Donnerstag, 30. Juni 2011

Und nun: das Wetter


Die Hitze ist verschwunden und ich atme auf.
Wenn ich Premierminister wäre, dann würde ich den April abschaffen und den November stattdessen auf 60 Tage verlängern. (ich würde das ja mit dem Juni machen).
Der Frühling läßt mich schaudern, er stört die Konzentration und macht mich schlecht gelaunt. Die Geräusche. Diese verdammten Geräusche. Die Vögel brüllen und blubbern und singen Heavy-Metal(...)scheiß auf den Frühling, ich sollte dem Frühling aus dem Weg gehen. Das einzig Gute am Frühling ist, dass er auch mal zu Ende geht. Ich würde gern wie ein Bär schlafen, allerdings mit dem Frühling schlafen gehen und aufwachen, wenn der erste Schnee fällt. Denn der Winter ist die gute Jahreszeit, reine Kälte, reiner Geruch, reine Gedanken und reine Bazillen...
Der Geruch von Neuschnee und die Stille, die damit einher geht, lässt mich konzentriert und guter Laune sein, der Körper ist leicht.
Es gibt nicht DEN normalen Menschen, es gibt nur unterschiedliche Normvarianten.

Aus dem Buch:Herr Tourette und ich. Ein sehr berührendes und schockierendes Buch. Erschreckend wie der junge Mann mit dem Tourette-Syndrom versucht ein normales Leben zu leben. Aber mit seinen Zwangshandlungen und Gedanken will ihm das nicht so recht gelingen. Manchmal braucht er einen halben Tag um eine Türschwelle zu übertreten, wochenlang zieht er sich nicht aus und wäscht sich nicht, weil er angst hat, in seinem Ritual stecken zu bleiben und nie mehr sein Bad verlassen können.

Er kann keinen Job behalten und verwahrlost immer mehr.
Teilweise ist es sehr langatmig, wenn immer und immer wieder seine Zählungen und dieselben Rituale genau beschrieben werden. Und ich hätte es besser gefunden, wenn am Schluß seine Therapiezeit mehr Platz eingenommen hätte.
Denn es kann ihm geholfen werden. Mit viel Arbeit und noch mehr Angst schafft er es, ein wenig Ordnung und Kontrolle in sein Gehirn zu bringen.
Auch empfehlenswert zu dem Thema, der Film: Vincent will meer.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Ach doch nicht...

wär ja auch zu schön gewesen, wenn ich einfach mal eine gute Zeit hätte.
Schade.
Und ich bete, dass der gestrige Weinkrampf einfach wegen PMS war.
Dafür wurde mir mal wieder klar, dass ich mal wieder in der verdammt-ich-muss-jetzt-sofort-funktionieren-Spirale hänge. Wahrscheinlich ausgelöst durch die 2.Überprüfung meiner Arbeitsfähigkeit.

Die Hitze gestern gab ihr übriges und jetzt ist es schon wieder so verdammt heiß. Ich geh heut nicht raus, außer auf den Balkon, nämlich dann, wenn es mir in der Bude zu warm wird. Da es ja draußen noch wärmer ist, empfinde ich es dann in der Bude regelrecht kühl :) Oder ich geh Radl putzen im Keller, der ist auch erfrischend kühl.

Außerdem werd ich nach Ewigkeiten mal wieder mein Malzeug hervor holen und einfach rumkleksen und panschen, um vielleicht so wieder mehr Kontakt zu mir zu bekommen. Und mich weniger ablenken durch PC und Bücher.

Keep cool!

Dienstag, 28. Juni 2011

Ohne Titel

So fängt der Tag schon gut an: Gleich 2 Leute getroffen, denen ich lieber nicht begegnet wäre. Denen gings wohl genauso, denn wir haben uns alle so verhalten, als würden wir uns nicht kennen. Besser als Heuchelei und rumschleimen.

