Dienstag, 31. Januar 2012

Kurze Nacht

Hab ich schon mal gesagt, wie sehr ich es hasse, wenn ich abends unterwegs war und am nächsten Tag gleich früh raus muss?

Tue ich. Obwohl die Gruppe gestern gut war. Erst fing sie nicht so toll an, weil wenige da waren und die wenigen waren fast alle über 70. Da hab ich mich schon gefragt, was ich hier eigentlich mache.

Auf der anderen Seite habe ich ein wenig reflektiert. Wie ich noch vor 2,5 Jahren da drin saß: Nervös, extrem angespannt und mit vielen vielen Tränen. Ich hielt es kaum aus mit 6 Menschen in einem Raum zu sein.

Viel neues tut sich in der Gruppe nicht mehr, manche hängen schon so lange in ihren psychosomatischen Krankheiten fest und das ohne professionelle Begleitung, da wird die Gruppe mit 2 Stunden alle 2 Wochen auch nicht mehr soviel machen können.
Obwohl..die eine rennt schon nicht mehr sooooo oft zum Arzt wegen jedem Pickelchen und die andere rennt dafür öfter in den Wald, obwohl die Angst hat, dass sie dann der Schlag trifft und ihr keiner hilft.

Und es ist ja trotzdem eine Übung, weiter im Kontakt zu bleiben, mich mit bekannten Leuten zu treffen und die Nähe aushalten zu lernen.
Zu lachen gibts auch immer was und als ich gestern belehrt wurde, dass man doch bei der Kälte eine Mütze aufzieht und man genug trinken sollte (ich wollte nix) musste ich dann schon ein sehr ironisches: "Ach ich liebe es, wenn ich so bemuttert werde" loslassen. Ich kenn so eine Umsorgung nicht und empfinde das daher oft als unangenehm oder gar übergriffig ("ich bin alt genug für mich allein zu sorgen!")
Auch hier mag ich lernen, dass einfach anzunehmen. Ich kann die das machen/sagen lassen und trotzdem bei meinem Nein bleiben.

So und dann hatte ich dieses komische Gefühl in den Fingerspitzen. Was ist das? Woher kommt das? Bis ich meine Gitarre sah .-) Anfangs tut das greifen auf den Saiten höllisch weh, bis sich eine dickere Haut gebildet hat. Die is jetzt da und ich kann länger ohne Schmerzen spielen. HURRA!
Und trotz langem stimmen, klang sie irgendwie schräg. Jetzt hab ich mir ein elektronisches Stimmgerät gekauft. Manche sagen, dass man sich da sein Gehör versaut. Ich finde, das tue ich, wenn ich weiter die schrägen Töne höre.
Außerdem werde ich es nur zur Kontrolle benutzen, nachdem ich erst normal stimmte.
Bin ja echt gespannt, ob es dann besser klingt.

Soooo...ich muss los *augenreib und gähn*.

Montag, 30. Januar 2012

Freiheit?!

Bei meinem heutigen Morgenspaziergang war mal wieder das alte Thema da:
Eigene Identität finden.
Gut, vielleicht bin ich da mit über 30 etwas spät dran. Aber lieber spät als gar nicht.

Ich kam bei einigen Handwerksbetrieben vorbei, ich konnte in die Werkstatt sehen und dachte mir mit vollem Grusel: "Da jetzt 8 oder 9 Stunden drin sein, wär für mich die Hölle."
Ich kann mir immer mehr eingestehen, dass ich auf so eine lange Fremdbestimmung und Unterordnung inzwischen höchst allergisch reagiere.
Wahrscheinlich schon immer, nur dass ich das weg schob, weil ich irgendwie funktionieren und mich einreihen musste. Auf Kosten meiner Gesundheit.

Meine Therapeutin appelliert immer an mein Mitbestimmungsrecht.
Das mag schon sein, nur wo kann man heute noch wirklich mitbestimmen?
Und vielleicht ist ihr noch nicht wirklich klar, dass der alte Schrecken sehr tief sitzt. Dass, sich früher wehren, nein sagen und "mitbestimmen" verboten war, lächerlich gemacht wurde und mit Ausgrenzung ect. sanktioniert wurde.
Für ein kleines Kind ziemlich bedrohlich.

Dass mir so lange der Wille der anderen aufgezwungen wurde, dass ich heute sofort abhaue, wenn ich nur den Hauch spüre, dass so etwas wieder passiert!
Und das nicht aus Faulheit oder um den bequemeren Weg zu gehen, sondern um mich zu schützen! Um den kleinsten Teil meiner wackeligen Integrität nicht wieder zu gefährden!
Dass ich jetzt erstmal langsam lerne und heraus finde, was ich überhaupt fühle und was ich will! Das ist ja völliges Neuland für mich! Sozusagen ein unvorbereiteter Auslandseinsatz.

Für andere mag ein vorstrukturierter Arbeitsalltag Halt und Orientierung sein, für mich sind es Fesseln, die mich massiv einschränken!

Ich brauche im Moment wirklich die absolute Selbstbestimmung und fühle das erste mal, wie gut das tut! Ich habe wieder Raum zum atmen, ich darf mich aufrichten und festen Boden unter den Füßen spüren.
Mein Wille wurde stark verbogen und deformiert. Gebrochen wurde er nicht. Da bin ich doch um meinen Dickschädel (der sooft beschimpft wurde) sehr dankbar.
Und mir fiel ein, wie wohl ich mich im Freiwilligendienst gefühlt habe. Wieviel ich da arbeiten konnte, wie ich mit anpackte, wie ich mich eingebunden fühlte und etwas sinnvolles machte. Der Dank, den man mir entgegenbrachte nährte meine Seele. Er war viel wertvoller, als wenn ich dafür bezahlt worden wäre.
(Klar, nur vom Dank kann man auch nicht leben.)

Ich mag Menschen, die sich gegen Unterdrückung und Manipulation wehren, die strahlen so eine freudige Kraft aus, vor allem die Musiker/Künstler unter ihnen.

Aber jetzt erstmal nen Kaffee und ne heiße Dusche. Ganz schön kalt geworden.

Gestern gefunden und für wahr empfunden:

Ängste Depressionen und Verzweiflung lösen sich auf wenn man seine Mitte gefunden hat sprich bei sich selber angekommen ist.

(Dr. Matthias Lang)

Sonntag, 29. Januar 2012

Allein sein können

Gerade bei einem wunderschönen Morgenspaziergang in erfrischender Kälte und entspannter Stille (außer paar Vögel und die geräuschvolle Flucht eines Hasen), dachte ich mir so, dass ich mich schon wieder sehr zurück gezogen habe.
Das war eine reine Feststellung ohne Gefühl dazu.

Wieder zuhause angekommen, sah ich meine derzeitigen Projekte wild in der Wohnung verstreut. Der Gitarrenordner, das Strickzeug, das Stativ für die Kamera, die Bücher.... Das war beruhigend.

Es ist so, dass ich sehr gut alleine sein kann und langweilig ist mir derzeit wahrlich nicht.
Früher war kaum einer wirklich da, also körperlich schon, aber die ungeteilte Aufmerksamkeit bekam ich nur von wenigen und dann auch nur kurz und mit einem abrupten Abbruch. Was mich sehr verwirrte und auch keine Lust auf neuen Kontakt machte. Denn wer weiß, wann der andere wieder einfach so geht.

Nach einer kurzen Zeit fiel mir ein, dass ich zwar sehr viel Alleinsein auch brauche, dass ich mich aber gerade in den letzten Wochen vermehrt um Kontakte und Ausflüge gekümmert habe. Dass ich in die Berge fahren kann, dass ich mich gestern für die Gruppe um eine Mitfahrgelegenheit gekümmert habe, dass ich eine Einladung eines alten Chatbekannten annehmen werde.

Zu gerne falle ich in Extreme: Ich bin ja NUR allein! Ich kann gar nix..usw.
Jetzt konnte ich das rechtzeitig stoppen und sehen, dass die Realität anders ist, wie ich erst dachte.
Die Waagschale in punkto Kontakte ist für mich derzeit gut ausbalanciert,
auch wenn es sich in manchen Minuten nicht so anfühlt.

Schönen Sonntag Euch allen! Ob allein oder zu zweit.

(Und: allein sein, heißt nicht zwingend einsam!)

Samstag, 28. Januar 2012

Gammeltag

Wenn es einem lange dreckig ging und man ständig am Abgrund balancierte, freut man sich auch an den kleinen Dingen, man wird sehr bescheiden.
Ich freu mich, dass ich auch heute nicht wie ein wild gewordenes Duracellmännchen durch die Gegend rase, ausschlafen konnte, nach dem Frühstück auf der Couch noch im Schlafanzug noch ein wenig weiterdösen, den Geschirrberg stehen lassen können...
Richtig konzentrieren kann ich mich noch wenig, also lesen geht grad nur sehr kurz. Aber Dinge bei denen ich mich konzentrieren muss und was mit meinem Körper dazu mache, geht. z.B. stricken (mir einen Wunsch erfüllen, weil ich schon lange einen dünnen grau-schwarzen Schal will, eher zur Deko als zum wärmen), Gitarre spielen, es macht immer mehr Spaß (logisch, wenn man immer weiter lernt und die Griffe immer leichter zu greifen sind).

