Montag, 14. November 2011

Zuhause in der Zwickmühle

Zwickmühlen...es scheint kein Entrinnen zu geben, Hilflosigkeit macht sich breit.

Meist sieht man nur 2 Möglichkeiten, doch beide sind (aus den unterschiedlichsten Gründen) inakzeptabel.

Es geht auch um Verlust: wenn ich Weg A gehen will, muss ich vielleicht etwas zurück lassen, was mir wichtig ist. Außerdem sage ich NEIN zu Weg B und vielleicht ist das ja der richtige Weg?

Man dreht sich im Kreis. Immer wieder.

Erst will man es nicht wahrhaben, man verleugnet, dann kämpft man (wird aktiv, will verbissen durchhalten), wenn man merkt, dass auch das nix bringt resigniert man (hier ist die Suizidgefahr sehr hoch!), dann verzweifelt man. Bis man wieder verleugnet, weil die Situation und alles was dazu gehört unaushaltbar ist...alles geht wieder von vorne los.

Ich bewege mich schon sehr lange in diesem Kreis, was auch meine enormen Stimmungsschwankungen erklärt. Da kann man jahrelang Therapie machen und nix ändert sich, wenn man das nicht erkennt.

Als berühmtes Beispiel gilt folgendes:

Die Eltern wollen sich trennen und fragen ihr gemeinsames Kind: Bei wem möchtest du lieber sein? (noch dramatischer wird es, wenn gefragt wird, wen es lieber hat!). Eine Überforderungssituation.

Mir wurde klar, dass ich derzeitig in 2 Mühlen festhänge, die arg zwicken:

  1. Mein Leben stagniert. Es langweilt mich. Nichts passiert. Öde, Leere, Langeweile. Will ich es verändern, packt mich die nackte Panik.

  2. Einsamkeit. Ich sehne mich nach mehr Kontakt, nach Austausch, nach Gemeinsamkeit und habe ebenso die pure Panik, sobald sich ein Mensch nähert.

Ich weiß noch keinen Ausweg, hege aber noch die Hoffnung, dass es einen gibt.

Kommentare:

  1. Ich hab das Problem auch häufig. In abgeschwächter Form (normaler Form) hat das sicherlich jeder. Ich versuchs aber meistens mit der Panik, da ich denke, vor was auch immer ich Angst habe, wenn ich alles vermeide, bin ich hier und jetzt schon tot und das ist schlimmer.

    LG Tina

    AntwortenLöschen
  2. Natürlich es gibt fast täglich kleinere und größere Zwickmühlen, und es dürfte sie auch jeder kennen :-)
    Und Dein Satz hat auch was wahres...blöd nur wenn sich die Angst soooo existenziell bedrohlich anfühlt.
    Nunja ich arbeite dran :-)

    LG!

    AntwortenLöschen