Mittwoch, 31. August 2011

Was machen SIE denn da ??!?!?!?!

Ich steh in einem fremden Bad, nur mit Slip und Shirt bekleidet, in der rechten Hand einen Föhn und in der linken meine Hose und die will ich wieder trocken kriegen. Was sonst! Das erkläre ich der ebenso fremden Frau, in deren Bad ich nämlich stehe :-)
Heute liebe ich das Leben. Ehrlich! Aber sowas von!
Wir waren auf einem wunderschönen, großen See und paddelten fröhlich von einem Eck ins andere. Erkundeten Buchten, sahen Fische, grüßten Angler, holten uns einen Sonnenbrand und eben, weil das Bott nicht ganz dicht war, auch nasse Hosen.
Wir sinnierten über die Welt, stellten uns Lebensfragen, naschten Trauben...und erholten uns einfach prächtig. Lange nicht mehr so wohl gefühlt.

Am liebsten würd ich sofort an den großen See ziehen, damit ich öfter am, im und auf dem Wasser sein kann.
Noch ein Lebenstraum. Der 245.
Und der Urlaubstraum wurde bestärkt: In Schweden paddeln und abends vor der Holzhütte am Lagerfeuer das Essen kochen.

Träumende Grüße!

PS: Die fremde Frau war die Mutter des Käpt'n, also keine Sorge, ich mutiere nicht zur Einbrecherin :-)

Dienstag, 30. August 2011

Dies und Das


Darf ich vorstellen: Mein Traumhaus! Inmitten herrlicher Natur, nah an einem Fluß, keine direkten Nachbarn. Ach...träum...das wär's!

Und außerdem: Sätze bei denen sich meine Ohren sofort einklappen, meine Augen eisig werden und meine Lippen sich zusammen pressen:

Du bist mein Ein und Alles!

Tu es für mich!

Ich hab's doch nur gut gemeint!

Ich kann nicht ohne Dich!

Zu oft wird Liebe mit Verantwortungslosigkeit, Manipulation, Erpressung, Missbrauch und Druckmacherei verwechselt. Brauch ich nicht. Mir reicht Achtung und Respekt.

Und sonst so? Ich war heut platt. Musste mich 3x hinlegen und bin jedesmal in tiefen Schlaf gefallen. War heut irgendwas wichtiges?

Ehrlich gesagt ist mir die Arbeit zu viel. Aber das Geld ist jetzt wichtig, ich möchte ganz dringend 2 Dinge machen. Also heißt es: noch ein wenig durchhalten. Das ist blöd, weil das genau mein altes Muster ist: geht schon noch, das packst du! Und eigentlich geht eben gar nix mehr. Es ist nur noch ein quälen, ein durchhalten, ein funktionieren-müssen.

Also überlegt: Schaff ich den Ausflug morgen? Ist das wieder eine Überforderung? Oder kann es mich auch mal einfach ein wenig ablenken und wirklich gut tun?

Die Depression schreit: Nein, tu es nicht! Bleib bloß daheim! Und eine Seite freut sich, will dahin, an das große Wasser. Nochmal genau überlegt: ich muss nicht viel zu Fuß laufen, es sind (hoffentlich) wenig Menschen dort und es ist eine Umgebung mit wenig unterschiedlichen Reizen.

Ich probier's einfach. Meiner Begleitung hab ich bescheid gesagt, dass ich nicht wirklich fit bin und wohl eher wortkarg. Antwort:" Keine Sorge, wir machen uns einen ganz schönen Tag, völlig stressfrei!"

Danke.


Montag, 29. August 2011

Eine handvoll Schwein

Ein Ausflug.
Ein kleiner Tapetenwechsel.
Spaß-Freude-Leichtigkeit? Fehlanzeige.
Jeder Termin verursacht Druck. Selbst in in der Freizeit.
Ein "müssen" und kein wirkliches "wollen".

Anstrengung-Müdigkeit macht sich breit.
Menschen, überall Menschen. So viele.
Aggression.
Mitten drin ein paar Tiere (weswegen wir natürlich dort hin gingen). Doch alle eingesperrt. Auf zu kleinem Raum. Viel zu zahm, als es ihrer Natur entspricht.

Die kleinen Ferkel gefielen mir sehr.
Und die Wölfe.
Ach, wäre da kein Zaun.
Sondern ein freier Blick auf diese wunderbaren Tiere.

Stundenlang könnte ich ihnen zu schauen.
Wie sie locker und doch elegant durch ihr Revier traben.

Gerede. Kein schweigen. Was haben wir uns wirklich zu sagen?
Schmerzende Füße. Schreiende Mütter. Blanke Nerven.
Ein Ausflug.

Sonntag, 28. August 2011

Aufgewühlt

Uuuhhh, das Thema über Selbstverteidigung wühlt mich ganz schön auf.
Alte Erinnerungen werden hoch geschwemmt. Alter Ärger und Wut auch.
Nur, dass ich nun das Ende anders gestalte, wie es real war. Das hilft erstaunlich gut!

Im Geiste geh ich neue Verhaltensweisen durch.
Den Mut mich zu wehren habe ich ja. Nur ist der derzeit etwas verschüttet.
Es fallen mir nämlich auch durchaus Beispiele ein, in denen ich mir zu helfen wußte:

- Die Eltern informieren, dass an unserer Spielwiese immer ein fremder Mann ganz langsam mit dem Auto vorbei fährt und so komisch schaut. Eltern informierten die Polizei, diese wiederum verhängten ihm eine Art Sperre dies weiter zu tun. Er war diesbezüglich schon mehrmals aufgefallen.

- Wieder die Eltern informiert, als ich in der Arbeitsstelle meiner Mutter bedrängt wurde. Der Typ wurde umgehend rausgeschmissen.

- Trotz völliger Isolation mir Hilfe gesucht, nachdem ein Freund immer kontrollierender, eifersüchtiger und gewalttätiger wurde. Rechtzeitig die Biege geschafft.

- Bei einer Mitfahrgemeinschaft kam mir der Typ schnauzend und blöd daher. Seinem Aussehen nach hatte er die 35,-€ Benzingeld nicht wirklich nötig. Trotzdem stieg ich ein. Aber gewappnet mit dem (inneren) Satz: "Fasst du mich an, mach ich dir die Eier platt." Er tat nix.

Trotzdem, jetzt muss ich wieder mehr lernen, weniger Rücksicht auf die Gefühle anderer zu nehmen. Die haben ja auch keine Skrupel!

Nun aber erstmal eine Pause, mit dem imaginären T-Shirt auf dem steht:
ich bin nicht nett!
einem Eisbecher in der Hand, Füße hochgelegt und Musik in den Ohren:


Samstag, 27. August 2011

Starke Frauen

Das Buch "Mit mir nicht!" mal wieder hervor gekramt.
In dem Buch geht es um Selbstverteidigung, naja eher um Selbstbehauptung.
Und es zeigt sehr deutlich was alles Gewalt ist (ja auch die ganzen Erniedrigungen, Demütigungen, sexistische Witzchen, die doch gar nicht so schlimm sind, weil ja nicht wirklich etwas passiert ist - wie es sooft heißt).
Das alles ist aber oft der Anfang vom Ganzen.
Viele Täter testen, wie weit sie gehen können.

