bei dem auch noch begeisterte/stolze Eltern anwesend waren und somit mindestens 400 Augen auf einem ruhten *schwitz*...
und heute will ich meine Sozialphobie loswerden?
Völlig unsinnig. Völlige Energieverschwendung.
Das wäre dieselbe Unart,  mir ständig die Haare zu blondieren, anstatt anzunehmen, das ich brünett bin!
Nein ich will das nicht loswerden.
Ich will keinen Teil von mir loswerden.
Ich will lernen, mich anzunehmen.
So wie ich bin.

Eine, die herzlich wenig Spaß am Gruppenkuscheln hat und wenig Freude empfindet, jemand anderem bei der Zellteilung zuzusehen... 

Natürlich mag ich einige Menschen und ich unternehme auch hin und wieder gerne was mit denen. 
Aber ich möchte aufhören, mich zu Dingen zu zwingen, die ich absolut nicht mag und nie toll finden werde.
 Ich möchte aufhören, mich selbst hart zu verurteilen, wenn ich etwas nicht toll finde, nicht mag, nicht mitmache, was die meisten Menschen toll finden und mögen:(mit billigen Worthülsen um sich werfen, sich ständig anfassen, Küsschen zur Begrüßung, und irgendwelche Feste/Feiern natürlich NUR in Gemeinschaft).

Wär ich noch einen Tick gläubiger,
ich würd Nonne werden.
Ehrlich :)

Montag, 9. Juli 2012

Absage

Heute morgen 8:30 Uhr in der Krankengymnastikpraxis angerufen und auf den AB gelabert, dass ich die restlichen 3 Termine absage. 
Komplett. Endgültig. Ich hab das Hin und Her satt.
Danach hinaus in die Wälder und Wiesen marschiert. Barfuss.
Die Luft war gut. Der Regen hatte die all den Dreck weggeschwemmt.
Ich saß lange auf einer klammen Holzbank.
Grübelnd. Tief atmend. Endlich mehr innere Ruhe.

Welche Gefühle hab ich? Nun, nachdem der Stress fürs erste vorbei ist...
Trauer. Und ein schlechtes Gewissen. Als hätt ich der Physiotherapeutin was versprochen, was ich jetzt nicht einhalten kann.
Aber auch das uralte bekannte Versagergefühl. 
Wieder nicht geschafft. Wieder so angestellt. Ich Alien. Jeder freut sich über Massagen, nur ich wieder nicht.

Ich komme heim.
Der AB blinkt.
Scheiße.
Die Nummer der Praxis.
Zurück gerufen. Ja es gäbe da noch eine Frage. Frau N. möchte noch was wissen.
Frau N. ist die Inhaberin der Praxis und hat drei weitere Gymnasiasten (oder so) angestellt. Wir kennen uns nicht. Aber mir ist klar, dass sie nachfragen will, warum ich abbreche.
Einer fremden Person sagen, dass ich ein Problem mit Nähe habe. I love it.
Frau N. ist gerade bei einer Behandlung.
Ruft zurück.
Nach 2 Stunden. Meine Nerven und meine Nagelhaut sind zerfetzt.

Es fällt mir sehr schwer ihr zu erklären, warum ich abbreche. 
Erkläre es eh nur schwammig. Die Tränen sind schon in Lauerstellung.
Und dann kommt das, wovor mir immer so graust, wenn ich was absagen will: Die Überredung.
SIE (höchstpersönlich) könne ja mal mit mir arbeiten, da sie eine psychologische Ausbildung hätte. 
Am liebsten würd ich NEIN schreien und einfach auflegen.
Aber das tut man nicht.
Immerhin sage ich nein. Und sie? Sagt nicht einfach o.k.a.y
sondern:
Wenn ich das tun möge (!!!) ginge es eh erst im September.
Sollte mich aber, wenn ich wollen würde (*soifz*) spätestens bis Anfang August melden, weil die Termine so schnell weg sind.
DAS war aber noch lang nicht alles.