Wie toll es ist, ständig fließend Wasser zur Verfügung zu haben, merkt man erst, wenn das Wasser abgestellt wird. HMPF. Reparaturarbeiten.
Also dachte ich mir, gehste da hin, wo eben viel Wasser ist: an See. Und dort festgestellt, dass es ungemein beruhigend ist, wenn eine Entenmutter mit ihren 6 winzigen Entenkinder keine 2m neben einem, ein Schläfchen hält.

Gestern einen unglaublichen Tatendrang gehabt. Und ausgelebt! Wahnsinn, das fühlte sich so normal und schön an und so könnte es ruhig öfter sein. Muss zwar aufpassen, dass ich nicht wieder zuviel mache, aber allein das sich-fit-fühlen, ist Gold wert!
Als wäre die Kapsel aufgesprungen, in der meine Energie festgehalten wurde. Vielleicht durch das innere Stop meinem Vater gegenüber, oder das Antidepressivum wirkt doch.

Montag, 27. Juni 2011

Muttersöhnchen + Vatertöchter

Zum Glück bekam ich gestern noch die Kurve. Innerlich. Mir wurde klar, dass mein extremer Rückzug mit der erneuten Verletzung durch meinen Vater ausgelöst wurde (vielleicht auch daher meine Zittrigkeit). Und irgendwie rutschte ich dann wieder in mein Erwachsenes-Ich und sagte mir: verdammt nochmal nu reichts, wie oft will ich mir eigentlich noch die (verbalen) Watschn holen? Aus, Schluß und vorbei, in Zukunft wird er, wie früher schon , nix wirkliches mehr von mir erfahren, wir verstricken uns zu schnell, zu sehr miteinander. Es tut weh, ich würde mir auch ein anderes Verhältnis wünschen, aber es geht nicht.

Ich kann das schwer beschreiben, was da innerlich passiert. Es ist ja eine innere Ablösung und lange, viel zu lange stand mein Vater auf Platz Nr.1. Muttersöhnchen hört man oft. Aber Vatertöchterchen? Ich bin weiter die Ansprech-und Bezugsperson Nr. 1 für ihn. Oft sind die Rollen auch verkehrt (was früher noch extremer war), er Kind, ich Mutter/Ehefrau. Da kann ich inzwischen rechtzeitig stoppen.

Natürlich kann er mir in vielen Dingen helfen, mir Rat geben, materielles günstiger besorgen oder schenken. Finanziell ist das billiger. Seelisch zahl ich drauf. Ich muss mich weiter lösen und meine eigenen Erfahrungen machen. Vor allen Dingen aber: mein Leben leben und nicht seines nachmachen!

Jetzt ist es mir gefühlsmäßig wieder ein Stück weit gelungen. Und das fühlt sich unglaublich frei und leicht an, ich nahm mein Radl (was ich nachmittags sehr selten mache, ich fahre fast nur vormittags) und düste frisch und munter 20km durch die Gegend, fand eine hübsche Bank unter einem riesen Eichenbaum und konnte das Hier und Jetzt vollkommen genießen!

Oft gibt’s Rückfälle, oft viel Wut und Trauer. Ich muss nur dran bleiben, dann wird das schon. Irgendwie erinnert mich das ganze an das Thema Beziehungsabhängigkeit.

Und da hab ich leider zu viele Erfahrungen gemacht. Ich "spiele" oft den sich unterwerfenden Part und suche mir Menschen (egal ob weiblich oder männlich) die den dominanten Teil spielen. Ich werde da dem anderen regelrecht hörig. Bis ich kurz vor der Selbstaufgabe stehe und die Notbremse ziehe. Dann aber gehts erst richtig los: Der andere will mich ja nicht aufgeben, er hat ja nur Vorteile davon, derjenige braucht mich, wie die Zecke das Blut.

