Montag, 31. Dezember 2012

Uuuunnnd nun der allerletzte Tag 2012!

Mir ist irgendwie gar nicht nach Sylvester.
Vor allem weil es hier erstaunlicherweise sehr ruhig ist. Die paar Böller die los gingen, sind ja nix!
Find ich natürlich angenehm.
Könnte aber auch an meiner Matschbirne liegen, ich hab nämlich so gut wie gar nicht geschlafen.

Minijahresrückblick:
Wie war 2012 ?
Für mich super! Viel weniger Ängste, dafür mit Hund und ohne Kippe.
Genau dies Super-gefühl hatte ich letztes Sylvester. Ich wusste, dass das neue Jahr einfach toll wird!

Und wie ist das Gefühl nun für 2013?
Eher mittelmäßig. Nicht besonders toll, aber auch nicht besonders schlecht.
Ich hoffe mal, dass es nicht allzu langweilig wird.

So, nun aber wünsch ich Euch allen da draußen einen

tollen Jahreswechsel und
viel Spaß, Erfolg und Gesundheit im neuen Jahr!

Wir lesen uns :-)

Sonntag, 30. Dezember 2012

Der letzte Sonntag in diesem Jahr

 Liebe ...*piep*
ich bin jetzt ehrlich sehr irritiert, denn 1. funktionierte der Link/Blog nicht und deine Mailadresse auch nicht.
Dann sag ich es eben hier: Genau DICH hab ich vermutet und erhofft und mich echt gefreut.
Also, meld Dich doch bitte nochmal...


Der erste Sylvestergast ist eingetrudelt.
Hat 4 Beine, riesige Schlappohren und eine äußerst neugierige Nase!
Ja mein Pflege-gassi-ausleihung verbringt die nächsten 2 Tage bei mir und ich freu mich riesig.
Jetzt kann ich mal so live testen wie das Leben mit Hund denn so wäre.
Vor 4 Jahren war ich schon mal einige Tage  in Gesellschaft eines Hundes, allerdings auch mit dessen Herrchen.
Also, so ganz allein mit Hund über Tage (und Nächte!) war noch nie! Und es wird spannend. Denn damals vor 4 Jahren fand ich es unerträglich wie diese Fellnase ständig am Tisch bettelte.
Da konnte der Hund noch so treuselig gucken: Vom Tisch gibts bei mir nix!
Und heute? Miss Madame ist noch keine 3 Stunden hier, als mir aus Versehen ein Stollenkrümel hinunter fällt.
Ohje...
Dafür ist es unheimlich beruhigend, neben einem schlafenden Hund zu sitzen, ihn zu kraulen und einfach zuzuschauen, wie es vorm Fenster dunkler wird.

Samstag, 29. Dezember 2012

Der letzte Samstag in diesem Jahr

Gönnte mir gestern abend nach einem Monat mal wieder mein altes Schlafmittel. Dieses ständige nächtliche aufwachen, kostete mich echt Nerven.
Prompt 10 Stunden durch geschlafen. Aaaahhhh tut gut.

Dann ab unter die Dusche, da denke ich ein wenig über das neue Jahr 1013 nach: " Ist jetzt die 13 eine Glücks- oder Pechzahl?
Und was machen eigentlich Triskaidekaphobieker, also Menschen die Angst vor der Zahl 13 haben, nun die nächsten 365 Tage?
Gut, dass das Jahr nur 12 Monate hat, sonst gäbe es am 13.13.2013 wohl ein Horrorszenario! Und wenn es nur ein gedankliches wäre.
Aber moment, es gibt sicher einen Freitag den 13. nächstes Jahr, muss ich nachher gleich mal nachschauen!"
Ja, gibt es! An alle Triskaidekaphobiker: Ihr dürft Euch jetzt 11,5 Monate lang Sorgen machen, weil der nächste  Freitag der 13. ist im Dezember!
Aber wie sagte schon eine afrikanische Buschfrau: "Vorsorge? Sich vorsorgen? Es reicht doch sich zu sorgen, wenn das Problem da ist!"

Weiter gehts: die restlichen 5 Sachen einzukaufen, immerhin bekomm ich Gäste über Sylvester! Die will man ja nicht darben lassen. Und ich freue mich sehr auf den Besuch! Im Gegensatz zum letzten Jahr, schiebe ich keine Panik, ob ich alles richtig mache. Damit kann man sich echt wunderbar verrückt machen.

Ebenso erfreue ich mich weiterhin am Sonnenschein, wie (fast) schon das ganze Jahr. Die letzten Tage im tristen grauen Nebel waren echt zum depressiv werden (ha! wenn ich es nicht schon wäre!).
Auch daran merkt man, dass es mir grundsätzlich besser geht.

Nachmittags mache ich mich ans putzen. Sauber ins neue Jahr hinein! Ich puste alle Abflüsse durch und lass die Tiefkühltruhe abtauen, dazwischen wird gesaugt, Bad geputzt, der sortierte Müll weggebracht und die letzte Wäscheladung aufgehängt.

Ich bin gewappnet!
2013 darf kommen!
Am liebsten mit viel Glück ;-)

Freitag, 28. Dezember 2012

Der letzte Freitag in diesem Jahr.

 Nachweihnachtliche Rabattaktion:

statt EUR 19,99 EUR  
ab EUR19,99 -0%
Sa-gen-haft :-)


Minimalismus:
Vor meinem Weihnachtsurlaub, hab ich mal wirklich alles, was so in der Wohnung rumlag, aufgeräumt. 
Erstaunlich wie schnell man Dinge vergisst und somit auch nicht wirklich braucht.
Ich tu mir schwer mit den Gegenständen loslassen, obwohl es meinen Nerven gut tut in einer minimalistischen Umgebung zu leben, aber diese Radikalkur scheint zu funktionieren.

Altes-Neues:
Im Herbst hab ich mich ja entschlossen, nun nach 5 Jahren meine Hängematte wegzugeben.
Heute hab ich das Gestell auseinander gebaut, geputzt und verstaut. Fühlte sich richtig an. Nun ist mein Balkon leer. Es darf etwas neues kommen.

Beziehungstat:
Ich bin einer Frau hinterher gelaufen. Also im übertragenen Sinn. Ich hörte schon monatelang nix mehr von ihr. Also schrieb ich ne Mail. Keine Reaktion. Hier wäre normalerweise der Punkt wo ich sage: "Ok, die will nicht, kann mich jetzt auch mal kreuzweise!"
Da ich aber in Sachen Beziehungen/Kontakte neue Verhaltensweisen und vor allem neue Denkweisen ausprobieren will, startete ich einen neuen Versuch und schickte eine SMS. Das funktionierte. Sie schrieb zurück. Nun rief ich sie an und es kam zum Vorschein, dass sie verunsichert und auch enttäuscht wegen eines Vorfalls war.
Ich erklärte ihr meine Sicht. Meine damalige Situation, warum ich so handelte.
Es tat mir auch leid, dass es damals so kam, auch das sagte ich ihr.
Jetzt ist wieder alles gut.
Ich bin erleichtert.
Reden hilft manchmal. Hartnäckigkeit auch.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Mit allem was ist


Jetzt kann ich es ja sagen:

Als ich die Ferienwohnung buchte, hatte ich keinen blassen Schimmer wie diese aussah! Die Fotos kamen erst später und die Beschreibung war mehr als knapp. Aber ich hatte sofort ein gutes Gefühl dabei und es stimmte!

Es war ja keine reine Ferienwohnung, sondern eine privat genutzte, die als Zweitwohnsitz herhalten muss und die viel zu oft leer steht. Also dachte man sich: "kann ich auch tageweise vermieten".

Und ich fühlte mich sofort dort wohl, man sah, dass diese Person leicht alternativ/esoterisch angehaucht war, das gab eine gemütliche Atmosphäre, aber auch energetisch war dort reine Luft. Entweder man fühlt sich in einer Wohnung wohl oder nicht und manchmal kann man gar nicht genau sagen, woran das nun liegt.

Als ich mich mit den Räumlichkeiten vertraut machte und mich ein wenig einrichtete, sah ich eine Wand mit Fotos und Karten und auf einer stand folgendes:

Minutengebet:
„Mein Leben ist nicht heil und ganz.
Die Brüche und Trennungen verfolgen mich.
Allzuoft fühle ich mich gezwungen, stark zu tun, 
unberührt von Schmerzen und Stimmungen.
Die verspielten Möglichkeiten
und die vertane Zeit zerren an mir.
Um mich herum liegen so viele gescheiterte Versuche,
mich zu finden und ganz zu werden.
Ich will mir die Sehnsucht nach Ganzheit und nach einem heilen Leben nicht austreiben lassen.
Aber ich will nicht dem Ganzheitswahn verfallen und nicht mehr glauben, dass meine Kräfte ausreichen, mich selbst stark und ganz zu machen.
Ich will nicht mehr gebannt zurück schauen auf Misslungenes und auf mein Versagen.
Ich will nach vorne sehen und darauf bauen, dass du aus den Bruchstücken meinem Lebens ein ganzes machen kannst.
Denn du bist die Zukunft meiner Vergangenheit, 
das Ganze und das Heile, 
die Vollkommenheit meines Lebens.“

Ich habs jetzt mit Gott nicht so und die letzten Zeilen klingen so nach Verantwortung abgeben: mach du mal! Das paßt für mich nicht zusammen. Aber der Inhalt an und für sich gefällt mir: Mich mit Brüchen und meiner Unvollkommenheit mehr annehmen, nach vorne schauen und TROTZ ALLEM leben.
Jetzt wußte ich, warum ich hier wohnen sollte. Das erstaunliche, ich schrieb vor wenigen Tagen so etwas ähnliches: mich mit meinen Begrenzungen, Behinderungen annehmen lernen. Diese Zeilen gibt es morgen zu lesen.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Wir können auch Hafen!

Wer glaubt in Bayern gebe es nur Bier und Berge, irrt.



 Weiter links gab es noch mehr Schiffe...ehrlich!
 Aber von vorne. Die Anreise war ätzend: In allerletzter Sekunde meinen Anschlusszug bekommen und das ist für mich Horror. Kurz vorm hyperventilieren glaube ich, dass es um Leben oder Tod geht. Dass es nur ein verpasster Zug wäre, kommt nicht in meinem Hirn an. Ich weiß auch warum das so ist, aber das würde jetzt zu weit führen.
Völlig aufgelöst also im Zug, merke ich, nachdem ich mich wieder beruhigt hatte, dass dieser arschkalt ist. Da kann eine Stunde Fahrt schon lange werden.
Highlight war aber der Schaffner, der so eine miese Laune hatte, dass es mich nicht gewundert hätte, wenn der auf einmal brüllend um sich geschlagen hätte.
Vielleicht mag er kein Weihnachten. Bezüglich der defekten Heizung wollte ich ihn dann auch nicht hinweisen.
Aber irgendwann war ich da:

  
Prien am wunderschönen Chiemsee. Auch das "bayrische Meer" genannt!