Wenn mich damals die bösen Nachbarjungs malträtiert hatten, ermunterte mich mein Vater oft, mich zu wehren. Ruhig auch körperlich.
Sagte ich aber zu ihm nein oder das will ich nicht oder zeigte meine Wut und meinen Ärger, wurde das abgebügelt mit den Standartsätzen: hab dich nicht so..ect.
Wie also bitte konnte ich lernen, mich zu verteidigen?

Kurz darauf prügelte ich mich. Mit meiner Schwester. Auf dem Schulhof. Das war Thema für die ganze Woche. ICH durfte mir einiges anhören. Was ich mir dabei denn gedacht hätte.
Im nachhinein werde ich das Gefühl nicht los, dass es meine Eltern eher um das Ansehen unserer heilen Familie als um sonstwas ging!
Trotzdem war ich wahnsinnig stolz auf den Kratzer mitten im Gesicht! Ein sichtbarer Erfolg sozusagen :-)

In der Familie in der ich nun arbeite, gibt es ein kleines Mädchen. Ganz süß und ganz schüchtern (würd mal sagen: gute Sozialisierung - entspricht dem braven, netten, lieben Prinzesschen quasi perfekt...leider).
Ich lasse sie. In ihrem Tempo. Nötige ihr keinen Händedruck oder sonstiges auf. Anders ihre Eltern: "Nu sag doch mal hallo!"
Als beide Eltern außer Sichtweite sind, kommt das Mädl auf mich zu und spricht mich an. Aha?! Ich unterhalte mich ein wenig mit ihr. Doch schon kommen die Eltern daher und mischen sich ein. *seufz*.
Mädl verstummt und geht aus dem Raum.
Das war nicht nur einmal so. Sondern nun 3x.

Selbstverteidigung beginnt nicht mit wildem boxen.
Sondern mit einer guten Portion Selbstwertgefühl (inkl. Selbstbestimmung und Selbstvertrauen bezüglich der eigenen Gefühle)!

Freitag, 26. August 2011

Nix zu lachen, dafür 2 Bücher

Buch 1:

Ein unglücklicher Junge. Ohne Freunde. Ohne lachen. Aufgewachsen ohne Vater. Und dann bricht er auch noch die Schule ab. Die bürgerliche Spießigkeit widert ihn an. Dafür liebt er seine Mutter-heiß und innig und die Oper von Wagner, die mag er auch sehr.

Pläne hat er für sein Leben. Große Pläne. Er will ein Künstler sein. Doch die Kunstakademie nimmt ihn nicht auf. Dann stirbt auch noch seine Mutter. Jung war sie noch! Er fühlt sich verkannt und sein Hass auf alle Menschen steigt, außer auf die Menschen, die ihm zuhören, wenn er stundenlang wild gestikulierend mit sich selbst diskutiert und Pläne schmiedet. Für eine neue, bessere Welt. Doch die Phantasie allein hilft nicht zum Geld verdienen und so landet er obdachlos auf einer Wiener Parkbank.

Adi wurde er gerufen.

Adolf Hitler

Also ich muss schon sagen, dicker hätte das Buch nicht sein dürfen (223 Seiten) diese ewige Selbstüberschätzung, das versinken im Größenwahn und sein Arschlochverhalten war manchmal sehr schwer zu ertragen. Andererseits ist es in einem lockeren Erzählstil geschrieben und nicht irgendwie psychologisch-analytisch. Verwundert liest man einige Aussagen von den Leuten die ihn näher kannten. z.B. Dr. Bloch der Hausarzt:

Ich habe in meiner beinahe vierzigjährigen ärztlichen Tätigkeit nie einen jungen Menschen so schmerzgebrochen und leiderfüllt gesehn.

Dass es in der Jugendabteilung in der Bücherei stand, hat mich etwas gewundert.

Interessant ist auch, dass die Idee vom blonden, reinrassigen, arbeitssamen, guten Menschen und den blöden Juden nicht wirklich von ihm kam, sondern vom Herrn Jörg Lanz von Liebenfels der die OSTARA-Zeitschriften heraus gab, in der er seine große Idee vorstellte und der Adi nahm das begeistert auf und verhalf diesen Gedanken Wirklichkeit zu werden.

Mich würde schon interessieren, wie er den Sprung vom Obdachlosen zum großen Diktator schaffte.

2. Buch:

Klosterjahre

Das Buch hab ich aus meinem Schrank mal wieder hervor geholt. Ich wußte damals, nach dem ersten lesen: Das möchte ich noch einmal lesen und hob es auf.

In dieser (wahren) Geschichte geht es um eine junge Frau, die ins Kloster geht. Um einen Sinn zu finden. Das es doch um mehr gehen müsse, als um Geld verdienen und Sachen anhäufen. Doch es gibt auch Probleme. Sie tut sich schwer mit dem Gehorsam und dem unterordnen. Sie eckt an. Sie ist eigenwillig und für manche zu unkonventionell.

Doch sie darf bleiben. Über 12 Jahre lang!

Es ist mit viel Witz und Charme geschrieben. Ich konnte mich gut in diese angehende Nonne einfühlen. Bin doch selbst auf dem Weg, um endlich irgendwo einmal anzukommen. Sträube mich bei jeglichen Autoritäten und aufgedrücktem Willen eines anderen.

Es zeigt viel Menschlichkeit. Nonnen sind halt auch nur Frauen.

Ein lesenswertes Buch, leicht zu lesen, zum schmunzeln und zum nachdenken.

„Das, woran Sie sich so stoßen, der Gehorsam, meint die Fähigkeit und Bereitschaft vom eigenen Willen abzusehen und die Weisungen anderer anzunehmen.“

Ab heute soll es lebenslang sein. Stabilitas, schönes Wort. Die Faszination des Bleibens für eine, deren Überlebensstrategie immer das Flüchten war.

(Und nun möchte ich das Buch weiter auf die Reise schicken. Wer es haben möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar. Melden sich mehrere, lose ich aus.)


Nix zu lachen:

Die Woche war wirklich anstrengend und nicht wirklich lustig. 2 Arbeitstage, verkrampfte Therapie, die Hitze und dann noch das allmonatliche Frauenspiel. Deswegen soll es die kommenden Tage leichter werden, mit 2 Ausflügen. Doch sofort erscheint der sabotierende Part und meint, dass es doch daheim viel sicherer ist und das das kein Geld kostet und überhaupt, der will nicht. Gar nix.

Ziemlich nervig.....

Aber erstmal kommen Achim und Bert! :-) Die werden die Hitze vertreiben!!



Donnerstag, 25. August 2011

Menschen? Nein danke!

Heute in der Therapie:
Das Thema: mich abgrenzen, mich wehren, für mich einstehen, gut für mich sorgen und für den anderen nicht zuviel Verantwortung übernehmen.
Sooft es geht üben, um da mehr Sicherheit zu spüren.
Den Text, dass Rückzug keine Lösung ist, hab ich ja schon öfters von ihr gehört. Dass ich mir damit ja auch die schönen Erlebnisse nehme.
Schöne Erlebnisse mit Menschen? Pppffffffff....
Das Muster sitzt zu tief, als dass ich da mit dem Verstand ran käme.
EMDR? meinte sie. Ich spürte nur Angst, ganz viel Angst vor Kontrollverlust.
Ne, also erstmal nicht, sondern schauen, was da ist.

