Freitag, 2. September 2011

Ende der Woche

Moooment mal. Ich war Mittwoch durch und durch entspannt und davon ist heute nix mehr übrig? Gaaar nix mehr ?!?!
Ja, so isses aber.

Dafür ist jetzt auch die Woche rum. Und alles geschafft: Arbeit, Müll weg, Einkauf, schöne Dinge und Therapie.
Das war gestern wirklich interessant. Wir schauten uns den Teil an, der sich so sehr bedroht fühlt, dass ich manchmal ganz schwer nur, meine Wohnung verlassen kann.
Dieser Teil ist ganz fest der Meinung, dass ich mich nicht wehren kann/darf. Nicht mitbestimmen darf. Überhaupt keine Ansprüche stellen darf. Meine Meinung nicht sagen darf.
Sondern mich nur retten kann, in dem ich mich völlig unterwerfe und alles erdulde (und bete, dass ES bald vorbei ist). Im Klinikbericht hieß das: Abhängigkeits/Autonomiekonflikt.
Flüchten ging auch eine zeit lang. Aber blöderweise ist mir das ausgeredet geworden. Gerade in Momenten in denen Flucht aber sinnvoll war!

So klar in Worte gefasst war das noch nie! (ironie-on: macht ja nix, war ja erst zig mal in Therapie-ironie-off).
Und jetzt wiederum bekommen die Imaginationen (von Reddemann) viel mehr Sinn! Wenn ich die nicht einfach so mache, sondern für ganz bestimmte Situationen.
z.B. wenn ich Angst vor einem Arzt habe, der sehr autoritär erscheint. Dann kann ich vorher den Teil- der so furchtbar Angst hat und nix sagt, nix fragt usw.- an den sicheren Ort schicken.
Und ich weiß, dass das funktioniert! Ich hab's schon erlebt. :-)

Es tut gut, so ganz handfest Stück für Stück die Dinge in der Therapie anzugehen. Früher war da nie der Hauch einer Struktur drin, hat sich auch keiner drum geschert.

Und somit: Ab ins wohlverdiente Wochenende! Ich freu mich riesig! Noch dazu, da es gerade zu regnen anfing und ich weiß: Dann kann ich viel besser schlafen. Und das hab ich dringend nötig.

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