Trotzdem ist das alte Thema auch immer wieder mal da. Und da fühlte ich mich in der letzten Therastunde nicht so wirklich verstanden. Dazu kommt, dass ich schon seit ca.3 Stunden ein anderen Thema anfangen will und das immer wieder "schiebe". Ich weiß nicht ob aus Angst/Scham oder weil das andere Thema derzeit wichtiger für mich ist. Die Therapeutin weiß das auch, klar letztendlich bestimme ich, was ich ansprechen will, hab aber das Gefühl, dass die Therapeutin meint, dass ich mich vor dem neuen Thema drücke.
Mal sehen.

Dann las ich noch eine Hausarbeit über Väter und Töchter. Sehr gut gefiel mir der Satz:" Töchter wollen keinen perfekten Vater, aber Liebe, Respekt und Anerkennung." Genau!

Und ich fragte mich, wie ich die letzten 2 Wochen noch 40 oder 20 Arbeitsstunden schaffen hätte sollen?
Ich bin immer noch erstaunt, dass mir die Ärzte und Therapeuten glaubten und sahen, was Sache ist. Mehr noch, dass sie mich bremsten, weil ich immer noch weiter und noch mehr machen wollte. Und dass sie mich aufklärten, über mich, über meine Symptome, über mein Verhalten.

All meine Symptome und Reaktionen wurden das erste mal ernst genommen. Sie wurden erkannt. Anerkannt. Auch wenn es einen traurigen Hintergrund hat: Anerkennung ist Anerkennung. Und das, finde ich, ist ein heilsamer und wichtiger Baustein in der Therapie!


Und bin immer mehr dankbar für die Rentenzeit.

Freitag, 27. Januar 2012

Wieder bei mir angekommen

Das Lied gestern half, wieder mehr Abstand zum Ex zu bekommen. Humor ist doch was wunderbares. Ja manchmal muss er sehr schwarz und trocken sein.

Ich hab endlich mal wieder 8 Stunden durch geschlafen und fühl mich wieder viel lockerer und lebenslustiger! Auch mein Vater ist nicht mehr Nr. 1 in meinen Gedanken. Manchmal braucht man zum Humor auch etwas Geduld dazu.

Das nervöse/hibbelige hat ebenso stark nach gelassen. Ein wenig spüre ich es noch, aber ich kann wesentlich mehr Pausen und alles langsamer machen.
(Hyperarousal: Symptome der Übererregung: z.B. Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, erhöhte Reizbarkeit, mangelnde Affektintoleranz
-Schwierigkeiten einzuschlafen
-Irritierbarkeit oder Ausbrüche von Ärger
-Konzentrationsschwierigkeiten
-Hypervigilanz (erhöhte Aufmerksamkeit)
-Erhöhte Schreckreaktion (startle response)
(Quelle: Traumatherapie.org) )

Wochenende du kannst kommen! :-)

Donnerstag, 26. Januar 2012

M & M's

Nein es geht nicht um die herrliche Süßigkeit.
Sondern um Machos und Milchbubis (wollte erst Muttersöhnchen schreiben, aber genau das sind ja Machos!).
Außen süß, innen knackig?
Na wohl eher: Außen hui, innen pfui! (zumindest der Macho).

Achmei, immer wieder die Frage: Warum falle ich (ebenso immer wieder) auf das Arschlochsyndrom rein? Gut, das ich mich das nicht alleine frage.
Viele Theorien ranken sich um diesen Mythos.
Für mich gilt (u.a.) man kann mit den Arschlochtypen einfach saumäßig viel Spaß haben. Exzessive Partys (achja lang lang ist's her), wilden Sex (achja....), unvernünftige Dinge machen "was kostet die Welt?", in ihren dicken Autos herum rasen und noch so allerlei Unfug. (Außerdem sind sie meistens ein Augenschmaus.)
Das kann man machen. Mehr nicht. Vielleicht geht das auch mal in meinen Schädel.

Und jetzt, jetzt höre ich so lange das Lied (in voller Lautstärke) bis es mir die Ohren aufzwirbelt und ich nix anderes mehr tun kann, als den Liedtext auswendig vor mich hin zu lallen!
Tzzz, wär doch gelacht......

Abschied der Illusionen

Immer wieder faszinierend, wie meine Therapeutin mit den richtigen Fragen kommt. (teilweise beherrsche ich das schon selbst, passte da immer gut auf, denn irgendwann is Therapie vorbei und dann muss ich wieder allein zurecht kommen).
Heutige Frage zum Thema Ex (der sich gemeldet hatte): WARUM es mich so zu ihm zieht? Was genau? Da hilft nur Ehrlichkeit, zumindest mir gegenüber.
Er gab mir immer einen Vorgeschmack, ein Krümelchen, von dem was ich haben wollte - bzw. was ich in einer Partnerschaft erwartete. Und diese Lockungen, irgendwann mal mehr vom Kuchen zu bekommen, funktionieren noch heute. *seufz*.
Ich sag nur: Auch hier wollt ich im Eisenwarenladen warme, frische, nährende Brötchen kaufen.
*doppelseufz*

Trotz allem Aufruhr derzeit, geht es mir doch besser, als früher. Ja es ist anstrengend, Schlaf und Essen ist mehr Glücksache, ich bin sehr erschöpft und dann noch die Wechselbäder der Gefühle, wo ich manchmal gar nicht weiß wohin damit.
Und so fragte ich mich am Dienstag, ob ich am nächsten Tag wirklich einen Fahrdienst übernehmen soll oder ob es mir zuviel wird.
Ich sah es als Möglichkeit, mal völlig von meinem Thema wegzukommen, Ablenkung im positiven Sinn, was schönes machen. Und es funktionierte. Ein schöner Abend war das.
Einfach goldig die alten Leute:
Dame: "Wo is denn das Kino überhaupt?"
Ich:" Äh, ich dachte SIE wüßten das?!?!"
Dame:" Nö!"
Wir machten uns trotzdem froh gelaunt auf den Weg und machten einen Plan. Auch das funktionierte und die alte Dame hatte im Kreis ihrer Freundinnen einen schönen Abend.
Als ich sie abholte, saßen alle glücklich vor ihrem Weingläschen und es wurde noch ordentlich erzählt und gelacht. Ich hatte es ja nicht eilig.
Beim Abschied:
Dame1: "Bis nächste Woche! Und bleiben Sie gesund!"
Dame2:" Ach iwo, ich bin 88! Irgendwann muss man doch mal abkratzen!"

Und als Gute-Nacht-Schreck hatte ich den falschen Tiefgaragenschlüssel. Da wir derzeit nachts ziemliche Minusgrade haben, war der Pflegedienst heute morgen sicherlich nicht erfreut, erstmal das Auto frei kratzen zu müssen.
ICH zieh mir den Schuh nicht mehr an. Ich konnte nix dafür. Ich gab mein bestes und versuchte noch Leute zu finden, die mir helfen könnten. Waren aber alle schon im Feierabend. Tja mei......

So und nachdem ich nun schon viel zu Fuß unterwegs war und nun völlig platt bin, gibts heute nur noch: Ruhe.
Morgen kommt mein Haushalt dran und sonst nix.

Schön, wenn ich wieder meine innere Freiheit spüre, ohne von Scham-Schuld- und/oder Angstgefühlen gezwungen werde, mich nicht mehr zu spüren und nur noch wie ein Roboter reagiere.
Auch wenn das ausmisten mancher Leute derzeit weh tut, es hilft mir auch, mich wieder auf meine innere Stimme zu konzentrieren, meine Bedürfnisse spüren und erfüllen und mich mit Leuten umgebe, die wirklich gutes für mich wollen, weil sie echte Freunde sind. Und nicht solche Schmarotzer die mich so hinbiegen, wie es für sie am nützlichsten ist!

Mittwoch, 25. Januar 2012

Wenn die Tür...

... zur Vergangenheit schon mal offen steht, kommt auch gleich ein anderer Mann aus früheren Zeiten, schlüpft hindurch...und steht vor mir.
Ach.Ach.Ach.

Was hab ich diesen Mann vergöttert. Über Jahre. Selbst lange nachdem wir gar nicht mehr zusammen waren. Mal schrieb er. Mal ich.
Ganz am Anfang, als ich ihn meinen Freunden und Familie vorstellte, nahmen mich viele an ihre Seite und flüsterten:"Sag mal Regenfrau, was ist DAS denn für einer?"
Die sahen das.
Ich hatte die rosarote Brille auf, mit Gläsern dick wie Flaschenböden.
Ich konnte nicht verstehen, was sie an ihm auszusetzen hatten.
Ich wollte nicht sehen, dass er mich vor allen Leuten lächerlich machte, mich demütigte.
Ich wollte nicht glauben, dass er mich von vorn bis hinten anlog.
Ich wollte nicht wahrhaben, dass ich nur das hübsche Aushängeschild und die Bettgefährtin für ihn war.

Auch heute gibt es noch eine Seite in mir, die wieder zu ihm will.
Die sagt: Aber er hat mir doch einen Heiratsantrag gemacht? Er ist nur etwas unsicher und schüchtern, das muss er kompensieren. Können diese Augen lügen? Wir waren doch das Traumpaar. Er hat mich begehrt.

Mich erinnert das an Frauen, die immer und immer wieder zu ihren Männern zurück gehen, die sie schlagen. Das kann man nicht verstehen. Eigentlich.
Wenn man aber von zuhause aus, mit so wenig Rückhalt, Geborgenheit und Liebe in die Welt entlassen wurde, erträgt man 5 Tage Demütigung und Beleidigung und Lügen für die eine Stunde, in der er doch so lieb und zärtlich ist. Man freut sich über noch so lieblose Geschenke.
Man will ihn retten. Ihn auf den richtigen Weg bringen. Ihm helfen.