Wenn man alle Spielarten von psychischer und emotionaler Gewalt erlebt hat, von Mobbing bis Stalking...ich weiß nicht so recht, ob man da jemals wieder gerne unter Menschen ist.

Mir fiel eine Mail einer Freundin ein, die mich vor Jahren sehr erleichterte, weil ich genauso denke (ohne das ich es bis dahin wußte!).

Im Aufwachen dämmerte mir, dass ich eines noch kaum je
wirklich begriffen habe: dass ich zutiefst innen wirklich
abgeschlossen habe mit meinen Artgenossen. Dass ich also
wirklich mit NULL Vertrauen unterwegs bin und wirklich nur
eines suche: ein Fleckchen wo man mich in Ruhe lässt. Eine
Gnadenbrot-Ecke sozusagen. Weil ich nicht dran glaube, dass
aus menschlichen Kontakten irgendwas Positives erwachsen
kann. Weil ich IMMER damit rechne, dass entweder der andere,
oder ich mir selbst im Kontakt nur Schaden zufüge und das
auch noch meistens auf unbemerkte Art. Vor dem nicht-merken
habe ich am meisten Angst. Dass ich nie und niemals
genügend innere und äußere Patrouillen marschieren haben
kann um sicher zu sein.... immer noch mein starres, rigides
und äußerst bröckeliges zwanghaftes Sicherheitssystem
halt, statt jenem einfachen Kompass....

Ahhhmann. Was für innere Verwüstungen, dass ich mein
heimliches "Lebensmotto": "Niemals wieder!!" nicht mal
richtig aussprechen kann.

Im Grunde müsste ich meiner Thera sagen, dass ich zwar
gewillt bin, ihr zu vertrauen, dass das, was sie bislang
rausklamüsert hat auch alles stimmt, aber dass sie deshalb
noch lange nicht glauben braucht, dass ich mich auch nur
einen Milimeter jemals wieder raus in den Kontakt begeben
werde, sondern dass mein eigentliches Anliegen ist
herauszufinden, wie ich es schaffe, in dieser Welt ein
unauffälliges Eremitendasein zu führen, in dem ich mein
Auskommen habe und geduldet bin.

Weil ich tief innen wirklich nicht mehr will als das.

Ich traue nach wie vor weder mir noch irgendeinem anderen
zu, unbeschadet aus irgendeinem und sei es auch noch so
winzigen Kontakt herauszukommen. Und daran, dass Menschen
füreinander gut sein könnten glaube ich ja ohnehin nicht
und habe ich noch nie wirklich dran geglaubt. Das lockt mir
noch nicht mal mehr ein schallendes Gelächter raus die Idee,
vom gut-sein-können füreinander. Also fehlt mir ja nix,
wenn ich nur endlich meine stille, abgeschiedene Ecke finden
könnte, in der man mich in Ruhe lässt....

Und so ehrlich werde ich sein (müssen) und das meiner Therapeutin erzählen.
Grüße aus dem Schneckenhaus!

Mittwoch, 24. August 2011

Bald kann man mich essen,

denn ich hab das Gefühl, als wär ich schon gut durch gegart.

Bayern schwitzt.
Seit Tagen über 30 Grad.

Deswegen einige Tips:
- Das Rad nicht 2 Stunden in der prallen Sonne stehen lassen. Gibt nur Brandblasen am Arsch!
- Wenn Lust auf Pizza aufkommt: Diese beim Lieferservice bestellen. Die Wohnung fühlt sich eh schon an, wie ein Backofen.
- 3x täglich duschen und zwar bei der Temperatur, die im Winter eiskalt bedeutet. Jetzt ist es herrlich lauwarm.
- Danach nicht abtrocknen, sondern nass durch die Wohnung tappen, dabei das Parkett versauen und auf den glatten Fliesen in der Küche ausrutschen!
- Kleidung ist eh überflüssig. Aber bitte dran denken, bevor man dem Postboten die Tür aufmacht!
- Schlaf kannste vergessen. Nennt sich ab nun: komatöser Zustand!
- Das Eis gleich direkt vor der geöffneten Tiefkühlschranktüre löffeln und dabei stuporös vor sich hin starren. Das Hirn arbeitet eh nicht mehr.
- aber beten kann man: Für alle Bäcker, Köche und Wäschereimitarbeiter, die an der Mangel stehn! Achso und den Bademeister nicht vergessen, denn der darf zwar am Wasser sein, aber nicht drin! (außer man ist lieb zu ihm und täuscht einen Badeunfall vor).

Deswegen: sollte es bei Dir gerade regnen: nicht neidisch sein :-)

Und wie jedes Jahr: Mein Wort zum Sommer:



Dienstag, 23. August 2011

Sind Männer eigentlich auch Menschen?

Nix böses denkend, sitze ich am Ufer.
Eingehüllt in ein Handtuch spüre ich die Wohligkeit, die ich sooft nach dem schwimmen spüre. Die Sonne funkelt glitzernd auf der Wasseroberfläche, ich atme tief ein, schließe die Augen und atme lange wieder aus.
Könnt öfter so sein.

Bis ich eine männliche Stimme hinter mir höre: "Guten Morgen!"
Ich drehe mich um: Ein Typ Mitte 30, schlank, steht hinter mir und wedelt freudig mit seinen Händen. "Naaa? Lust auf eine Massage?"

Kein Scherz. Leider. Wie dämlich muss man eigentlich sein? Glaubt der wirklich, dass ich mir meine Badeklamotten vom Leib reiße und freudig rufe: Auja ich wollt schon immer mal von einem widerlichen Schmierlappen massiert werden!!!

Junge, Junge, dass hier ist kein Porno, den du gestern vielleicht gesehn hast und in dem die Masche funktioniert hat!

Außerdem: Männer die eine höhere Stimme als ich haben, schick ich in den Sandkasten. Oder zurück zu Mutti.

Ich geh in's Kloster.

Montag, 22. August 2011

Kontemplativer Montag

Hab ich gestern doch glatt meine innere Stärke wieder gefunden. Lag da einfach rum. Verstaubt und vergessen. Hab sie liebevoll hochgehoben, gereinigt und ihr einen schönen Platz ausgesucht :-)

Irgendwie erschreckend, aber auch beruhigend, dass sich meine Stimmung so extrem und schnell ändern kann.
Es ist, wie es ist.

Sodann gönnte ich mir einen ganz ruhigen Wochenstart:
Nach dem aufwachen, nur was überziehen (viel war es nicht, es hatte schon/immer noch 20 Grad) und dann erstmal ein kleiner achtsamer Spaziergang:
Wie fühlen sich die Füße an?
Wie sieht der Himmel aus?
Ist mein Bauch entspannt?
Was fühle ich?
Keine Gedanken an die kommenden Stunden (was muss ich machen?)

Wieder zuhause ein leckeres Frühstück: Naturjoghurt mit frischem Obst, Vollkornbrot, Kaffee und Wasser.
Und dann die erste Zigarette ganz bewußt auf dem Balkon rauchen.
Keine Hektik.

Danach fühlte ich mich so gestärkt und gut gelaunt, dass ich zum See fuhr. Die Welt erwachte erst langsam und alle Wiesen lagen noch im Schatten.
War mir aber eh egal, weil ich erstmal schwimmen wollte. Nackt.
Welche wunderbares Gefühl!