Sie salbadert fröhlich weiter (*augenroll-hibbelig umherwander-ich könnt doch mal auf die scheiß Höflichkeit verzichten...*): Es gibt ja auch Möglichkeiten mir zu helfen, ohne Körperkontakt...sie könne ja erst an der Aura arbeiten oder mit Prana!!!!!!!!!

Mir
fällt
nix
mehr
ein
undbinleiderimmernochhöflich......
Mit so einer Scheiße braucht man mir gar nicht kommen.

Da kommt mir eine Idee:
Vielleicht spüre ich die Angst vor Nähe bei den richtigen Leuten.
Also bei denen, vor denen man auch Angst haben sollte, weil sie nix gutes im Schilde führen!?!
Ach was weiß ich...
Doch, eins weiß ich
wenn ich das weiter als Thema bearbeiten möchte,
heißt der 1.Schritt: Annehmen, dass da Angst, Unbehagen, Streß ist. 
Nicht bewerten!
und der 2.Schritt lautet dann erstmal: In Gegenwart von Menschen entspannt atmen.
So schauts aus! Da fehlts nämlich ordentlich.
Keiner setzt sich gleich auf's Pferd und galoppiert los.


Sonntag, 8. Juli 2012

Sonntagsgedanken


Die Gewalt fängt nicht an
wenn einer einen erwürgt
Sie fängt an
wenn einer sagt:
„Ich liebe Dich:
Du gehörst mir!“


Die Gewalt fängt nicht an
wenn Kranke getötet werden
Sie fängt an
wenn einer sagt:
„Du bist krank:
Du mußt tun, was ich sage!“


Die Gewalt fängt an
wenn Elter
ihre folgsamen Kinder beherrschen
und wenn Päpste und Lehrer und Eltern
Selbstbeherrschung verlangen


Die Gewalt herrscht dort
wo der Staat sagt:
„Um die Gewalt zu bekämpfen
darf es keine Gewalt mehr geben
außer meiner Gewalt.“


Die Gewalt herrscht
wo irgendwer
oder irgendwas
zu hoch ist
oder zu heilig
um noch kritisiert zu werden


oder wo die Kritik nichts tun darf
sondern nur reden
und die Heiligen oder die Hohen
mehr tun dürfen als reden


Die Gewalt herrscht dort wo es heißt:
„Du darfst Gewalt anwenden“
aber oft auch dort wo es heißt:
„Du darfst keine Gewalt anwenden“


Die Gewalt herrscht dort
wo sie ihre Gegner einsperrt
und sie verleumdet
als Anstifter zur Gewalt


Das Grundgesetz der Gewalt lautet:
„Recht ist, was wir tun.
Und was die anderen tun
das ist Gewalt!“


Die Gewalt kann man vielleicht nie
mit Gewalt überwinden
aber vielleicht auch nicht immer
ohne Gewalt.
Erich Fried

Samstag, 7. Juli 2012

Lagebericht

- Krankengymnastik 3.Termin.
Irgendwie hatte ich die Einstellung: Nach dem Termin ist endgültig Schluß. Ich verbrauch zu viel Gedanken und Energie, es destabilisiert mich wieder, fühle meine Gefühle wieder nur ganz schlecht und alles geht wieder Richtung Depression.
Nach dem Termin dachte ich, dass es ein guter Termin gewesen wäre und ich nun doch weiter mache (zum 100.Mal meine Meinung geändert...).
Wir hatten nur kurze Massage und dann Wärme drauf.
2 Stunden später war ich wieder anderer Meinung: Die Massage tat nicht gut, war wieder ein durchhalten, mit rauschen in den Ohren. Also noch deutlicher geht der Hinweis ja nicht....
Außerdem hatten wir schon wieder teilweise so doofe Themen.
Und ich konnte ihr nicht sagen, dass ich nicht reden will.
Ich fragte ja schon nach der Wärme.
Zuviel ist einfach zuviel.
Also: Am Montag anrufen und die anderen 3 Termine absagen. Ich mag nicht mehr. Wärme hab ich auch daheim. Reicht schon, dass wir jetzt das Thema Nähe in der Therapie dran nehmen.

