Donnerstag, 10. Mai 2012

Therapieschnippsel

Ich erlebe derzeit täglich drei Wunder:
1. ich rauche nicht mehr.
2. ich bekomme Rente.
3. es darf mir wirklich gut gehen und ich darf es mir leicht machen.
 Ja, tatsächlich fühlt sich all das für mich unreal an. Mal stärker, mal schwächer.

Ich weiß jetzt womit ich meiner Therapeutin eine Freude machen kann *jippieh*!

Wenn mir nicht nach Menschen ist, ist mir nicht nach Menschen und ich sollte das ernst nehmen, denn das hat meist einen guten Grund! Gestern bei der Tafel schier ausgeflippt.

Ich glaube meine derzeitige Überaktivität und wieder mal der Rückzug heißen: Da rumort was in mir und ich will es nicht fühlen. Jau, da wären einige Trigger, die ich so lapidar mehr oder weniger weg schob. Werde mich heute nachmittag mal hinsetzen und schauen, was da so ist.

Das Thema das mir seit dem Muttertraum schwer zu schaffen macht, konnte ich heute nicht ansprechen. Ich brachte es nicht über meine Lippen und das war gut so. Ich habe diese Grenze respektiert und gesagt, dass es nicht geht. Den inneren Familienchor ala :" Jetzt sag halt, irgendwann muss es eh raus, stell dich nicht so an..." hab ich ignoriert. Sonst hab ich immer mein Gefühl ignoriert, meine inneren Stopzeichen. Fortschritt!
Angebot von der Therapeutin: es per Mail schreiben, damit sie schon mal weiß worum es geht. Wir sehen uns ja erst in 14 Tagen wieder.
Erleichterung! Mit schreiben hab ich fast keine Probleme. Dieses Thema kann ich nur mit ihr anschauen und wenn es da auch nicht ginge, wär das sehr sehr blöd.
Früher konnte sie mir die Option nicht anbieten, weil es technisch noch nicht eingerichtet war. (und ich dachte schon, sie will mir das nicht anbieten).
Werde das also morgen schreiben. Vielleicht wird es dann mal ein wirklich ruhiges (vor allem innerlich!!) Wochenende. Ich will mal wieder raus in die pure Stille fahren und das auch genießen können.
Und nicht wie jetzt; hibbelig von einem Projekt zum nächsten hüpfen und trotz Müdigkeit und Hunger nicht aufhören können. 
Ist Qual. 
Ist wie Sucht.

Und nachdem ich das aufgeschrieben habe, bewußt etwas schönes anderes tun. (damit die Gehirnareale die für die angenehmen Gefühle zuständig sind aktiviert werden und ich nicht in Verzweiflung/Depression hängen bleibe)

Habe mir vorgenommen, noch einmal so einen Minikuchen zu backen! *freu*

Kommentare:

  1. Zeigen den Kuchen :-)

    Das ist ne super Lösung, vielleicht sollte ich mir doch endlich nen Therapeuten ( ne Frau ) suchen. Ich sehe wie es bei Dir seit geraumer Zeit immer mehr ins Positive läuft.
    Was ich bei mir beobachte ist nichts Gutes. Ich habe Reaktionen die mir Angst machen und auch so Sachen die ich an mir hasse, ok ich mag mich ja auich nicht grad, liegt bestimmt daran. Na egal, ich wünsche Dir das das Schreiben Dich soweit befreit das Dein Wochenende wirklich in Ruhe geniessen anklingen kann.
    Liebe Grüsse

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  2. Es ist toll, dass du es schaffst so gut in dich hinein zu hören. Ich schaffe das immer noch nicht immer. Aber das bedarf wohl einiger Übung.

    Das mit der Email an die Therapeutin find ich auch immer total praktisch. So kann man sich das sofort von der Seele schreiben und muss es sich nicht mühsam merken bis zur nächsten Sitzung. Dann ist nämmlich auch meistens das Gefühl nicht mehr so akut wie in der Situation selbst und das finde ich dann immer etwas frustrierend...

    Und jetzt: viel Spaß bei deinem Schönen ;)
    Gruß
    Keks

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  3. Genau Bianca, das muss anders werden: Dass Du Dich wieder mehr magst und die anderen mal weniger.
    ABER ich habe es wieder erfolgreich geschafft, 1000 andere Dinge zu tun. Ok, es is ein heißes Thema...daher: erstmal keinen Kuchen.
    Liebe Grüße

    Hallo Keks,
    und Gratulation zur Kugel :-)
    Ja das bedarf Übung und ich schaff es auch noch viel zu wenig. Es fällt mir aber immer eher auf, wenn was nicht für mich stimmig war.
    Das mit dem schreiben haben wir erstmal auf das eine Thema beschränkt.
    Ich kritzel daheim oft Notizen und oft sind die nach 1 Woche nicht mehr so aktuell/wichtig, da bin ich froh, dass die Thera das noch nicht las.
    Liebe Grüße

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