Und er? Er will nur weiter Macht ausüben. Macht mißbrauchen. Dich gebrauchen für sein leeres Selbst.

Es wird Zeit, nun endgültig und definitiv einen Riegel davor zu schieben.
Die Hoffnung begraben, dass er sich doch noch ändert. Die Wahrheit ist: Dass was ich jetzt von ihm gelesen habe, zeigt mir: Er wurde noch schlimmer. Er, der Held. Er, der Mr.Großkotz.
Es wird Zeit. 12 Jahre sind genug. 12 Jahre sind zuviel.

Wenn da nicht noch die andere Seite in mir aufschreien würde....

(und irgendwie erinnert mich das an Frau Doktor)

Dienstag, 24. Januar 2012

Die Wolfsfrau

Gestern suchte ich in meinem Seelenordner (Unterlagen aus Selbsthilfegruppen, Kliniken zum Thema Selbstliebe, Selbstachtung, Skills usw.) etwas passendes, etwas hilfreiches, etwas zum aufpäppeln.
Nichts wollte in mir klingen und aufseufzen "ahja das tat jetzt gut!".
Ich stöberte weiter und weiter und fand etwas!
Das Buch: "Die Wolfsfrau- Die Kraft der weiblichen Urinstinkte von Clarissa Pinkola-Estes."
Es begleitet mich schon seit einigen Jahren. Sehr hilfreich ist, dass es so aufgebaut ist, dass man einfach mitten drin zu lesen anfangen kann. Und das tat ich. Vertrauend, dass ich das richtige für mich, in der jetzigen Situation schon finden werde.
Das war dann auch der Fall:

Die Anzeichen einer gestörten Beziehung zur eigenen Wildnatur:
Sich ausgelaugt fühlen,deprimiert, verwirrt, lustlos, zu schwach, zu uninspiriert, man fürchtet sich allein etwas zu unternehmen, Angst vor Neuen, Angst die Stimme zu erheben, man zweifelt, jammert, hat eine ständige Wut im Bauch...

Es geht um Hambra del Alma - den Gesang der ausgehungerten Seele!

Und was haben freilebende Wölfe und ungekünstelte Frauen gemeinsam? Die Akkuratheit ihres instinktiven Feingefühls, eine Vorliebe für alles spielerische, sie schnüffeln gerne neugierig herum, sind wißbegierig, spitzfindig, zäh, ausdauernd und seelenvoll, sind standhaft, anpassungsfähig...
Und beide Gattungen wurden und werden verleumdet, unterjocht bis zur Ausrottung. Die Jahrhunderte währende Säuberungsaktion der moralpredigenden Weltverbesserer galten selbstverständlich nicht allein dem Wildwuchs in der Außenwelt, sondern mehr noch den ungezähmten Wildregionen der menschlichen und speziell der weiblichen Psyche.

Es geht um die eigenen Instinkte und Intuition, sie wiederfinden, sie miteinbeziehen, sie sind großartige, hilfreiche Schätze! Doch in unserer Welt zählt nur noch der Verstand, der sechste Sinn wird lächelnd als Humbug abgetan. Und so beschneiden wir uns selbst an unserer Lebendigkeit!

Gestern half mir speziell das Sechste Kapitel: "Zum richtigen Rudel finden - Zugehörigkeit als Segen"
Viele starke Frauen hatten in ihrer Kindheit das Gefühl, aus Versehen in der falschen Familie gelandet zu sein. Das Unverständnis, das Augenrollen, das seufzen, das eisige Schweigen der Eltern, weil man so anders war, so unkonform, so spinnerte Ideen und Ansichten hatte...
(als anschauliches Beispiel wird die Geschichte vom häßlichen Entlein erzählt, danach auch die Bedeutung der inneren Mutter)

Ein "unzulängliches" Kind wird einer Serie von psychologischen Schönheitsoperationen unterzogen und subtilen oder auch gewaltsamen Korrekturen unterworfen. Aber mehr noch als das: Das Kind wird angehalten, die Intelligenz seiner eigenen Seele zu verleugnen.
Sie Seele des Kindes mag sehen und erkennen wollen, aber was soll es mit den Augen seiner Seele anfangen, wenn seine Eltern von ihm verlangen, dass ihre Gewalttaten geflissentlich übersehen werden?
Die Forderung nach Konformität kann einen so unerträglichen Druck ausüben, dass Kinder sich in sich selbst verkapseln, die Flucht in ein inneres Exil wählen oder das äußere Exil bei den typischen Randfiguren der Gesellschaft suchen - all dies wohlgemerkt immer im Zuge ihrer verzweifelten Suche nach einer Zuflucht, einem Schlupfloch in dem sie in Frieden gelassen werden und in ihrer einzigartigen Originalität unterstützt werden.
(...)

Die immer wieder auftauchenden Entscheidung, ob man die Forderungen der Außenwelt erfüllen oder den Forderungen der Seele Genüge tun soll, wuchert rein gefühlsmäßig jedesmal zu einer Entscheidung zwischen Leben und Sterben aus. (Diese Zerrissenheit, die ich nur zu gut erkenne, wurde mir nun erstmal dank der Rente genommen!!!)

"Exil als Segen"
Wer jemals versucht hat, sich in eine Form zu zwängen, in die er oder sie beim besten Willen nicht hinein paßte, kann von Glück sagen, wenn der Versuch kläglich gescheitert ist. Gut, man mag sich einsam und wie ein Versager vorkommen, aber wenigsten hat man die eigene Seele vor weiteren Mißhandlungen von seitens des falschen Rudels bewahrt. (oh, kommt mir verdammt bekannt vor!)
Es ist besser eine Zeitlang einsam und verloren hierhin und dorthin zu wandern, um das Gesuchte zu finden, als in einer Zwangsjacke zu stecken, in der man kaum noch Luft kriegt.
Es ist niemals falsch, sich auf die Suche nach dem zu machen, was die Seele braucht. Niemals!
(...)
Jedesmal, wenn das sprühende Leben spontan aus dem Kind, das du einst warst, herausbrechen wollte, tauchte jemand auf, der dich sofort in Grund und Boden gestampft hat, jemand der deine Sichtweise, deine spezielle Ausdrucksform verurteilt hat. Deine Familie hat dich mit Tausenden von widersprüchlichen Verhaltensregeln verwirrt und dich dann für deine Verwirrtheit bestraft. (jepp, und später tut man dies sich selbst an!)
Das Mysterium des Andersseins ist keine Geistes-oder Seelenkrankheit. Jawohl, der Mensch leidet unter den Symptomen des Andersseins, aber er ist nicht krank, keineswegs! Der Andersartige wird nur nicht richtig verstanden, das ist sein Leid. (Ein Jubelschrei in mir!!).

Mit dem Thema Wechselbalg (der Schwan in der Entenfamilie) ist nicht der reale Vertausch z.B. in der Klinik gemeint, sondern das man generell in der falschen Familie gelandet ist.

Der Wechselbalg ist nicht in erster Linie seiner Familie und deren Prinzipien treu, sondern seinem inneren wilden Selbst (klar, dass da der Knatsch vorprogrammiert ist, vor allem wenn Eltern mit allen Mitteln versuchen, das Kind so hinzubiegen wie sie es brauchen!).
Und da kann sich die traumatisierte Seele so weit zurück ziehen, dass sie nur noch mit meisterhaften Kunstgriffen herbei gelockt werden kann, was manchmal Jahre braucht.

Wenn ihr euer Leben als mißverstandener Wechselbalg begonnen habt und euch trotz aller Widriger Umstände bis hierhin durchgeschlagen habt, könnt ihr wirklich von Rechts wegen stolz auf euch sein, denn das ist eine Leistung zweifellos. In den englischsprachigen Ländern nennt man solche Leute Survivors-Überlebende.
Ich vergleiche solche Frauen oft mit einer Pflanze, die es rätselhafterweise fertig gebracht haben, ohne Wasser und Sonne einen kleinen Sproß durch eine Ritze im Pflasterstein zu bohren und zu leben!

Diese Buch macht Mut und Hoffnung. Muntert auf, sich um seine Seelenbedürfnisse zu kümmern. Sich auf die Suche nach dem wahren Selbst zu begeben. Das kann durch vielerlei geschehen durch Tanz, durch Malerei, durch Rituale. Es geht um den archaischen Kern der Frauen, der zu gern hinter Massen von Make-up versteckt wird. Es geht um Kraft und um Freiheit, um ein neues Selbstverständnis der Weiblichkeit, auch um Sucht, um innere Anteile, um viele überlieferte Geschichten und Märchen, um die Wärme des Feuers und die Notwendigkeit sich seinen Freiraum zu suchen und sich um seine ureigene Entfaltung zu kümmern! Es geht um Körpersprache und um Körperfreude, um die männliche Seite in jeder Frau, um die innere Heilung und Selbsterhaltung!

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen!

Heute werde ich es mir in meiner Höhle gemütlich machen, weiter lesen, stöbern, schreiben, vielleicht meine Seelenklänge mithilfe der Gitarre weiter erwecken und weiter nach der wilden Frau in mir suchen - soweit entfernt ist sie gar nicht! :-)

Die Geschichte La LIorona aus Mexico wird auch erzählt und passenderweise singt auch Sylvia Kirchherr dazu ein Lied.
Und diese Frau strahlt eine Freiheit, Stärke und innerer Übereinstimmung aus, dass es für mich immer wieder eine wahre Freude ist, sie zu sehen und zu hören! Weil sie ihren Weg geht!