Dominante Leute rauben mir nicht das Blut, aber meine Energie! Und immer wenn ich es geschafft habe mich aus solch einer Beziehung zu lösen (einmal Flucht bei Nacht und Nebel, die folgenden Tage unter Polizeischutz verbringend) geht es mir wunderbar:

Ich hab wieder mein Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Frische, Stärke, voller Mut und lebe mein Leben mit mir und mit anderen, aber nicht mehr mit Energievampiren.

Meiner Therapeutin wurde somit heute auch klar, dass das ablösen von Herrn Papa als erstes dran sein wird. Ich geh mich schon mal warm anziehen, denn was mein Vater auf Lager hat, hab ich leider auch schon zu oft erfahren.

Trotzdem ich weiß, dass das der richtige Weg ist!

Abhängigkeit - Autonomie ist immer wieder ein Thema bei mir.

Sonntag, 26. Juni 2011

Bitte höre, was ich nicht sage

Diese Zeilen kursieren schon lange im Internet. Es ist von einem unbekannten Studenten. Seit Jahren les ich es, immer wieder, meist dann, wenn ich mich wieder in so einer Zwickmühle befinde:

Keine Kraft mehr, die Masken aufrecht zu halten. Keinen Mut, die Masken fallen zu lassen. Ich laufe davon, vor anderen und vor mir selbst.

Mal wieder. Das wurde mir heute morgen in aller Frühe bei einem stillen Regenspaziergang klar.

Zurück zum Start. Ohne 4000 €uro einzuziehen.

Bitte höre, was ich nicht sage!

Laß Dich nicht von mir narren. Laß Dich nicht durch das Gesicht täuschen, das ich mache, denn ich trage Masken, Masken, die ich fürchte, abzulegen. Und keine davon bin ich. So tun als ob ist eine Kunst, die mir zur zweiten Natur wurde. Aber laß Dich dadurch nicht täuschen. Ich mache den Eindruck, als sei ich umgänglich, als sei alles heiter in mir, und so als brauchte ich niemanden. Aber glaub mir nicht! Mein Äußeres mag sicher erscheinen, aber es ist meine Maske. Darunter bin ich, wie ich wirklich bin: verwirrt, in Furcht und allein. Aber ich verberge das. Ich möchte nicht, daß es jemand merkt. Beim bloßen Gedanken an meine Schwächen bekomme ich Panik und fürchte mich davor, mich anderen überhaupt auszusetzen.

Gerade deshalb erfinde ich verzweifelt Masken, hinter denen ich mich verbergen kann: eine lässige Fassade, die mir hilft, etwas vorzutäuschen, die mich vor dem wissenden Blick sichert, der mich erkennen würde. Dabei wäre dieser Blick gerade meine Rettung. Und ich weiß es.

Wenn es jemand wäre, der mich annimmt und mich liebt... Das ist das einzige, das mir Sicherheit geben würde, die ich mir selbst nicht geben kann: daß ich wirklich etwas wert bin. Aber das sage ich Dir nicht. Ich wage es nicht. Ich habe Angst davor.

Ich habe Angst, daß Dein Blick nicht von Annahme und Liebe begleitet wird. Ich fürchte, Du wirst gering von mir denken und über mich lachen. Und Dein Lachen würde mich umbringen. Ich habe Angst, daß ich tief drinnen in mir nichts bin, nichts wert, und daß Du das siehst und mich abweisen wirst.

So spiele ich mein Spiel, mein verzweifeltes Spiel: eine sichere Fassade außen und ein zitterndes Kind innen. Ich rede daher im gängigen Ton oberflächlichen Geschwätzes. Ich erzähle Dir alles, was wirklich nichts ist, und nichts von alledem, was wirklich ist, was in mir schreit; deshalb laß Dich nicht täuschen von dem, was ich aus Gewohnheit rede.

Bitte höre sorgfältig hin und versuche zu hören, was ich nicht sage, was ich gerne sagen möchte, was ich aber nicht sagen kann. Ich verabscheue dieses Versteckspiel, das ich da aufführe. Es ist ein oberflächliches, unechtes Spiel. Ich möchte wirklich echt und spontan sein können, einfach ich selbst, aber Du mußt mir helfen. Du mußt Deine Hand ausstrecken, selbst wenn es gerade das letzte zu sein scheint, was ich mir wünsche. Nur Du kannst mich zum Leben rufen.

