Dienstag, 20. September 2011

Ein Abend

Das blöde am sich-spüren ist ja, dass man sich eben spürt.

Mit all der Trauer, all der Sehnsucht, all dem Schmerz und den unerfüllbaren Wünschen...

Gestern abend:

War schön: da wir zu früh beim Mädelsabend waren und sind wir nebenan zum Bauernhof gegangen, um die Ponyherde zu streicheln. Dabei fielen mir die Probearbeitstage auf Gut Aiderbichl ein. Mit Tieren erlebt man immer was. Hatten viel Spaß :-)

Danach weniger schön: eine Frau muss mir immer an's Bein pinkeln. Weiß der Geier was ihr an mir nicht passt. Versuche es zu ignorieren und sie als alte, blöde Schachtel abzuhaken. Keine Lust auf Konfrontation.

Später, wieder im Auto, erzählt, dass ich gefragt wurde, ob ich vom Seniorenzentrum eine Frau 1x wöchentlich spazieren fahren möchte. Mein innerer Kampf: Eine Seite schreit: Die aaarme, aaalte Frau, hat bestimmt niemanden und muss immer in diesem Heim sitzen, nur ICH kann ihr helfen und sie retten. Die andere Seite hat daran überhaupt keinen Spaß und fragt sich: Muss ich immer die heilige Samariterin spielen und immer den anderen helfen? Nein, ich will das nicht und AUS.

Antwort meiner Fahrerin: Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Du entscheidest!

Wenn das so einfach wäre. Ich packe nun mein schlechtes Gewissen weg und starte in den kalten Tag (auf dem Hausberg meiner alten Heimat hat es geschneit!).

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