Donnerstag, 19. Januar 2012

Es wird, es wird.



So. Gitarre ist beim Doktor.*schnief* aber muss ja. Von wegen..dachte ich geh ins größte Musikhaus Münchens. So tolle sind die auch nicht. Einen gewaschenen Anschiß vom Cheffe an Arbeiterin mitbekommen. Die dann heulend vor mir saß. Ähja.
Dann zum zuständigen Gitarrenbauer weiter geleitet worden. Der bekam das Maul nicht auf. Is der jetzt fertig? Kann ich gehn? Bekomm ich noch ne Auftragsbestätigung? Ich hasse sowas.
Dafür gleich nen Gitarrenständer erwischt. Die hatten eigentlich keine mehr. (aber mit Werbung prahlen: Auf 3000qm Musik! Von wegen...)
Also bekam ich, um die Hälfte billiger, das Ausstellungsstück. Angestellter: "Einen hätten wir noch, original eingepackt, aber in grün!"
GRÜN? Dieses GIFTGRÜN da? Für eine Konzertgitarre in natur Holzmaserung?
Der hat wohl ne Geschmacksverirrung!!!

Und nun hoffe ich, dass ich endlich mal wieder schlafen und essen kann. Bin schon wieder völlig durch den Wind (gewesen) mit der blöden Family. Therapie half da grad etwas, wieder mehr Klarheit und Übersicht in den Sauhaufen zu bekommen.
Geteiltes Leid ist eben halbes Leid. Es stimmt.
Wut und Ärger dürfen verrauchen ,wobei mir das bei meinem Vater echt schwer fällt. In der Justizsprache würde man sein Verhalten arglistige Täuschung nennen und ich fühl mich, höflich ausgedrückt, ziemlich auf den Arm genommen.
Der hat bei mir erst mal ausgeschissen. Aber komplett.
Auch das stimmt: Wut und Ärger helfen meist gut, wenn man sich schwer tut mit Grenzen setzen. Oder um die Kraft zu finden den nächsten Schritt zu gehen.

Ich werd mir jetzt die Ruhe nehmen und mir ein Geschnetzeltes mit Pilzen und frischen Spätzle zu machen. In der Hoffnung, dass dann der Appetit schon von alleine kommt.
Danach: nix tun. Mal sehen, ob ich das heute aushalte. Denn eigentlich fallen mir schon die Augen zu (hab ich überhaupt geschlafen??) aber die innere Unruhe treibt mich immer weiter...

Das les ich seit dem 4. Januar jeden Tag. Und ich nicke immer wieder dazu. Ich kann es nicht oft genug lesen:
(aus: Kraft zum Loslassen von M. Beattie)

4.Januar - Sich von Familienproblemen lösen

Wir können zwischen uns und unserer Kernfamilie eine gesunde Grenze ziehen. Wir können uns von ihren Problemen lösen.

Manche von uns haben Familienangehörige, die abhängig von Alkohol und anderen Drogen sind und nichts tun, um von ihrer Sucht geheilt zu werden.

Einige haben Familienangehörige mit ungelösten Co-Abhängigkeitsproblemen. Diese sind süchtig nach Unglück, Schmerz, Leiden; sind abhängig von ihrer Opferrolle und ihrer Bereitschaft, sich schikanieren zu lassen.

Wieder andere haben Familienangehörige, die misshandelt wurden oder mit anderen, ebenso ungelösten Problemen in ihrer familiären Vergangenheit konfrontiert sind.

Einige unserer Familienangehörigen sind möglicherweise süchtig nach Arbeit, Essen oder Sex. Vielleicht sind die Menschen in unserer Familie zu sehr miteinander verstrickt oder sich fremd geworden und haben kaum Kontakt zueinander.

Wir sind der Spiegel unserer Familienstrukturen. Wir lieben unsere Familie. Dennoch sind wir eigenständige Menschen mit eigenen Rechten und Pflichten. Eines unserer Grundrechte besteht darin, für unser Wohlbefinden zu sorgen und unsere innere Heilung zu verfolgen, ob andere Familienmitglieder sich entschließen, das gleiche zu tun, oder nicht.

