Donnerstag, 15. März 2012

Gut geht's!

Ja, davon abgesehen, dass ich seit einiger Zeit immer in der Nacht vor der Therapie quasi nicht schlafe. Und wenn ich mal in einen Dämmerzustand gleite (der weit entfernt von sowas wie Schlaf ist) sehe, höre, erlebe ich die schrecklichsten Dinge. Nein, keine Hallus, vielleicht eher doch Träume. Alpträume.
Diesmal war u.a. eine riesen Spinne dabei, die statt eines Fadens, ein dickes schwarzes Seil produzierte und direkt auf mich zusteuerte.
Wild fuchtelnd wachte ich wieder auf.
ROSTKOPP! Das geht auf Deine Kappe! Gell! :-)

Therapie war heut easy. Läuft zur Zeit quasi alles wie geschmiert. Die kleinen nervösen Zuckungen, Streßanfälle, Grübeleien können unter "so is das Leben nun mal" verbucht werden.
"Sehr schön, normalerweise sind solche Wege und Fortschritte eher in der Klinik anzutreffen. Sie schaffen das selbst. Sie nutzen ihren Freiraum durch die Rente hervorragend!"
Ha, da wurd ich gleich fast nen Kopf größer, was bei 183cm Körpergröße wirklich riesig wird :-)

Es stimmt: Eine gute ambulante Therapie plus äußere Sicherheit und Druckfreiheit durch Rente/kein Familienkontakt ist für mich der ideale Baukasten. Dass Klinik nix für mich ist (außer mein 1. Aufenthalt in der Tagklinik) hab ich ja ausreichend bewiesen :-/
Meine Therapeutin ist meist kühl-distanziert. Was ich gerade in der Therapie mag und brauche. Langsam wird aber auch sie wärmer und hat meinen Humor kapiert: Heute: Schwungvoll die Wartezimmertür aufgerissen und kein trockendes Fr. Regenfrau?! Sondern ein lächelndes:" Na kommen Sie, Sie haben doch schon alle Zeitschriften durch!" Weil sie am Monitor sah, dass ich eine Bahn zu früh kam (blöde Verbindung) und somit schon 20 min. im Wartezimmer saß.

Und heute, heute freue ich mich das erste Mal seit 6 Jahren auf die kommenden warmen Frühlingstage (bis 20 Grad!)!! JAAAAAA!
Vor 6 Jahren reckte ich genußvoll mein Gesicht in die ersten warmen Sonnenstrahlen.
In Frankreich. Am Frühstückstisch. Neben dem Pool. Unvergesslich.
Danach ging's bergab. Nein, es lag nicht an Frankreich und auch nicht an dem Mann mit dem ich dort verweilte.

Die Depression lüftet ihr Deckelchen und ich werd das Beste draus machen!
Highlight: Am Sonntag mit dem Auto in die Berge fahren!
Meine Nervosität beachte ich weniger, als früher.
Ich konzentrier mich lieber auf das Schöne:
Auto fahren! Sonne! Schöne Landschaft! Den ganzen Tag draußen! Bewegung!
Und: Einen neuen Menschen kennen lernen!

Hallo Leben! Schön, dass Du auch mal wieder da bist!

Kommentare:

  1. Man sollte sich die Blogs, die man liest, mit Bedacht auswählen ;-)

    Übrigens: meine Träume sind nach wie vor so crazy und zum Teil abartig, dass ich sie gar niemandem erzählen, geschweige denn aufschreiben, kann. Wo kommt das bloß her?

    Schön, dass Du so fidel bist!

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  2. Stimmt, sollte man :-)

    Hm, also ich hab sooft etwas geträumt bis ich kapiert habe, was mir mein Unterbewußtes zeigen wollte.
    Wo das herkommt? Von einer aufgewühlten Seele?
    Oder so.....

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