Samstag, 7. April 2012

Vermisst

Manchmal gibt es diese Momente, in denen man jemanden oder etwas vermisst. Einen guten Freund von früher, einen bestimmten Liebhaber, eine Zeit die so golden war und nicht mehr ist, oder ganz profan: irgendwelche Gegenstände.

Ich habe gerade eine kindliche Sehnsucht nach jemanden und versuche mich da nicht zu sehr reinfallen zu lassen. Weil es mir damit nicht gut gehen würde und ich eventuell etwas tun würde, was ich spätestens morgen wieder bereue.

Aber wie oft denkt man daran, dass man selbst vermisst wird? Der/Die sich vielleicht wieder eine Beziehung mit dir wünscht, oder zumindest wieder Kontakt haben möchte. Wie oft sagt man das so offen und ehrlich jemanden? Es ist doch eher so, dass man ganz ungezwungen sich mal wieder meldet und nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt.

Meine Tür ist heute ins Haus gefallen. Nachdem ich die Mail las. In der stand: Dass mich dieser jemand so sehr und ganz arg vermisst.

Staunen in meinen Augen. Ich hatte diesen Jemand so gut wie vergessen! Wie oft dachte er schon an mich, bevor er mir diese Mail schickte? War er betrunken? Hat er grad eine Krise? Fehlende Familie kann ja an Feiertagen schon belastend werden...

Ich weiß es nicht und werde es auch nie wissen. Natürlich fühle ich mich geschmeichelt, wenn ich so etwas lese, aber ich horche auch in mich hinein und schaue, ob es für mich stimmt wieder den Kontakt aufzunehmen und die Antwort lautet definitiv: nein.

Und das aufkommenden Kopfkino dazu kann ich inzwischen auch schon besser aushalten.

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Liebe Regenfrau, für mich sind solche Gefühle oft Wegweiser, die mir entweder sagen "da hast was noch nicht ganz losgelassen" oder die mir wirklich den Hinweis geben "meld Dich mal, gib dem menschen/der Sache eine neue Chance".
    Wenn Du Deinen Bekannten schon vergessen hattest, dann hattest Du auch offenbar nicht das Interesse an ihm, das er an Dir hatte - sowas kann halt vorkommen. Von manchen Menschen würde ich mir allerdings wünschen, sie hätten den Mut, sich nochmal zu melden. So verschieden kann das halt sein :)
    Lg
    Maja

    PS: Musste den Kommentar löschen, weil ein paar Tippfehler drin waren, die ich berichtigen wollte :)

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    1. Hinter dem Gefühl des vermissens steht bei mir oft ein anderes Bedürfnis, was nicht unbedingt was mit einem bestimmten Menschen zu tun hat. Deswegen bin ich da vorsichtiger geworden. Oft ist es auch eine Verklärung der alten Zeit und die will man-ich wiederholen, was nicht funktioniert.
      Klar gibt es oft Unterschiede, dass der eine mehr Interesse hat als der andere...
      Hier darf es auch Tipfähler gepen ^^ :-)

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