Sonntag, 4. Dezember 2011

Selbstachtung + mich spüren

Ich fand letztens einen wunderbaren Text, den ich gerne mit Euch teilen möchte.
Durch einen Blog, den ich ganz bemerkenswert finde:
http://tao-der-zustimmung.blogspot.com/ kam ich drauf, wie sehr ich im Widerstand bin. Gegen mich und das Leben kämpfe, gegen meine Gefühle, gegen meine Bedürfnisse.
Es ist so unglaublich erleichternd sie einfach nur wahr zu nehmen, ohne Bewertung und zu sagen: Ja sie sind jetzt da. Sie gehen auch wieder. Und das umso schneller wenn ich sie DA sein lasse.
Seit ich das tue, bin ich viel wacher und fitter! Es tut sooo gut, endlich nicht mehr so extrem erschöpft zu sein. Normalerweise bin ich zwischen 20 und 21 h absolut bettreif, gestern saß ich immer noch putzmunter um 23 Uhr auf meiner Couch.
Es geht mir gut! :-)

So und hier nun der Text:

Ich bin ich.
Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der genauso ist wie ich.
Manche Menschen gleichen mir in einiger Hinsicht, doch niemand ist ganz genauso wie ich.
Deshalb ist alles, was ich hervor bringe, völlig authentisch mein Eigenes, denn ich allein habe entschieden, dass es so ist, wie es ist.

Alles an mir gehört mir:
Mein Körper und alles, was er tut;
mein Geist und all seine Gedanken und Ideen;
meine Augen und alle Bilder, die sie schauen;
meine Gefühle, welche es auch sein mögen: Wut, Freude, Frustration, Liebe, Enttäuschung und Erregung;
mein Mund und alle Worte, die er hervor bringt: höfliche, angenehme und harte, zutreffende und unzutreffende; und alles, was ich tue, ob es sich auf andere oder auf mich selbst bezieht.

Meine Phantasien, Träume, Hoffnungen und Ängste gehören mir.
Meine Siege und Erfolge gehören mir ebenso wie meine Misserfolge und Fehler. Weil alles an mir mir gehört, kann ich mich mit allem völlig vertraut machen; indem ich dies tue, bin ich liebevoll und freundlich allen meinen Anteilen gegenüber und kann so mit meinem ganzen Sein zu meinem eigenen Besten wirken.

Mir ist klar, dass gewisse Aspekte meiner Existenz mich verwirren und dass ich andere gar nicht kenne.
Doch solange ich freundlich und liebevoll mit mir umgehe, kann ich mutig und hoffnungsvoll nach Lösungen für die Rätsel meiner Existenz suchen und nach Möglichkeiten, die mir helfen, mehr über mich selbst herauszufinden.

Wie auch immer ich aussehe und klinge, was auch immer ich sage und tue und alles, was ich in einem bestimmten Augenblick denke und fühle, all das bin ich.

Es ist authentisch und bringt zum Ausdruck, wo ich mich zum betreffenden Zeitpunkt befinde.
Wenn ich später überdenke, wie ich ausgesehen und geklungen habe, was ich gesagt und getan habe, wie ich gedacht und gefühlt habe, so mag mir einiges vielleicht nachträglich als unpassend oder unangemessen erscheinen.
Ich kann das, was ich als ungeeignet erkannt habe, fallen lassen, das Bewährte beibehalten und etwas Neues erfinden, das an die Stelle des Aufgegebenen tritt.
Ich kann sehen, hören, fühlen, sprechen und handeln.
Ich bin in der Lage zu überleben, anderen nahe zu sein, produktiv zu sein und die Welt der Menschen und Dinge um mich herum in einem sinnvollen und geordneten Zusammenhang zu erleben.
Ich gehöre mir und kann mich deshalb auch selbst steuern.
Ich bin ich, und ich bin okay.

Virginia Satir, Familientherapeutin, USA

***Einen schönen 2.Advent Euch allen!***

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