Montag, 23. Januar 2012

Die Realität

...klingt so unharmonisch, wie derzeit manchmal meine Gitarre.
Die Kindanteile in mir wollen weiter den tollen Papa sehen und verleugnen, dass er auch ganz anders drauf sein kann. Bzw. fühlen sie sich bedroht, verlassen....
Ich als Erwachsene sehe das, was er tut bzw. nicht. Da bleibt kein loben und kein staunen für diesen Mann. Nur Empörung.
Und diese zwei Anteile vermischen sich immer mal wieder.

Gestern las ich in meinen alten Notizen und las genau das was auch jetzt passiert:
Erst Wut (so ein Arsch! Die Erwachsene). Dann Zweifel (aber er hat doch auch...tue ich ihm Unrecht? Soll ich nicht doch ...? Hier starke Vermischung der inneren Anteile). Dann Trauer (er ist lieblos, er kümmert sich nur um sich selbst, nur früher hat er das schöner verpackt, ich steh wirklich allein da...Das Kind).
Das tat gut zu lesen, dass diese Phasen so sind. Also nix neues. UND: Es wird vorbei gehen.
Das machte mich ruhiger und ich konnte endlich wieder mehrere Stunden durchschlafen.
Früher hab ich ihn in kleinen Schritten von seinem Podest geholt (ich glaube wir stellten ihn beide höher, als es der Wahrheit entspricht). Jetzt ist es ein sehr großer Schritt und ich muss aufpassen, dass es mich nicht überrollt.

Da ist es, wieder einmal, sehr wichtig, nicht zu streng mit mir umzugehen.
Ich darf mich zeitweise dicht machen, ich schaue, dass ich das Minimum an Essen hinunter bekomme und das darf alles sein, da wird nicht auf Gesundheit geachtet, wenn kein Schlaf kommen mag, zumindest ausruhen (was aber noch schwieriger ist, mit Bewußtsein wach und ruhig zu sein, weil da alles mögliche hoch kommt.) Genug trinken, zumindest kurz an der Luft bewegen, schreiben, Imaginationen machen....

Vorhin noch mit bester Freundin telefoniert, wo sich endlich mal ein paar Tränen gelockert haben.
Später kommt best friend noch vorbei. So ganz wohl ist mir dabei nicht, (wenn es mir schlecht geht, fühlt sich "sichtbarer" Menschenkontakt noch bedrohlicher an,) ich möchte es aber trotzdem.
Vielleicht tut es ja auch ganz gut.

Sonntag, 22. Januar 2012

Narzissmus, pathologischer

Ich hab 2 Briefe an meinen Vater verfasst. Aber nicht abgeschickt, das sie für mich noch nicht ganz stimmig waren. Die Gedanken kreisen und an Schlaf ist überhaupt nicht mal zu denken.

Menschen die narzisstisch gestört sind, können einem das Leben wahrlich zur Hölle machen. Das schlimmste daran: es wird dir kaum geglaubt. Denn diese Menschen erscheinen charmant, großherzig, freundlich...Vorsicht! Sie erscheinen nur so, sie sind es nicht. Alles nur Fassade.

Sie brauchen dich für sich, für ihre Zwecke. Es geht nie um dich als eigenständige Persönlichkeit. Du wirst ausgelutscht, bis fast nix mehr von dir übrig bleibt. Entweder bauen sie dich dann wieder auf (wenn noch kein neues Opfer vorhanden ist) - in dieser Situation gab mir mein Vater immer Geld, oder sie werfen dich eiskalt weg. Du bist ja zu nix mehr zu gebrauchen. Nur noch eine leere Hülle.

Diese Leute meinen, dass sie der einzigste Quell der Freude und der Lebenslust sind. Und wehe der andere findet diese Werte noch wo anders (bei Freunden, im Beruf, in Hobbys)! Da wird es sehr ungemütlich und du sitzt da und fragst dich, warum dieser ach so liebe, nette, freundliche Typ auf einmal mit eiskalter Stimme übelste Abwertungen von sich gibt. Du redest dir ein, dass du da wohl einen Fehler gemacht hast und besserst dich. Du willst ja nicht, dass er wieder so böse wird. Du richtest dich nach ihm. Fast wie ferngesteuert.

Er versucht dich von den anderen Quellen der Freude fernzuhalten. Redet deine Freunde schlecht, drängt dich deine Arbeit aufzugeben, beleidigt dich und schmollt tagelang weil du einen Abend mal tanzen warst. Und nicht bei ihm.
Das alles passiert sehr subtil. Langsam, Stück für Stück. Du kannst davor noch so selbstbewußt, erfolgreich und unabhängig gewesen sein. Solche Menschen untergraben alles an dir. Er redet dir ein, dass du und nur du an allem Schuld hat. Und du glaubst ihm.

Es hat absolut keinen Sinn an seinen Verstand oder gar seine Gefühle zu appellieren. Er wird dir das Wort im Munde umdrehen!
Dein Gehirn wird ordentlich gewaschen und bald wirst du schon nicht mehr wissen, wo oben und unten ist.

Ich lebte mal mit so einem Menschen (in absoluter Reinform des gestörten Narzissmus) zusammen. Er hat es geschafft, dass ich übelste Hassbriefe an Menschen schrieb, die ich eigentlich liebte. Und er diktierte sie mir. Ich war hörig und fühlte mich immer schlecht. Denn egal was ich tat, es war nie gut genug. Er kontrollierte mich auf Schritt und Tritt. Ich durfte nicht mal alleine baden oder einkaufen. Kam ich eine Bahn später als sonst heim, gab es Ärger vom feinsten.
Relativ schnell (nach 1 Jahr) schaffte ich den Absprung, denn ich spürte: Bald sind wir bei der nächsten Stufe: körperlicher Gewalt. Eine Nacht-und Nebelaktion geschah, weil ich wußte: Der rastet aus. Was er auch tat. Nur da war ich schon in Sicherheit.
Und danach ist es wichtig, jede Form der Zuwendung zu unterlassen. Denn daraus bezieht der Narzisst ja seine Energie! Keine Erklärung! Keine Vorwürfe! Keine Diskussion! Absoluter Kontaktabbruch und wie ein Fels in der Brandung stehen. Denn er wird mit allen Mitteln versuchen, dich wieder zu bekommen!

Jetzt weiß ich auch, warum ich so schnell in Wut gerate, wenn ich meine Autonomie bedroht sehe!

Deswegen wird es keine Briefe an meinen Vater geben. Er bekam schon viel zu viel von mir. Doch bis zu meinem innersten, heilen Kern schaffte er es nicht und wird er auch nie. Das werde ich nicht zulassen. Das schwöre ich mir.

Die beste Rache ist die, es sich gut gehen zu lassen!

Weitere Infos:
Buch: Die Masken der Niedertracht
Forum: Narzissmus.net

Samstag, 21. Januar 2012

Wenn 2 Angsthasen...

sich zusammen tun, kann etwas wunderbares geschehen :-)

Sie: Traut sich nicht mehr Auto fahren, hat aber eins, mit Übernahme der Benzinkosten.
Ich: Hab kein Auto (fahre aber sehr gerne) und auch nicht wirklich das Geld für die Fahrkarte.
Beide wollen wir mehr hinaus in die Welt.

Problem gelöst.
Ist das nicht geil?
Ich freu mich sooooooooo!!!!!

Kreativität kann man also nicht nur mit Papier, Farben und Musikinstrumenten ausleben,
sondern in allen Lebensbereichen!

Die Ruhe und das Meer

Interessant, ich erlaube mir eher, mich am Wochenende zu erholen. Logisch, wenn man jahrelang nur am Wochenende frei hatte. Eingebranntes Muster. Trotzdem blöd, denn am Wochenende sind viele Nachbarn auch zuhause und machen Lärm. Was mich wiederum total streßt.

Dafür heute Nacht geträumt, dass ich ans Meer fuhr und es war ein gigantischer Ausblick! Herrlich :-) Real sieht es so aus, dass ich mir überlegen muss, ob ich für den Urlaub am Meer spare oder mir was für die Gesundheit leiste, was die Kassen nicht zahlen. Sinnvoll wäre es ja, erst das für die Gesundheit und dann ans Meer. Aber meine Sehnsucht ist stärker, als alle Vernunft! Naja mit viel Glück geht auch beides.

Gitarre spielen läuft! Muss sie jetzt ja noch oft stimmen, weil das mit neuen Saiten wie mit neuen Schuhen ist: Die müssen erst mal eingelaufen werden.
Das ist gut, weil mein musikalisches Gehör doch ziemlich verkümmert ist, in der instrumentenlosen Zeit.
Hab mir vorgenommen jeden Tag ein bißchen was zu spielen. Ohne Zeitangabe, denn manchmal sind 20 intensive Minuten besser, als eine gequälte Stunde.
Dran bleiben und Geduld haben, sind ja nicht sooo meine Stärken. Also sag ich mir: Ich mach es ja für mich. Ich muss zu keinem Konzert, zu keinem Lehrer, nix.

Nur kein Streß und Druck , ois easy ....

Freitag, 20. Januar 2012

kre-a-tiv

Also das mit der Ruhe wird nix. Na gut, dann isses eben so. Wird schon wieder kommen. Etwas mehr Schlaf hab ich abbekommen und Essen auch. Is ja auch schon was.

