Dienstag, 21. Juni 2011

Das Buch vom Leben

Passend zur heutigen Sonnwende, ein gleichnamiges Buch dazu:

„Sonnenwende“ von Kathrin Hess.

Meine Bücherei notierte im Umschlag: Ein alpenländischer Liebes- und Heimatroman. Klingt kitschig, mit happy End, ein unrealistisches Märchen, doch nichts von all dem nahm ich wahr. Stattdessen ein ruhiger Roman voll Begeisterung, Schmerz, Reifen und einer Stille. Es erzählt vom Bangen und wünschen, von Begegnungen und Freundschaften, von Natur und Heimat in einem einfachen Stil, von neuem Leben und dem Tod.

Anfangs die Beschreibung einer Vater-Tochter-Beziehung ließ mich weinen. Zu nah, zu schmerzhaft ist das Thema derzeit für mich.

Mein Lieblingswort aus dem Buch: Heimwehwind!

Das Leben leicht nehmen.Den Tag begrüßen. Tanzen, singen, lachen. Ja sagen. Neugierig sein. Sich freuen können. Weinen, träumen, ahnen. Offen sein. Vergessen können- verzichten auch. Sterben am Ende. Trauern, fluchen, klagen. Zärtlich sein. Gelassen sein, großzügig, freundlich. Lieben können und loslassen. Das Leben leichtnehmen.

Aufhören mit Reden. Die Hand im weichen Fell des Hundes. Träumen. Einnicken. Die Augen wieder öffnen. Sanftes Licht. Tickende Minuten. Atmen. Lächeln. Fetzen von Gedanken. Spuren von Hoffnung. Wellen von Erinnerungen. Ja sagen dazu. Etwas von Glück.


„Das Leben ist beschissen, ganz und gar, durch und durch, von vorne bis hinten!

Das Leben ist großartig, ganz und gar, durch und durch, von vorne bis hinten!

Ja Karel, so ist es,

das Leben!“

(Karel ist ein Hund)

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