Donnerstag, 18. August 2011

Ein Termin, der irgendwie keiner war.

Zur Zeit fällt es mir wirklich wieder sehr schwer, das Haus zu verlassen.
Fühle mich so ungeschützt und wäre am liebsten unsichtbar. Pumuckl müßt man sein.
Die leichte Kleidung trägt nicht zum Wohlbefinden bei. Mir wäre eher nach einem dicken Wintermantel, Mütze und Sonnenbrille. Eine dicke zweite Haut, sozusagen.

Die Amtsärztin war nett. Deren Assistentin übertrieben nett. Die holte mich so strahlend aus dem Wartebereich, als würde sie mir gleich riesen Geschenke und eine dreistöckige Geburtstagstorte überreichen. Sympathieskala: Frostige 0.
Nach 10 Minuten war ich fertig. Muss zum psychatrischen Dienst. Termin: noch unbekannt.

Warum ich nicht gleich dort hingeschickt wurde, frage ich schon etwas säuerlich. Lang und breit erklärt mir Miss Supernett die Gesetzeslage.
Laune: -20
Freundlich begleitet sie mich zur Tür:" Finden Sie den Aufzug?"
"Logisch" murre ich, "Kann ja lesen!"
Nix gegen freundliche Mitarbeiter, aber die Frau war so dermaßen süßlich, dass ich sofort mißtrauisch werde (aus eigener Erfahrung weiß ich: meistens zu Recht!)

Also die Nacht umsonst mit rasendem Herzen, Schweißausbrüchen und Alpträumen verbracht. Hurra!
Könnte ich ein großes U grinsen, könnten sich meine Mundwinkel mit den Augenringen ein hübsches Techtelmechtel geben. Da kommen wahrscheinlich Mundringe raus. Klingt nicht sexy.

Auf ein neues: Morgen nächster Termin in Sachen Arbeit.

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