Es war ja kein heilig Abend, sondern heißer Abend! 18 Grad! Das musste ich ausnutzen und ging hinterm Haus den Hügel hoch. Es war herrlich, der warme Wind strich über mein Gesicht, die Luft roch würzig nach Erde, Gras und Schnee (und ein klein wenig nach Kuhmist) und ich wär so gern barfuß gelaufen! Aber, ich alte Sozialphobikerin, sah 300 Meter weiter, andere Spaziergänger und dachte mir, was die sich wohl denken, wenn ich Weihnachten barfuß ginge. Total bescheuert. Es ärgert mich immer noch sehr. Vor allem wurde mir nochmal bewusst, dass man immer nur Dinge bereut, die man nicht getan hat!
Also bin ich brav und gesittet MIT Schuhe über diese herrliche Wiese gelatscht:


 Die erste Nacht in der gemieteten (sehr schönen) Wohnung war allerdings eine Katastrophe:
Ich hatte meine Ohrenstöpsel vergessen und obwohl es sehr ruhig dort war, schreckte ich beim kleinsten Geräusch hoch. Es gab dann nasse Taschentücher in den Ohren. Half!
Dann war die Bude dermaßen heiß, ja ohne Heizung, dass ich mich nur mit der Bettwäsche zudeckte, also ohne Bettdecke. Gut das Chiliöl und der Rotwein gaben noch ihr übriges dazu.
Dann war Vollmond und an den Fenstern gab es keine Rollos, was ich für mein Sicherheitsgefühl gebraucht hätte (wußte ich auch noch nicht!) genau aus selbigem Grund konnte ich auch die Balkontür nicht offen lassen.
Der Hit war die viel zu weiche Matratze, unter die ich nachts um 2 Uhr ein Brett (aus dem Kleiderschrank) legte.
Als alles endlich so paßte, wie es mir gut tat, kam der innere Vernichtungschor zum Vorschein, der  abwertend und genervt über mich lästerte, dass ich ja sehr wohl eine Prinzessin auf der Erbse sei und wie man sich nur so anstellen könne. Gut Nacht auch!
(Es ist aber so, dass sich -im Gegensatz zu früher- ausnahmslos alle Menschen in meiner Umgebung, sich mit mir über diesen weiteren Schritt in die Welt hinaus freuten! Das wiederum freut mich :-))

Am nächsten Tag ging es dann zur Schifffahrt. Da Prien ein Touristenort ist und ich schon die Menschenmassen an der Seepromenade bei meiner Ankunft sah, machte ich es wie immer:
So früh wie möglich los. Das hieß um 9h mit dem ersten Schiff. Und Tatsache, ich hatte Glück:
 
Meine Oma ermahnte mich schon vor 25 Jahren mit den Worten: "Kind, denk dran, am Wasser ist es immer kälter!" Recht hatte sie und nach einer halben Stunde war ich durchgefroren.
Also saß ich die restliche Stunde dann hier:



Ganz allein war ich nicht, aber ich dachte mir so: Auf den Schiffen sollte es so andächtig wie in einer Kirche zugehen.
Einfach schweigen und genießen. Ich hab's getan.
Es ging rüber zur Herreninsel, ja eine Fraueninsel gabs auch, gibt aber kein Foto dazu.




 Der weite Blick, tat guuuuuut! Und die Luft erst!

Und dann kam tatsächlich die Sonne raus:


Und sonst?
- Der saubequeme Gartenstuhl auf dem Balkon mit Blick in den Wald war unbezahlbar!
- Da es ja eine private Wohnung war, gab es auch private Gegenstände und ich fand eine CD (ja ich durfte die benutzen!) die fast 2 Tage durchlief. Irgendwas aus der New-age-szene mit Trommeln und indischer Flöte und so.
- Die Badewanne hab ich auch sehr genossen!
- Der Fernseher war nur ganz selten an, meist war ich ziemlich schnell genervt ...so schlechte Schauspieler.
- Essen war auch lecker!
- Abends im Halbdunkel nochmal auf den Hügel gestiegen, mit Blick auf den Vollmond...diese Ruhe dort! Wunderbar!
- Natürlich hab ich mich im Fahrplan verschaut und stand bei der Heimreise eine Stunde am Bahnhof rum. Da war es natürlich kalt und windig. Super! Der Zug war wieder arschkalt, dafür der Schnaffner ein Netter.

Und morgen gibt es den Spruch zu lesen, den ich als erstes in der Ferienwohnung fand und der mir gleich die Schuhe auszog.

Sonntag, 23. Dezember 2012

Gute Zeit!

Ich verabschiede mich in meinen kleinen Weihnachtsurlaub und wünsche all meinen Lesern

Frohe Weihnachten!

Zündet Lichter an, atmet tief durch, lasst los, nehmt an was ist, bleibt bei Euch, lacht....
kurz: Lasst es Euch gut gehn :-)

Samstag, 22. Dezember 2012

Sich selbst im Weg stehen...


kann ich wunderbar:

Ich habe bei meinem Ultraminijob  immer feste Arbeitstage. Das letzte mal verkündet mir die Chefin, dass wir unseren Termin in 2 Wochen verschieben müssen. Sie meldet sich bis Mittwoch.
Es wird Mittwoch, sie meldet sich nicht, es wird Donnerstag, kein Anruf, es wird Freitag und mein Hirn läuft schon seit Stunden auf Hochtouren:

Warum meldet die sich nicht? Mag sie mich nicht mehr? Ist das ihre Art der Kündigung? Oder ist in ihrer Familie was schlimmes passiert? Was mach ich denn jetzt? Hab ich was falsch gemacht? Soll ich anrufen? Nö ist ja auch blöd. Sie hat ja gesagt, dass sie anruft. Wenn ich anrufe, wär das sehr aufdringlich? Hofft sie vielleicht dass ich nicht anrufe? Warum meldet sie sich nicht? Das kenn ich gar nicht von ihr...seltsam.

Das denk ich nicht nur einmal, nein 10, 20 mal.
Alles dreht sich im Kreis, mir wird immer elender und schwindliger. Alles ist kompliziert, ich mag das Leben nicht mehr und überhaupt.
So. Neue Strategie: Ich mach einfach was. Ich rufe sie an. Sie geht nicht dran (Achtung, selbstverständlich erneutes Gedankenkarussell!) ich spreche ihr mein Anliegen (wann ich denn vorbei kommen soll, weil ich grad die nächste Woche plane) auf die Mailbox, lege auf, atme tief durch und versuche mich abzulenken.
Kurz darauf ihre Antwort: "wär Freitag ok?"
Ist ok. Alles ist wieder ok. Warum nur immer so umständlich.
Ich glaub ich hab ein paar Gehirnwindungen zu viel.

Als ich Paul Watzlawick Anleitung zum Unglücklichsein, vor allem diese Geschichte:
gelesen habe, habe ich sehr gelacht.
So was unsinniges.
Als ich gemerkt habe, dass es genauso ist, habe ich noch mehr gelacht.

Schön, wenn man sich selbt ertappt.

Emma Wolff


 Emma lernte ich über ihren Blog kennen, in dem es u.a. um das Asperger-Syndrom ging.
Da mich das Thema Autismus schon recht lange interessierte, verfolgte ich ihre Beiträge.
Als sie dann ein Buch über Autismus schreiben wollte und dafür noch Mitschreiber suchte, meldete ich mich bei ihr und so
entwickelte sich eine kleine, doch sehr angenehme Zusammenarbeit.
Das Buch ist inzwischen erschienen:
Ein Leben mit Autismus: Die etwas andere Anthologie

Sie veröffentlichte aber noch weitere Bücher:
http://emmawolffautorin.wordpress.com/bucher/


Nun darf die Autorin natürlich auch selbst zu Wort kommen, mit ein paar Fragen, die nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden:

1.Von welchem Traum hast du dich schon verabschiedet?
Oh das ist schon eine sehr private Frage. :)
Von meinem größten Kindheitstraum. Ein Leben lang als Opernsängerin auf der Theaterbühne zu stehen. 
Für ein Leben hat es nicht gereicht. Aber zumindest eine Zeit meines Lebens durfte ich diese Traum leben und das wiederum ist mir ein Trost.

Ansonsten ist doch jeder Traum erlaubt. Ob man ihn erreicht und leben kann, das liegt in einem selber. Man darf sich nur nicht in diesen Träumen und Illusionen verlieren, sondern muss etwas dafür tun, denn wenn man etwas wirklich will, dann muss man seinen Weg nur geduldig weitergehen und man wird irgendwann am Ziel sein. Man muss nur auf die Zeichen des Lebens achten. 
Es gibt ein schönes indianisches Sprichwort: "Trage immer mehr Träume in dir, als die Realität dir je nehmen kann."


2.Womit willst Du anfangen?
Anfangen mit was?
Meistens aber immer am Anfang, Schritt für Schritt und alles zu seiner Zeit



3.Was fällt dir leichter: echte Gefühle zu verbergen oder Gefühle, die du nicht empfindest, vorzuspielen?
Beides fällt mir unendlich schwer, denn beides hat in seinem Grund etwas unaufrichtiges. Das eine ist eine Lüge und das andere unterdrückt die Wahrheit.
Ich denke das ich die echten Gefühle vielleicht länger verbergen kann, obgleich es mir sehr zu schaffen machen würde, da ich etwas von mir und meiner Seele unterdrücken würde, eben etwas meiner Selbst. 
Etwas vorzuspielen liegt mir fern. Zum einen weil ich nicht Lügen kann, und man es mir auch immer anmerkt oder ansieht. Zum anderen wäre es dem gegenüber sehr unfair, würde bewusst Verletzungen hervorrufen und einem Menschen schaden und das wiederum passt nicht in meine Gerechtigkeitsempfinden. Deswegen lasse ich es lieber, denn man tut sich auch selber damit keinen Gefallen.


4.Zu welcher Musik tanzt Du gern?
Musik ist für mich ein Lebensgefühl und entspringt bei mir aus dem Herzen. So kann ich mich schon nicht festlegen, welche Musik mir am Besten gefällt, deswegen kann ich auch  nicht sagen zu welcher Musik ich am liebsten tanze. Es ist immer von der Stimmung abhängig. Ich höre sie und dann tanze ich einfach darauf los. 