Jedesmal, wenn Du freundlich und gut bist und mir Mut machst, jedesmal, wenn Du zu verstehen suchst, weil Du Dich wirklich um mich sorgst, bekommt mein Herz Flügel, sehr kleine Flügel, sehr brüchige Schwingen, aber Flügel!

Dein Gespür und die Kraft Deines Verstehens, geben mir Leben. Ich möchte, daß Du das weißt. Ich möchte, daß Du weißt, wie wichtig Du für mich bist, wie sehr Du aus mir den Menschen machen kannst, der ich wirklich bin, wenn Du willst.

Bitte, ich wünschte Du wolltest es. Du allein kannst die Wand niederreißen, hinter der ich zittere, Du allein kannst mir die Maske abnehmen. Du allein kannst mich aus meiner Schattenwelt, aus Angst und Unsicherheit befreien, aus meiner Einsamkeit.

Übersieh mich nicht. Bitte übergeh mich nicht! Es wird nicht leicht für Dich sein. Die langandauernde Überzeugung, wertlos zu sein, schafft dicke Mauern.

Je näher Du mir kommst, desto blinder schlage ich zurück. Ich wehre mich gegen das, wonach ich schreie. Aber man hat mir gesagt, daß Liebe stärker sei als jeder Schutzwall und darauf hoffe ich.

Wer ich bin, willst Du wissen? Ich bin jemand, den Du sehr gut kennst und der Dir oft begegnet.

Samstag, 25. Juni 2011

Dies und Das

Da ist sie wieder: meine alte Zittrigkeit.

Ich dachte, die kommt nur wenn ich in stressigen und/oder sozialen Situationen bin. Pustekuchen. Seit neuestem hab ich das auch daheim, vor allem bei feinmotorischen Bewegungen wie das Glas/die Gabel zum Mund führen, was schreiben oder Zigaretten stopfen.

Oder eben Kleingeld entgegen nehmen. Gestern war ich in vier Geschäften und überall konnte ich den Betrag nicht passend raus suchen, weil meine Hand nicht mitspielte. Das Restgeld konnte ich nur entgegen nehmen, weil ich meinen Arm mehr oder weniger fest hielt.

So kramte ich die Beipackzettel meiner Medis raus und siehe da: Bei den Schilddrüsenhormonen steht: man solle erst abklären lassen, ob eine Nebennierenschwäche (NNS) vorliegt. Nach den Symptomen einer NNS geguckt und schier vom Stuhl geflogen: 90% meiner Symptome stehn da!!!

Das Problem: Das wird schulmedizinisch noch nicht wirklich ernst genommen und den Heilpraktiker kann ich derzeit nicht zahlen. Doch siehe da, wenn ich Glück habe (das erfahr ich erst am Montag) gibt’s da auch ne Kassenärztin die das behandelt!

Da ich eh immer mehr das Gefühl habe, dass da körperlich was nicht stimmt, hab ich einen Termin zum Labor: große Blutabnahme (natürlich nüchtern, ich weiß echt nicht wie ich das übersteh mit meinen Ängsten!) und dann ein Blutzuckertagesprofil (sprich: alle 2 Std. zum pieksen, das wird lustig, zum Glück liegt die Praxis nicht weit weg).

- Festgestellt, dass sich ab dem 30. Lebensjahr durchheulte Nächte länger und sichtbarer im Gesicht zeigen, als noch vor 10 Jahren.

- Mir außerdem ein Wahnsinnsbett bestellt. Die jetzige Matratze wird glaub ich auch nicht durch einen besseren Lattenrost..äh..besser. Also gleich alles neu. Bin gespannt!

Happy day!

Freitag, 24. Juni 2011

Manchmal...



