Sonntag, 29. Januar 2012

Allein sein können

Gerade bei einem wunderschönen Morgenspaziergang in erfrischender Kälte und entspannter Stille (außer paar Vögel und die geräuschvolle Flucht eines Hasen), dachte ich mir so, dass ich mich schon wieder sehr zurück gezogen habe.
Das war eine reine Feststellung ohne Gefühl dazu.

Wieder zuhause angekommen, sah ich meine derzeitigen Projekte wild in der Wohnung verstreut. Der Gitarrenordner, das Strickzeug, das Stativ für die Kamera, die Bücher.... Das war beruhigend.

Es ist so, dass ich sehr gut alleine sein kann und langweilig ist mir derzeit wahrlich nicht.
Früher war kaum einer wirklich da, also körperlich schon, aber die ungeteilte Aufmerksamkeit bekam ich nur von wenigen und dann auch nur kurz und mit einem abrupten Abbruch. Was mich sehr verwirrte und auch keine Lust auf neuen Kontakt machte. Denn wer weiß, wann der andere wieder einfach so geht.

Nach einer kurzen Zeit fiel mir ein, dass ich zwar sehr viel Alleinsein auch brauche, dass ich mich aber gerade in den letzten Wochen vermehrt um Kontakte und Ausflüge gekümmert habe. Dass ich in die Berge fahren kann, dass ich mich gestern für die Gruppe um eine Mitfahrgelegenheit gekümmert habe, dass ich eine Einladung eines alten Chatbekannten annehmen werde.

Zu gerne falle ich in Extreme: Ich bin ja NUR allein! Ich kann gar nix..usw.
Jetzt konnte ich das rechtzeitig stoppen und sehen, dass die Realität anders ist, wie ich erst dachte.
Die Waagschale in punkto Kontakte ist für mich derzeit gut ausbalanciert,
auch wenn es sich in manchen Minuten nicht so anfühlt.

Schönen Sonntag Euch allen! Ob allein oder zu zweit.

(Und: allein sein, heißt nicht zwingend einsam!)

Kommentare:

  1. Hier allein :o)
    Langsam habe ich aber wieder Lust auf nicht allein.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na nu haste ja Deine Männer wieder um Dich, oda? :)

      Löschen