Sonntag, 16. Oktober 2011

Hör auf Dein Herz!

Das ist so ein Satz den vornehmlich selbsternannte Esoterikgurus nuscheln und den ich nie verstand. Was plappert denn da dauernd in mir? Ist es das Herz? Oder der Verstand? Oder ein Kritiker? Oder übernommene Elternvorstellungen?

Herz, das klingt kitschig, süßlich, träumend, blutig. Wofür steht Herz? Für das Leben, klar. Aber auch für die Gefühle. Hör auf Deine Gefühle! Und schon wird ein Schuh draus.

Und sonst so? Der gestrige Tag klingt wohlig nach. Ich hab zwar komischerweise beschissen bis gar nicht geschlafen, aber das macht nix. Schöne Erinnerungen sind was schönes .-)

Zum Beispiel fiel mir noch ein, als ich aus dem Buchladen kam, dass ich Rufe, Schreie, Trommeln und Lautsprecherdurchsagen hörte. Aber nicht voller Gewalt, sondern voller Energie! Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper und das nicht aus Kälte. Es fühlte sich kraftvoll an und stark, gar nicht bedrohlich und da wußte ich auch wieder was da los war:

http://www.echte-demokratie-jetzt.de/15-o/

Ich wär gern näher dran gegangen, schob dieses Bedürfnis aber leider weg.

Jaja hör auf Deine Gefühle!

Und dann tauchten da noch zwei Träume auf.

In einem warf ich meine Mutter hinaus. Das war nicht leicht, aber ich schaffte es! Ich wollte nicht, dass sie neben mir liegt. (den anderen meine Grenzen aufzeigen und durchsetzen).

Und der andere: Ich sollte in der Schule ein Referat halten. Horror! Fast so schlimm wie in einem Restaurant zu essen. Als Sozialphobikerin wär ich da nicht nur etwas aufgeregt, sondern kurz vorm Herzstillstand! Also überlegte ich, wie es gehen könnte. Doch dann wurde mir klar: Das wäre so ein Kraftaufwand, so eine Überwindung, das es sich gar nicht lohnte. Nur für eine Note. Also, dachte ich mir: Machst es nicht. Ohne es zu probieren. Kassierste gleich den Sechser.

Ich glaube das hat auch was mit Grenzen zu tun. Nämlich mir selbst gegenüber eine Grenze zu wahren. Und eine realistische Kosten/Nutzenrechnung aufzustellen. Fakt ist (auch wenn es nur ein Traum war) so ein Referat zu halten, würde mich maßlos überfordern und mir und meinen Nerven mehr schaden.

Und noch zur Erinnerung an gestern:


Kommentare:

  1. hör auf dein herz / deine gefühle / deine intuition:

    das kann ICH am besten vom verstand unterscheiden, wenn ich bemerke, dass das,
    wonach mir gerade ist,
    völlig unvernünftig ist.
    ;))

    dennoch, ich folge am allerliebsten
    meinen ersten impulsen;
    verstandesentscheidungen treffe ich viel weniger!

    liebe grüße
    sarah

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  2. Gar nicht so einfach, auf sein Herz zu hören, wenn man sich selbst nicht über den Weg traut.
    Ich zweifel ja blöderweise so gern.

    Deine Tini

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  3. Achja die Unvernunft :-) Da hab ich mich zuoft in ungünstige Situationen reingeritten (harmlos ausgedrückt) daher inzwischen: fast nur noch Verstandentscheidungen. Macht aber auch nich richtig Spaß...

    Jepp Tini, so isses. Den Zweifler hab ich schon ganz oft rausgeschmissen, er kommt aber immer wieder. Logisch, hat ja auch seine Aufgabe, die manchmal ganz wichtig is!

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