...braucht man was zu gucken.
von hier: http://www.schneeschnee.de/cartoon/cartoon.php?go=1

Oder hier: Fräulein Kunterbunt

Alternativen gesucht? Die gibt's hier: ALTERNATIVEN

Da gib's schöne Bilder aus dem Leben: http://were-just-indie-kids.tumblr.com/

Und wer noch was für die Ohren braucht, hier ist MUSIK

So und ich starte mal in diesen seltsamen Freitag. Diese ganzen Feiertage bringen mich total durcheinander und irgendwie fühl ich mich heute, als wär Montag. Außerdem war meine Nacht nicht gerade erholsam.

Happy day!

Donnerstag, 23. Juni 2011

Reise im Mondlicht...

...war mal wieder ein Buch, das mir sehr gefiel.

Der Held will endlich ein ernster, richtiger Erwachsener werden und heiratet. Doch die Dämonen aus seiner Jugend lassen ihn nicht in Ruhe und so scheitert die Ehe schon auf der Hochzeitsreise.

Geplagt von Erschöpfungszuständen, voller Angst und Depressionen irrt er durch Italien. Ein kurzer Stop im Kloster ist auch dabei (Kloster spricht mich immer wieder an: die Einfachheit, der feste Rahmen, die Gemeinschaft, jedoch lese ich lieber Geschichte darüber, weil ich weiß, dass ich spätestens nach 1 Woche genau deswegen dort durchdrehen würde, außerdem hab ich es mit dem religiösen Tamtam eh nicht).

Der melancholische Eigenbrötler lernt langsam das bei-sich-sein und denkt an seine Studienzeit in England zurück, dessen nasses und nebliges Klima er innig liebte (ha!). Voller Scham und mit viel Schwindel begibt er sich weiter auf die Suche nach Abenteuer, denn das bürgerliche Leben mit Büroarbeit, Ruderclub und Feste mit feinsten Damen erzeugte in ihm nur Überdruß. Nervenschwach wie er ist, wünscht er sich nichts sehnlicher als seine Kindheit wieder zu haben, von der Zukunft hat er eh nichts zu erwarten.

So traurig und schwer sich diese Geschichte anhört, ist sie gar nicht. Im Gegenteil ist sie recht locker und gut zu lesen und irgendwie ist es manchmal zu komisch wie der Held durch sein Leben stolpert :-)

„Ein Mensch dem das Unmögliche gelungen ist, dachte er neidisch, während sich Waldheim mit Rohschinken vollstopfte und Erklärungen abgab. Ein Mensch dem es gelungen ist, sich in der ihm entsprechenden Lebensphase zu fixieren. Denn ganz sicher hat jeder Mensch eine nur ihm entsprechende Lebensphase. Es gibt solche die ein Leben lang Kinder bleiben, und solche die ihr ganzes Leben lang linkisch, unbeholfen, fehl am Platze sind, bis sie sich als schöne, weise Greisinnen und Greise wiederfinden, endlich zu Hause in ihrem Element.“

Mittwoch, 22. Juni 2011

Allerlei

- hab nun meinen Frieden mit dem nicht-bekommenden Assistenzhund geschlossen! Wahrscheinlich kann ich denen noch dankbar sein. Denn: man hat nicht viel Mitspracherecht was es für ein Hund sein soll. Und die Sympathie sollte ja schon stimmen, kann ja wohl schlecht sagen: danke, dass Sie den Hund nun 1,5 Jahre ausgebildet haben, aber mit DEM werd ich nicht warm.
Außerdem glaube ich, dass in nächster Zeit wirklich was anderes dran ist.

- mein neuestes Hobby: Fliegen zerklatschen. Ich weiß nicht, dieses Jahr hab ich die hier ständig. Müffelt meine Bude ? Oder gibts heuer so viele Fliegen? Zum Glück hab ich aufm Bauernhof gelernt, wie man das macht: mit beiden Händen seitlich(!) nah an die Fliege, dann schnell in die Hände klatschen. Erfolgsquote: 80%

- der blöde Versandhändler hat mir tatsächlich denselben Cd-Player nochmal geschickt. Ich nahm aber das Paket erst gar nicht an, schlepp das doch nicht nochmal zur Post! Ich will die Kohle!

