Sonntag, 13. Mai 2012

Innen

Ich bin weiter viel im meinem Inneren. Und das ist gut so.
Ich habe das Gefühl, die Verbindung zu mir selbst, ist sehr stark. 
Das ist auch gut. Sehr gut. Weil ich die viel zu selten habe.
Ich verurteile mich nicht mehr, für das was ich fühle.
Wie man etwas tut oder nicht, was man zu wollen hat oder nicht,
entscheide ich, für mein Leben, ganz alleine.
 
Egal ob es um die Gestaltung des Schlafzimmers geht  (ich muss mich drin wohlfühlen und nicht der Mann der  vielleicht irgendwann einmal mit mir das Bett teilt) oder um die Auswahl meiner Kleidung (wenn mir eben mal nach burschikos-jugendlich ist, dann ist mir halt danach)....

Heute morgen bei einer kleinen Radrunde wurde ich traurig, weil mir einfiel, dass ich wirklich so etwas wie Privatsphäre sehr sehr lange nicht  kannte.
Eigenes Zimmer gab es erst mit 12J. und selbst das war nicht "sicher".
Meiner Mutter bediente sich immer wie selbstverständlich an meinen Sachen.
Selbst unser Spielzimmer das außerhalb der Wohnung war, musste wir mit einem Holzstock unter der Türklinke sichern.
Und genauso ging es immer weiter, vor allem mit einem Partner mit dem ich zusammen wohnte.
Aber selbst als ich endlich eine eigene Wohnung hatte, ließ ich da Menschen rein, die ich da eigentlich nicht haben wollte. (das alles hatte ich nur nicht gespürt, so sehr war ich von mir und meinen Gefühlen entfernt).

Jetzt ist es immer ein kleines Freudenfest, wenn ich spüre was ich will oder nicht und mir das erlaube und mich keine kritisierenden Stimmen malträtieren. In solchen Zeiten gibt es die Wörter "man-müßte-sollte" nicht!
Eine ehemalige Kollegin sagte oft zu den Kindern "Ich will... gibt es nicht. ".
Da wird mir heute noch schlecht...

Gestern spürte ich aber: Das Schmuckkästchen von meinen Eltern will ich nicht mehr. Also sah ich mich um, was mir gefallen würde und kam auf ein kleines Holzschränkchen, das ich in dunkelrot/schwarz/weiß mit goldenen Perlen und aufgeklebten goldenen Sternchen verzierte.(Fotos wurden leider nix).
Das gefällt mir nun richtig, es hat etwas von Prinzessin und orientalischem Flair.

Weil es so gut paßt,
hier noch ein Video, dass den Weg von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung auf musikalische Art zeigt :-)







Kommentare:

  1. Das klingt schön, was Du schreibst. Also Dein Weg nach vorn - nicht der Blick nach hinten.

    Deine Schmedderling

    AntwortenLöschen
  2. Ich hatte auch erst mit 12 ein eigenes Zimmer. Meine Eltern schliefen im Wohnzimmer, damit mein Bruder und ich jeweils unserer eigenes Reich bekommen konnten. Er musste allerdings ihren Kleiderschrank in seinem Zimmer haben, weil seines größer war. Ätsch! ;-)

    Du klingst gut!

    AntwortenLöschen
  3. Das hört sich wirklich gut an, ich freu mich für dich, dass du so gut klar kommst im Moment :)

    LG
    Keks

    AntwortenLöschen
  4. Danke Euch, wünsch Euch auch eine gute Zeit!
    Egal ob hinter der Scheibe oder bei der Geburtsvorbereitung :-)

    @ Rostkopp, da verstehe ich, dass Du deine Eltern magst, Dir keine anderen wünschst. Wir durften im Flur schlafen, weil der Herr Pa mit dem eigentlichen Kinderzimmer was besseres vor hatte.

    AntwortenLöschen