- Träume, ätzende.
Jetzt wo ich weiß, was ich für ein Mensch bin: Introvertiert, lärmempfindlich, lieber alleine, arbeite gern mit praktischen Dingen mit sichtbarem Ergebnis, brauche geistige Forderung ...
wird sichtbar, dass die Arbeit als Kinderpflegerin wohl der übelste Job ist, den ich mir aussuchen hab können.
Ich träum heute noch davon, erschreckend klar und real, vor allem die Personen. Ganz ganz ätzend. Muss mich da erstmal beruhigen, und mir klar machen, dass ich da nie mehr hin muss. *schüttel*

- Kühlschrank
Gestern war eine kleine Säuberungsaktion (toll bei der Hitze!). Dabei auch mal richtig unter den Schränken gesaugt und geschaut was da noch so liegt. Ui da kommen Sachen zum Vorschein..
Leider auch ein zerbröseltes Plastikteil und als ich heraus fand, was das war, wurde mir erstmal komisch, als ich weitere Teile fand, wurde mir ganz ganz übel:
Ein Fuß von der Tiefkühl/Kühlschrankkombi brach durch und der 2.Fuß auf derselben (!) Seite war schon halb durch.
Wenn der umkippt! Scheiße!
Also schnell mit einem Brett den Fußersatz zusammen gefummelt.
2 Füße zum reinschrauben als Ersatz fand ich noch. Nur wie kriegt man die rein? 
Kühlschrank/Kombi zur Seite neigen...
Genau das, was ich jetzt auch noch gebraucht hab....

- Heute Regentag. Das ist schön. Das tut gut. Und ich verschwind auch gleich wieder im Bett. Hab Schlafmangel hoch drei.

Freitag, 6. Juli 2012

Lieber Gott,

also das Einstellen der Belichtungszeit ... das üben wir noch einmal!
Weißt Du, damit es auf den Fotos keine roten Augen gibt, kann man den Blitz so einstellen, dass er zweimal hintereinander blitzt.
Aber warum vier oder gar fünf mal hintereinander?
Kannst Du mir sagen, welchen Sinn das hat?
Und auch, welches Haus heute Nacht über unserem eingestürzt ist?
Oder wurde es gar abgerissen?
Nachts um 23 Uhr? Das ist aber verboten. Es gibt hier Gesetze. Und eines lautet, dass man nach 22 Uhr keinen Lärm mehr machen soll, denn das wäre dann eine Ruhestörung.
Welches der 12 Häuser gibt es denn nun nicht mehr?
Weinen die Astrologen schon, weil sie deine Planeten nun nicht mehr unterbringen?
Oder wer baut jetzt ein neues?
Ja ich weiß, dass heute Nacht, das war nur ein ganz normales Sommergewitter. Aber das klingt so langweilig.

Ach und wenn ich dich schon mal in der Leitung habe,
sag mir doch bitte auch, warum du es so eingerichtet hast, dass fast jedes Land eine eigene Sprache hat.
Es hätte doch gereicht, wenn du die Sprachen nur erfunden hättest und jeder der eine neue Sprache lernen will, kann das ja tun. Aber ansonsten sprechen alle Menschen gleich.
Das wär so viel einfacher.
Mein Englisch wird immer schlechter. Und meine Konzentration auch.
Das ist blöd. Denn so verstehe ich so vieles nicht.
Und fragen will ich auch nicht immer.
Letztens fand ich eine Liedzeile vom Paul McCartney,
da hieß es:

When I find myself in times of trouble,
mother Mary comes to me
speaking words of wisdom,
let it be!

So und dann hab ich wohl etwas doof aus der Wäsche geschaut
und versucht, heraus zu finden,
was das jetzt heißt.
Zum Glück war der Heini Staudinger in der Nähe.
Und weil wir beide des Bayrischen mächtig sind, hat er es nicht nur ins Deutsche, sondern auch gleich ins Bayrische übersetzt. 
Damit ich es auch wirklich verstehe:

Waun i Wickl hob
kumbd d'Mitzi Mamsch
und sogt in ihra Gscheidheit:
Geh, scheiss di ned au!

Tja so ist das...