5.Würdest du dir noch ähnlich sehen, wenn du so schön wärst, wie du sein möchtest? 
Ob ich schön bin oder nicht, das können nur andere sagen, das ist zu sehr eine Definitionsangelegenheit
Um aber bei der Frage zu bleiben, ich würde mich nicht verändern, denn ich bin wie ich bin und ich schaue gerne in den Spiegel und kann sagen, "Ja das bist du." 
Ich denke das ist viel wichtiger, als einem Schönheitsideal nachzujagen. Ebenso ist es auch so, das man das automatisch nach außen hin ausstrahlt. 
Ich liebe jedes graue Haar und Fältchen an mir. Das einzige was ich derzeit ändern würde, möchte und müsste, das ich ein paar Kilo zunehme.. :)

Wer jetzt noch mehr von Emma wissen will: 
http://emmawolffautorin.wordpress.com/about/



Freitag, 21. Dezember 2012

Gute Lösung

Schwimmen gehört schon immer zu meinem Leben.
Besonders als Jugendliche war es für mich die ideale Gelegenheit um dem Chaos zu Hause zu entkommen.
Wasser ist mein Element!
Seit Wochen suche ich nach einer Gelegenheit, um wieder wöchentlich ins Schwimmbad zu gehen.
Denn das Bad hier um die Ecke ist sehr klein und daher auch immer recht voll. Außerdem macht es meist erst gegen halb 4h auf, was für mich zu spät ist.
Gestern fand ich eine tolle Lösung:
Von der Praxis meiner Therapeutin fährt ein Bus direkt zu einem sehr schönen und großen Schwimmbad das sogar einen Warmwasserwhirlpool hat!
Genau das was ich suchte.
Super!
Solche Kleinigkeiten machen mich glücklich :-)

Weniger glücklich macht mich die Reaktion einer Bekannten.
Vielleicht ist es aber auch so schwer zu kapieren, dass ich nicht aus Spaß in Rente bin, sondern weil es mir immer mal wieder ziemlich bescheiden geht (mal allgemein und salopp formuliert).
Und das es für mich seltenst möglich ist einer Abendveranstaltung beizuwohnen, wenn ich tagsüber schon unterwegs war.

Ich glaube viele hören meine Geschichte (in Rente aus dem und dem Grund), schieben das wieder weg und sehen eine ganz normale Frau vor sich und spielen beleidigt, wenn man ihnen absagen muss.

Klar, weil man mir meine Krankheit nicht sofort ansieht und ich hab jetzt auch keinen Bock habe, mir mit Filzstift Angst, Panik, Erschöpfung, Depression ins Gesicht zu schreiben!

Meint ihr mir macht das Spaß?
Meint ihr wirklich, mir würde ein nettes Beisammensein mit leckerem Essen nicht auch mehr Spaß bereiten, als völlig ko auf der Couch zu versacken?

Donnerstag, 20. Dezember 2012

So a Glück!

Soviel Glück um mich, auch wenn es sich nicht ganz so anfühlt.
Aber ich lese derzeit das Buch:
"Die magische Kunst das Glück zu locken", von der sagenhaften Luisa Francia. Einfach herrlich!

Ein weiteres Buch von ihr geht mit zu meinem Weihnachtsurlaub und ich würde am liebsten sofort zu lesen anfangen!
Das andere Buch das mitgeht, heißt:
"Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot."
Ich finde ja sich-tot-lachen, einen super Tod.
Nein ich bin nicht suizidgefährdet.

Und dann besuchte ich heute eine Glückssucherin.
Also eine Ausstellung über diese Frau, genauer: Über Lena Christ.
Die meinte:
Glei frisch drauf los und mitten eini ins Glück!
Der Titel ihres Buches: "Erinnerungen einer Überflüssigen" traf mich mitten ins Herz. Ich japste nach Luft. Wie oft hab ich mich schon überflüssig gefühlt...
Nunja leicht hatte es die "Rumplhanni" wie sie noch genannt wurde gar nicht: Ungeliebt, ungewollt, von der Mutter als billige Arbeitskraft missbraucht, die Ehe ein Reinfall, nirgends ein Erfolg. Eine Katastrophe.
Dieser setzte sie dann auch mit 39 Jahren selbst ein Ende und brachte sich gleich auf dem Friedhof um. 
Auf ihrem Grabstein steht das Datum: 31.06. 20.
Diesen Tag gibt es gar nicht.
 
Die Ausstellung im
http://www.monacensia.net/Ausstellungen.htm in München lohnt sich.
Einige Passagen aus ihrem Buch wurden direkt auf die Wand geschrieben!
Sagenhaft. 
Zumal mir die Wörter inhaltlich unter die Haut gingen, (gut sie hätten mich bezüglich der Thematik: fehlenden Mutterliebe und  häuslichen Gewalt auch triggern können, aber ich war heute sehr stabil) und dann die außergewöhnliche Idee und der Mut dieser Darstellung!

Ja, heute konnte ich wieder ein wenig aufatmen.
Heute ging es mir gut.
Vielleicht war ich teilweise sogar ein wenig glücklich :-)

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Annahme

Zur Zeit kann ich meine Hochsensibilität und massive Erschöpfung überhaupt nicht annehmen.
Ich find das so dermaßen scheiße.
Ich will anders sein.
Ich will leben.
Ich will das tun können, was ich tun will.
Ich will fit, wach und munter sein.
Ich will....
Ich will haben...
Mist verreckter...
Kreuzbirnbaumundhollerstauden...himmelarschundzwirn!
Mich so annehmen?
Pfeif drauf.
Geht auch nicht.

Aber dass ich mich nicht annehmen kann, so wie ich bin,
das kann ich annehmen.
Ist ja auch schon mal ein Schritt.

Hallo Widerstand! Dass du dich auch mal wieder blicken lässt...

Dienstag, 18. Dezember 2012

Fahrplan der Depression

Erkenntnis des Tages (und es ist erst 9:15h!):
Wenn ich um 8:15 einen Arzttermin habe, kann es verdammt eng werden, erst um 7h aufzustehen, wenn ich mir auch noch die Haare waschen und trocknen will!
Und Zeitdruck am Morgen vertrage ich überhaupt gar nicht!

Immerhin ist mir bei dem Termin klar geworden, dass die Depression wieder verstärkt da ist. Wenn man so drin steckt, merk ich das oft nicht. Erst durch die Abfrage meiner Symptome* klingelte es.
*= ab 2-3h wach, meist gegen 5h nochmal kurzer Schlaf,
überhaupt keinen Appetit, ich ess halt, damit ich nicht vom Fleisch falle,
keine Lust auf gar nix,
ganz miese Stimmung,
müüüüde und grübelnd ohne Ende


Und es ist auch kein Wunder, dass es mir im Moment so bescheiden geht:
- Seit November nur alle 2 Wochen Therapie
- sehr selten den Hund gehabt
- Fahrdienst im Seniorenheim war auch seltener als sonst
- zu viel allein
- wahrscheinlich auch zu viel geschlafen

So zerbrechlich ist das Lebensgebilde.
Da muss ich wieder etwas aufpassen.
Uns es ist auch klar ersichtlich, warum bei mir keine Antidepressiva helfen: Weil es an den Umständen liegt.
Trotzdem bin ich gespannt auf den Neurotransmittertest.

Ab Januar ändert sich das eh wieder.
Da hab ich wieder mehr zu tun, öfter Therapie und bin mehr unter Leute.
Sollte es dann doch nicht besser werden, fange ich evtl. doch wieder mit dem Einschlafmittel an, das auch ein Antidepressiva ist, es aber in der Minimaldosis die ich nehme, gar nicht antidepressiv sondern einschlaffördernd wirkt.
Sagen die Mediziner.
Aber die müssen ja auch nicht immer Recht haben. Vielleicht reagiert mein sensibler Organismus eben doch auf die feinen Mengen.

So und wenn das Kind erstmal wieder erkannt und einen Namen hat, sieht die Welt gleich viel heller aus.
Und ich weiß ja was zu tun ist, um nicht noch tiefer in das Depriloch zu sinken:
nicht alles so ernst nehmen,
- was heiteres/lustiges anschauen (da hab ich schon immer einen Vorrat, um nicht erst suchen zu müssen)
- keine wichtigen Entscheidungen treffen
- wirklich nur das essen, worauf ich grad Lust habe
- auch wenn es schwer fällt: Aktivitäten suchen, Verabredungen ausmachen
- ablenken, also z.B. was leichtes lesen (weil Konzentration ist ja im Urlaub)
- genug trinken (nein, natürlich keinen Alkohol)
- Wahrnehmung nach Außen richten, nicht grübelnd nach Innen verschwinden, also z.B. beim Spaziergang ganz bewußt spüren: was höre/sehe/rieche ich und was spüre ich auf der Haut

Ich mach mich mal ans Werk.

Montag, 17. Dezember 2012

Der Glanz in deinen Augen

Mir wird die Tage bewußt, wie wenig meine Mutter anwesend war.
Also eigentlich war sie es überhaupt nicht.
Körperlich schon, wenn man ihren 10-Std-Arbeitstag abzieht, aber seelisch/emotional nicht.
Stell dich mal neben deinen Kleiderschrank und fühle welche Beziehung zu ihm hast.
Na?
Kommt da was? Irgendeine Resonanz?
Genau. Da ist nix.
Meine Mutter hat mit uns gebacken, uns zum Kindergarten gefahren, uns gebadet...aber ohne innere Beteiligung.
Zumindest habe ich davon nix gespürt.
Sie war roboterhaft. Innerlich leblos. Emotional abwesend.
Es gab keine Schwingung.
Behandelt wie ein Objekt.
Es ist wie eine dicke Glasscheibe zwischen zwei Menschen.
 Zwischen sich und der Welt.

Sie hat alles wunderbar erledigt, wir waren körperlich gut versorgt.
Aber seelisch verhungerten wir. Direkt vor ihren Augen.
Wenn man in ihre Augen sah, sah man Leere. Da war nix dahinter. Kein Erkennen. Keine Freude. Keine Zuneigung. Kein Glanz. Keine Kommunikation.

Man weiß heute natürlich was das für verheerende Folgen für die Kinder hat: Beziehungsgestört, depressiv, ängstlich, unsicher, ohne Urvertrauen, seelisch verwahrlost und stark vernachlässigt.
Nur was nützt mir all die Theorie?
Wie sieht Heilung aus?

Sonntag, 16. Dezember 2012

Greifen Sie zu!

Nur heute!
Nur heute gibt es dieses sagenhafte Angebot!
Nur heute können Sie zwei mitnehmen, bezahlen aber nur eins!
Nur heute gibt es diese fast unzerstörbare, langlebige und äußerst vielseitig einsetzbare

Versagensangst
 zu kaufen!

Machen Sie doch Ihrem fiesen Chef oder dem blöden Nachbarn mal ein hübsches Geschenk, auf dass danach Frieden herrsche!

Greifen Sie zu! Es ist genügend da!

Diese Versagensangst ist im übrigen wunderbar mit Mißtrauen, Perfektionismus und Miesepetrigkeit zu kombinieren.
Außerdem ist sie äusserst pflegeleicht.
Sie möchte nur in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen wieder hervor geholt und poliert werden.
Daraufhin wird sie so schnell nicht mehr von ihrer Seite weichen und Sie haben lange Ihre Freude daran!
Wo gibt es heutzutage noch solch eine Einfachheit?

Nehmen Sie!
Kaufen Sie!

Ja, teilweise wurde sie schon ein wenig benutzt, aber sehen Sie:
Man merkt: NIX! Wie neu!
Toll oder?

Also nur heute gibt es diese einmalige Gelegenheit diese wunderschöne Versagensangst zu erwerben!
Ein Kauf für's Leben!

