Samstag, 21. April 2012

Die Erwartungen der anderen

Heute seit langem mal wieder einen selten dämlichen Satz gehört:
"Ja aber ....das erwartet ja die Gesellschaft von einem!"
Mit "das" war das Klischee eines normalen Lebens gemeint: All-inclusive-Urlaub, Auto, Job, alle paar Monate ein neues Handy, unauffällige Kleidung, Heirat, Kinder, Haus...usw.

AHA! Soso. Wer ist denn "die Gesellschaft"?
Du...du...du auch und du. Also einzelne Menschen. Mal ehrlich, wie oft hört man den Satz: "Du ich erwarte jetzt schon mal von dir, dass du ein neues Auto kaufst/mehr arbeitest (ok, das darf der Chef sagen)/einen Kurztrip nach Rom buchst, weil man da mal sein musste!?!"

Noch vor einem Jahr, hab ich mich sehr geschämt, dass ich so ein "normales" Leben nicht hinbekomme.
Heute bin ich froh darum, sehr froh!
Weil ich es gar nicht will!
Weil es nicht meinen Vorstellungen eines gelungenen Lebens entspricht!
Ich mag nun finanziell sehr viel schlechter dastehen, aber meine Seele ist soviel gesünder und reicher geworden, seit ich aufhöre den (vermeintlichen) Erwartungen/Ansprüchen der anderen zu entsprechen.

Mir ist ein kunterbunter Mensch, der seine Cowboystiefel das ganze Jahr trägt, weil er sie so mag, 100.Mal lieber, als so ein farbloser, austauschbarer Einheitsmensch.

Dies über alles: Sei Dir selber treu!
(William Shakespeare)

Kommentare:

  1. Gute Einstellung! Und was für ein bescheuerter Satz ist das denn?

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    1. Sag ich ja.
      ABER: Ich hab heut die Alldie-Werbung durchgeblättert...unglaublich: da klettert ein Typ mit trockener Short ausm Pool.
      Hab sooofoort an Dich gedacht! :)

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    2. Hi hi. Ich lach mich kaputt, so weit ist es schon gekommen.

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  2. Danke, dem habe ich nichts hinzu zu fügen!
    Du hast so recht.
    Ich sehe das ganz genau so.

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