Donnerstag, 5. Juli 2012

Schwarzer Porsche,

Angst vor Nähe...
heißt es in diesem Lied hier:
Ich kann mir keinen Porsche leisten.
Aber ein Tatoo.
Und so ließ ich mir vor..äh...10 (?) Jahren einen Stacheldraht um den Fußknöchel tätowieren.
Obwohl  mir der Zusammenhang von dem Symbol und meiner Angst vor Nähe
damals gar nicht klar war.
Damals hing ich in einer fetten Depression. Die das erste Mal vom Doc auch diagnostiziert wurde (ich weiß, dass ich die in meiner Jugendzeit, so ab dem 13.Lebensjahr, schon entwickelt hatte).
Die Depression ist ja auch ein gutes Mittel, um wieder Distanz und somit Sicherheit für mich herzustellen: Rückzug, keine Lust zu reden, will alleine sein, mich im Bett verkriechen...

Gerade komm ich von der Therapie.
Es ist im Moment alles andere als leicht.
Das Thema Berührungen und Nähe wühlt alles mögliche in mir auf.
Ich kann nicht mehr klar denken.
Ich mache mich dicht, mit allem möglichen Kram.
Ich schlafe wieder sehr viel.
Und könnte noch mehr schlafen, weil ich nur müde, soo unendlich müüüüde bin.
Essen besteht aus hauptsächlich aus Süßkram und Nudeln. Letztere immerhin mit leckeren selbstgemachten Soßen. Ach und Salat. Der kühlt so schön.

Seht ihr?
Ich lenke schon wieder ab...
Nähe...Scheißding.
Wir kramten das Ego-State-Modell mit den inneren Anteilen heraus.
Das esoterisch angehauchte "innere Kind" behagt mir nicht so.
Also: Kind hängt völlig in der Panik, Hilflosigkeit und Erstarrung fest.
Hysterisches weinen. Mehr ist nicht möglich.
Erwachsene-Seite stärken. Klappte ja auch schon in anderen Bereichen ganz gut.
Nur hier..ich weiß nicht...hab das Gefühl, diese Seite ist völlig weg, müsste ein anderer übernehmen, dazu bräuchte ich Vertrauen, das heißt Nähe..also..dreh ich mich im Kreis.

Noch einen Punkt heraus gefunden, warum Krankengymnastik in dieser Praxis wohl keine Zukunft hat. Die Räumlichkeiten. ich ahnte es schon vorher, aber das alte Muster *ach egal, wird schon gehn, das macht mir doch nix aus* sprang sofort an.
"Kein Wunder, " meinte die Therapeutin, "Ihnen wurde beigebracht, Grenzüberschreitungen toll zu finden!"
Ja.
Und wehe man sagte etwas anderes.
Nun das ist ja ein Zeichen von Mißbrauch, solche Wahrnehmungsverzerrungen, Wahrheitsverdrehungen...

Doch, kleine Fitzelchen der Erwachsenen sind da. In kleinen Momenten blitzt es auf. Da sage ich, was geht und was nicht oder was ich brauche, damit es geht.
Da gibt es auch keine immense innere Verurteilung.

Auf der Heimfahrt war mir schon etwas leichter ums Herz.
Mit dem Ego-State-Modell könnte es mir wieder etwas besser gehen.
Ich spürte das Bedürfnis, am Bahnhof noch in den Buchladen zu gehen.
Bücher beruhigen mich so sehr.
Ich wollte mir etwas gönnen.
Und ich fand es:
Eine tolle Zeitschrift:


Mit tollen Fotos, noch besseren Geschichten über eine Frau die im Bauwagen lebt, einem Käptn einer Fähre, einem jungen Mann der mit dem LKW herum reist und alles dabei hat, was man für ein Fest braucht, über den Camino, über das Leben...wie es ist!
Das alles auf angenehm griffigen Papier und ohne grelle Werbung!
Genau das was ich jetzt brauche.
Ein wenig träumen, ein wenig schauen, ein wenig phantasieren,
ein wenig mich von den Schmerzen erholen,
dafür zahle ich gern 6,-€ auch wenn ich das für eine Zeitschrift schon happig finde,
aber mei...