- mein Weiterbewilligungsbescheid für Juli-Dez. liegt immer noch nicht vor. Nach telefonischer Nachfrage höre ich ganz großkotzig: "aaacchhh das krieg ich schon noch hin, keine Sorge!" Soso, mein Antrag liegt seit Mitte Mai bei denen, Zeit hätt er ja genug gehabt. Ich glaub, dem steig ich heut gleich nochmal auf die Zehen.

- heut tummel ich mich mal wieder im Hallenbad, bei dem heißen, schönen Wetter is da bestimmt keiner. Auf den See hab ich keine Lust.

So long....
happy day!

Dienstag, 21. Juni 2011

Das Buch vom Leben

Passend zur heutigen Sonnwende, ein gleichnamiges Buch dazu:

„Sonnenwende“ von Kathrin Hess.

Meine Bücherei notierte im Umschlag: Ein alpenländischer Liebes- und Heimatroman. Klingt kitschig, mit happy End, ein unrealistisches Märchen, doch nichts von all dem nahm ich wahr. Stattdessen ein ruhiger Roman voll Begeisterung, Schmerz, Reifen und einer Stille. Es erzählt vom Bangen und wünschen, von Begegnungen und Freundschaften, von Natur und Heimat in einem einfachen Stil, von neuem Leben und dem Tod.

Anfangs die Beschreibung einer Vater-Tochter-Beziehung ließ mich weinen. Zu nah, zu schmerzhaft ist das Thema derzeit für mich.

Mein Lieblingswort aus dem Buch: Heimwehwind!

Das Leben leicht nehmen.Den Tag begrüßen. Tanzen, singen, lachen. Ja sagen. Neugierig sein. Sich freuen können. Weinen, träumen, ahnen. Offen sein. Vergessen können- verzichten auch. Sterben am Ende. Trauern, fluchen, klagen. Zärtlich sein. Gelassen sein, großzügig, freundlich. Lieben können und loslassen. Das Leben leichtnehmen.

Aufhören mit Reden. Die Hand im weichen Fell des Hundes. Träumen. Einnicken. Die Augen wieder öffnen. Sanftes Licht. Tickende Minuten. Atmen. Lächeln. Fetzen von Gedanken. Spuren von Hoffnung. Wellen von Erinnerungen. Ja sagen dazu. Etwas von Glück.


„Das Leben ist beschissen, ganz und gar, durch und durch, von vorne bis hinten!

Das Leben ist großartig, ganz und gar, durch und durch, von vorne bis hinten!

Ja Karel, so ist es,

das Leben!“

(Karel ist ein Hund)

Montag, 20. Juni 2011

Drollige Familienangehörige

Mein Vater wußte bis gestern nichts über meine Arbeitsunfähigkeit. Ich verschwieg es, aus gutem Grund.

Gestern dachte ich bei dem Telefonat: Mir ist das jetzt zu blöd, immer über seinen Garten, Sonderangebote oder seine Arbeitskollegen zu reden. Ich möchte von mir reden und mehr von ihm erfahren. Ein wirkliches Gespräch und keine Plauderei. Wir sind uns eh schon so fremd.

Als ich also anfing, ihm zu erzählen, dass meine Arbeitsfähigkeit nun zum 2.Mal geprüft werde, nachdem ich nun schon ein halbes Jahr krank geschrieben bin, kam von ihm tatsächlich:

„Ui jetzt kommt die Sonne raus!“

???!?!?!???

Danke Papa. Vielen Dank für Dein Mitgefühl, Deine Aufmunterung, Dein Zuspruch.