Es schwappen immer wieder Wutwellen wegen meines Vaters in mir hoch. Ausgelöst durch Erinnerungen, die nun Stückchen für Stückchen, in mein Bewußtsein hoch blubbern. Wie bei einem Puzzle.
Das setzt ziemlich viel Energie frei. Und früher benutzte ich das gegen mich.
In allerlei Formen der Selbstschädigung.

Heute ist es etwas besser. Ich rauche zwar zuviel und die Kaffeemengen sind, Angesichts der Tatsache, dass ich eh schon so aufgeputscht bin, auch nicht das wahre, aber es ist bei weitem nicht mehr so schlimm.

Dafür nutze ich nun diese Kraft eher für mich. Der Bastelrausch ist ausgebrochen. Im Baumarkt fand ich einige Sonderangebote (und paar hübsche Männer *g*) und hier gehts rund. Der große Regenmacher ist in Arbeit. Weitere Ideen werden aufgeschrieben.

Das Wetter ist eh naß und kalt, hab eh lieber Lust mich daheim zu vergraben und weiter zu werkeln. Langeweile ist nicht in Sicht :-)

Schönes Wochenende Euch!

Musik darf selten fehlen, für's Basteln ideal:
Cat Power:


Donnerstag, 19. Januar 2012

Es wird, es wird.



So. Gitarre ist beim Doktor.*schnief* aber muss ja. Von wegen..dachte ich geh ins größte Musikhaus Münchens. So tolle sind die auch nicht. Einen gewaschenen Anschiß vom Cheffe an Arbeiterin mitbekommen. Die dann heulend vor mir saß. Ähja.
Dann zum zuständigen Gitarrenbauer weiter geleitet worden. Der bekam das Maul nicht auf. Is der jetzt fertig? Kann ich gehn? Bekomm ich noch ne Auftragsbestätigung? Ich hasse sowas.
Dafür gleich nen Gitarrenständer erwischt. Die hatten eigentlich keine mehr. (aber mit Werbung prahlen: Auf 3000qm Musik! Von wegen...)
Also bekam ich, um die Hälfte billiger, das Ausstellungsstück. Angestellter: "Einen hätten wir noch, original eingepackt, aber in grün!"
GRÜN? Dieses GIFTGRÜN da? Für eine Konzertgitarre in natur Holzmaserung?
Der hat wohl ne Geschmacksverirrung!!!

Und nun hoffe ich, dass ich endlich mal wieder schlafen und essen kann. Bin schon wieder völlig durch den Wind (gewesen) mit der blöden Family. Therapie half da grad etwas, wieder mehr Klarheit und Übersicht in den Sauhaufen zu bekommen.
Geteiltes Leid ist eben halbes Leid. Es stimmt.
Wut und Ärger dürfen verrauchen ,wobei mir das bei meinem Vater echt schwer fällt. In der Justizsprache würde man sein Verhalten arglistige Täuschung nennen und ich fühl mich, höflich ausgedrückt, ziemlich auf den Arm genommen.
Der hat bei mir erst mal ausgeschissen. Aber komplett.
Auch das stimmt: Wut und Ärger helfen meist gut, wenn man sich schwer tut mit Grenzen setzen. Oder um die Kraft zu finden den nächsten Schritt zu gehen.

Ich werd mir jetzt die Ruhe nehmen und mir ein Geschnetzeltes mit Pilzen und frischen Spätzle zu machen. In der Hoffnung, dass dann der Appetit schon von alleine kommt.
Danach: nix tun. Mal sehen, ob ich das heute aushalte. Denn eigentlich fallen mir schon die Augen zu (hab ich überhaupt geschlafen??) aber die innere Unruhe treibt mich immer weiter...

Das les ich seit dem 4. Januar jeden Tag. Und ich nicke immer wieder dazu. Ich kann es nicht oft genug lesen:
(aus: Kraft zum Loslassen von M. Beattie)

4.Januar - Sich von Familienproblemen lösen

Wir können zwischen uns und unserer Kernfamilie eine gesunde Grenze ziehen. Wir können uns von ihren Problemen lösen.

Manche von uns haben Familienangehörige, die abhängig von Alkohol und anderen Drogen sind und nichts tun, um von ihrer Sucht geheilt zu werden.

Einige haben Familienangehörige mit ungelösten Co-Abhängigkeitsproblemen. Diese sind süchtig nach Unglück, Schmerz, Leiden; sind abhängig von ihrer Opferrolle und ihrer Bereitschaft, sich schikanieren zu lassen.

Wieder andere haben Familienangehörige, die misshandelt wurden oder mit anderen, ebenso ungelösten Problemen in ihrer familiären Vergangenheit konfrontiert sind.

Einige unserer Familienangehörigen sind möglicherweise süchtig nach Arbeit, Essen oder Sex. Vielleicht sind die Menschen in unserer Familie zu sehr miteinander verstrickt oder sich fremd geworden und haben kaum Kontakt zueinander.

Wir sind der Spiegel unserer Familienstrukturen. Wir lieben unsere Familie. Dennoch sind wir eigenständige Menschen mit eigenen Rechten und Pflichten. Eines unserer Grundrechte besteht darin, für unser Wohlbefinden zu sorgen und unsere innere Heilung zu verfolgen, ob andere Familienmitglieder sich entschließen, das gleiche zu tun, oder nicht.

Wir brauchen keine Schuldgefühle zu haben, weil wir nach Glück und einem harmonischen Leben streben. Ebenso wenig müssen wir uns die Probleme unserer Familie zu eigen machen, um zu zeigen, dass wir sie lieben und zu ihr stehen.

Wenn wir beginnen, sorgsam mit uns selbst umzugehen, reagieren die Familienmitglieder häufig mit offenen oder versteckten Versuchen, uns in alte Strukturen und Rollen zurück zu holen. Darauf müssen wir uns nicht einlassen. Diese Rückholversuche sind ihr Problem. Wenn wir auf uns selbst acht geben und uns bemühen, gesund und glücklich zu sein, bedeutet das nicht, dass wir unsere Familie nicht lieben, sondern lediglich, dass wir uns um die eigenen Belange kümmern.

Wir müssen die anderen nicht verurteilen, weil sie Probleme haben; ebenso wenig dürfen wir zulassen, dass sie uns benutzen, nur weil wir zur Familie gehören.

Es steht uns frei, unsere Interessen innerhalb der Familie wahrzunehmen. Unsere Freiheit beginnt, wenn wir die Probleme anderer nicht länger verleugnen und verdrängen, sondern höflich, aber bestimmt das zurückgeben, was zu ihnen gehört, und ums um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern.

Heute will ich mich emotional von Familienmitgliedern lösen. Ich bin ein eigenständiger Mensch, obwohl ich einer Gemeinschaft angehöre, die sich Familie nennt. Ich habe das Recht auf meine eigenen Belange und mein inneres Wachstum; die Mitglieder meiner Familie haben das Recht auf ihre Belange und die Freiheit zu entscheiden, wie und wann sie mit diesen Belangen umgehen. Ich kann lernen, mich in Liebe von meinen Familienmitgliedern und ihren Problemen zu lösen. Um das zu erreichen, bin ich bereit, alle dafür erforderlichen Gefühle zu untersuchen.


Ich konnt's nicht lassen. Musste nochmal in die Stadt rein und die fertige Gitarre abholen. JETZT bin ich ruhiger :-))))



Mittwoch, 18. Januar 2012

Schöne Dinge



Was braucht eine Regenfrau? Logisch, einen Regenmacher! Fiel mir heute so ein und konnte ich mir glatt erfüllen. Bin zwar immer noch sehr müde, aber das traurige Gefühl ist weg. Vielleicht weil ich immer mehr sehe, dass ich mir meine Bedürfnisse schon erfülle und dazu keine Eltern mehr brauche (ich ahne, dass das eher die Kind-Teile in mir nun besser verstehen).

Wer auch Lust hat, ist ganz einfach: Man nehme eine Papprolle (ich holte sie für 1,50€ ausm Schreibwarenladen, Länge 37cm). Ich hab davor grundiert, aber die Gestaltung kann man ja ganz unterschiedlich machen (danach anmalen, Serviettentechnik, Papier aufkleben, Stempeln...).
Dann ganz viele Nägel (möglichst so lange wie der Durchmesser der Röhre) als Spirale (als Orientierung dient die Perforierung an den Klebestellen) rein hämmern.
Je nachdem wie lang das Ding ist, ca.1 Tasse Reis einfüllen (und mal Probe hören). Man kann auch Erbsen, Steinchen, Linsen usw. nehmen. Ich hatte grad nur Reis da, vermute das klingt auch am besten, werde aber noch ausprobieren.
Statt dem Plastikdeckel würd ich eher Stoff nehmen, klingt schöner. Feste mit Gummi oder Schnur umbinden.




Ich hatte noch so Stoffpapier und eine Borte:

War heute eher die Schnellbastelung. Werde demnächst noch in Ruhe einen größeren (Rolle im Laden um 2,-) machen und nen kleinen (von der Küchenrolle).

Da ich zur Zeit eh so auf basteln, malen und Musik bin, war das heute ideal und ich freu mich richtig! :-)

Ich geh mal weiter rasseln.

Die Luft is raus

Boah, bin ich erschöpft.
Hatte ich jetzt Wochen nicht mehr, so einen schlappen Zustand.
Zum Glück weiß ich woher es kommt und kann es somit in Zukunft verändern/drauf achten.
Zuviel Kontakt mit Family.

Gestern rief noch Muttern an. Wegen einer Behördensache. Und wir kamen ins plaudern. Das war auch ok. Sie war relativ nüchtern und wir kamen somit nur kurz auf die heißen Themen (Vergangenheit).

