Dienstag, 27. September 2011

Ich mach heut blau!

Heut is alles erlaubt.
Heut gibt's kein muss. Oder sollte.

Die Nacht war..äh...komaähnlich. Wundert mich nicht, nach all der Betäubung (bei mir brauchts immer 2 Ampullen, bevor wirklich alles taub ist), dem Tavor und die normale Schlafmedizin.

Die Anspannung ist trotzdem noch leicht da. Hält das Provisorium? Tut's gleich weh? Und einfach die Erinnerungen von gestern (scheußlich, wenn einem nochmal der Geruch vom verschmorten Zahnfleisch in die Nase steigt!!).

Also: ablenken, vorsichtig essen (so mümmelnd wie ein Hase), ausruhen, dösen, leichte Kost lesen.

Ah apropo Buch:

Siebenmal fallen, achtmal wieder aufstehen

So der Titel.

Ja und noch ein Buch, das eine persönliche Geschichte über die erlebte Depression beinhaltet.

Es hat mich in der Bücherei so angelacht. Und das war gut. Philippe Labro beschreibt sehr offen und ehrlich wie es im Tal der Dunkelheit zugeht, wie beschissen er die Antidepressiva und die Überheblichkeit der Therapeutin findet. Manchmal muss man wirklich schmunzeln. Auch der Schreibstil ist locker, gut zu lesen, auch intensiv.

Überhaupt nicht erdrückend sondern eher ein Anstoß seine eigene Kraft zu finden.

Ich hab mich gegen Ende des Buches hingesetzt und mir mal die guten Seiten meiner Brüche und Abstürze heraus gesucht. Denn die gibt es. Auch wenn die Katastrophe erstmal alles lähmt. Es ist immer die Frage: Kämpfe ich – oder gebe ich auf. Der Drang liegen zu bleiben ist groß, da ist es weich und warm und man muss sich um nix mehr kümmern. Wieder aufstehen braucht Kraft und Mut, auch ein wenig Glück und die richtigen Leute.

Und der Wille. Der Wille es zu schaffen. Wer diesen Willen nicht hat, den soll man nicht verurteilen. Man kann nämlich den Willen nicht wollen. Entweder man hat ihn oder nicht.

Fröhlichen Dienstag Euch allen! :-)

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