Wir brauchen keine Schuldgefühle zu haben, weil wir nach Glück und einem harmonischen Leben streben. Ebenso wenig müssen wir uns die Probleme unserer Familie zu eigen machen, um zu zeigen, dass wir sie lieben und zu ihr stehen.

Wenn wir beginnen, sorgsam mit uns selbst umzugehen, reagieren die Familienmitglieder häufig mit offenen oder versteckten Versuchen, uns in alte Strukturen und Rollen zurück zu holen. Darauf müssen wir uns nicht einlassen. Diese Rückholversuche sind ihr Problem. Wenn wir auf uns selbst acht geben und uns bemühen, gesund und glücklich zu sein, bedeutet das nicht, dass wir unsere Familie nicht lieben, sondern lediglich, dass wir uns um die eigenen Belange kümmern.

Wir müssen die anderen nicht verurteilen, weil sie Probleme haben; ebenso wenig dürfen wir zulassen, dass sie uns benutzen, nur weil wir zur Familie gehören.

Es steht uns frei, unsere Interessen innerhalb der Familie wahrzunehmen. Unsere Freiheit beginnt, wenn wir die Probleme anderer nicht länger verleugnen und verdrängen, sondern höflich, aber bestimmt das zurückgeben, was zu ihnen gehört, und ums um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern.

Heute will ich mich emotional von Familienmitgliedern lösen. Ich bin ein eigenständiger Mensch, obwohl ich einer Gemeinschaft angehöre, die sich Familie nennt. Ich habe das Recht auf meine eigenen Belange und mein inneres Wachstum; die Mitglieder meiner Familie haben das Recht auf ihre Belange und die Freiheit zu entscheiden, wie und wann sie mit diesen Belangen umgehen. Ich kann lernen, mich in Liebe von meinen Familienmitgliedern und ihren Problemen zu lösen. Um das zu erreichen, bin ich bereit, alle dafür erforderlichen Gefühle zu untersuchen.


Ich konnt's nicht lassen. Musste nochmal in die Stadt rein und die fertige Gitarre abholen. JETZT bin ich ruhiger :-))))



Kommentare:

  1. Chefs, die ihre Mitarbeiter vor Kunden runtermachen, sind ein absolutes No-Go. Solche Läden würde ich boykottieren. Grässlich :-(
    Gute Besserung an deine Gitarre :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. @ Urmel: Hast recht. Werd ich in Zukunft auch machen, den Laden meiden. Nur mir fiel das andere Geschäft nicht mehr ein.
      Vor allem der Inhalt war übel: Dass sie doch krank in die Arbeit zu kommen habe! ER nehme ja auch Tabletten und dann geht das schon wieder. Gruselig.

      @morgenrot: Bitte gern gemacht :-) Ja absolut wichtig diese Eigenständigkeit!

      @ Schmedderling: tu das :-) Sind für jeden Tag solche Geschichten/Anregungen. Manche überles ich auch, da is mir zuviel Gott drin. Aber man kann ja nich alles haben. ^^

      Wieso gibts eigentlich nicht mehr EIN Formular? Womit man allen antworten kann??? Sondern unter jedem Kommentar ein eigenes *antworten*?

      Löschen
  2. Danke für den post über Eigenleben, Eigenständigkeit und das "für sich sorgen müssen". Ich versuche, es mir immer wieder bewusst zu machen; und auch die Strukturen zu verstehen. Alles Gute auf deinem Weg. morgenrot

    AntwortenLöschen
  3. Ich glaube, das Buch möchte ich auch lesen...

    AntwortenLöschen
  4. Also ich kann unten antworten - ätsch

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja das kann ich schon auch. Aber nu is bei jedem einzelnen Kommentar das 'Antworten' und 'Löschen'. das hatte mich irritiert, weil es sonst doch nur ein Feld war.

      Löschen