Habe einiges erfahren. z.B. über meinen Vater und das lässt meine erwachsene Seite stärker werden. Sonst waren ja sehr schnell die kindlichen Teile da, mit den Scham-und Schuldgefühlen und den Papa retten wollen. Für ihn sorgen.
Das machte es schwierig zu sehen, was Wirklichkeit ist. Durfte ich ja in der letzten Therastunde zu deutlich erfahren.
Ich spüre eine riesen Wut und weiß nicht so recht wohin damit. Außerdem war die immer verboten, so dass ich sie auch versuche zu unterdrücken, was erst recht Kraft kostet.
Auf der anderen Seite sehe ich auch: Ich brauch kein schlechtes Gewissen haben. Mein Vater tut alles seinetwegen. Auch wenn es nach Liebe und Zuneigung aussieht. Das ist nur der Mantel, der seine versteckten wahren Gründe verschleiert.
Es ist einfach widerlich.

Ich erfuhr auch, dass in einer Sache, die mir sehr am Herzen lag, nun das Jugendamt eingeschalten wurde. Und ich bete, dass da ordentlich Leute ohne Scheuklappen sitzen und nicht erst was tun, wenn was schlimmes passiert ist. Ist es ja eigentlich schon...

Der Rest war dann noch Erzählungen über meinen Schwippschwager. Auch nicht besser. Das erkannte ich vor 5 Jahren schon, als ich den das erste Mal sah, dass der nen ordentlichen Hau weg hat. Glaubte mir nur keiner.

Später als ich so im Bett lag und versuchte an was anderes zu denken (was natürlich nicht klappte) wurde mir wieder klar, aus welchem Stall ich komme.
Wundern brauch ich mich (eigentlich) nicht, dass es mir nicht gut geht.

Dienstag, 17. Januar 2012

Kleinigkeiten sind auch was wert

Auch toll: In der Nacht Radl fahren:
Trotz guter Handschuhe spürt man nach wenigen Metern seine Fingerspitzen nicht mehr.
Die vollgerauchte Lunge giert nach dieser frischen, klaren Luft.
Dank schlechter Beleuchtung den Haufen in 10m nicht recht identifizieren können: Katze? Laubhaufen? Mal einen großen Schlenker drumrum machen. Den nächsten Haufen zu spät erkannt, mitten durch gefahren, um später festzustellen, dass es Pferdemist war. Ähja.

Dank entgegenkommender Autos total geblendet zu sein und nicht wissen, wann nun die Kurve kommt, ob man schon milimeternah am Abgrund entlangeiert oder gleich den schrägen Baum mitnimmt (der war da doch irgendwo?).
Voller entzücken in den wunderbaren Sternenhimmel gucken.
Beten, dass grad kein Streifenwagen unterwegs ist, weil das Rücklicht kaputt ist.
Herzstolpern bekommen, weil auf einmal ganz nah ein Hund bellt...


Grund war, dass meine Mitfahrgelegenheit zur Gruppe derzeit ausfällt und es mir wichtig war, dort hinzugehn. Mit paar Telefonaten hätt ich auch erreicht, dass mich jemand anders mitnimmt. Wollt ich aber nicht.
Dafür in der Gruppe festgestellt, dass es dort mit dem "auf mich aufpassen" noch nicht so wirklich klappt. Wieder viel zu lange an einem Thema hängen geblieben, das mir nicht gut tut, mich aufwühlt. Nunja, weiter üben.
Ansonsten war es sehr schön und lustig. Hat sich gelohnt :-)

Montag, 16. Januar 2012

Alltag

Toll: Radl fahren mit Metallica in den Ohren. Liebe Kinder, das macht man nicht, man soll ja auf den Straßenverkehr achten. Ich war aber auf Wald-und Wiesenwegen unterwegs. Tat gut!

Weniger toll: Statt das Deo, den Rasierschaum erwischen. Was ne Sauerei :-)

Anstrengend: Meine selbst gemalten Bilder in der eigenen Wohnung aufhängen. Ich seh 1000 Fehler und da müßte man noch und hier das weg und jenes...ach.
Ich und mein Perfektionismus.

Bescheuert: Hundehalter die ihre Fellbewohner zuschwafeln. Was natürlich gar nix bringt und Hund tut was er will. Nämlich auf mich zurasen. Ich mag ja Hunde. Aber keine fremden, außer Rand und Band "die doch nur spielen wollen!" Kauft's Euch Hamster!

Wunderbar: Abendritual wieder eingeführt: Mit Wärmflasche, Tasse Tee und Lektüre (wahlweise das eigene Tagebuch vollschreibend) den Tag ausklingen lassen. Hervorragend geschlafen und super erholt aufgewacht.
Was dann nicht mal eine Stunde anhielt. *grmpf*

Sonntag, 15. Januar 2012

Sonntagsgeschenk

In meiner Familie gibt es 2 Personen, mit denen ich gerne Kontakt halte:
Meine Tante und deren Tochter. Sie sind mir sehr wichtig!
Die verstehen mich, schauen sich und ihr Umfeld ehrlich an, ohne verleugnen/verdrängen zu müssen, ziehen ihre Konsequenzen und handeln danach.
Unsere Familie ist ja schon lange krank, überall gab es Sucht, Mißbrauch und Selbstmord.
Deswegen war es sehr wichtig für mich, dass ich von beiden in meiner Wahrnehmung bestärkt wurde. Die haben mich nie für ihre eigenen Zwecke benutzt. Oder versucht das kranke System aufrecht zu erhalten.
Sie sind selbst davon krank geworden, arbeiten auch daran, dass sich ihre Lebensqualität wieder erhöht. Suchen sich Hilfe. Geben ihr bestes.
Die beiden waren die einzigsten, die mich in meiner schlimmsten Zeit (in der Klinik) besucht haben. Dafür bin ich ihnen heute noch sehr dankbar!
Auch das habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen: Sie zu besuchen. In den Arm nehmen, offen und ehrlich miteinander sein, eine schöne warme Zeit miteinander zu verbringen...

In ihrem letzten Brief war auch ein Kärtchen drin. Hier der Text:

Sich selbst zu überraschen ist,
was das Leben lebenswert macht.
- Oscar Wilde -

Das neue Jahr ist gelandet. Willkommen!
Viele gute Wünsche sind in den letzten Wochen eingetrudelt, viele werden wir einander noch mit auf den Weg geben, wenn wir demnächst zusammentreffen.

Kein Wunder, dass die ersten Januartage stets ein besonderes Flair haben! Das Wunder, das jedem Anfang innewohnt, berührt uns sanft und fragt nach, ob in unserem Leben überhaupt Platz dafür ist.

"Der Alltagstrott lässt uns oft vergessen, dass das Leben ein ständiges Abenteuer ist. Wir gehen zur Arbeit und glauben genau zu wissen, was uns erwartet. In Wahrheit wissen wir nichts - nicht, wo unser Wagen eine Panne haben wird oder wann unser Bus ausfällt, ob unsere Arbeitsstelle noch da ist, ob wir selbst heil und lebendig dort ankommen. Das Leben ist pures Abenteuer. Die Kunst ist es nun, sich in schwierigen Situationen zu behaupten und sich auf das Unerwartete einzustellen. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir kreative Geschöpfe sind und dass Erfindungsgeist zu unserem Überlebenswerkzeug gehört,"

schreibt Dichterin Maya Angelou. Laden wir ihn also möglichst oft zu uns ein, den Erfindungsgeist! Er ist immer für Überraschungen gut.

Ihre Briefe und Geschenke waren schon immer sorgsam und liebevoll ausgesucht. :-)

***

PS:

Woran erkennt man,

dass man zulange am Pc saß?

Wenn man etwas auf Papier schreibt und auf die Korrektur des Rechtschreibprogramms, mit der roten Unterkringelung, wartet.

Und dass man zu lange Auto gefahren ist?

Wenn man danach aufs Radl steigt und in den Rückspiegel schauen will.

Ähhm, ja..ich glaube, ich brauch ne Pause :-)


Schönen Sonntag !!!

Samstag, 14. Januar 2012

Wandlung

Die letzten Jahre, die ich viel mit Psychiatern und Therapien verbrachte und teilweise nicht mehr weiter wußte, dachte und sagte ich sooft: Ich will mein altes Leben wieder haben!

Als Antwort kam oft: „Aber genau das hat dich doch krank gemacht.“ Ja und Nein. In manchem habe ich es sicher übertrieben, das ist nun anders, da habe ich dazu gelernt. Ich schaue genauer hin bei meinen Finanzen und bei meinen Beziehungen. Ich überlegte nochmal: Was will ich von damals wieder haben?

Mein altes Ich! Die lebenshungrige, humorvolle, herzliche, abenteuerlustige Regenfrau! Die nicht vor den ganz normalen Alltagsdingen Angst hat und sich 1000 Gedanken macht, was passieren könnte. Die gern neues ausprobiert, kreative Ideen hat und diese umsetzt, auf ihre Intuition hört und das Leben sehr genießt. Eine, die Liebe geben und empfangen kann! Eine, die dem Leben einfach selbst einen Sinn gibt, anstatt krampfhaft danach zu suchen!

Dann kam eine Zeit der Orientierungslosigkeit und ich folgte den falschen Leuten, ignorierte meine inneren Warnlampen, verleugnete mich selbst.

