Sonntag, 12. Februar 2012

Passende Zeilen

Inneres Kind

Ich muss mich schützend selbst bemuttern,
um meinen inner’n Frieden kümmern,
mich vom zwingenden Diktat befrei’n
und mir selbst ein weiser Führer sein,

mich mit meinem Selbst anfreunden,
wie ein eigen Kind behandeln,
ihm viel Treue zugestehen
und das Schöne in ihm sehen,

mein Herz auf Händen tragen
und pflegend nach ihm fragen.
Mich stets an’s Seelchen richten
gehört zu meinen Pflichten.

hier gefunden:

http://www.eurikacharity.de/dikter.php?id=317&dikt=centibas_likums


und noch was:

Sei nicht zu schüchtern und zaghaft in deinen Handlungen.
Das ganze Leben ist ein Experiment. Je mehr Experimente du anstellst, desto besser. Und was ist, wenn es etwas rauh zugeht und du dir dabei die Kleider schmutzig machst oder zerreißt?
Was, wenn du stolperst und gelegentlich in den Dreck fällst?
Raffe dich wieder hoch; hab nie Angst davor, zu stürzen.

- Ralph Waldo Emerson

Diese zwei Dinge sind derzeit meine Hauptaufgaben. Mein Hauptberuf sozusagen :-)
Heute Abend starte ich so ein Experiment. Mit Angst.

Schönen Sonntag!

Kommentare:

  1. Liebe Regenfrau,

    spricht in den Gedichtzeilen das innere Kind?
    Nach der Überschrift zu urteilen doch schon, oder?

    Für mich sind diese Zeilen des inneren Kindes absolut irreführend. Es würde total Schiffbruch erleiden.
    Ein Kind kann sich nicht selbst bemuttern.
    Das muss der eigene innere Erwachsene tun, von dem hier nicht die Rede ist. Er nimmt zur Heilung die Stelle der Erwachsenen ein, die das Kind in seiner Kindheit nicht beschützen, nicht bemuttern konnten, ihm nicht ein weiser Führer waren.
    Dein innerer Erwachsener trägt Dein inneres Kind samt seinem Herzen, das vertrauensvoll zu ihm, zu dem Erwachsenen in Dir, zu Dir erwacht, auf Händen.

    Vielleicht hast Du es so auch verstanden; vorsichtshalber wollte ich das trotzdem schreiben.

    Liebe Sonntaggsgrüße,
    Johannes

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    1. Hallo Johannes, ja natürlich geht es eigentlich um den Erwachsenen, es stimmt aber auch, dass es sich eher nach einem Kinderlied/Kinderreim anhört.
      Ich habe das eine zeitlang verwechselt, was sich natürlich katastrophal auswirkte, eben Schiffbruch :-/

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  2. Ich habe mich mit den Gedanken um das innere Kind intensiv beschäftigt, von dem ich bis dahin nie gehört hatte. Das Schwierigste waren für mich die so verschiedenen Begrifflichkeiten, mit denen um sich geworfen wird, die mir fremd waren und die man gleich definieren , benutzen muss, wenn man darüber diskutiert. Chopich schreibt vom inneren Kind, dem Spektrum intensiver Gefühle, das in jedem Menschen lebt, und von der Notwendigkeit, dieses Kind mit dem liebevollen inneren Erwachsenen in Kontakt zu bringen. Dieser Beschreibung kann ich folgen. Lieben Gruß morgenrot

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    1. Hallo morgenrot,
      das ging mir ganz genauso. Das erste Buch und ich hatte nur Fragezeichen im Gesicht. Nachdem meine Therapeutin andere Wörter dafür nahm kapierte ich es auch: Ego-State-Therapie und einfach innere Anteile, die jeder kennt: Ein Teil will zum Fußballspiel, der andere auf der Couch bleiben.
      So war es für mich alltagstauglicher und anschaulicher.
      Und manchmal muss ich ganz bewußt diesen kindlichen Teil der Angst hat anreden (oft auch durch geführte Imaginationen von CD) und ihn beruhigen oder ihn gedanklich an einem sicheren Ort lassen..usw. Eben damit arbeiten, als hätte ich real ein Kind da.
      Manchmal fühl ich mich da wirklich schräg, aber es hilft! Und zwar sehr und schnell.

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