Erst als die Sonne meine Decke beschien, krabbelte ich wieder aus dem kühlen Nass und ließ mich trocknen.
Doch was war das? Ein komisches Gefühl an meinem Oberschenkel. Erst dachte ich es wäre ein Muskelzucken. Bis ich genauer hinsah! Meine Decke wölbte sich! Es lebt!

Da hat doch tatsächlich ein Maulwurf versucht heraus zu kommen! Auch noch nie erlebt :-) Leider sah ich ihn nicht und er versuchte es auch nicht an einer anderen Stelle. Schade. Hätte ihn gerne gesehn!

Sonntag, 21. August 2011

Depressiver Sonntag

Vielleicht muss man sich der Depression einfach hingeben, anstatt sie heftig zu bekämpfen.
Was weiß ich. Schon soviel ausprobiert.
Jedenfalls das Buch: das heimatlose Ich wieder hervor gekramt.
Bei Seite 22 vergessen zu atmen:
"Den einen Schuldigen gibt es nicht, aber einige für mein Leben wichtige Bezugspersonen hatten durchaus Vorteile davon, dass ich krank war. Sie haben mich über lange Lebensabschnitte manipuliert, um sich selber zu schützen oder Gefahren von sich abzuwenden."


Blitzartig erscheint vor meinem inneren Auge die Antwort meines Vaters bezgl. Minijob. Dabei wird mir schlecht. Auf dem Weg zum Bad den blinkenden Anrufbeantworter gesehn und abgehört: Vater!
Sehr gruselig.

Das i-tüpfelchen war dann der Gang zum Briefkasten (gestern vergessen).
Neuer Termin beim Amtsarzt. Diesmal beim richtigen: Dem Psychofuzzi.
Ganz unten der Hinweis: Diese Begutachtung ist für Sie kostenlos!
Mir scheint, die haben Humor!


Samstag, 20. August 2011

Wir labern zuviel!

Irgendwie um tausend Ecken, kam ich gestern abend bei Andrea Kutsch an. Der Pferdeflüsterin.
Ich finde es sehr berührend, wie sie rein mit der Körpersprache ein 500kg schweres Tier lenken kann. Und nicht nur sie, jeder kann das lernen!
Bei einem Video erfuhr ich, dass Pferde es als Angriff verstehen, wenn man ihnen direkt in die Augen sieht und die Hand geöffnet läßt. Pferde sind Fluchttiere.
Ah, dacht ich mir, vielleicht gibts das beim Menschen auch: Raub-und Fluchttiere. Dann gehöre ich definitiv zu letzterem ;-)

Ich befasse mich gerne mit dem Thema nonverbale Kommunikation, denn ich weiß, dass ich da viel mehr drauf reagiere, als auf die gesprochenen Worte.
Ich wuchs mit Menschen auf, bei denen das was sie aussprachen und das was ihr Körper sagte, nicht zusammen paßte.
Ein Mensch, der sich mir abwendet und sagt: Schön, dass du da bist! ist mir nicht geheuer und ich bin erst einmal zögerlich und auch mißtrauisch.

Ich vertraue dem gesagten Wort meist nicht und oft liege ich damit richtig.
Frau Kusch benutzt ein hübsches Wort: Lippenlärm! Den die Menschen fabrizieren, um ein Pferd erziehen zu wollen.

Am Anfang war das Wort !?
Glaub ich auch nicht.

Freitag, 19. August 2011

Geschafft !!!

*klingkling* und hiermit läute ich mein wohlverdientes Wochenende ein!!!
Ich war nämlich heute arbeiten.
Vor einigen Wochen wurde mir klar, dass mein Vater mich immer mehr in eine Abhängigkeit zieht, weil er Geld hat und ich nicht. Das ging weiter als "Hilfe für die Tochter". Also musste ein kleiner Minijob her. Minimini wenn's geht. Und es geht!


Nun darf ich 18 Stunden monatlich zwei Familien glücklich machen, in dem ich für sie einen Teil der Hausarbeit erledige.
Tat ich schon öfter. Aber es wurde immer schwieriger Leute zu finden, die mich auch anmelden. Und das will ich. Weil mich sonst das Arbeitsamt zu Pontius Pilatus schickt.

Der erste Arbeitstag bei der einen Familie verlief gut. Heute war die andere Familie dran. Und gottseidank verlief auch da alles super. Trotz Panik am Morgen.

Es fühlt sich gut an, weniger vom Herrn Papa abhängig zu sein. Dass ich meine Kröten, die ich zusätzlich brauche nun selbst verdiene, werd ich ihm heut noch auf's Brot schmieren. Und ich weiß, es wird ihm gar nicht schmecken (war früher ja auch nicht anders).
Das ist mir aber wiederum wurscht!

Zur Feier des Tages gibts heut nen Wein und am Sonntag eine only-me-Schwimmsession am See in aller aller Frühe und wenn die Horde an Auslüglern kommt, verzieh ich mich wieder in die kühle Bude.
Mein spezielles Wohlfühlprogramm ;-)

Laßt es Euch auch gut gehen!!!!!!!!

PS: Wenn man in den Bus steigt, darin einen Fahrer mit schwarzer Hautfarbe vorfindet und dann das Schild liest: Bei Schwarzfahrern sehen wir rot.
Darf man darüber lachen?
Ich finde: ja und es hat mir die Fahrt doch etwas versüßt :-)

Donnerstag, 18. August 2011

Ein Termin, der irgendwie keiner war.

Zur Zeit fällt es mir wirklich wieder sehr schwer, das Haus zu verlassen.
Fühle mich so ungeschützt und wäre am liebsten unsichtbar. Pumuckl müßt man sein.
Die leichte Kleidung trägt nicht zum Wohlbefinden bei. Mir wäre eher nach einem dicken Wintermantel, Mütze und Sonnenbrille. Eine dicke zweite Haut, sozusagen.

Die Amtsärztin war nett. Deren Assistentin übertrieben nett. Die holte mich so strahlend aus dem Wartebereich, als würde sie mir gleich riesen Geschenke und eine dreistöckige Geburtstagstorte überreichen. Sympathieskala: Frostige 0.
Nach 10 Minuten war ich fertig. Muss zum psychatrischen Dienst. Termin: noch unbekannt.

Warum ich nicht gleich dort hingeschickt wurde, frage ich schon etwas säuerlich. Lang und breit erklärt mir Miss Supernett die Gesetzeslage.
Laune: -20
Freundlich begleitet sie mich zur Tür:" Finden Sie den Aufzug?"
"Logisch" murre ich, "Kann ja lesen!"
Nix gegen freundliche Mitarbeiter, aber die Frau war so dermaßen süßlich, dass ich sofort mißtrauisch werde (aus eigener Erfahrung weiß ich: meistens zu Recht!)

Also die Nacht umsonst mit rasendem Herzen, Schweißausbrüchen und Alpträumen verbracht. Hurra!
Könnte ich ein großes U grinsen, könnten sich meine Mundwinkel mit den Augenringen ein hübsches Techtelmechtel geben. Da kommen wahrscheinlich Mundringe raus. Klingt nicht sexy.

Auf ein neues: Morgen nächster Termin in Sachen Arbeit.

Mittwoch, 17. August 2011

Zerfetzte Nerven

Der Umtausch der Schuhe klappte reibungslos.
Da ich aber immer noch nicht dazu gelernt habe, besuche ich gleich den nächsten Laden.
Ich brauch dringend neue Pullis für den Herbst und Winter.

