Donnerstag, 6. Oktober 2011

Auf und nieder

Nach nicht einmal 4 Stunden Schlaf, bin ich entsetzt hochgefahren:
Oh Gott, was hab ich getan!?!
Ich dachte, das wär nur ein böser Traum gewesen. War es aber nicht.
Kurz darauf bin ich gutgelaunt und vollkommen entspannt unterwegs gewesen.
Ich! Entspannt! Draußen! Jaaaa, beim Doc und einkaufen und spazieren. Und wohl hab ich mich gefühlt, sooo wohl und wollt gar nicht mehr heim.

Dann kam wieder die Niedergeschlagenheit, dass mir was fehlen würde.
Und so ging's munter weiter. Rauf und runter. Ich schau da einfach hin und lasse alles zu was da so hoch kommt.
Denn jetzt kann ich mich endlich auf meine Gefühle konzentrieren und nicht noch auf die meines Vaters und was der wieder fordert und erwartet.

Es wird klarer in mir. Langsam.
Leicht ist es trotzdem nicht. Aber leichter fühl ich mich. Der Druck ist weg. Die Belastung. Die Verantwortung. Freiheit.
Den Schritt hab ich 4 Jahre lang hin und her gewälzt (schon wieder die 4!!!) als mir das erste Mal klar wurde, dass da in der Beziehung irgendwas nicht stimmt. Damals sagte ich meinem Vater, dass ich die nächsten 10 Tage nicht erreichbar bin (war Vorschrift in der Klinik in der ich gerade ankam) und er? Er tobte, er laberte mir die Mailbox zu, er war verzweifelt.
Weil ich nicht mehr für ihn zur Verfügung stand. Boah!

Der Tag geht dem Ende zu und ich schau auf einen lachsfarbenen Strauß Rosen. Den gönnte ich mir heute.
Und warte sehnsüchtig auf die nassen, kalten Herbsttage!

Kommentare:

  1. liebe regenfrau,
    ich lese hier fast jeden tag, deine texte sind ein wunderbares protokoll.
    ganz oft denke ich 'ja, GENAU SO ist/war es'.
    dann wieder ist alles anders, unvermindert bewegend.
    vielen dank für deinen mut und deine offenheit.
    ich wünsche dir gutes!
    mo jour

    AntwortenLöschen