Sie werden es nicht bereuen!

Mein 3.Advents-Sonntags-Thema...und bei Euch so?

Samstag, 15. Dezember 2012

Hot!

Es einfach Abend werden lassen...erzählte mir gestern eine Frau.
Ja das fällt mir zur Zeit ganz schwer...eigentlich ja schon seit Wochen. Diese innere Unruhe, immer irgendwas machen müssen, meistens körperlich angespannt, hektisch, nervös, die Gedanken rasen dahin...
Und heute morgen ein Lied, in dem es hieß, dass so viel von allein läuft.
Warum muss ich nur alles festhalten, kontrollieren, selber machen?

Stimmt nicht, vorhin in der Apotheke ließ ich meine Gesichtszüge fallen ;)
Ich wollte meine heiß (im wahrsten Sinne des Wortes) geliebte Wärmecreme holen.
Frage der Apothekerin:" Ist die für Sie oder für einen Mann?"
Ich: "???"
Apo: " Naja die brennt schon ganz ordentlich!"

Ey, bin isch ein Mädchen oda was?
Ich hab ihr dann vermittelt, dass ich genau deswegen mir das Zeug seit 2 Monaten in den Nacken schmier! :-)

Tja und heut nacht im Traum mit mir gehadert, ob ich eine rauchen soll oder nicht.
Irgendwie hatte ich sogar Hülsen (zum selber stopfen) gekauft.
In der Realität ist das keine Frage mehr.
Es gelüstet mich 0,0.
Es ist nicht so, dass mir Kippen total egal wären, wenn ich welche am Boden seh oder eine leere Schachtel, da denk ich dann schon so an meine Raucherzeiten. Und dies und das geht mir so durch den Kopf.
Aber nach 9 Monaten rauchfrei, würd das Zeug so widerlich schmecken, wie am Anfang, als ich mit 14 in den Büschen an der Isar hockte und die ersten Rauchwölckchen gen Himmel schickte.
Ich glaub es hat lange gedauert, bis dieses widerliche Gefühl und erst der Geschmack weg waren.
Zum anderen sind meine Zähne wunderschön geworden.
Erst jetzt sah ich, wie sehr die verfärbt waren *igitt*.
Jetzt sind sie schön gleichmäßig normal weiß-beige.

So draußen regnets, der Boden ist noch gefroren, deswegen rutschen Fußgänger und Autos nur so dahin.
Bin ich froh, dass ich nicht raus muss.

Denen, die raus müssen, wünsche ich heiles Ankommen!

Heute mal wieder mein derzeitiges Lieblingslied:

 

Freitag, 14. Dezember 2012

Man könnte meinen,

dass es kein guter Tag wird,
wenn man von 2h-5h nachts wach ist...
und irgendwann zwischen 5h und 7h träumt, dass der gute alte Schulschwarm neben einem sitzt UND einen wahr nimmt (nicht so wie in der eiskalten Realität, in der man wie Luft behandelt wird!) dieser Gitarre spielend ein paar Schritte von einem weg geht, während man selbst erschossen wird.
Also erst angeschossen und als klar war, dass ich immer noch lebe ein zweiter Schuß abgefeuert wird, der mich zwar bei Bewußtsein ließ, aber körperlich völlig unfähig irgendwas zu tun (das wiederum war mal eine sehr realistische Tatsache!).
Nur meine Augen sahen flehend zum Schulschwarm: Der muss doch was gehört haben, wenn der nur einmal rüber sähe, dann würde er doch erkennen was mir passiert ist und Hilfe holen...vielleicht könnte man mich dann noch retten...so schau doch her!!!!
Ich wurde wach.
Danke auch. Da schmeckt der Kaffee doch gleich viel besser.

Doch der Tag wurde gut.
Sehr passende Weihnachtspost kam,
ich sah zwei sehr schöne Bilder eines ortsansässigen Künstlers,
ich ließ mir die gefüllten und frittierten Blätterteigtaschen aus dem Feinkostladen schmecken,
ich hatte ein sehr lustiges Telefonat mit bestfriend, der sich gerade fast zu Tode arbeitet und dem ich befahl sofort bei dem tollen Wetter und Schnee und überhaupt, eine Stunde hinaus zu gehen!
Antwort: "Danke, ich brauch das manchmal, dass mir wer sagt was ich zu tun habe!"
Jepp hätt ich manchmal auch ganz gern (und könnte es doch nicht haben!)
Weiteres Telefonat mit einer Bekannten. Über ein Jahr nicht mehr gesehn. Sagt die doch glatt inhaltlich daselbe wie bestfriend.
Bin ich von lauter Befehlsempfängern umgeben???
Egal, ich freu mich sie demnächst wieder mal zu sehen.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Neues-Altes

Achja, es ist immer wieder schön, wenn mir alte Erkenntnisse im neuen Gewand erscheinen.
Zum Beispiel letztens: ich (eigentlich wie immer) total ko und erschöpft. Statt mich wieder hinzulegen und nochmal zu schlafen, tat ich das Gegenteil. Frei nach Watzlawick: wenn mehr vom selben nicht hilft, sollte man die Richtung wechseln...oda so.
Nunja statt ins Bett also rauf aufs Radl. Ja eine Stunde ging es mir gut. Nach der Dusche war ich allerdings wieder genauso Matsch und ko wie davor.

Noch ein Beispiel: Ebenso letztens: ich versink mal wieder in Grübeleien und depressiver Grundstimmung. Ziehe mich immer mehr zurück, es geht mir immer schlechter.
Auch hier: statt mehr vom selben, mal einfach das Gegenteil ausprobieren. Also habe ich mir selbst  etwas Humor, Heiterkeit und Gesellschaft verordnet. Ach die Welt kann so schön sein :-)

Auch letztens einem Interview mit Ernst Wyrsch gelauscht. Meint der doch glatt: "Man solle seine Stärken stärken!"
Ehrlich, ich bin vor lachen fast von der Couch gepurzelt.
Warum? Weil ich mich ertappt fühlte. Weil ich immer auf meine Schwächen starre und die weg haben will und daran herum dokter und dadurch alles nur schlimmer wird!
Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was ich gut kann.
Ach, das Leben kann so einfach sein  :-)

Langsam gewöhn' ich mich dran, dass meine Gedanken Realität werden und das andere "mystische" Dinge passieren:
Heute schon den ganzen Tag mit den Wörtern *da rollen sich mir die Zehennägel auf* im Kopf herum gelaufen.
Eine Redewendung wenn man etwas ganz gruselig oder eklig findet. Mein Vater sagt das immer bei klassischer Musik.
Steh ich am Postschalter an, entspann mich innerlich, konzentrier mich auf nix, lass mich einfach sein....
sagt die Frau hinter mir: "....da biegen sich einem doch die Zehennägel auf!"
Und ich grinse einfach...

Zweites "mystisches Ding" heute:
Letztens so gedacht, dass die Webseiten auch immer vollgestopfter werden, kein Wunder dass ich nach kurzer Onlinezeit mich irgendwie verwirrt fühle.
Und siehe da, ein bekannter Mailanbieter geht wieder zurück zum ursprünglichen-einfachen. Heute sah ich das neue Design und bin begeistert!
Wenig Werbung, einfach, übersichtlich, das allernotwendigste. Fertig.
Sehr angenehm für angerauhte Nerven!

Demnächst mehr über die Energie der Blicke!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

12.12.2012

"Drei mal die 12 bitte!"
"Darf noch ein bissl mehr sein?"
"Nein danke!"

Was für ein wunderschönes Datum das heute ist.
Und wer heute heiratet hat auch noch ein wunderschönes Wetter:
Strahlender Sonnenschein und alles dick eingeschneit!

Im Januar 2012 ging ich das erste Mal zur Tafel.
Also hab ich bald 1-jähriges.
Heute hieß die Übung:
Mich nicht von der allgemeinen Meinung mitreißen lassen.
Wer eine hohe Nummer zieht (so ab 40 aufwärts) meckert.
Weil: weniger Auswahl und lange warten.
Ich hatte heute eine Nummer nah der 50. *augenverdreh*
Aber war es wirklich so schlimm? Nein.
Die Ausbeute war reichlich, ich kam mit einem vollen Rucksack, 2 großen und 1 kleinen Tüte nach Hause.
Und Weihnachtsgeschenke gab es: 3 Gutscheine a 10,- für Bäcker, Metzger, Feinkostladen (!).
Erkenntnis: Man bekommt immer noch reichlich, auch wenn man eine hohe Nummer hat.
Aber die Gier und die Angst zu kurz zu kommen...jaja....

Aus der Flohmarktabteilung (Dinge die andere Menschen abgeben) suchte ich mir noch einen original verpackten Schal und 3 Bücher aus.
Erkenntnis: Wenn du bei der Tafel sowas intellektuelles wie Bücher mit nimmst, gibt das kuriose Blicke.
Wenn ich ein Shirt mit: Bin über 30 helfen Sie mir bitte über die Straße an hätte, würde ich wahrscheinlich mehr als ihresgleichen anerkannt werden.
Alles in allem war ich 10 Minuten länger drin, als mit hoher Nummer, also auch noch zu verkraften.

Aber es ist so einfach, ohne zu überlegen einfach mit zu jammern ;-)
Ich bin weiterhin dankbar, dass es so eine Einrichtung gibt!


Dienstag, 11. Dezember 2012

Weihnachtsengel

Ich ließ meinen Engel lange nicht los,
und er verarmte in meinen Armen
und wurde klein, und ich wurde groß:
und auf einmal war ich das Erbarmen,
und er eine zitternde Bitte bloß.
Da hab ich ihm seinen Himmel gegeben,
und er ließ mir das Nahe, 
daraus er entschwand;
er lernte das Schweben, ich lernte das Leben,
und wir haben langsam einander erkannt...

Rainer Maria Rilke

Montag, 10. Dezember 2012

Hormondoctore

So, heute war der große Termin beim Privatarzt ala Neurostreß/chronische Erschöpfung/Panik/Depression usw.

Das schöne an privaten Ärzten:
Sie nehmen sich Zeit.
Sie nehmen dich ernst.
Zumindest tat dies jener bei dem ich heute war.
Ausführliche Anamnese. Das hatte ich das letzte mal beim Vorgespräch für die Trauma-Tagesklinik.
Nachfragen...hinhören...mitschreiben.

Dann kam der Teil der mir nicht gefiel.
Seine Aussage: "Tja, da liegen schon arge Verwüstungen in Ihnen vor, das meiste wird wohl wirklich von der Psyche kommen, Sie sind da arg derangiert. Das Entwicklungstrauma hat sich tief reingefressen und das wird dauern..."
Genau das höre ich ständig...und will es nicht hören..weil ich es nicht wahrhaben will. Schwer traumatisiert? Naja, das sagte mal die eine Therapeutin, die kann sich ja vertan haben, vielleicht ist es ihre Lieblingsdiagnose.
Wegen posttraumatischer Belastungsstörung in Erwerbsunfähigkeitsrente? Ach was, die haben sich vertan, ich krieg halt jetzt ne kleine Pause...dann wird das schon wieder...
Wenn das aber immer mehr Leute um einen herum sagen und man merkt, die sagen das nicht aus Jux und Dollerei, da muss was dran sein...dann wirds eng.