War sogar erfolgreich! Aber nur bis ich zuhause war und ES sah:
Die Kassierin vergaß das Sicherheitsetikett zu entfernen.

Ne oda?
Stimmt, ich wollte ja so gerne nochmal die 15 km radeln. Mensch!
Naja, auch das kein Problem.
Und dabei noch einen weiteren Schuhladen entdeckt und gestürmt. Leider wieder eine Verarsche:
Räumungskauf hieß es knallrot, inklusive einem gelben Prozentschildchen.
Cool, dachte ich mir. Nur: Es war nix reduziert. Trotzdem fündig geworden.
Nun besitze ich endlich neue 100 Meilen Stiefel.

Ansonsten ziemlich unruhig, zittrig und wackelig auf den Beinen, weswegen ich heute das Haus nicht mehr verlassen werde!
Und mich mental und physisch auf zwei Termine vorbereiten.

Ich freu mich jetzt schon auf das freie Wochenende!

Wo war nochmal der STOP-Taste?

Dienstag, 16. August 2011

Funktioniert nicht

Bayrischer Fahrkartenerkennungsautomat

3 Automaten zieren den Bahnsteig, aus denen man sich eine Fahrkarte ziehen kann.

Alle 3 sind besetzt. Von ein und der gleichen Familie, weil jedes Mitglied hektisch versucht, dass der Automat den Schein nimmt. Nimmt er aber nicht.

Und ich versteh ihn. Also mir gehen ja schon die Zehennägel hoch, wenn ich den sächsischen Dialekt höre. Wie muss es da erst dem technischen Gerät gehen?

Ich verweise, höflich wie ich bin, auf den Kiosk gegenüber, da bekommt man auch Karten und die Kassierin nimmt bestimmt die Scheine gerne entgegen. Wollen se nicht. Aber ich!! Denn a) brauch ich auch ne Karte und b) hör ich deren Gesabbel dann nich mehr.

Irgendwann gibt das erste Familienmitglied auf und macht den Zugang frei.

Ich komm dran. Ich suche aus dem Tatschbildschirm meine passende Karte raus. Wedle freudig mit dem 10€ Schein und schwupp ist der auch schon in der Versenkung verschwunden. Bitte sehr. Klappt doch.

Was noch nicht funktioniert: Frustshopping. Jetzt hab ich Schuhe daheim, die mir doch nicht so taugen. Also gehts ab zur Retoure.

Dabei will ich mich doch einfach ins Bett verziehn und das blöde Leben, Leben sein lassen, nur ohne mich.

Montag, 15. August 2011

Der Fluß



Ein Roman. Gespielt im düsteren Norwegen im Jahre 1970.

Es geht um einen jungen, begabten Pianisten, um die Mutter seiner verstorbenen Freundin, um Selbstmord, Magersucht und manisch-depressive.
Um Woodstock und viel Rotwein, um Selbstzweifel und Angst.
Ein Künstlerroman.
Auch wenn ich solche Geschichten nicht lesen sollte, faszinieren sie mich doch immer wieder.
Und wie in einem Sog sauge ich die Wörter auf.

"Warum kann die Neurose nicht die Ursache dafür sein, dass der Patient aufgrund seines hochdifferenzierten Nervensystems und seiner traumatischen Erlebnisse einen tieferen sachlichen Einblick in die Umstände menschlichen Lebens bekommen hat, sowohl partiell wie metaphysisch betrachtet?"

Sonntag, 14. August 2011

Schon wieder Sonntag

...und wie die letzten Sonntage, verlief auch dieser be-schis-sen!

Schon morgens wünschte ich mir ein Auto. Da ich aber keins hab, hieß es: ab in die Bahn. 4 Stunden. Hitze, viele Menschen, viel Lärm, ich ertrage sowas nicht.
Und dann ein Kind. Neben mir. Ganz süß. Nur blöde Eltern. Die haben das Kind tatsächlich Kasimir getauft. KASIMIR! In Bayern spricht man Käse Kaas aus. Alles klar? Der Kerl hätt ja gleich O'batzda heißen können. Ich finde solche Eltern gehören verklagt.

Also gut, ich war heute unterwegs, wie Millionen andere. Weil das Wetter schön war? Weil man frei hatte? Weil man raus musste?
Alles Humbug. Alles nur Streß.
Ich hab den Schweißgeruch meines Sitznachbarn immer noch in der Nase.
Herrlich.
Ich finde, das Leben wird völlig überbewertet.

Wie kann man so einen Horrortag heil überstehn?
Viele Kohlenhydrate, viel Koffein, viel Nikotin, viel Zucker und ...Musik.
Wahlweise von Metallica, Boehse Onkelz oder den Toten Hosen. Egal.

Höchst aggressive Grüße

Samstag, 13. August 2011

Was wäre, wenn...

...ich weiß, nicht gerade die sinnvollste Frage aller Fragen.
Und man kann sich damit gehörig in die Melancholie, wenn nicht sogar in die Depression schießen.

Trotzdem reizt manchmal diese Frage. Wie mich. Gestern.

Wie wäre mein Leben geworden, wenn ich nicht mit 16 Jahren zu einem völlig gestörten Mann gezogen wäre?
Was wäre, wenn meine Mutter keine Alkoholikerin wäre?
Was, wenn ich damals den einen doch Typen geheiratet hätte?
Was, wenn ich damals mit 18 wirklich schwanger geworden wäre?

Was, wenn meine Eltern mehr meine Talente gefördert hätten?
Diese Frage läßt meine alten Zeugnisse heraus kramen.
Wie sahen mich meine Lehrer? Heute lese ich das ganz anders, als noch vor einigen Jahren, weil ich mich immer besser kennen lerne.
Eins ist sehr deutlich: in Deutsch und Biologie/Sport war ich immer sehr gut. Warum ließ man mich daraus keinen Beruf basteln? Half mir? Ich krame weiter und finde einen Berufs-und Interessentest den ich 2001 ausfüllte, damals, nach meinem ersten Zusammenbruch. Dort lese ich fassungslos einen Berufsvorschlag, den ich mir vor wenigen Monaten mühsam selber ersuchte und als für mich sehr passend fand. 10 Jahre später.

Ich hätte....damals...können...geht das heute noch? Ich werde traurig. Ich könnte heute ganz woanders stehen, als ich es tue.
Selten bereue ich etwas was ich tat oder nicht. Aber das zählt dazu. Ich verstehe es vom Kopf her, warum es lief, wie es lief, das Gefühl sagt etwas anderes. Wie sooft.

Manchmal möchte ich einfach gerne nochmal zurück zu START.

Aber das Leben ist kein Spiel.

Freitag, 12. August 2011

Ein Freitag mit Kleinigkeiten

Draußen ist es ruhig. Die Straßen sind leer. Viele sind im Urlaub oder im verlängerten Wochenende (ja Bayern hat die meisten Feiertage und kommenden Montag ist da wieder einer).
Ich streife durchs Dorf, kaufe ein, hole meine neuen Personalausweis ab, gebe den Schlüssel einer Bekannten zurück, die im Urlaub war und deren Haus ich versorgte und wilde Einbrecher in die Flucht schlug (*haha*), ich radel zum See, mache eine kleine Pause, knabber an einer Breze, schreibe Tagebuch und genieße den Wind und den Duft vom frisch gemähten Gras.