Leider bin ich da so sprachlos, dass ich nie sowas sagen kann, wie: „Ah du scheinst dich ja wahnsinnig für deine Tochter zu interessieren!“ (würd ich das sagen, was in den Augen meines Vaters eine pure Frechheit wäre, käme als Antwort: Wieso, natürlich hab ich dir zugehört. Also: egal wie ich es mache, es ist falsch!)

Eigentlich müßte ich es gewohnt sein, so abgebügelt zu werden. Das oberste Gebot in unserer Familie lautet doch: Rede nie von Dir, Deinen Gefühlen und Problemen!

Meine Mutter pflegte in solchen Situationen ihre Katze vorzuschieben, ganz entzückt rief sie süßlich in den Hörer:“ach das müsstest du jetzt sehen, wie die da liegt!“

Bei meiner Schwester waren in solchen Situationen immer die Nudeln nun fertig und sie müsse nun leider, leider aufhören. Oder, als ich nachhause kam, nachdem ich 2 Tage von der Polizei gesucht wurde, war ihr einzigster Kommentar: "na jetz is se ja wieder da!" und ging.

Sowas nennt sich Familie....

Und wenn ich früher mal ausgetickt bin oder gar abhaute, waren alle völlig erstaunt und meinten später ganz vorwurfsvoll: „mensch Kind, warum hast du nie mit uns geredet?????“

Ja warum wohl....

Und jetzt sind sie noch viel erstaunter, dass ich mit der Hälfte der Sippschaft nichts mehr zu tun haben will und stattdessen zur Therapie latsche.

So ähnlich könnte meine Mutter auch reagieren:

Kind: MAMA!?
Mutter: Hm?
Kind: Ich bin schwanger.
Mutter: Hm.
Kind: Mein Freund gibt mir Drogen.
Mutter: Hm.
Kind: Er heißt Achmed & sitzt im Knast.
Mutter: Hm.
Kind: Ich hab die Schule geschmissen.
Mutter: Hm.
Kind: Ich bringe mich heute noch um.
Mutter Hm.
Kind: Ach was solls, ich hol mir Chicken McNuggets. Tschüss. -.-
Mutter: WAS?! Nein nein, das ist doch ungesund!

Sonntag, 19. Juni 2011

Schlaf, Kindlein schlaf

Heute nach gefühlten Jahren mal wieder durch geschlafen und so richtig erholt aufgewacht! Gerade letzteres ist bei mir absolute Mangelware.

Fragt sich jetzt nur woran es lag:
-Das meine Wohnung wieder kühler ist?
-Die neue Matratze? Die ich sehr angenehm empfinde, aber leider feststellen musste, dass ich doch bald mal einen richtigen Rahmen und einen richtigen Lattenrost brauche und nicht nur den Bodenlattenrost. Man wird halt auch älter :-)
-Das neue Medikament? Wenn ja welches? Das Antidepressivum oder die Jodtabletten?

Und die Träume sprechen mal wieder für sich:
Letztens: Ein Traum der sich oft zeigt: Ich bin mit dem Auto unterwegs und will halten/parken. Doch egal wie fest im bremse, der Wagen kommt nicht ganz zum stehen, wird schon langsamer, aber nicht ganz. Selbst die Handbremse "greift" nicht richtig. Furchtbares Gefühl und hat was mit Kontrollverlust und zuwenigen Pausen zu tun. Immer in Fahrt sein, immer unterwegs.

Mein Schulschwarm von damals zeigt sich auch wieder öfter.
Letzte Woche war er mir sehr zugetan und umschwärmte mich dermaßen, dass ich den ganzen Tag noch das Gefühl der Geborgenheit und Zuneigung spürte. Sehr schön ;-)
Heute nacht allerdings war er sehr reserviert und zurück gezogen.
Kein Wunder, wollte ich mich gestern nicht wirklich spüren und schauen, was bei mir so los ist, sondern funktionierte mal wieder im Robotermodus.

That's life.