Der zweite Teil der mir nicht gefiel:
Langer Blick auf meine Diagnostikunterlagen, die ich mitbrachte, dann sein Kommentar: " Hmmm, alles in Ordnung, der Hormonkreislauf funktioniert wunderbar!"
Verzweiflung machte sich in mir breit. Er ist doch meine große Hoffnung, dass ich wieder einigermaßen fit und wach mein Leben leben kann! Und jetzt sagt der auch...alles psychisch? Alles ok?

Dann kam der Teil der mir gefiel:
"Aber..." sagte er weiter...."Hormone sind ja nicht alles. Die Neurotransmitter wurden ja noch nie getestet. Das machen wir jetzt mal."
DAS hat mich ehrlich gesagt schon immer gewundert, warum der Psychiater nicht erstmal testet WAS denn außer Rand und Band ist, sondern mir gleich irgendwelche Wiederaufnahmehemmer verschreibt.
Antwort: "Weil viele meinen, dass man die gar nicht testen kann."
Soso. Nunja wir tun es jetzt einfach mal.

Der Doctore arbeitet mit den körpereigenen Vorstufen, die es so an Hormonen und Neurotransmittern gibt. Sprich: Viel besser verträglich (ohne Nebenwirkungen) und ohne andere Chemiezugaben von denen man teilweise gar nicht genau weiß, wie sie im Körper funktionieren bzw. was sie dort anrichten.
Sein Kommentar: "Wenn Sie diese üblichen Antidepressiva vertragen hätten, würden Sie jetzt nicht vor mir sitzen!"

Abschlußsatz von ihm:" Den Schalter werden auch wir nicht umlegen können (so ala schwupps jetzt ist ALLES wieder gut!) aber einen Baustein zur Verbesserung Ihres Zustandes können wir beitragen."

Das will ich hoffen. Teuer genug war die Stunde ja...

Ich bin weiter gespannt.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Beautyjunkie

Früher war ich eine "Kosmetik-Tussi".
Für jedes Wimperlein und Nägelchen ein anderes Cremchen oder Wässerchen. Haare gefärbt, Nägel lackiert, Make-up auf die Haut, Parfum und was es nicht alles gibt.
Fazit: Nägel brüchig, Haare strohig und irgendwann kein Bock mehr auf den teuren Firlefanz und außerdem wollte ich meine Zeit anders verbringen. Draußen zum Beispiel.

In den letzten 6 Jahren kam keine Haartönung und kein Nagellack an meinen Körper. Haare und Nägel sind wieder einwandfrei gesund! Und das ohne "extra pflege" oder Nagelhärter wie es uns die Kosmetikindustrie verkaufen will.
Einfach das Zeug weg lassen und warten.
Parfum flog auch irgendwann weg und ständig schminken musste ja auch nicht sein.
Meine Haut erholte sich ebenso hervorragend.
Immer wieder habe ich mich mit natürlicher Kosmetik beschäftigt. Zum Beispiel: wie machen das die Naturvölker?
Ich kaufte mir nur noch ein ph-neutrales, duft-farb- und konservierungsfreies, veganes Duschgel und nehme selbst davon viel weniger als früher. Schont Ressourcen und Geld.
Der Reinigungswahnsinn den uns die Werbung überstülpt ist wirklicher Wahnsinn!

Im Moment probiere ich eine etwas härtere Gangart:
Selbstgemachtes Deo. 
Ich konnte das künstliche Zeug einfach nicht mehr riechen und von all der Chemiebombe ganz zu schweigen! Die Achselhöhlen scheiden viele Giftstoffe aus und helfen den Körper zu reinigen und wir kleistern das zu. Es wird vermutet, dass die Häufung von Brustkrebs mit unserer "Deosucht" zu tun hat.
Nun es geht auch anders:
Zutaten:
150ml Kokosöl und ein Päckchen Natron.
In ein schönes Glas gefüllt sieht das im Badezimmer auch noch hübsch aus.
Nach dem duschen einfach etwas in die Achselhöhle reiben.
Natron neutralisiert Säuren und macht die Haut somit basisch.
Kokosöl:
"Die Bakterien, die dem Schweiß seinen Geruch verleihen, werden durch die Capron-, Capryl-, und Laurinsäuren im Nativen Kokosnussöl abgetötet. Wenn noch etwas ätherisches Öl von Thymian, Rosmarin, Tea Tree oder Salbei hinzugefügt wird, verstärkt sich die antibakterielle Wirkung zur Vorbeugung von Gerüchen."
Hier gefunden:
http://beautyjunkies.inbeauty.de/forum/archive/index.php/t-64796.html
Außerdem pflegt das Öl jetzt erstmal die jahrelang deodorierte Haut.
Es fühlt sich für mich einfach besser ab und selbst heute nach dem Sport war nix zu riechen. Genial!

Und selbstgemachte Zahnpasta
Zahnpasta soll man nicht verschlucken.
Aber wir massieren sie uns schön brav 2x täglich in die Mundschleimhaut, die ja besonders durchlässig ist!
Ziemlich blöd, oder?
Also hab ich mal geguggt.
Xylith den Zuckerersatz (oder Birkenzucker genannt) ist sehr gut für den Mund. Denn die Kariesbakterien/Säuren können damit nix anfangen. Im Gegenteil, Xylith soll die Mundflora wieder ins Gleichgewicht bringen.
 http://www.healingteethnaturally.com/mundspuelen-zaehneputzen-mit-xylitzucker.html
Aber nur der Zucker (der sich auflöst!) war mir etwas zu unsauber.
Aber ich fand was anderes:

Zutaten:
150ml Kokosöl
1 TL Natron (eher noch weniger, da sich Natron nicht komplett auflöst, haben die kleinen Körnchen einen abschmirgelnden Effekt! Und es schmeckt salzig)
2,5 TL Xylith (schmeckt sehr süß)
und 10 Tropfen japanisches Heilöl (schmeckt nach Minze)
das Kokosöl erwärmen bis es flüssig wird, so ab 25 Grad, und alles vermengen, kalt werden lassen, bei Zimmertemperatur ist sie schön cremig!
Davon eine kleine Menge in den Mund nehmen und ganz normal putzen.
Ja es war erstmal eine Überwindung.
Die alten Konditionierungen sprangen sofort an:
*Es schäumt nicht, also wird es auch nicht sauber.
Mit Öl putzen...geht ja mal gar nicht...*usw.
Die Zahnpasta ist so natürlich, dass ich sie locker runterschlucken könnte, aber: alte Konditionierung. Also ausgespuckt und mit etwas Wasser nachgespült.
Fühlt sich sauber und frisch an. Und irgendwie freier, weniger verklebt.
Das erstaunliche: Morgens nach dem Aufwachen einen sehr angenehmen Mundgeschmack! Auch im Lauf des Tages ist der Geschmack viel neutraler.

Ich liebe Dinge die ich für verschiedene Zwecke benutzen kann.
Und ich liebe eine natürliche Lebensweise.
Das kommt meiner minimalistischen Lebensweise sehr entgegen!
Es gibt in dieser *no-Chemie*-Bewegung noch viel mehr..z.B. nur mit Wasser bzw. Natron die Haare waschen. Das ist mir im Moment noch zuviel. Eines nach dem anderen.
Aber mein neues Peeling ist Heilerde. Fühlt sich auch toll an! Nicht das aggressive, künstlich-duftende Zeug.

Fazit: ich kann meine Körperpflegeprodukte essen. Und so soll es sein. Denn die Haut ist in beide Richtungen durchlässig.
Wenn wir schon drauf achten, was wir essen, sollte wir das auch bei den Mitteln machen, mit denen wir putzen.

Noch was zum nachlesen:
 http://www.zentrum-der-gesundheit.de/koerperpflege-tipps-ia.html

http://www.goldseitenblog.com/muellenmeister/index.php/2011/07/29/krank-durch-moderne-koerperpflege



Freitag, 7. Dezember 2012

Meine Welt

Seit gut 1,5 Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema:
Gedanken werden zur Realität.
Schade, dass ich die früheren Posts nicht mit entsprechenden Labels gekennzeichnet hab. Nunja.
Immer wieder begegnet mir diese Tatsache, dass wir uns unser Leben selbst gestalten. Und das meiste eben unbewußt.
Paß auf was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen!

Gestern:
Ich räume meine Zettelwirtschaft auf dem Schreibtisch auf und finde eine Erinnerung: "Zahndoc Termin!"
Weil ich immer mal wieder links unten so ein komisches Gefühl habe, als ob die Krone ganz leicht wackeln und somit etwas weh tun würde.
Ich wollte das nachschauen lassen. Hatte aber keinen Bock.
Tja, wir erinnern uns an vorgestern? Ich war beim Zahndoc. Unfreiwillig, natürlich. Das Universum machte es ein wenig dringender.
Im übrigen war das komische Wackelgefühl der obere Zahn, der dann ja rausbrach, denn nun ist auch unten wieder alles super. Manchmal ist das schwierig zu orten.

Zweite Situation:
Letztens mit meinem Telefonanbieter telefoniert (nein nicht mit dem flirtfreudigen Techniker).
Jedenfalls machte man mir erst ein Angebot das ich annahm, dann wurde denen klar, dass das ja gar nicht geht. Gut passiert.
Als Entschädigung sollte es einen Gutschein zum shoppen geben.
Ich dachte mir danach: "Mist hätte ja mal fragen können, ob ich einen Gutschein für die Tel.rechnung haben kann!"
Es kam aber gar nix an.
Also angerufen und geklärt. Die *Klär-frau* meinte: "oh wir haben gar keine Gutscheine mehr, aber ich schreib ihnen die 20,- auf die Tel.rechnung gut!"
Danke Universum!

Gestern bei der Thera:
Ich erzähle ihr vom Rehasport und dass ich da definitiv nicht hingehe.
Sie meinte: "Es als Herausforderung ansehen und probieren."
Es ging eine Weile her. Warum nicht. Wie es doch gehen könnte usw.
Fast hätt ich mich überreden lassen. Nach dem alten Motto:
"Der andere weiß wie immer besser, was für mich gut und richtig ist!"
Schrecklich.