Die Finanzen sind geregelt, der kommende Alltag auch, die Dramen des Lebens hauen mich nicht mehr so sehr von den Socken wie früher, ich habe gute Freunde, ich lache, ich fluche, meine Wohnung ist sauber.

Ich denke mir immer öfter: 80% Einsatz müssen reichen und nicht immer die 100%.
Ich befreie mich von dem Druck, was man machen sollte oder nicht. Ich habe wenig Ehrgeiz. Ich muss nichts außergewöhnliches leisten oder erschaffen. Meine Mittelmäßigkeit reicht mir inzwischen. Meine Träume träum ich, vielleicht lebe ich sie auch irgendwann, aber damit mache ich mir keinen Streß mehr.

Ich trinke Kaffee, erfreue mich an einem guten Buch, während ich in der Hängematte liege, esse ein Stück Kuchen, beobachte eine Fliege und überlege mir eine fleischfressende Pflanze zu kaufen.

Alles nix Großes, doch für mein Wohlergehen wichtig.

Fragen kommen, Antworten auch. Zweifel bleiben oder ziehen weiter.

Mein Leben ist ruhig. Und das ist gut so.

Donnerstag, 11. August 2011

Fragen des Tages

Nach 3 Wochen endlich mal wieder Therapie. Hat sich ja auch einiges angesammelt in der Zeit. Fazit meiner Therapeutin: "Das haben Sie doch alles recht gut gemacht. Ein deutlicher Unterschied zu früherem Verhalten."

Warum fühlt sich das bei mir nicht so an???

Weil ich selten, ganz selten mit mir zufrieden bin und alles eigentlich viel besser und einfacher laufen müsste.

Hat dir irgendjemand versprochen, dass das Leben einfach ist?

Danach die Info aus dem Briefkasten gezogen, dass ich nächste Woche einen Termin beim Amtsarzt habe. Zum 2.Mal wird meine Arbeitsfähigkeit geprüft/geklärt.

Wieso fühlt sich das an,
als hätte ich den Termin zum Antritt eines Gefängnisaufenthaltes bekommen?


Jetzt wo langsam meine äußeren Lebensbedingungen stabiler und ruhiger werden, erfahre ich, dass ich bald (entweder noch dieses, spätestens nächstes Jahr im Frühling) eine Großbaustelle vor d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶n̶̶a̶̶s̶̶e̶ den Balkon bekomme.
Muss das sein?
Hat jemand zufällig eine ruhige, kostenlose Wohnmöglichkeit für mich übrig?

Irgendwas ist doch immer.
*großer-theatralischer-Seufzer*

Mittwoch, 10. August 2011

Klein, aber fein

Nunja, es war ein kurzer Ausflug, aber immerhin.
Schon auf der Hinfahrt merkte ich mal wieder meine pure Erschöpfung und das es eigentlich mal wieder zu anstrengend ist. Ein Teil wollte aber unbedingt in den Wald.
Nun gut, so fuhr ich im Wald nicht mehr viel, sondern ging langsam zu Fuß und genoß diese Ruhe.

Ich kann es nur annehmen, dass ich mich so oft völlig erschlagen fühle. Und mich nicht dafür beschimpfe oder verurteile, sondern eben sparsam mit meiner Energie umgehe.
Aber es ist schwer, so jung und so müde.

Ich bin dankbar für das Internet. Manchmal dachte ich mir schon, ob ich süchtig bin. Aber dem ist nicht so. Für mich ist das der Zugang zur Welt da draußen, hier hab ich unbegrenzte Möglichkeiten zu lesen, Fotos anschauen, neue Musik finden und genießen.

Seit Sonntag, an dem ich erfuhr, dass Kinder aus meiner Familie sehr übel behandelt werden, geht mir das natürlich auch nicht aus dem Kopf.
Und ich machte meinen Mund auf. Das wird natürlich nicht freudestrahlend aufgenommen, und ein scharfer Wind weht.
Aber das ist mir egal.
Es geht hier um Kinder!
Zum Glück sind weitere Menschen meiner Meinung und ich muss die Last nicht alleine tragen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass mehr Kindern geholfen wäre, wenn sich mehr Leute einmischen würden.
Und das werde ich tun!

Dienstag, 9. August 2011

Träume & Kultur

1.Was ein seltsamer Traum: Ich stand vor einem Bausatz für eine Chefpuppe. Man konnte sich sogar den Mundgeruch aussuchen. Sehr witzig. Selten so grinsend aufgewacht.

2. Letztens den Film „die Welle“ gesehn. Schrecklich. Wie einfach man Menschen so manipulieren kann. Und bei den Fragen, wie eine Diktatur entsteht, waren zwei Punkte wichtig: Macht durch Disziplin und Macht durch Gemeinschaft. Gruselig. Weil mir das verdammt bekannt vorkam. Aus einer Einrichtung in der ich 6 Wochen verweilte. Kam mir damals schon komisch vor, entzog mich weitgehenst von den ganzen Spielchen.

Und irgendwie werd ich den Gedanken nicht los, dass zu einem sehr hohen Prozentsatz nix ordentliches raus kommt, wenn Menschen zusammen treffen.

Ich kann wirklich meiner Wahrnehmung trauen. Immer wieder beglückend, das zu erfahren!

3. Als Ausgleich „Joker“ gelesen, von M. Zusak. Das hat mich nicht so gebeutelt wie „die Bücherdiebin“ war sehr schön zu lesen, eine spannende, rührende Geschichte, die zum Glück über 500 Seiten ging und von einem Menschen handelt, der besser werden will (im Sinne von: seinem Leben einen Sinn geben). Sollte öfter in der Kinder-und Jugendbuchabteilung stöbern. Mir schwant, da warten noch ein paar Schätze.

4. Ups, die Bäume vor dem Haus fangen an, sich langsam (aber sicher) zu verfärben. Hmm, wollte eigentlich schon nochmal gerne im See schwimmen. Blick aufs Thermometer: 13 Grad. Gut, vielleicht sollte ich eine heiße Wärmflasche mitnehmen und Glühwein?

5. Ernährungstipp: Essen Sie nur im Sitzen aber niemals, während Sie in etwas Viereckiges schauen (beim Fernsehen, Lesen, Autofahren oder bei der Computerarbeit). Ok, ich starre ab sofort nur noch auf meinen Tisch (rund) und nie mehr aus dem Fenster (viereckig). Hmpf.

6. Nach tagelangem rumrätseln was ich gerne machen würde, heute ein Ergebnis: Wenn es morgen nicht regent, geht es mit dem Radl ab in den großen Wald.

I gfrei mi! :-)

Montag, 8. August 2011

Ich muss nicht leiden

So, nun doch in die Apotheke gerannt.
Es reicht.
Manchmal braucht der Körper einfach ein wenig Hilfe von außen.
Manchmal schafft er es einfach nicht von alleine.
So, liebe Tabletten, dann räumt mal schön meinen Magen wieder auf :-)

Damit morgen endlich der Kaffee wieder schmeckt.

Sonntag, 7. August 2011

Family 2

Ich lag richtig mit meiner Ahnung. Leider.
Kaputte Familien erzeugen nur weitere kaputte Familie.
Da muss man sich schon ordentlich auf die Socken machen, um dies Erbe nicht weiter zu geben.

