Mittwoch, 2. Mai 2012

1000 Träume



Welches Lebensmodell hätten Sie denn gern?
Tja das ist die Frage aller Fragen: Wie soll mein Leben aussehen? Wie will ich leben?

Die Antworten darauf fallen so unterschiedlich wie das Aprilwetter aus: Heute würde ich gern in einer minimalistischen Blockhütte am See leben, morgen mit viel Geld in einer Villa mit Köchin und Gärtner, übermorgen im Wohnwagen, der jede Woche woanders steht.
Das waren nur die Antworten auf die Wohnform! Es gibt ja noch mehr, was das Leben ausmacht: Beruf, Beziehungen, Hobby, Vorlieben, Abneigung beim Essen, der Kleidung und Musik u.v.m. aber das würde nun den Rahmen sprengen.
Ich interessiere mich für vieles. Ich lerne sehr gerne. Aber nicht lange. So wie ich mal in die neue Thematik hinein geschnüffelt habe, langweilt es mich auch schon wieder und was neues muss her! Nie könnte ich 2x im selben Ort Urlaub machen. 2 Jahre den selben Job? Es muss was neues her! Nur mit Müh und Not, halte ich es nun schon 5 Jahre in ein und derselben Bude aus, aber auch nur, weil sie wirklich etwas ganz besonderes ist (und oft juckt es mich in den Fingern!)
Um diesem inneren Chaos mal Herr zu werden, wird nun alles aufgeschrieben was mir so ansatzweise gefallen könnte. Da steht eine Umschulung und danach ganz bodenständig leben, so mit Hund und Halbtagsstelle (ich bin schon nur beim aufschreiben fast eingeschlafen vor Langeweile!). Es steht auch da: Im Sommer auf der Alp arbeiten und im Winter als Zimmermädl im Hotel. Personal wird im Skigebiet immer gebraucht.
Mit dem Zirkus leben war auch lange ein Wunsch.(habe es auch schon mal 2 Wochen angetestet *g*) Nur eines ist sicher: Eigene Kinder will ich nicht.
 Immer hieß es: Du musst dich entscheiden! Du kannst nicht jede Woche was anderes machen...oder sonstige negative Bremsen.

Heute kam nun das Buch:
Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast. Ich bin gerade mal bei Seite 10 und kriege schier keine Luft mehr. Vor Freude!
Denn: 1. heißt es dort: Es ist ok so. Es gibt diese beweglichen, kreativen Geister.
Und 2. werden kleine Übungen und Tips gezeigt, wie man mit den Selbstzweifeln ("jetzt hab ich das wieder nicht fertig gemacht, weil mich schon wieder was neues interessiert..") klar kommt und doch noch seinen Lebensplan findet.
Jetzt weiß ich warum ich 100 Unterordner auf meinem Pc hab. Jedes recherchierte Thema, alles was mich mal interessiert hat, ist gespeichert. Jetzt weiß ich, warum ich nie ohne Zettel und Stift außer Haus gehe (ich werde irre, wenn ich eine tolle Idee hab und die nicht aufschreiben kann!) oder warum sich die Schmierzettel mit Notizen, Stichwörtern ect. am Schreibt/Esstisch stapeln.
Den ersten Tip werde ich morgen umsetzen: Ein schönes Notizbuch kaufen, für all meine Ideen, Pläne und Gedankengänge.(in Kleinform mache ich das schon, da schreibe ich meine Vorhaben für das Jahr auf, wie: Lagerfeuer, schwarze Hose kaufen, CD von der Kirchherr, open-air-Kino...) Damit ist der Druck schon mal raus, es machen zu müssen.
Muss man nämlich nicht. Es reicht auch, einfach Spaß an sich und seiner blühenden Kreativität zu haben und sich so richtig in seine neuen Ideen hinein sinken zu lassen. Ich spüre gerade, dass ich aus diesen meinen ureigenen Projekten ganz viel Kraft ziehe. Auch wenn sie nur im Kopf bleiben.

Kommentare:

  1. Dein Post hier hat mich dazu angeregt, meine vielen Ideen, die ich anfange, aber nicht alle beende, mal aus einem anderen Blickpunkt zu sehen. DANKE!
    Liebe Grüße
    Ina

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    1. Hallo Ina,
      den Blickwinkel zu ändern is meistens spannend :-)
      In dem Buch wird gut erklärt, dass "fertig" auch anders sein kann. Man soll mal schauen, wann man ein projekt zur Seite gelegt hat, vielleicht bekam man von dem was man brauchte schon genug, z.B. das Gefühl man kann es.
      Wünsche noch viele schöne, neue Ideen! Egal ob sie Realität werden oder nicht :-)

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