So und jetzt genieß ich meine innere Ruhe. Was für ein Segen.
Denn so kann ich mich auf die Bücher stürzen die heute ankamen.
Gleich zwei! Juhu! Wochenende ist gerettet:
Lesen und lange im Schnee spazieren.
Und Lebkuchen und Früchtepunsch und
R U H E!!!
Weil die Baustelle schweigt und die Nachbarn im Urlaub sind.
I love it!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Peinlichkeiten Teil 2

Noch mehr zum Thema:
Wie mach ich mich gegenüber dem anderen Geschlecht zum Vollhonk!?
Da ich mir wegen Rücken-Schulter-Nackenleiden nun auch wieder den großen Gymnastikball zum draufhocken und rumkullern holen werde, fiel mir eine alte Geschichte ein:

Ich hatte als Jugendliche schon so einen großen Ball (weil da schon Rücken-ect-Leiden) und liebte den sehr.
Nunja als Jugendliche hockt man aber nicht immer in seinem Zimmer auf einem großen Ball sondern trifft sich mich anderen Jugendlichen an den Orten, um den dann Erwachsene einen großen Bogen machen.
Und da lernte ich Mr.V. kenne. Schon vom hören-sagen ein berühmt-berüchtigter Vögl Herzensbrecher.
Egal.
Diese Augen! Diese Ausstrahlung! Dieses Lächeln! Wahnsinn! Hammer!
Wir plauderten. Wir gingen von den anderen Pickelmonstern weg. Wir saßen am Flußufer. Er machte mir Komplimente. Ich kicherte. Er nahm meine Hand.
Ich wußte was für ein mieser Typ er war. Aber es tat so gut. Nur das hier und jetzt zählte! Den ganzen Nachmittag verbrachten wir zusammen.
Und den nächsten Tag (nein nicht die Nacht, da hatte Mama noch ein Auge drauf).
Ich bekam sogar sein Hardrockcafe-shirt!! *inOhnmachtfall*
Was für eine Trophäe!
Meiner Mutter drohte ich mit Mord, sollte sie es wagen das Teil jemals zu waschen. Ist klar...

Jedenfall saßen wir so in meinem Zimmer (das allein war schon unglaublich!)Er saß auf meinem Bett (klar sein einzigstes Ziel) ich auf besagtem Gymnastikball. Hinter mir war eine zweite Tür, durch die man in das Büro meiner Eltern kam.
Er beugte sich weit in meine Richtung nach vorne, ich lehnte mich weiter nach hinten. Ein Paarungstanz, ein Spiel, irgendwas halt...
So ging das ein paar mal hin und her. Bis mir das zu unbequem wurde.
Ich rutschte ein wenig nach hinten und lehnte mich an diese Tür an.
Doch nicht lange...
.
.
.
denn diese...

.
.
.
.
.
.
war nicht richtig verschlossen.

Ich seh es noch in Zeitlupe vor mir, wie ich merke, dass hinter mir kein Halt ist und rechts und links auch nix mehr zum festhalten,  ich kullterte also den Ball hintenüber, bis ich endlich mit Rücken und Kopf am Boden aufschlug.
Mr. V. sah dann nur noch den großen Ball und obendrauf meine Füße. Fußsohlen in seine Richtung.
Not sexy!
Ich starrte an die Decke und hörte einen unglaublichen Lachanfall, der minutenlang dauerte.

Noch Fragen woher ich meine Sozialphobie habe?

Trotz allem.
Ich bin zäh und habe heute passende Beute gesichtet.
Im Schwimmbad.
Er hat seinen Sohnemann zum Schwimmverein gebracht und drehte nebenher gleich selbst ein paar Bahnen.
Finde den Fehler.
Egal, fand den Knirps ganz drollig.
Den Mann natürlich auch :-)
Also: nächsten Donnerstag: gleiche Zeit, gleicher Ort.
Irgendwelche Tips parat? Oder coole Sprüche?

Mittwoch, 5. Dezember 2012

What a day!

Da sitz ich gemütlich beim leckeren und extra liebevoll zubereitetem  Frühstück, das auch noch größer als sonst ausfiel...
beiße herzhaft in das Brot mir Aprikosemarmelade, kaue genüßlich...
machts: *ganztollPieks* und dann *kniiiirrrsch*.

AH! OH! Hmmm..war was? Nö. Weiterkauen.
Ne moment da ist doch was.
Ab ins Bad. Zahnseide rausgeholt. Sanft zwischen dem bestimmten Zahnzwischenraum eingefädelt...
klappt mir der halbe Zahn entgegen!

AAAHHH! OOOHHH!
Verdammter Mist.
Ich traute mich nicht mal mehr schlucken.
Ich hasste es als Kind schon wenn Zähne wackelten.
Zum Glück tat es nicht weh. Also nicht dolle.

Eigentlich wollte ich ja zur Tafel. Das konnte ich ja gleich streichen.
Also rüber zur Nachbarin bescheid geben, ob die Mitarbeiter dort mir ausnahmsweise ne Kiste zusammenstellen und vorbei bringen, wegen Notfall (machen die).
Nur: Die saß selber wegen einem Notfall im Krankenhaus.
Bravo. Was ist heute denn los???
Also kein Einkauf, sondern zum Zahnarzt.
Ich war mir sicher, dass der Zahn in der Mitte durchgebrochen war und somit nicht mehr zu retten sei.
Dem war aber nicht so.
Es war zum Glück der Zahn mit Wurzelfüllung (deswegen kaum Schmerzen, es drückte nur das Zahnfleisch) und mit normaler Füllung (logisch).
Also schnell ne neue Außenwand hingekleistert.
Auf lange Sicht muss da natürlich ne Krone drüber. Aber erstmal ist alles wieder gut.
Was ein Schreck!

Dann kam der angenehme Teil des Tages: Freunde!
Ich sah heut seit Ewigkeiten meine "Windelfreundin" wieder!
Also mit der lag ich schon vor 32 Jahren gemeinsam aufm Wickeltisch und wir hatten 12 sehr intensive und sehr schöne gemeinsame Jahre zusammen!
Heute belagerten wir den Weihnachtsmarkt und bei mir war keine Spur von Reizüberflutung. Im Gegenteil, ich genoß es!
                                         Wunder-oh-Wunder!
Eine 1/2Meter-Bratwurst wanderte in meinen Magen und ein Glühwein hinterher während um uns die Schneeflocken tanzten.
Ein Wintertraum! :-)
Weiter gings zum best-friend mit dem bin ich einfach erzählend und lachend spazieren und einkaufen gewesen.
Tat richtig gut!

Und mittendrin der erlösende Anruf:
Hund hat die OP gut überstanden! Die war schon ein wenig kritisch.

Hallelujia, heut hat sich aber was gerührt :-)

Dienstag, 4. Dezember 2012

Bitte einmal kräftig auf den Fuß treten!

Ich war schon immer blind was flirten angeht.
Also klar das offensichtliche check ich schon auch, aber sooft hörte ich von meiner weiblichen Umgebung: "och der hat dich jetzt aber lange angeguckt/lieb angelächelt/dir ein tolles Kompliment gemacht!"
Ich: "Hääh?"
Da war der Typ auch schon wech. Oder wir.

Was ich da an Heiratsanträgen verpaßt hab! Du meine Güte.
So, jetzt war ja die letzten Jahre männertechnisch nicht so wirklich Thema.
Aber hin und wieder eben doch. Schieben wir es mal auf die Hormone. Oder Fest-der-Liebe-tralala.

Letztens an der Kasse: Ein neuer Kassierer, ein sehr hübscher und im passenden Alter noch dazu. Wir strahlen uns an (das kann ich!) (manchmal sogar ohne rot zu werden!).
Zum Schluß: "Schönen Tag noch!"
"Ja danke ihnen auch!"
Anstatt: "Wie lang müssen Sie denn noch? Da haben Sie ja nich mehr viel vom Wochenende...." irgendein blablupp eben.
Ich war soooo *zeigefinger-und-daumen-zusammenhalt* kurz davor.

Ok, weiter. Die nächste Chance kommt bestimmt:
Mein Telefon spinnt.
Ich ruf den Anbieter an und komme nach 30sec. beim Techniker an.
Ich erklär. Er erklärt zurück. Zum Schluß:
Er (ich hör sein grinsen): " Und dann können sie wieder telefonieren, bis ihnen die Ohren glühen!"
Ich (laut lachend): "Mensch, genau DAS hatte ich nämlich heut vor! (wenn die Leitung mal wieder funktioniert!)
Er: (schmeichelnd) " Ja ich versteh sie jetzt klar und deutlich (das war das Problem, dass der andere mich nicht mehr hörte).
Ich: "Nur leider sind Sie der falsche Gesprächspartner!"
Er war not amused.

Ich.
kann.
so.
ein.
unglaublicher.
Vollhonk.
sein.

Es ist zum verzweifeln.

Montag, 3. Dezember 2012

Unsortiert Teil 2

- Ein sehr interessantes Dokument gefunden: "Die grandiose Einsamkeit." Gut über Google zu finden.
Ein kleiner Ausschnitt:
"Jeder Mensch braucht zuerst einmal Achtung und Beachtung seiner Grenzen, einen Respekt vor dem, was das Seine ist, was seine Entscheidung, sein Wollen, sein Wunsch, sein Ziel, sein Vorhaben ist, die Beachtung seiner Person somit, der Tatsache, daß es ihn gibt als einen autonomen Menschen mit freiem Willen.

Er bedarf der Beachtung dessen, was seine Intimität ausmacht, der Beachtung schließlich von all dem, worüber er persönlich selbst zu entscheiden hat und wo andere keinen Zutritt haben, es sei denn, sie werden dazu eingeladen.
 Dazu gehört beispielsweise das Zugeständnis eines physischen Raumes, um leben zu können (Wohnung, Zimmer, Bett), die
Beziehungen, ein Tagebuch, gehören Ansichten, Motivationen und Gefühle. Das heiß unter Achtung u. Achtsamkeit verstehen wir die Grundbedeutung des bewußten Wahrnehmens – unter Be-
Achtung die Einhaltung des Wahrgenommenen.
Es wird als maßgeblich für das eigene Handeln angesehen.
Nicht, daß man sich nicht mit den anderen auseinandersetzen soll, aber weder Eltern, Erzieher noch Geschwister dürfen diese Grenzen übertreten. Und wenn sie es tun, wird die Grenze des Du verletzt. – Wie rücksichtslos wird hier oft vorgegangen in Familien, in Schulen, in Gruppen!
Besonders zerstörerisch ist aber je ne Form der Nichtbeachtung der Grenzen, wo durch Mißbrauch der Beziehung oder durch Einsatz von Macht bzw. Verführung Grenzen absichtlich verletzt werden und vom Eigenen des anderen Besitz ergriffen wird, was im Falle von sexuellem oder emotionalem
Mißbrauch meistens zu einer besonders tiefen Verletzung der Intimität führt."

- Spätestens wenn man über seine eigenen Füße stolpert und irgendwie nicht mehr richtig wach wird, sollte man das Benzodiazepin absetzen. Nahm jetzt 3 Abende die normale Dosis, gestern nur noch die Hälfte, heute abend gibt's nix mehr, da ich morgen Auto fahre.
Aber am Wochenende gönn ich mir nochmal die Erholung. Ich bin sehr entspannt, viel mehr bei Kräften und atme auch viel tiefer. So sollte der Normalzustand sein. Ich brauche viel weniger zu essen (logisch, wenn der Körper nicht mehr dauernd mit hoher Drehzahl unterwegs ist) und kann trotzdem 1,5 Std. ohne Schlappheit durch Wald und Wiesen streunen.
TOLL ! So soll es sein. Das will ich wieder dauerhaft haben!