Beispiel Verdrängung:
Als Kind darf man nicht fühlen, man verdrängt. Dies Muster wird nicht verändert und als Erwachsener fühlt man weiter kaum etwas. (und wenn doch mal Gefühle durch flutschen reagiert der eine Mensch sehr heftig nach außen, weil er nie gelernt hat, damit umzugehen. Der andere Mensch reagiert auch aggressiv, aber nach innen und zerstört sich selbst.Oder man macht beides: schlägern und z.B. Drogen nehmen)

Nur so kann ich es mir erklären, dass Eltern so grausam zu ihren Kindern sein können.
Scheiße.
Überlege das Jugendamt zu informieren.
Denn eines weiß ich auch: Ein Mensch der hinter und zu dem Kind steht, wiegt mehr, als all das andere Gesindel.

Und noch ein miserabler Sonntagmorgen

Anscheinend hab ich in der Hinsicht derzeit wenig Glück.
That's life.
Die Erschöpfung ist immer noch ziemlich stark.
Mein Magen schmerzt. Auch schon seit Tagen und ich schaffe es nicht, für 24 Stunden einfach mal Schonkost einzulegen und 2-3 Tage medikamentös ein wenig nachzuhelfen. Nein, ich schaufel weiter Kaffee, Schoko und gewürztes Fleisch in mich, in der Hoffnung, dass das schon von allein wieder wird.
Wird's nicht.
Weiß ich seit 10 Jahren.
Das nenn ich mal Dummheit: Zu wissen und nicht danach zu handeln.

Aber auch damit bin ich nicht allein in dieser Welt.
Immerhin.

Und dann noch Familie.*augenverdreh* Ich interessiere mich für meine Vorahnen, aber nicht für die derzeit lebendigen Mitglieder.
In der Mail stand nur ein Hinweis und das wir bald telefonieren sollten.
Heißt bei unserem kaputten Clan nix gutes.

Und ich will es gar nicht wissen.
Ich will nicht. Ich will nicht. Ich will nicht.
Ich geh wieder unter meine Bettdecke.
Wenigstens regnet's herrlich kühl und frisch vom Himmel herab.
Immerhin.

Samstag, 6. August 2011

Litland? Lettauen?

Nein, natürlich Litauen. Aus diesem Land kommen meine Vorfahren. Zumindest die väterliche Seite. Mein Opa landete in den Wirren des 2.Weltkrieges hier im wunderschönen Bayern. Machte einer Frau zwei Kinder und verschwand wieder.

Immer wieder interessiere ich mich für meine Wurzeln, für dieses Land. Mein Vater hat seinen Vater nie selbst kennen gelernt, also nicht bewußt, dafür war er noch zu klein. Fragen über diesen Mann bleiben unbeantwortet: er will nix davon wissen.(er ist ein Meister im Verdrängen, aber wer weiß schon was in ihm wirklich vorgeht) Und viel weiß man auch nicht. Nur, dass er ein Künstler war, früh starb und seine Russenphobie nie loswurde und deswegen kaum länger in einem Land blieb.

Litauen ist inzwischen in der EU und es ist nur eine Frage der Zeit, bis man dort auch mit dem Euro zahlen kann.

Mit 52 Einwohner pro km² ist es eher dünn besiedelt. Die Winter sind lang, die Sommer kurz und die Ostsee mit herrlichen Sandstränden ist auch dabei. Die Nachwehen der Sowjetunion merkt man immer noch: hohe Arbeitslosigkeit daher wenig Luxus, wenig Tourismus. (eigentlich mein perfektes Land!).

Außerdem fände ich es mal sehr angenehm, dort mit meinem Namen überhaupt nicht aufzufallen, denn der ist dort so üblich wie bei uns Müller, Meier oder Huber. Und: Für unsere Verhältnisse ist es dort noch recht billig. Einen Mietwagen kann man für 10,-Euro pro Tag ergattern (wie lange das Auto allerdings dann hält, weiß ich auch nicht *g*)

Der Hit ist ja die Flagge: In den selben Farben des Reggae:Gelb, grün, rot. Sehr sympathisch.

Die drei Farben symbolisieren die litauischen Werte: Gelb steht für Sonne, Licht und Güte, Grün bedeutet Natur, Freiheit und Hoffnung, Rot ist das Land, der Mut und das Blut, welches für die Heimat vergossen wurde.

Wenn ich Videos oder Zeitschriften über dieses Land sehe bzw.lese, um es besser kennen zu lernen, fühle ich mich wohl und zu diesen Leuten mehr hingezogen, als zu den Deutschen.

Das Erbe meines Großvaters spüre ich tagtäglich: Mein Nachname ist litauisch (manch höher gebildete Leute erraten das, den anderen muss ich es erklären, aber bei beiden gilt: langsam buchstabieren!) und mein Aussehen auch: Sehr groß und schlank, knallblaue Augen und hellbraune Haare.

Meine mütterliche Seite ist seit vielen Generationen aus Bayern. Bin ich dann eine litauische Bayerin? Oder eine bayrische Litauerin? Egal. Eins weiß ich:

Irgendwann pack ich meinen Rucksack und stiefel los,

in dieses Land zwischen Polen, Lettland und Russland.

Auf der Suche nach meinen Wurzeln....

Freitag, 5. August 2011

Nach nochmaligem Tiefschlaf von 4 Stunden hörte ich ein ungewohntes Geräusch: Mein Wecker! Immerhin, er funktioniert noch :-)

Ich fühle mich wieder etwas lebendiger. Schön ist das!
Und den Job hab ich auch (dazu demnächst mehr) und eine perfekte Zeitplanung war es auch noch:
8:45 Vorstellungsgespräch.
9:15 im Supermarkt
9:30 wieder zuhause
9:32 einsetzender Regen

Perfekter Start ins Wochenende: Kühlschrank voll, kein innerer Druck was ich machen müßte, gewonnene Energie sparsam genießen in Form von schreiben, lesen, malen...was mir eben gefällt...

und irgendwie nochmal ne Runde schlafen. So ist das halt.

PS: Bei der Sichtung alter gemalter Bildung sticht eines immer wieder hervor: Viele Flammen/Feuer und schwarze (verkohlte) Bäume/Äpfel (die ja für Leben stehen). Klares Zeichen: ausgebrannt.
Wollt ich damals nur nicht wahrhaben.
Oh...mir scheint: langsam hab ich ausgeschlafen :-)
Um 2:41h Freitag morgens. Hmmmmmmm

Donnerstag, 4. August 2011

Kleiner Winterschlaf

Irgendwie erschreckend, dass ich merke, dass mir alles zuviel wird und ich trotzdem weiter mache: Geht schon noch...nur noch das...am Wochenende haste dann frei...usw. Uralte Muster, die mich schnurstracks in die depressive Überforderung befördern.

Somit heute Therapie gekancelt. Schade. Aber 3 Stunden unterwegs sein, ging nun wirklich nicht. Ist ja nur aufgeschoben.
Stattdessen: nur geschlafen (und nein, ich bin noch lange nicht fit, aber mein Kreislauf beschwerte sich).
Später noch kurz zum Doktore. Ein wenig einkaufen.
Dann: weiter schlafen. Aufwachen, eine Kleinigkeit trinken, essen, weiterschlafen. Und sonst nix. Kein abspülen, kein lesen, kein telefonieren, vielleicht mal duschen, aber das ist dann schon das Höchste.