Ich habe viele Teile von mir abgeschnitten, weil ich den anderen mehr geglaubt habe, als mir. Den anderen die meinten, diese Teile werden nicht gern gesehen, sind unpassend, zu wild, zu wasauchimmer.

Diese Teile hole ich nun wieder in mein Boot. Und ein ganz wichtiger und großer Teil ist eben meine gut ausgeprägte Intuition!

Jetzt nach viel Ruhe, mit Überprüfungen „stimmt das für mich?“ neuen Menschen die meinen Rücken stärken und hinter mir stehen, Entrümpelungen in fast allen Lebensbereichen kommt wieder ein frischer Wind in mein Leben.

Ich spüre ganz zart das alles wieder in mir! Ich will hinaus in die Welt, mein Leben wieder aktiv und selbstbestimmt gestalten.

Das Ende der Selbstunterdrückung ist sichtbar! Ich spüre meine Identität wieder! Ein Stück „meiner Normalität“ macht sich wieder bemerkbar!

Es war eine harte Lehre, wie wichtig es ist auf sich selbst zu hören. Aufmerksam wahrnehmen was da so in einem ist. In mir regierten fast nur noch Angst, Depression, blinder Gehorsam (der mir schon sehr früh eingebläut wurde) und da bleibt nicht viel an Freude. Das ist ein sehr enger, kleiner Aktionsradius. Das ist dahin vegetieren und kein Leben!



Und nachdem es leider nicht das erste Mal ist, dass ich auf die falschen Leute setzte, gefiel mir dieser Absatz besonders gut:

„Ein uneinsichtiger Narzisst im Reinformat ist unfähig zu lieben.
Sein emotionaler Apparat ist ruiniert worden in all den Jahren der Deprivation und des Missbrauchs, dem er ausgesetzt war.

Unvergleichlich begabt ist er hingegen darin, menschliche Gefühle zu simulieren. Er ist überzeugend und extrem erfolgreich darin, wenn es darum geht, einen Menschen, an dem er interessiert ist, um den Finger zu wickeln. Er kann die tiefsten Gefühle täuschend echt vorspielen, wenn er es wählt.“

Aus Fehlern lernt man, ich hoffe, dass ich das endlich getan habe!

Freitag, 13. Januar 2012

Therapie

Ja Thema war natürlich der nochmalige Kurzkontakt zu Vatern. Auch wenn ich mich erst selbst beschimpft habe, wie blöd ich doch sei. War es wohl nochmal nötig. Um haargenau mitzubekommen wie sehr er für mich Gift ist: Pure Erschöpfung, Gedanken kreisten nur um ihn, Alpträume...

Wir tiftelten es ein wenig auseinander, was das Kind in mir anspricht, sich wünscht, braucht, das aber auch die Bedrohung spürt und wie das die Erwachsene sieht, mit eingreifen, schützen usw.

Wir nahmen ein paar Aussagen meines Vaters und schauten „was das mit mir macht“ <--- ich hasse den Ausdruck, aber gut....

Therapeutin wiederholt ihr Gesagtes (würd jetzt zu weit führen). Sie:“ Und das sag ich der Erwachsenen!“ Die war nur leider grad nicht da, ich heulte und war im Kind. Schniefte nur ein: „Geht grad nicht!“ Was sie natürlich schon sah und mitfühlend/sanft drauf reagierte.

Jedenfalls war das alles höchst interessant und sehr sehr klar und begreifbar für mich.

z.B. dass sich das Kind ja immer noch nach den Spielen, Abenteuern usw. mit Papa sehnt. Der ist aber heute dafür gar nicht mehr zu gebrauchen! Und es wäre auch nicht die Erfüllung fürs Kind. Diese Sehnsucht lässt mich immer noch zu Papa laufen. Papa hat sich aber sehr geändert (ich ja auch, ich bin inzwischen groß geworden!)und ich krieg jedesmal eins auf die Mütze. Metaphermäßig gemeint.

Ich kann aber schauen, wie ich diese Bedürfnisse anderweitig befriedigen kann. Und das geht ja schon! Das mache ich ja auch! Deswegen geht’s mir auch immer besser! Weil ich nicht mehr in den Eisenwarenladen (Papa) lauf und dort Semmeln (Liebe, Spaß, Spiel...) kaufen will.

Das ist ein alter Film. Der langsam aber sicher zum Ende kommt. Mit Happy End? Hmm Auslegungssache bzw. je nach dem von welcher Seite man drauf schaut.

Irgendwie habe ich das die letzten Wochen schon so gespürt/geahnt. Denn warum fiel es mir so leicht den Kontakt abzubrechen?

Ich befreie mich aus der Abhängigkeit, Stück für Stück. Jedes Kind ist von seinen Eltern abhängig – logisch. Die Ablösung zwischen mir und ihm fand nie statt. Wenn ich mich weiter entfernte, war das Lasso meines Vaters sofort da und ich ließ mich einfangen (aus der Überzeugung, dass ich ohne ihn ja nicht leben könne -aus der Sicht des Kindes).

Jetzt hab ich andere stabile Beziehungen um mich und kann mich be-frei-en aus der kranken Verstrickung. Da kann mein Vater toben, wüten und beleidigt sein so viel er will. Das juckt mich heute kaum mehr.

Ich sehe die Realität wie er wirklich ist und das ist teilweise nicht schön. Es macht mich traurig und entsetzt. Das verkrafte ich schon.

Mein Leben leben, das wird immer deutlicher und es macht einen hammergeilen Spaß!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Tag der Irren

Es ist einfach wunderbar, wenn man feststellt, dass auch andere Menschen nicht mehr alle Latten am Zaun haben. Echt!

Miss Putzzwang stänkerte die halbe S-Bahn voll: Überall Krümel und Essensreste (die sah auch nur sie) und wedelte und wischte. Wenn sie fertig war suchte sie sich einen neuen Putz..äh Sitzplatz und fing von neuem an. Jeder Mensch der ihr gegenüber saß wurde angemault. Das Telefonat, dass die zwischendrin noch führte, klang ebenso griesgrämig, neurotisch und beleidigend.

Mr. Selbstredner war da schon eher lustig. Am Bahnsteig kommt die Durchsage, dass nun ein Zug durchfahre und man aufpassen solle. Mr.S giggelt sich eins ins Fäustchen und meint fröhlich-freuend: "Ein Zug! Ein Zug! Hinter den schmeiß ich mich doch glatt!". Kurz darauf musste er schwer enttäuscht feststellen: " Ach nur ne Lok!" Grausame Welt. Schickt einfach nur ne Lok, anstatt einen ordentlich, lauten, ewig langen Zug durch rauschen zu lassen.

Ich sitz wieder in der Bahn, Gitarre und Rucksack zwischen den Füßen. Plärrt hinter mir ne Frau: "Sie haben da was zwischen den Beinen!" Das klang ja schon mal recht anstößig... und weil ich auch was "zwischen den Beinen" hatte, war ich irritiert, lief vorsorglich schon mal rot an (lag aber vielleicht auch an der Zweideutigkeit) und sah mich um. Ha, ich war gar nicht gemeint. Sondern meine Nachbarin, der ihr Geldbeutel zwischen die Füße gekullert war, ohne dass sie es merkte.

Aber es gab auch ganz lockere Menschen: Alte Oma versucht eine Zeitung auf die Kofferablage über mir zu legen. Ich war noch gar nicht richtig wach. Wurde es jedoch sogleich, als das Ding auf mich herab flatterte. Oma lachte. Ich auch. Ich:" Na wenn die schon zu mir will, vielleicht steht auch was gscheites drin?!"
Sie lacht wieder und verneint. Wir teilen uns trotzdem die Zeitung und blättern drin herum.

Kurz später: Wieder am Bahnsteig (hab ich schon gesagt, dass ich heut 4 Std. durch die Gegen gefahren wurde? Mit mind. 10x umsteigen?).
Durchsage: *Bitte beachten: S3 fährt heute auf Gleis2! Und kommt 10 Minuten später* Eine Frau dreht sich um, schaut mich an, grinst und meint: "Na dann beachten wir das mal!"

Jo bleibt uns ja nix anderes übrig.

Irgendwann mitten drin hatte ich noch Therapie. Und die war heut super gut! Mehr dazu ein ander mal.

Ebenfalls mittendrin: Endlich meine alte Gitarre geholt! Ach, ich freu mich sooooo! Leider gabs einen Dämpfer: Die Gitarre und Tasche sieht aus wie Sau und eine Saite ist gerissen. SO GEHT MAN DOCH NICHT MIT HEILIGEN MUSIKINSTRUMENTEN UM!!! Herrgott nochmal!!!!! Also echt, manche Leute haben keinen Anstand.
Es hat mich nicht mal groß besänftigt, dass das Geld für den Gitarrendoc gleich mit drin lag. Das ist ja wohl das mindeste! Nu muss ich also erst los und die mal wieder hübsch und gebrauchbar machen.

Trotzdem: Alles in allem ein schöner Tag! Mit einem sehr langen Fußmarsch (mist, der Weg sah aus dem Auto wesentlich kürzer aus *g*) in der prallen Sonne, über mir ein strahlend blauer Himmel ohne ein Wölkchen und sogar kleine Schneehaufen waren zu finden.
Welch Seltenheit in diesem "Winter"!

Und ich bekam noch 2 Kalender, die ich beide sehr gut gebrauchen kann!