- Heute in 3 Wochen ist Weihnachten!
Also heute in 3 Wochen bin ich schon im Urlaub! Hab ich schon gesagt, wie sehr ich mich freue? :-)

Unsortiertes

- Es gibt Sätze da zuck ich zusammen, wenn ich sie hört.
Dieser hier ist so einer:
" ich war nur heimlich ich!"
Boah! Und gleich im Anschluß gedacht: "nicht mal das konnte/durfte ich".
Also ganz früher als Kind...ich weiß nicht, wann bildet sich das ICH aus? Eher in der Pubertät, wenn man seine Kanten und Ecken schleift und heraus arbeitet. Aber war ja alles verboten.
Als Kind gehörte mir gerade mal so mein Körper und mein Bett.
Später nicht einmal mehr das.
Trotzdem, irgendwann hatte ich ein klitzekleines ICH aufgebaut und dann kam so ein Psychopath. Bei dem war ich immer froh, wenn er Termine hatte, bei denen ich nicht mit konnte. Dann war ich endlich mal allein und konnte wieder ein wenig ICH sein.

- Auch sehr passend ausgedrückt: ich hab Knoten in der Seele...
Ja hab ich...
 
- Ebenfalls ein Untertitel (eines Ratgebers für Depressive und Angehörige) der mich ansprach: Sehnsucht nach Zukunft
Eigentlich hat man ja eher Angst vor der Zukunft als Depressiver, man sieht nur noch schwarz usw... ich nicht, ich leb zu sehr in der Zukunft...wenn erstmal...z.B. das Leben richtig anfängt. Oder: "Irgendwann wird alles gut!"


- Ja ich hege Hoffnung für meine Zukunft: "Die Hoffnung stirbt zuletzt!" Doch in einer Sache will ich keine Hoffnung mehr haben. Da darf sie sterben. Tut sie aber nicht, himmelarschundzwirn. Ein wenig müde ist sie, aber kurz vom abkratzen? Neee, noch zu vital und zu lebendig.
Leider.
Aber vielleicht kann ich sie ja verkaufen!!! Braucht wer Hoffnung?
Der Meistbietende gewinnt!

- Ich häng immer noch in irgend so einem blöden emotionalem Loch. Inzwischen hab ich mindestens 10 weitere Gründe und Auslöser dafür gefunden.
Was die Sache nicht erleichtert.

- Dafür heute Nacht vom Schulschwarm geträumt. Ach tat das gut. Der war ja schon ewig nicht mehr zu Besuch!

- Gestern meinem Gefühl gefolgt, JETZT SOFORT bei einer Freundin anzurufen. Schob das schon tagelang vor mir her. Als ich sie in der Leitung habe, frage ich ob ich störe, oder ob sie grad mitten im Plätzchen backen sind.
Antwort:" Ja wir backen heute, machen aber gerade eine Pause!"
Volltreffer.
Manchmal schauderts mich selber, ob dieser Hellfühligkeit oder wie man das nennt...


Sonntag, 2. Dezember 2012

Andere Sicht

Ist ja nicht so, dass meine Eltern nie merkten, dass da was gehörig schief läuft.
Nein, mein Vater ging sogar in eine Klinik.
Ja so richtig psychosomatisch und stationär über Wochen!
Nur...geholfen hat es nix.
Er machte sich einen Heidenspaß draus die Therapeuten zu ärgern, sich Streiche, Tricks und Lügen auszudenken, um dem ganzen "Hokuspokus" (O-Ton) zu entgehen.
Er machte sich ne tolle Zeit.

Immer wenn er diese Zeit sehr bildhaft erzählte, was er da alles anstellte, lachten alle. Auch ich. Mein Vater ist schon ein gerissener Kerl!
Manches hätte wirklich eine Szene aus "Der Lausbub aus der ersten Bank" sein können.
Heute ist mir nicht mehr nach lachen zumute.
Wenn er mir das heute erzählen würde, würde ich ihn am Schlafittchen packen und losbrüllen:

"Hättest du damals ein Fingerhütchen Ernsthaftigkeit in diese Therapie gesteckt und ein wenig Mut zusammen gekratzt um deine Wunden und Vermeidungsstrategien anzuschauen, dann wäre es uns allen besser gegangen!
Oder meinst du es ist lustig als 8-jährige an der Schule zu stehen und zu warten, selbst als der Rektor schon längst zu hause war und wer kam nie? Genau..DU! Weil es mal wieder aus unerfindlichen Gründen nicht ging und blöderweise zwischen Schule und Zuhause 6km lagen?
Meinst du es war lustig nie etwas von seinem Vater geboten zu bekommen, außer Angst, Kreislaufschwäche und dünne Nerven?
Meinst du es war toll, dass du weder arbeiten, noch  im Haushalt einen Finger gerührt hast???
Deine Frau hatte ja sozusagen 3 Kinder. Du mit eingerechnet!!!"
Dann würde ich ihn nochmal so richtig durch schütteln und ihn in Richtung Hosenboden schubsen.
So.

Samstag, 1. Dezember 2012

Und hoch die Arme, Beine und was es sonst so gibt...

War ich nochmal beim Doctore.
Wegen ganz großem Aua in Schulter, Nacken, Kopf und Gesicht.
Alles verspannt. Ja ist ja nix neues. Aber diese Schmerzen sind echt widerlich.
Erst gabs ja Schmerzmittel. Die halfen schon ein wenig. Aber nicht wirklich.
Nun also nochmal hin. Diesmal gab es ein Muskelrelaxans.
Ja ich weiß, ist so ein böses böses Benzodiazepin.
Aber ich kenn die Teile und bin da eh übervorsichtig.
Also warum nicht auf diesen Weg sich selbst und die Muskeln mal ein wenig ausschalten.
 Nun nach der zweiten Einnahme ist es schon ein wenig besser.

Um aber dauerhaft entspannter zu werden, zumindest in diesem Bereich, müsste man mehr tun. Dran arbeiten.
Ja auch das weiß ich.
Also gab es *kritzelkritzel* 50 Stunden Rehasport!
Wahnsinnsgeile Idee. Naja nicht wirklich.
Die Wahrheit ist:
1. Ich hasse Fitnesstudios! (Die inzwischen Physiotherapiezentren heißen.)
Zum einen war ich als Jugendliche in so einem und das ist nicht besonders schlau, wenn einem der eigene Körper gerade immer fremder wird und ein Eigenleben entwickelt. Es gab wirklich sehr viele, sehr peinliche Situationen...
Und dann hab ich in so ner Muckibude sogar mal gearbeitet und flog raus. Meine erste und bis jetzt einzigste Kündigung vom Arbeitgeber!

2. Ich hasse Gruppenkuscheln (also diese gymnastischen Übungen im Rudel). Da kommt meine soziale Phobie erst so richtig raus! Dieses durcheinander im Umkleideraum, die Blicke: was hat die denn für nen Trainingsanzug, sind Beine rasiert? Achseln auch?
Scheiß Smalltalk kommt auch wieder um die Ecke...
Alle tun so wichtig und eingebildet.
Allein diese tollen Hengste die dann vor mir stehen und mir anweisen was ich tun soll! Mit dieser superverständnisvollenweichgespülten Stimme:" Rechter Arm laaaangsam über den Kopf und einatmen, ausatmen..."
ICH ATME WANN UND WIE ICH WILL!!!
Bei mir hockt doch auch keiner am Tisch und sagt: "Laaaangsam den Löffel zum Mund führen und aaaabschlecken...kauen, schlucken und noch 4 mal noch 3! Noch 2! Noch 1! Uuuuund hängen lassen!!! Toll macht ihr das!"

3. Erinnert sich noch wer an das leidliche Thema Krankengymnastik? Also ruhige Körperübungen mit Menschen in der Nähe?
Mein ganz persönlicher Schrecken!
http://regenfrau.blogspot.de/search?q=Krankengymnastik

Kurz: Alles viel zu anstrengend.
Also: *ritschratsch* Rezept zerrissen.
Heizkissen bestellt (hatte noch einen Gutschein, sodass mich das Teil nur 8,- kostet) und
alte Gymnastikübungen aus meinem Hirn gekramt, ist ja nicht so dass mir das fremd wäre, ich war insgesamt schon über 5 Jahre in so einer lächerlichen Turnstunde.
Mach ich lieber täglich paar Minuten Heimgymnastik.
Ich spüre und weiß schon was mein Körper für Übungen braucht und wie lange und wie intensiv. Was gut tut und was nicht.
Ich hab keinen Bock diese Verantwortung an so eine superstrahlesolariumgebräunte Tussi mit dieser Allerweltsweisheit und Eiweißshake in der Gürteltasche abzugeben.

Freitag, 30. November 2012

2013, ein Hund und Deko

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2013:Dieses Jahr stand unter dem Motto: Stimmigkeit. Ich wollte mehr dem folgen, was sich für mich stimmig anfühlte. Es war wunderbar. Ist es immer noch! Was für eine Kraft, was für eine Freude, wenn ich dem folge, was sich für mich richtig anfühlt. Passend dazu kam ja auch wieder meine Gitarre in mein Leben.
Es war das reinste Abenteuer mich endlich auf den Weg zu mir selbst machen zu können und zu dürfen!
Natürlich wird mich das auch weiterhin begleiten, denn zu oft verliere ich mich noch aus den Augen übergehe meine zaghafte innere Stimme, tue und reagiere wie ich denke, dass ich es sollte, aber nicht wie ich wirklich will!
Aber so ab Herbst kristallisierte sich heraus, was nun ansteht: Klar Position beziehen und diese nach außen vertreten! Daher wird es 2013 heißen: 
Gute Mädchen kommen in dem Himmel, böse überallhin.
 Ich will jetzt keine mordende Furie werden, aber auch nicht immer in die Nettigkeits-, Verständnis- und sonstigen Fallen tappen, in die  Frauen zu gern latschen.
Es sind Kleinigkeiten: lächeln, Kopf schief legen, nicken, zu oft JA sagen, zu lieb sein, anderen zu oft aus dem Weg gehen, mit zu dünner und leiser Stimme sprechen...es allen recht machen wollen!
Ich beobachte derzeit meine Umgebung viel genauer: Wie betreten Männer ein Wartezimmer und wie Frauen? Wer macht auf dem Gehweg Platz? Wer hat eine Micky-Mouse-Stimme um den anderen zu beschwichtigen? Usw. Sehr interessant und sehr spannend! Ich möchte damit experimentieren und weiter beobachten. 

Hund: Sooft heißt es, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte: "Aber bedenke, mit dem musst du jeden Tag raus! Egal bei welchem Wetter!" 
Kann das bitte auch mal jemand dem Hund sagen? Der beschloss gestern nach sagenhaften 1,5 Minuten, dass es doch zu nass, zu windig und zu kalt sei, um auch nur eine Sekunde länger draußen zu bleiben. Während ich mich schon (natürlich dick eingemummelt) auf das mörderische Sauwetter freute! 
Klar, mein Name ist ja immerhin Programm!

