Sonntag, 17. Juli 2011

Ein glückliches Wochenende ist,...

...

- wenn ich wie diese Tage so gestalten kann, wie es mir paßt, ohne selbstgemachten Druck was ich eigentlich tun müsste oder sollte.

- Eine ausgeprägte Selbstachtung und außerdem spürte ich das fehlen meiner Angst und fühlte mich vollkommen wohl. Wobei mir wieder einfiel, dass sich extreme Erschöpfung und totale Entspannung sehr ähnlich anfühlen und ich glaube ich hänge eher im ersteren fest.

- Und ich hatte viele Stunden im ~~Flow~~ herrlich!

Der Psychologe Czikszentmihalyi (da soll noch einer sagen, ich hätte einen schwierigen Namen!) erklärt Flow so:

"Flow tritt oft unter Bedingungen ein, in denen Menschen sich in einem Maße unabhängig von ihrer sozialen Umwelt machen, dass sie nicht mehr ausschließlich darauf reagieren, ob sie von ihr belohnt oder bestraft werden."

(es ist ein Tun um seiner willen und ich kann das am ehesten erreichen, wenn ich Tätigkeiten alleine mache, eben aus dem obigen Grund)

Was gehört für mich noch zu einem gelungenen Wochenende:

- Ein sehr gutes Buch, dass so dick ist, dass man sich richtig freut, weil man weiß:Davon hab ich länger was.

Es heißt: Still- die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt. Wie für mich gemacht. Schön und befreiend. Eigentlich wollte ich eine Zusammenfassung davon schreiben, aber das geht nicht. Mir fällt dazu sooooviel ein, dass ich rate: wer sich dafür interessiert, holt euch gleich das ganze Buch!

- Nette Post: Ich zog einen Umschlag aus meinem Briefkasten und sah: Einen Aufkleber mit dem Nikolaus drauf! Nikolaus mitten im Juli! Herrlich ich hab so befreiend losgelacht, dass der Nachbar, der gerade das Haus verlassen wollte, erschrocken stehen blieb, was mich wiederum zu noch mehr Lachsalven animierte! Was nicht weniger wurde, als ich den enthaltenen Brief las.

- Leckeres Essen: Spaghetti Bolognese, viel Salat, frische Semmeln, und noch mehr Schokoeis mit Nektarinen und Sahne.

- Viel Alleinsein (eigentlich NUR allein, aber überhaupt nicht einsam) und einfach nachdenken, dösen, schreiben, mich genießen.

- Und dann noch eine Aussage gelesen: ich will es nicht perfekt machen – aber gut genug.

Mein neues Mantra :-)

Eins schreib ich nun doch aus dem Buch:

Die Finnen sind eine sehr introvertierte Nation (vielleicht zieht es mich deswegen so sehr in den Norden?) und woran erkennen Sie dann, ob ein Finne Sie mag?

Er schaut auf Ihre Schuhe und nicht auf seine! ;-)

Das wird mein 2.Lieblingswitz. Mein 1.lautet: "Treffen sich zwei Hochsensible, sagt der eine: also Dir gehts gut und wie gehts mir?"

Ich vermute mal, so richtig drüber lachen kann man nur, wenn man so ähnlich tickt.

Zum perfekten Abschluß dieses Wochenendes lausche ich nun dem Pfeifen und Heulen, dass der Sturm erklingen lässt, zähle die Regentropfen die herunter fallen und schau ob ich in den grauen Wolkengebilden irgendwelche Gesichter, Formen oder Gegenstände erkenne!

Kommentare:

  1. gut zu lesen, es fühlt sich so gut an gerade bei mir, deine Zeilen die ich lausche...
    irgendwas kann ich abgewinnen dadurch .. ein Gefühl das mich aufschnaufen lässt und ausatmen. Wie wenn die Last abfällt.. aber frag mich nicht warum keine Ahnung
    winke dir mal zu
    Elke (die ein befreiendes lächeln bekommt)

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  2. Was ich von dir aus deinen Zeilen entnehmen kann, fühlt sehr leicht und glücklich an! :-)! Das Mantra merk ich mir auch. Danke!

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  3. Lol, die Witze sind genial :). Ich liebe sowas! Und wenn ganze Völker so sind, zeigt das doch, dass jeder richtig ist, so wie er ist. Hier ist man damit vielleicht strange, in Finnland total normal...alles nur eine Frage der Umgebung und der Konventionen. Ich liebe auch diese nordischen Filme mit skurrilen aber so liebenswerten Typen. Und den Finnen, der auf meine Schuhe schaut, würde ich auch lieben und das zu schätzen wissen und ihn ganz langsam auftauen :). Ich hatte mal im Studentenwohnheim einen Nachbarn, der nie redete. Wir spielten stundenlang Schach und wenn er dann wortlos die Figuren nach einem Spiel neu aufbaute, war das eine riesige Sympathiebekundung :).

    LG Tina

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  4. Na wer weiß, liebe Elke, vielleicht wurde ja durch meine Zeilen ein versteckter Teil in Dir wach gerufen :-))
    Jaaa leicht und glücklich, das kann man wohl sagen! Simone ich bin gespannt, was sich bei Dir tut ^^

    Genau Tina, das will das Buch vermitteln, dass man beide braucht die extros und die intros :-)
    Schau Dir nur die Asiaten an, all die Mönche und Wissenschaftler.
    Kennst Du den Film Elling? Sehr herzlich find ich den :)
    Also mit sehr introvertierten kann ich real schlecht umgehen,(aber ich liebe deren Geschichten von sich selbst oder deren Kunstwerke) lieber jemand der halb-halb ist also einen ambivertierten Menschen.

    Das klingt schön mit dem Schachpartner/nachbar!

    Schönen Tag Euch allen!

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  5. Ja den kenne ich, sehr liebenswerter geiler Film :).

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