Mittwoch, 9. Mai 2012

Träume - Eltern

Ich bin weiterhin begeistert, wie ich in meinen Träumen agiere.

Heute Nacht habe ich meine Mutter rausgeschmissen, bzw. ich habe sie aus meinem Bereich getragen (!) weil sie nicht gehen wollte.
Was davor passierte hat mich fast getriggert und kommt morgen in die Therapie. Wollte ich eigentlich nicht, weil die Woche drauf Feiertag und somit keine Therapie ist. 
Ich werde es am Anfang nur kurz anreißen und dann ein weniger belastendes Thema nehmen, um nicht dem neu geöffneten Thema offen hinaus gehen zu müssen.
Es war auch gut, dass ich davon aufwachte, denn so konnte ich es mir notieren. Es ist wichtig, weil das der Grund sein könnte, warum ich seit Jahren Sex und ähnlichen Körperlichkeiten aus dem Weg gehe und auch davor war mir nie wohl dabei, machte aber mit, um normal zu sein. Nicht gut, aber immerhin sorge ich da jetzt  gut für mich.

Letztens träumte ich auch von meinem Vater. da wurde klar, wie gerne er mich als klein und abhängig haben würde, eben ein kleines Kind, weil er vor allem anderen Angst hat und überfordert ist.

Beide kamen ständig mit ihren Anliegen zu mir: Meiner Mutter hab ich bei Bewerbungen geholfen, gezeigt wie man Fahrpläne liest und ihr Mut zugesprochen, dass es wirklich toll ist, auch mal alleine zu wohnen!
Wenn ich traurig war, kam sie auch noch mit ihrer Bedürftigkeit zu mir.

Bei Vatern ist es ähnlich und trotzdem anders. Ebenso bei meiner Schwester. Das will ich jetzt aber nicht ausführen.

Klar wurde mir noch einmal: Ich war ständig in diesem "Double-bind" gefangen: Kümmerte ich mich um mich, zuppelten die Eltern wieder an mir: ich solle doch mal und könne doch nicht...sie hätten ja auch für mich...usw.und mein enormes schlechtes Gewissen: Ich kann doch meine Eltern nicht im Stich lassen!
Kümmerte ich mich um meine Eltern, ging ich drauf.
Um mich und Eltern gleichzeitig kümmern ging auch nicht.
Völlige Hilflosigkeit, Handlungsunfähigkeit und Angst (um die pure Existenz, man fühlt ja das die Eltern nicht fähig sind Verantwortung zu übernehmen!!!).

Deswegen fühle ich mich derzeit so befreit! 
Die gefühlten Kleinkindern an meiner Seite sind weg. (reale Kinder werden irgendwann groß, selbstständig usw. bei den Eltern wird es eher immer schlimmer, da der geistige, körperliche Verfall dazu kommt.)
Nichts zieht mich herunter. 
Ich darf mich aufrichten (im wahrsten Sinne des Wortes, ich habe nicht umsonst einen Rundrücken).
Ich darf mir nur noch Gedanken um mich machen.
Das schlechte Gewissen hab ich irgendwo abgeladen und da liegt es immer noch und bleibt auch dort.

Kurz: Ich stehe nicht mehr zur Verfügung!

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