Weihnachten:
Ich hab überhaupt kein Bock zu dekorieren. Die einzigste Deko ist das hier:
Mein Lieblingsglitzermond, meinen mir selbst gegönnten Adventskalender (weil ich mich ja SOOO auf meinen Mini-Weihnachtsurlaub freue!) einen kleinen spirituellen Kalender und na gut die Blümchen halten wohl nicht mehr lang. Die gabs letztens geschenkt. Von der Tafel.
 Und den Engel der Geige spielt in der Kugel. Gabs letztens bei A*ldi. Wechselt ins 7 Leuchtfarben. So was mag ich. Kann ich stundenlang zuschauen...

Noch was: Ob heuer der Nikolaus kommt ist fraglich. Der krachte nämlich grad vom Balkon als ich mit dem Hund vorbei ging. Man sollte halt nicht fensterln!

Donnerstag, 29. November 2012

Aktueller Stand

Meine Therapeutin hat einen Röntgenblick.
Wir klärten ab, dass ich derzeit nur noch alle 2 Wochen kommen mag. Soweit so gut. Doch dann: "Aber es geht Ihnen jetzt nicht sehr schlecht ?!" Es war eine lauernde Frage, als ob sie etwas ahnen und es nur aus mir rauskitzeln wollte.
Und die Tränen kullerte.
Doch auf irgendeiner scheiß Ebene geht es mir total beschissen.
Ich weiß aber nicht warum.
Ich sehe das Loch vor mir, aber auch viel Nebel drumherum. Deswegen bleib ich stehen und weiß nicht recht was ich tun soll. In das Loch will ich nicht blicken. Ich hab gerade nicht genug Vertrauen zu Personen Dir mir da sonst helfen und alleine habe ich Angst davor, was sich mir zeigen könnte.
Es fühlt sich wie eine Tretmine an: Ich weiß nicht wo sie liegt, bei welchem Tritt, bei welchem Thema sie explodiert. Deswegen schleiche ich gerade wie auf Eiern durch mein Leben.

Doch gestern lichtete sich der Nebel etwas. Grund war ein Buch: Geständnis einer Unschuldigen. In der es um eine Geiselnahme geht, in der auch ein 9-jähriges Mädchen mit involviert war und nun wird diese Geschichte nach 10 Jahren wieder hervorgeholt und dieses Mädchen, inzwischen ja eine junge Frau ist die Hauptprotagonistin.
Mir wurde nochmal klar, dass es egal ist, welches Trauma du erlebt hast. In ihren Auswirkungen sind sie alle gleich.
Bei dem Mädchen war es: einmalig und außerfamiliär
bei mir: innerhalb der Familie und über Jahre und doch konnte ich all die Verhaltensweisen, die Gedanken, die Gefühle und sogar den Wechsl vom opfer zum Täter nachvollziehen.
Was mir aber die Schuhe auszog: Ihre Mutter versuchte daraus Profit zu erzielen. Sie wollte mit dieser Sache Gewinn erzielen, wenn auch nicht unbedingt finanziellen, sondern einfach dass ihr Name bekannter wurde, eine gute Publicity für sie als Anwältin, sie wollte als gute Samariterin da stehen für andere Gewaltopfer. Für andere war sie da. Für ihre Tochter nicht.
Zum kotzen.

Und da kam was in mir ins rollen.
Ich hatte ja Mitte September eine erneute massive Verletzung durch meine Mutter erlebt. Daraufhin wurde mir klar, dass ich nun den letzten Schritt gehen muss und zwar: Alle Kontaktdaten zu ändern. Was ich auch tat. Das allein wirbelt schon einiges in mir durcheinander. Weil es nochmal eine Stufe härter ist.
Ich habe immer angekündigt oder kurz erklärt, warum ich den Kontakt abbreche.
So auch dieses Mal. Ich schrieb einen Brief. Ich hab nie geschrieben: Wage es ja nicht dich zu melden ...oder so. Diese Tür ließ ich immer offen.
Doch sie schweigt. Es kam kein: oh das war ein Mißverständnis, das ist wirklich blöd gelaufen, laß uns reden, ich will das wieder gut machen, es tut mir leid....
Das ist es, was so an mir nagt. Mal wieder die zerbröselte Hoffnung.
Mit ihrem schweigen bestätigt sie ihr mieses Verhalten. Dass es wahrscheinlich kein Versehen, sondern mit Absicht passierte. Wäre ich wirklich ihre Lieblingstochter, wie sie es sooft behauptet hat, würde sie sich ins Zeug legen, um eine gute Beziehung herzustellen.

Natürlich verkündet sie nach außen: Meine Tochter will nix mehr mit mir zu tun haben, ich weiß nicht warum, sie ging einfach so ohne was zu sagen...*großes Geheule*  (was man im übrigen von vielen "verlassenen Eltern" hört!).
Natürlich, weil sie ja schlecht sagen können:

"Wissen Sie, ich hab meine Tochter immer für meine Bedürfnisse benutzt, sie mies behandelt, sie gedemütigt, bei mir steht Alkohol an erster Stelle und nicht meine Kinder, ich hab sie nicht geliebt, ich hab sie nur so weit versorgt, dass die Vernachlässigung nicht auffällig wurde, ich habe nie ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst genommen, ich hab sie immer weiter getrieben: sie solle sich nicht so anstellen und dass da ja nix dabei sei, ich hab ihr schon mit jungen Jahren saufen und rauchen und Schule schwänzen erlaubt...was kümmerte mich das, ich hab in ihren Sachen geschnüffelt, um sie besser unter Kontrolle zu halten und noch so einiges mehr und deswegen will meine Tochter keinen Kontakt mehr!!!

Auch wenn es weh tut. Mir ist die Klarheit lieber, als das diffuse nicht-wissen was los ist.
Draußen schneit es und ich werde mir einen schönen Tag machen!

Mittwoch, 28. November 2012

Küssen verboten


Mein erstes Bussi auf die Wange vom anderen Geschlecht, gab es mit 9 Jahren in einem Zirkus. 
Es waren Ferien und wir durften 1 Woche unsere Kunststücke einstudieren, um diese am Wochenende vorzuführen.
Ich war schon immer ein Hundenarr, also entschied ich mich für die dressierten Pudel. Wenn man aber nicht gerade übte oder sich um die Tiere kümmerte, saß man dumm herum. Und der Junge saß auch dumm herum. In meiner Nähe. Und er rückte immer näher und näher, drückte mir dann ein Bussi drauf, ich schubste ihn weg (in dem Alter findet man Jungs scheiße..) er schaute verwirrt, ich floh aus dem Zelt zu den Ponys. Natürlich war ich auch verwirrt. Ich kann mich noch gut an sein Gesicht erinnern und er trug immer schwarze Klamotten. Seltsam. Mitten im August. Was er vorführte weiß ich nicht mehr.

Den ersten Zungenkuss gab es im Lift des Altenheimes. Und auch hier war ich so verdattert, dass ich danach gar nicht merkte, wie die Tür aufging, mein Kußpartner den Lift verließ und sich fast schon wieder die Tür schloß. Erst da wachte ich wieder auf. Es war kein Traum. Auch kein Albtraum. Es war mit meinem ersten richtigen Freund. Kennengelernt im Urlaub. Ich hatte es eigentlich auf seinen Kumpel abgesehen, aber der war schon vergeben. Tja. Im nachhinein, also mit mehr Erfahrung kann ich sagen: Küssen konnte er, sonst war er langweilig und das bekam er auch zu hören, als ich Schluß machte. Nicht sehr feinfühlig. Nunja.

Auch ein erwähnenswerter, weil unvergesslicher Kuß war mit einem Typ aus meiner Abschlußklasse. Sehr groß, sehr hübsch und Halbjaimakaner mit diesen riesigen, vollen Lippen! Wahnsinn. Da versinkt man wirklich drin. Leider war sein Manöver nur dazu gedacht, seine Ex eifersüchtig zu machen. War mir aber wurscht, weil die halbe Schule uns zusah, wie ich mickriges Mauerblümchen mit dem geilsten Typ forever rummachte!
Danach wurde ich erst Klassen- dann Schulsprecherin. Ob das was damit zu tun hatte, weiß ich nicht :-)

Überhaupt: ein Mann kann noch so toll, aufmerksam, witzig, hübsch, sexy sein, wenn er zu naß, zu trocken, zu schnell, zu langsam, zu lasch (…) küsst, wird das nix.

Montag, 26. November 2012

Es sich selbst wert sein.

Es ist soweit.
Ich habe gerade bei einer sehr bekannten Münchner Privatpraxis angerufen, die sich mit Nebennierenschwäche bzw. Nitrostreß auskennt, und einen Termin vereinbart.

Nun hoffe ich, dass ab 10. Dezember meine extrem hohe Streßanfälligkeit, meine sehr starke Erschöpfung, meine dauernde Anspannung und mein allgemeines Unwohlsein endlich ein Ende finden.

Ich bin es mir wert, dass ich für einen Termin 120,-€ zahle.
Ich weiß, dass echte Hilfe viel mehr wert ist.
Meine erste Traumatherapeutin habe ich auch selbst bezahlt.
Und wie viel Geld hab ich früher für Mist ausgegeben? Da tat es mir ja auch nicht leid.
Ich hab tausende von Euros verraucht!

Es ist nicht alles psychisch. Es ist so, dass der Körper durch den jahrelangen Streß einfach ausgelaugt ist. Wie lange hält das Material unter extremsten Bedingungen?
Von wegen: die Angst kann dir nix. Die Angst fegt wie ein Wirbelsturm durch deinen Körper und hinterlässt Verwüstungen.
Aber nicht nur die: All die Bedrohung, die Hilflosigkeit, due Ausweglosigkeit, die Retraumatisierungen, die Einsamkeit...

Jedenfalls hab ich seit gut 2 Jahren diese Münchner Adresse.
Aber heute ist mal wieder so ein Tiefpunkt...so ein schlechter Tag:
Extrem müde, nach jeder Tätigkeit braucht es erst wieder 20 Minuten Erholung auf der Couch, ich schwitze, fühle mich fiebrig, das Thermometer sagt: Alles okay. Ich habe null Appetit, ich fühle mich so schwach, jeder kleinste Schmerz oder Lärm (draußen lud vorhin ein LKW ewig lang riesen Teile ab, natürlich bei laufendem Motor) lässt mein Herz rasen und ganz stark klopfen, ich weine viel.
Jede Kraftanstrengung will wohl überlegt sein: jetzt duschen oder später? Heute abwaschen oder morgen? Wäsche waschen? Überall nur das allernotwendigste machen.

Und trotzdem werde ich heute abend ins Kino gehen.
Weil ich mehr vom Leben haben will, als dieses dahin vegetieren.
Ich bin so jung und in Erwerbsunfähigkeitsrente.
Ich will nicht mehr.
Rettung naht.