Samstag, 23. Juli 2011

Die Bücherdiebin


Gleich vorweg: Dieses Buch ist nichts für sensible Seelen. Außer man ist drauf erpicht, sich die Augen auszuheulen.

 Vielleicht hab ich aber auch nur so heftig darauf reagiert, weil es mich viel zu sehr an meine eigene Geschichte erinnerte.
In diesem Buch geht es mehr, als um ein kleines Mädchen, das Bücher klaut. Is klar, sonst hätte es nicht über 500 Seiten.

Es wird auch klar, dass das Leben wunderschön und gleichzeitig pott häßlich ist, dass es voller Liebe und gleichzeitig voller Brutalität ist. Das alles oft ganz anders ist, als es scheint.
Zu anfangs konnte ich immer nur wenige Seiten lesen, weil es mich zu sehr aufwühlte. Ich konnte es aber auch nicht weglegen, weil ich immer wieder die Hoffnung in mir trage, dass es doch noch gut wird.
Man möchte in das Buch kriechen und dem Mädchen helfen, den Jungen kennenlernen, dem Vater einfach um den Hals fallen und die Mutter auch mal ordentlich durchwatschen!
Man muss aufseufzen, wenn man Beschreibungen ließt wie: 
...sein Gesicht stolperte über sich selbst... 
...Seine Selbstachtung schlotterte ihn um die Füße... 
...Ein kurzes Grinsen flog in Papa's Löffel...
"Oh, wie die Wolken stolperten und sich dümmlich am Himmel zusammenrotteten. Große, fette Wolken. Dunkel und plump. Sie stießen gegeneinander. Entschuldigten sich. Rückten ab und suchten sich einen anderen Platz."

Erinnert an den Film: Das Leben ist schön

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