Mittwoch, 11. Januar 2012

Was wir bereuen, wenn wir sterben

Im Angesicht, dass ich auf eine unschöne Weise wieder mal daran erinnert wurde, wie schnell das Leben vorbei sein kann, gefiel mir der Artikel von Geist und Gegenwart http://www.geistundgegenwart.de/2012/01/was-wir-bereuen-wenn-wir-sterben.html?utm_source=feedburner&utm_medium=email&utm_campaign=Feed%3A+LogbuchPhilosophieCoaching+%28Geist+und+Gegenwart%29
besonders gut.

Es lohnt sich, sich selbst immer mal wieder zu fragen:
Was möchte ich auf dem Sterbebett über mein Leben sagen können?

Einen schönen Tag Euch allen, mit tollen Stunden an die Ihr Euch gern erinnert :-)

Und damit das gut gelingt, hier was um die Ohren durchzupusten ^^:


Fragen

Von wohaiba http://angsttagebuch.blogspot.com/ wurde ich getaggt und darf nun Fragen beantworten. So Stöckchen mag ich ja nicht besonders, aber ich will mal nicht so sein...

1,Die schönste Zeit in deinem Leben bisher war...

Sommer 1998: Endlich volljährig, 6 Wochen Ferien, 3000DM auf den Kopf gehauen, wilde Partys, viele Küsse, lustige Wohngemeinschaft, einfach mal nach Kitzbühl düsen, um die beste Bratwurst des Universums zu verkosten ...

2. Wenn du einmal dein eigenes Unternehmen gründen würdest, was wäre es?

Bleibt geheim :-)

  1. 3. Was ist das schönste, was du bislang am Himmel gesehen hast?

    Immer wieder faszinierend: Regenbögen!
    4. Dein Lieblingskleidungsstück?

    Meine brombeerblaurote, oberschenkellange Shirtjacke aus dünnem Stoff , hat was edles und elegantes. Und mein orange-gelb-rotes Halstuch, hat was kraftvolles!
    5. Was passiert 2013?

    Ich schau erstmal auf 2012


    6. Was ist dein Lieblingsmärchen?

    Ein selbst erfundenes von mir.
    7. Dein nächstes Reiseziel?

    Ans Meer!!!
    8. Wofür würdest du deine fast ganz restliche Lebenszeit eintauschen und dafür 6 Monate uneingeschränkt das gewünschte haben?

    Das wär jetzt etwas makaber, das sag ich nich...


    9. Wofür würdest du niemals Geld ausgeben?

    Klodeckelflauschebezug
    10. Welche Zeitschriften liest du?

    NORR und NEON
    11. Dein Lieblingsfilm?

    Die fabelhafte Welt im Himmel. Also ich mein: 'Die fabelhafte Welt der Amelie' und 'Wie im Himmel'

Dienstag, 10. Januar 2012

Telefonate

Gestern löschte ich meinen Anrufbeantworter und wie immer höre ich nochmal die Nachrichten durch, ob ich vielleicht was vergessen habe.
Es war auch ein Anruf der Freundin, die ihre Tochter verlor, drauf.
Kurz nach Sylvester hatte sie mich angerufen und als ich es abhörte noch gelacht.

Es ging darum, dass sie die Ruhe in ihrem Leben nicht aushalten könne. Das Drama fehlt. ( Das kenne ich nur zu gut. In kaputten Familien ist es nie eine angenehme Ruhe, sondern eine angespannte. Entweder ist es kurz vorm Knall oder kurz danach. Und so deutet man später diese Ruhe wieder: Als etwas bedrohliches.)
Als ich es jetzt nochmal hörte und mit dem Wissen was Tage später passierte, wird mir nur noch schlecht.

Wahrscheinlich war ich deswegen auch etwas "aufgeweicht". Ich musste meinen Vater wegen einer Sache kontaktieren. Das wär aber auch per Mail gegangen.
Nein, ich Depp, ruf ihn an.

Und ich muss sagen, die letzten Monate Kontaktpause taten mir richtig gut.
Vielleicht musste das auch nochmal sein, um zu verstehen, was zwischen uns abläuft:
Er verhält sich so, als würde er sagen: Schau her, ich tu dir nix, ich bin ganz lieb.
Ich spüre und weiß, dass das nicht stimmt. Ich kann mich durchaus an sehr schmerzliche Situationen durch ihn erinnern. Und das der Wechsel vom bösen in den lieben (oder andersrum) Vater, sehr schnell, ja unberechenbar geschehen kann. Je nachdem in welcher Laune er eben gerade ist.

Weil ich also nun Angst habe, verhalte ich mich genauso: Schau her, tu mir nix, ich bin ganz lieb. Bin nicht mehr erwachsen die sachlich und klar ist, sondern unterwürfig.
So eiern wir um uns rum und von 'authentisch sein' und sich auf Augenhöhe bewegen, kann keine Rede sein.

Passenderweise passiert zu 90% eine Störung in der Telefonleitung, wenn wir telefonieren!
Ich sage: "Das liegt an deinem Telefon, denn das passiert nur immer bei dir!"
Und er: "Nein, an deinem, denn ich hab das sonst auch nicht."
:-)

Manchmal glaub ich ja schon an Geister oder sonstiges übersinnliches Zeug, die mich auf etwas aufmerksam machen wollen!

So, ich geh mich mal wieder um mein Seelenheil kümmern.

Montag, 9. Januar 2012

Vorgegebener Takt

Heute fängt der ganz normale Betrieb wieder an.
Die Schüler gehen in die Schule.
Die Weihnachts-Silvester-Skiurlauber sind wieder da (so sie nicht in Lawinengebieten feststecken), selbst die Kurzurlauber die über das verlängerte Wochenende weg waren oder einfach frei hatten, müssen wieder los.

Ich sitz hier und habe keinen vorgegebenen Rahmen. Den m̶̶u̶̶s̶̶s̶ darf ich mir ja nun selbst stecken.
Dazu braucht es Zeit und Ruhe, um in mich zu gehen und zu erfühlen:
Was will ich denn tun? Nach was ist mir jetzt?
Das ist immer wieder meine Aufgabe und obwohl ich nun schon 2 Jahre zuhause bin, fällt es mir immer noch nicht leicht.
Doch wenn ich es tue und dem folge, ist das ein wunderbares Geschenk!
Ein Gefühl der Richtigkeit, des fließens stellt sich ein.

Auf alle Fälle wird es wieder einen langen Spaziergang geben. Gestern war ich gar nicht draußen. Dafür hab ich ein Bild fertig gemalt und das nächste ist schon in den Startlöchern.

Ich möchte dieses Jahr auch mehr meinen Lebensraum erweitern.
Und der Wunsch nach meiner alten Gitarre kam auf.
Derjenige der sie derzeit hat, gibt sie mir gerne wieder zurück.
(wieder ein Lernerfolg: Meine Bedürfnisse wahrnehmen und für sie sorgen, mit der Gefahr, dass der andere Nein sagt).

Auf dem Boden sitzen, vor mich hinklimpern, Gedanken laufen lassen.
Ich bin da nicht so der sture, verbissene, ehrgeizige Musikschüler mit Notenheft.

Ich mache mich mal auf den Weg...

Und wünsche Euch allen einen guten Wochenstart !!!

Samstag, 7. Januar 2012

Schock

Heute nachmittag erfahren, dass die Tochter meiner besten Freundin gestorben ist.
Mit 22 Jahren.
Ursache unklar. Wahrscheinlich kein Fremdverschulden. Sie hatte Probleme mit ihrem Zucker. Vielleicht das.
Da denkt man sooft: Das passiert nur anderen. Und irgendwann sitzt man auch da. Und weiß nicht was man sagen soll.
Pures Entsetzen.

Ich hab sie nie persönlich kennengelernt. (Ab und zu hatte ich sie am Telefon, als sie noch zuhause lebte.) Aber ihren Weg mitverfolgt. Nach dem zweiten Anlauf klappte es mit dem Abi. Dann Auszug von zuhause. Eine Lehrstelle in ihrem Traumberuf. Sie hatte ihr Leben im Griff.
Mutter und Tochter verstanden sich sehr gut, unternahmen viel, konnten offen zueinander sein. Das hörte und fühlte ich auch.

An ihrem 18. Geburtstag waren ihre Mutter und ich in der Klinik (dort lernten wir uns auch kennen). 800km entfernt. Wir machten zusammen eine kleine Zeremonie. Suchten uns einen leeren Raum. Mit Blumen. Zündeten Kerzen an. Sangen ihr am Telefon ein Happy Birthday und ließen dann ihre Lieblingslieder auf CD spielen.
Es war berührend und sehr schön und tröstete die Mutter ein wenig, nun nicht ihre Tochter umarmen zu können. Sie holten es später nach.

Alles wurde ausgesprochen, geklärt. Es stand nix zwischen ihnen. Sie waren in Frieden und ich glaube, dass das ganz wichtig ist. Für jetzt.
Ein Freund fand sie. Keiner will sie als Tote sehen. Alle wollen sie so in Erinnerung behalten: Wie glücklich und lachend sie an Weihnachten war. Mit all ihren Lieben um sich.
Und das kann ich gut verstehen.

Dass sie nicht mehr da ist, nicht.

Wohlfühltag Nr.2

- 12 Stunden geschlafen (nur um 4h blinzelte ich mal kurz auf die Uhr und war schon wieder weg).
- 4,5km ins nächste Dorf marschiert
- um da 1 Std. zu schwimmen.

Geht doch :-)

Und jetzt: Couch! Tee! Lampe! Kerze! Ausatmen!

DAS hier läuft in Endlosschleife... :-)



Aus dem wunderbaren Film: Die Kinder des M. Mathieu.