Samstag, 11. Juni 2011

In den Tag hinein leben...

Ein Essay gelesen von 1947 über den Fortschritt dieser Zeit, in der damals schon gesehen wurde, dass die neue Technik der Landwirtschaft mit all dem Kunstdünger und Ausbeutung von Tier und Pflanze nichts gutes ist und über die Gefahren der Kernspaltung.

Anscheinend braucht der Mensch wirklich lange, um sein Verhalten zu ändern. Technisch, biologisch, medizinisch sind wir weit fortgeschritten, doch der Mensch kam nicht nach.

Sprich: Der Mensch hat sich noch nicht an all die Chemie, die Informationsflut, an die körperliche Bewegungslosigkeit usw. gewohnt! Vielleicht ist der Mensch in 1000 Jahren soweit, dass er all die neuen Errungenschaften, die uns heute so viele Streßkrankheiten bescheren, mühelos annimmt. Da macht es dem Körper nichts mehr aus, wenn er nur 3x im Monat Obst bekommt oder nur sitzt und liegt. Vielleicht sagt man dann: Nee für anstrengende Bewegungen ist unser Körper nicht geschaffen.

Vorausgesetzt wir haben uns bis dahin nicht schon längst selbst in die Luft gejagt.

Und sonst so? Es ist ein ruhiger Tag, den ich absolut genieße. Ich lasse mich treiben, schlafe, esse, gehe spazieren wie es mir gerade gefällt. Werde ruhig, spüre die immense Erschöpfung und frage mich, warum ich so schnell unter Druck gerate, wenn ein Termin oder Treffen ansteht. Selbst wenn es was schönes ist und erst am Nachmittag, steigt vormittags schon meine Anspannung und mein Kopfkarussel läuft auf Hochtouren.

Möchte mal gerne wissen, wie ich da mehr Gelassenheit in mein Leben bringen kann.

Heute bin ich auch einigen Hunden begegnet und ich spüre wie ich jegliche Gefühle zu diesem Thema verdränge. Zwischendrin kommen schon Fragen wie: vielleicht ist es wirklich besser eine Teilzeit-Hunde-Mama zu werden (hier werden oft Leute gesucht, für Urlaub ect. hab das auch früher gemacht, aber es ist halt nicht dasselbe und nicht die intensive Bindung, wie bei einem eigenen Hund).

Außerdem fand ich einen schönen Hof mit ganz vielen Hunden (die auch Hundeschlittenrennen anbieten) und dort kann man sehr günstig übernachten, ob ich halt dann nicht öfters da hin fahre.

Mal sehen...

Kommentare:

  1. Deine Enttäuschung erinnert mich an meine Freundin, die ihr Kind verloren hat. Sie mag auch gar keine Kinder sehen derzeit und sogar Freundinnen, die schwanger sind, haben es ihr erstmal verschwiegen. Ein Hund ist sicher schön, aber bist du dir sicher, dass da nicht irgendein anderer Verlust dahintersteht? Ich glaube, das hat eher irgendwelche anderen Gefühle in dir wachgerufen als Auslöser....

    Schönes entspanntes WE :)

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  2. Ohje, das mit Deiner Freundin kann ich zu gut verstehen und erst gestern (als mir auch einige Hunde entgegen kamen) fiel mir ein ähnlicher Bezug ein: ich dachte mal ich sei schwanger, was wirklich blöd in der Situation gewesen wäre und was sieht man dann? Nur Schwangere, Kinderwägen, Artikel über Abtreibungen usw. wahrscheinlich weil man sich drauf fokussiert, die schwangeren gibts ja sonst auch zur genüge ;)

    Deine Frage zu einem anderen Verlust ist sehr interessant, danke :) und ja mit Sicherheit wurd da viel altes mit aufgeschwemmt. Was genau, davor drück ich mich grad, Thera ist erst wieder in 2,5 Wochen-mist. Aber mit viel Mut wage ich mich vielleicht auch allein da dran.

    Ich las bei Dir wegen evtl. weiterer Lektüre zu dem Thema Alkoholikerfamilien. Hilfreich war für mich das Buch *vom Überleben zur Genesung* zu erkennen, dass ich eigentlich ganz normal auf die verrückten Zustände reagiere.

    Dir auch ein schönes Wochenende :-)

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