Freitag, 23. Dezember 2011

Rückblick - Vorschau

Die letzten Jahre saß ich um die Weihnachtszeit in der Stille und ließ das nun fast vergangene Jahr Revue passieren: Was habe ich erlebt? Mit Menschen, mit Tieren, mit der Natur? Was war besonders? Ein neuer Partner, ein neuer Job, eine neue Wohnung? Was habe ich gelernt? Über Freunde, über die Welt, über mich? Das alles schrieb ich auf schönstem Briefpapier und steckte dies in einem mit der aktuellen Jahreszahl beschrifteten Umschlag. Somit war für mich das Jahr abgeschlossen.


Heuer lief das im Schnelldurchlauf, ich hab wenig Lust mich mit dem vergangenen Jahr zu beschäftigen. So dolle war es ja auch nicht.

Ich guck nach vorne, schreibe mir auf was ich machen will (z.B. Schmetterlingsgarten besuchen) ,was ich machen muss (Impfauffrischung) und was ich mir wünsche (endlich wieder an das Meer am besten mit Lagerfeuerabend und einem lieben Mann)

Es liegt ein leeres Jahr vor mir. Ein Jahr Rente, das heißt: Finanzen sind geregelt, keine Unsicherheit ob mich das Arbeitsamt irgendwo hin schickt, kein Druck von außen, dass ich irgend etwas tun müsste. Ein Jahr bewußte Auszeit. Wer hat das schon? Wer kann es sich leisten? Ich schätze dieses Privileg (inzwischen, manchmal).

Früher hatte ich für so eine Zeit tausend Ideen parat. Wenn ich sie mir jetzt anschaue, sind sie entweder ausgeträumt, oder ich hab nicht das nötige Geld dafür übrig oder genug Nerven. Diese Träume von damals setzten ja voraus, dass ich gesund bin. Bin ich nicht. Also muss ich mich umschauen, was will ich in diesem speziellen Jahr erreichen? Ich muss doch die Zeit sinnvoll nutzen, etwas erreichen, etwas machen, was mir für die Jahre danach hilft (das klingt nach "Beta": Effizienz, Gewinne, viel Geld verdienen, Kampf und Krampf)

Oder geht es gar nicht so sehr um eine Planung, sondern darum mich auf das Leben einlassen und entspannt mit schwimmen? Und die Hürden die auftauchen möglichst gut zu meistern? (das klingt nach "Alpha". Was es damit auf sich hat, werde ich demnächst schreiben)

Das Loslassen fühlt sich für mich stimmiger an, weil es weniger Streß und Druck erzeugt. Doch die Angst und Unsicherheit der Zukunft ist sehr präsent.


3 Sprüche die mir dieses Jahr im Gedächtnis blieben, mich beeindruckten, mir halfen und die ich mir weiterhin gerne anschauen will:

Wenn du gegen etwas kämpfst, das bereits geschehen ist,

dann vergeudest du unnötig deine Energie.

Das was bereits geschehen ist,

bleibt von diesem Kämpfen völlig unbeeindruckt!

(hier gelesen:

http://tao-der-zustimmung.blogspot.com/)


"Wenn du immer wieder das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du immer schon bekommen hast. Wenn du etwas anderes haben willst, mußt du etwas anderes tun! Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig anderes - statt mehr vom gleichen Falschen!"

(Paul Watzlawick)


Alles was Du bekämpfst, wird stärker!





Was würdet Ihr machen, wenn Ihr ein Jahr frei gestalten könntet? Es so lassen, wie es ist? Nur ein bisschen verändern? Alles umwerfen und ganz was anderes machen?

Kommentare:

  1. Ich würde einiges ändern :o)

    Deine Schmedderling

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  2. ich würde vieles umändern neu gestalten, werkeln an meinem Leben so wie ich es jetzt tue für nächstes Jahr.. es lohnt sich das Leben fordert immer wieder neu an und es ist so wunderbar es zu tun und es um strukturieren.. Leben ist Lebendigkeit pur auch die Ruhephasen gehören dazu um zu shcauen ist es das wert oder soll ich es in eine andere Richtung nehmen.. oder mal auch zu sagen gut das war nicht gnaz so toll doch der nächtse Abschnitt mach ich anders ... jaaaa lebendig all sein inneres zu hören und es ausprobieren!

    Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Ich würde glaub am Liebsten alles machen.
    Ersteinmal alles umwerfen und schauen, wie das dann so klappt. Und wenn es nicht klappt die Zeit zurückdrehen und doch nur ein bisschen was ändern. Und sollte das auch schief gehen, die Zeit nocheinmal zurückdrehen und dann alles lassen.

    Um ehrlich zu sein, hätte ich nicht den Mut, mein ganzes Leben komplett zu ändern. Obwohl ich es manchmal gerne machen würde. Zumindest teilweise.

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  4. *lach* das ist natürlich auch eine Möglichkeit @ hagebuddenbrooks

    Was denn Schmedderling?

    Ja Elke, wie war das mit Stillstand ist der Tod? so ist Weiterentwicklung, Veränderung das Leben. Das pure, lebendige Leben :-)

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