Sonntag, 18. September 2011

Eine Leiche und die Hölle

Ach ne, hätt ich ja fast vergessen, dass in 20km Entfernung mal wieder das Oktoberfest statt findet.
Gut, dass es immer Leute gibt, die sich in's Koma saufen müssen.
Lag da gestern, keine 10 Meter vom Bahnhof entfernt, im grünen Beet, so ein Jüngling in Ledertracht und schlief seinen Rausch aus.
Da war die "Wies'n" noch keine 5 Stunden alt.
Jetzt weiß´ ich wieder, was mich die kommenden 14 Tage erwartet...*augenroll* viele Bierleichen!

Weiter ging's zur "Klangreise".
Ich schließe mich Sartre an: Die Hölle das sind die anderen.
Hab ich schon mal erwähnt, dass ich die Krise krieg, wenn 10 fremde Menschen um mich in einem winzigen Raum sind?
Ich glaub schon. Horror. Vom feinsten.
Und sonst wars auch nicht der Hit: Unorganisierte Organisatorin, die auch noch total hektisch war (DIE macht Klangmassage?Prostmahlzeit) und die Räume nicht sehr ansprechend.
Aber ich habs probiert. Es hätt mich geärgert, wenn ich nicht hin wäre. Hat ja außerdem nix gekostet.
Am schönsten fand ich das Monochord, klingt ähnlich wie Sitar.

Danach hat ich noch eine Verabredung.
Mit dem Sonnenuntergang.
Er wartete auch wirklich ganz brav, bis ich auf der Holzbank oben am Hügel saß.
Sah rechts seine Flammen in orange-rot und links von mir die aufziehenden Regenwolken (die das Konzert vor meiner Haustür zum Glück frühzeitig beendeten).
Da saß ich, schaute abwechselnd in die glühende Sonne und schwarzen Wolken, paffte eine Zigarette, versuchte heraus zu finden, was hinter mir so raschelte und sammelte mich wieder zusammen.

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