Freitag, 11. November 2011

Autonomie stärken

Ich bin froh, heute nicht arbeiten zu müssen. Bin doch noch mehr geschlaucht, als ich mir eingestehen will.
Deswegen werde ich heute nicht mehr: Boden saugen, wischen, Bett beziehn, Müll weg....ich würd so gern. Also der Antreiber. Mein Körper sagt aber ganz klar STOP!

Außerdem hab ich das Gefühl, einen riesigen Gedankenknäuel im Kopf zu haben. Die Therapie hallte gestern lange und intensiv nach. Wobei mir auffiel, dass ich bei einem Punkt nicht die Schuld auf mich nahm (ganz automatisch wie immer) sondern die Therapeutin fragte: "Warum immer bei den allerschwersten Themen???"
Das verstand sie, konnte eingestehn, dass sie das schlicht vergessen hatte und schob nicht mir den schwarzen Peter zu. Sehr authentisch. Sehr menschlich.

Später sah ich meine Notizen aus einem Buch an und googelte dazu etwas. Über Umwege kam ich zum Autonomietraining (http://www.gesunde-entwicklung.de/aufsaetze/articles/erfahrungen-mit-dem-autonomietraining-nach-grossarth-maticek.html )
Interessiert las ich hier und dort mal quer. Die Richtung stimmt, es geht darum die Selbstheilungskräfte des Menschen wieder zu stärken, er soll sich selbst mehr fragen: Was brauche ich um mein Wohlbefinden zu stärken?
Der Arzt/Therapeut ect... soll ihn dabei eher unterstützen, als seine Meinung dem Patienten über zu stülpen.
Dies kann man in Seminaren oder ganzen Ausbildungen erlernen (naja ich finde das eher Geldmacherei, denn man braucht eigentlich nur seinen gesunden Verstand einschalten, aber gut, so wird das Thema vielleicht weiter verbreitet und bekannter gemacht.)

Nur, was passiert wenn ein mündiger (also jemand der auch seinen Mund gebraucht ?!) Mensch zum Gott in weiß sich gegen eine Fremdbestimmung wehrt? Er wird als eigensinnig, stur, widerborstig betitelt oder noch schlimmeres.
Denn wenn der kranke Mensch sagt, dass ihm Spaziergänge am besten gegen sein Rückenleiden helfen?
Da verdient der Arzt nix.

Wie gut sich das anfühlt, wenn man frei selbst bestimmen und über die Therapiemaßnahmen mitreden darf, hab ich selbst in der Tagesklinik gelernt.
Da wurde dies sogar richtig eingefordert, selbst nachzuspüren was einem gut tut und was nicht.
Viel heilsamer (und billiger) als beide stationären Aufenthalte zusammen!

Kommentare:

  1. da kann ich nur zustimmen, das selber bestimmen und nach fühlen was man braucht ist total wichtig, lernen und erleben...
    und das darf ich jetzt und es ist was tolles so zu leben mich spüren was ich brauche!

    So habe ich manche vor dem Kopf gestossen bin gegenagen wenn man mir den Wilen brechen wollte wie früher, so bin ich frei gekommen aus dem überstülpen.. fand auch Therapeuten die das nicht machten und auch Klinikaufenthalte dazwischen die mir mit mir zusmamen arbeiten und nicht gegen mich!

    Das freut mich dass du das auch so erleben tust!
    Lieben Gruss Elke

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  2. Oh schön liebe Elke! Freut mich auch :-)
    Weiter so!!!!

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