Bis morgen früh. Da hab ich noch einen klitzekleinen Termin: Noch ein Vorstellungsgespräch.
Geht schon noch, nur noch das...

Ihr seht, ich bin wahrlich verrückt.
Gute Nacht!

Mittwoch, 3. August 2011

Die drei...Hauptdarsteller

Musketiere sind es nämlich keine. Find ich. Aber dafür Fragezeichen.

Die Namen der Personen lauten: inneres Kind (übernimmt den extrem ängstlichen Part), die innere Jugendliche (rotzig, bockig und rebellisch, aber vom Feinsten!) und der innere Kritiker (ohne Worte, dafür mit Baseballschläger). Und alle drei wurden gestern wieder zum Leben erweckt.

Hallelujia. Es geht rund. Alle schreien und ich steh hilflos mitten drin und würde am liebsten zurück brüllen: jetzt haltet doch mal alle die Schnauze!

Aber das kann ich nicht. Denn es hat seinen Grund, warum die auf einmal so vehement auftauchen. Sie sind wichtig, auf ihre Art und Weise. Nur, ich kann damit noch nicht so recht umgehen. Morgen ist Therapie. Zum Glück. Wir werden eine Vollversammlung einberufen.

Und ich bräuchte daweil 4 weitere Hände, um mich um alle zu kümmern. Vor allem weil es sich anfühlt, als gehörten die gar nicht zu mir. Die sind (mir) fremd.

Es stimmt also doch: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Ich wollt's ja nicht glauben.

Das Ergebnis hab ich nun: Viel Druck in mir, Magenschmerzen, aggressive Laune gemischt mit ein bißchen Trauer, müde und doch unruhig. Die ganze Soße eben.

Passend dazu diese Karte gezogen:

"Manchmal brauche ich eine Hütte für mich alleine."

Manchmal?????

Uff.

So entweder hau ich mich gleich mit Stift und Block wieder ins Bett oder ich putz ganz gemütlich meine Küche und hör dem inneren Kauderwelsch mal zu.

Dienstag, 2. August 2011

Fakten...Fakten...Fakten!

Der Titel ist ein Hohn, es geht kaum um Fakten, aber irgendwie eben doch.

1.

Ich denke sehr schnell. Was aber nichts über die Qualität sagt.*räusper*. Gemerkt habe ich das im Kino: Ich lachte immer als erste und es vergingen gute 2 Sekunden bis der Rest mit einstimmte.

Wahrscheinlich dachten alle, dass ich den Film schon kannte.

2.

Das ganze letzte Jahr fragten mich Leute ständig (und ich meine wirklich ständig!) nach dem Weg. Das war schon fast unheimlich. Ich wiederum fragte mich: Strahle ich so eine Kompetenz aus? Oder will es mir was anderes zeigen. Nun in der Tat, hatte ich letztes Jahr keinen blassen Schimmer wo mein Weg hingehen sollte.

Jetzt wird’s aber richtig kurios: Seit neuestem begegne ich wiederum ständig Leute, die mit sich selbst reden (nein sie haben kein Head-Set irgendwo versteckt) es sind auch in den wenigsten Fällen Besoffene. Frage: Wie rede ich denn mit mir? Liebevoll? Verständnisvoll? Aufmunternd? Oder schimpfend, gar beleidigend? Ich beobachte mich seitdem selbst, ohne Bewertung.

3.

Was mir derzeit auch etwas unheimlich ist: Wie schnell sich meine Gedanken materialisieren. Fast täglich! Beispiele gefällig?

Gerne --->Ich denke an 2 Personen, an die ich schon lange nicht mehr dachte. 1.Person stand kurz darauf leibhaftig vor mir und 2.Person erwähnte eine Freundin, ob ich mich noch an jene erinnere!

--->Ich denke amüsiert an einen Lutscher (dass ich schon lange keinen mehr hatte, ob ich überhaupt einen wollen würde...) abends hatte ich einen in der Hand. Geschenkt. Und genoss ihn.

--->Ich will ja meine Vergangenheit etwas mehr loslassen (oder geht da nur ganz oder gar nicht? hmmmm) Deswegen möchte ich meine Fotoordner (und ich habe viele und sie liegen mir am Herzen) aus dem Schlafzimmer verbannen. Da stehen sie gut sichtbar am Boden. Deswegen bin ich auf der Suche nach einer großen Box. (die dann gut gefüllt im Keller verschwindet) Tags darauf finde ich sie im Supermarkt. Als ich diese jedoch verräume, wird mir hundeelend. Wieviel Zeit darin steckt! Wozu aufheben? Eigentlich alles nur unnötiger Ballast. Überhaupt, was sich hier ständig ansammelt. Mit wieviel (unnützem) Zeug ich mich abgebe.

Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Minimalismus und somit auch mit mir selbst, denn die Frage aller Fragen: Was sind meine Bedürfnisse? Was ist nur Ablenkung und Zerstreuung in ungesundem Maß?Was mache ich nur aus Anpassung? Für mich ist das Thema nie fertig, sondern immer wieder „dran“.

Aber dazu ein ander mal mehr.

Jetzt geh ich mich erstmal vorstellen.

Nachtrag: Ich hau mich jetzt auf die Couch, eingemümmelt in Pulli und Decke, bewaffnet mit ganz vielen Schokokeksen und noch nen Kaffe (scheiß auf das Herzrasen, das ich so schon hab) und pflege meine extremst schlechte Laune!!! Die Sonne kann mich sowieso mal.

So!

Montag, 1. August 2011

Des nachts sieht man komische Gesellen,

dachte ich mir so gestern.
Und auch: Jetzt reichts mal wieder mit den lieben Artgenossen.
Hätte ich Abitur, ich würd rein aus Jux und Dollerei Psychologie und Soziologie studieren. Vielleicht verstünde ich dann des Menschen Verhalten und Gebären besser.
Da ich aber auf Abitur nachholen keine Lust habe, mutiere ich erstmal wieder zum Einzelgänger.

Wie Udo. Udo ist eine Insel, ein bißchen schräg und unsichtbar. Ein lockerer, amüsanter Film mit ein wenig Liebesdudelei. Und den sahen wir gestern im Kino. Open air! Bis gestern johlte ich noch allen ins Ohr: Ich liiiebe open-air-Kino. Man kann sich auf der Wiese rumfläzen wie man will, essen, trinken, ist an der frischen Luft, es ist einfach toll!
Ja nun, das schon, vorausgesetzt es wird nicht feucht und kalt und windig. Dafür hat meine teure Outdoorjacke den Test bestanden. Ohne die, wär ich eher heim.

Gestern mittag hing ich schon ordentlich in der Reizüberflutung fest. Kein Licht, kein Ton, durfte mich erreichen. Und ich tat nix. Nur liegend, die Augen geschlossen und atmen. Das reichte.
Da es mir aber wichtig war, mal wieder einen bestimmten Freund zu treffen, musste ich eben nochmal unter Leute und kam erst gegen 1 Uhr nachts heim.
Jetzt ist auch noch meine innere Uhr beim Teufel. Auch da reagiere ich sehr empfindsam.

Ok, Großputz fällt da heut wohl aus. Dafür ist innerliches vorbereiten für ein Vorstellungsgespräch dran.
Mensch, ich müßt erst noch die letzte Woche verarbeiten.
Irgendwie ist mir das Leben zu schnell.
Nu denn....