Sonntag, 15. Januar 2012

Sonntagsgeschenk

In meiner Familie gibt es 2 Personen, mit denen ich gerne Kontakt halte:
Meine Tante und deren Tochter. Sie sind mir sehr wichtig!
Die verstehen mich, schauen sich und ihr Umfeld ehrlich an, ohne verleugnen/verdrängen zu müssen, ziehen ihre Konsequenzen und handeln danach.
Unsere Familie ist ja schon lange krank, überall gab es Sucht, Mißbrauch und Selbstmord.
Deswegen war es sehr wichtig für mich, dass ich von beiden in meiner Wahrnehmung bestärkt wurde. Die haben mich nie für ihre eigenen Zwecke benutzt. Oder versucht das kranke System aufrecht zu erhalten.
Sie sind selbst davon krank geworden, arbeiten auch daran, dass sich ihre Lebensqualität wieder erhöht. Suchen sich Hilfe. Geben ihr bestes.
Die beiden waren die einzigsten, die mich in meiner schlimmsten Zeit (in der Klinik) besucht haben. Dafür bin ich ihnen heute noch sehr dankbar!
Auch das habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen: Sie zu besuchen. In den Arm nehmen, offen und ehrlich miteinander sein, eine schöne warme Zeit miteinander zu verbringen...

In ihrem letzten Brief war auch ein Kärtchen drin. Hier der Text:

Sich selbst zu überraschen ist,
was das Leben lebenswert macht.
- Oscar Wilde -

Das neue Jahr ist gelandet. Willkommen!
Viele gute Wünsche sind in den letzten Wochen eingetrudelt, viele werden wir einander noch mit auf den Weg geben, wenn wir demnächst zusammentreffen.

Kein Wunder, dass die ersten Januartage stets ein besonderes Flair haben! Das Wunder, das jedem Anfang innewohnt, berührt uns sanft und fragt nach, ob in unserem Leben überhaupt Platz dafür ist.

"Der Alltagstrott lässt uns oft vergessen, dass das Leben ein ständiges Abenteuer ist. Wir gehen zur Arbeit und glauben genau zu wissen, was uns erwartet. In Wahrheit wissen wir nichts - nicht, wo unser Wagen eine Panne haben wird oder wann unser Bus ausfällt, ob unsere Arbeitsstelle noch da ist, ob wir selbst heil und lebendig dort ankommen. Das Leben ist pures Abenteuer. Die Kunst ist es nun, sich in schwierigen Situationen zu behaupten und sich auf das Unerwartete einzustellen. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir kreative Geschöpfe sind und dass Erfindungsgeist zu unserem Überlebenswerkzeug gehört,"

schreibt Dichterin Maya Angelou. Laden wir ihn also möglichst oft zu uns ein, den Erfindungsgeist! Er ist immer für Überraschungen gut.

Ihre Briefe und Geschenke waren schon immer sorgsam und liebevoll ausgesucht. :-)

***

PS:

Woran erkennt man,

dass man zulange am Pc saß?

Wenn man etwas auf Papier schreibt und auf die Korrektur des Rechtschreibprogramms, mit der roten Unterkringelung, wartet.

Und dass man zu lange Auto gefahren ist?

Wenn man danach aufs Radl steigt und in den Rückspiegel schauen will.

Ähhm, ja..ich glaube, ich brauch ne Pause :-)


Schönen Sonntag !!!

Kommentare:

  1. Hallo Regenfrau,

    ohja, das mit dem zulange am PC gesessen kenne ich auch. ;-)

    Viele liebe Grüße von einer (bisher) stillen Mitleserin,
    Grenztänzerin

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    1. Herzlich willkommen liebe Grenztänzerin :-)

      Ne Schmedderling, das is echt nicht selbstverständlich, umso wertvoller is es deswegen! :-)

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  2. Schön, wenn man wenigstens 1-2 Menschen in der Familie hat, denen man 100% vertrauen kann, die man mag.

    Ist nicht selbstverständlich. Leider Leider.

    Einen lieben Montagsgruß
    Deine Schmedderling

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