Samstag, 18. Juni 2011

Der ganz normale Wahnsinn

1. Letzte Woche mit der Firma telefoniert, von der ich den Cd-Spieler gekauft habe.
Kein Problem, ich soll das Teil zurück schicken, das Geld wird überwiesen. Hab ich gemacht, das kaputte Ding zur Post geschleppt (4kg können immens schwer werden und lange Arme verursachen!)
.
Gestern abend bekomm' ich ne Mail: Meine Bestellung sei eingegangen und der CD-Spieler auf dem Weg zu mir!!! Ne oda? Die schicken mir nun denselben wieder? Ich vertraue dem Hersteller nicht mehr! Gleich angerufen. Natürlich keiner mehr da. Ich hoffe, dass die Mail nur ein Versehen war und sie eigentlich schreiben wollten, dass MEIN Spieler bei IHNEN eingegangen ist.

2. Auch ich kann, trotz meiner dünnen Figur, nicht maßlos Zucker in mich schaufeln (wie das meine lieben Mitmenschen sooft glauben!) Das Resultat hab ich jetzt wieder (es wiederholt sich nämlich alle paar Wochen und ich scheine nicht dazu zu lernen):
Mein Magen rebelliert. Zuviel Säure. Übelkeit und doch ein ständiges Hungergefühl. Also, mal wieder Schonkost. HMPF ;-/


Das brachte mich aber auf die Idee, ob ich nicht evtl. einen instabilen Blutzucker habe, denn Unterzucker fühlt sich genauso an, wie wenn eine Panikattacke anrollt und dann wird schnell Süßes gefuttert oder eine geraucht, beides läßt den Zucker enorm hochschnellen und später genauso schnell wieder absacken und der Kreislauf fängt von vorne an.
Diese Achterbahn strengt den Körper an, es ist purer Streß und Zucker macht ja eh total schlapp und müde.
Ich bin nächste Woche bei meiner Ärztin, das abklären, ich will und kann nicht glauben, dass mein miserabler Zustand "nur" psychisch ist!

Und noch so ein Geschreibsel:

Vorteil eines Mauerblümchens

Es wird kaum beachtet und muss sich somit nicht mit irgendwelchem Unkraut herum schlagen.

Es steht windgeschützt an der Mauer, außerdem staut sich da die Wärme schön.

Es hat viel Platz für sich alleine. Wenn es mal entdeckt wird, wird es geschätzt und bewundert, weil es so selten ist und sich gegen alle Widrigkeiten durchgeschlagen hat.

Wird selten vom Mähdrescher oder von einem Tier erwischt.

Aber ach, sagen wir uns nix vor, wer wäre nicht auch gern mal die pralle, duftende Rose oder eine große strahlende Sonnenblume!

(obwohl ich nur innerlich und im Verhalten einem Mauerblümchen gleiche)


Und jetzt freu ich mich einfach auf einen Regentag :-)

Freitag, 17. Juni 2011

Ein Telefonanruf

Heute mal zwei Beiträge, weil die gut zusammen passen.
Die liebe Arbeit, den ersten Teil liest man HIER.

Ein Telefonanruf
der mich schwitzen machte. Da war so mir-nichts-dir-nichts mein Sachbearbeiter von der ARGE in der Leitung. Nun, ich dachte mir schon, dass der sich demnächst meldet, da ja Ende Juni meine Krankschreibung der Amtsärztin abläuft.

Wie es mir so gehe, wollte er wissen. Ich war ein wenig überrumpelt. Nur gut, dass mir diese Ärztin eingebläut hat, dass die gar nix wissen brauchen, keine Diagnose, kein ausführlicher Bericht.
„Tja..“stöpselte ich los „eine klare Antwort kann ich ihnen leider nicht geben.“
„Nene ich will auch nur wissen: geht’s ihnen besser, schlechter oder gleichbleibend, wie vor einem halben Jahr?“
"Achso...nun ich würd sagen: gleichbleibend.“
In der Selbstbeurteilung bin ich keine große Leuchte.

Aber wenn ich so zurück schaue: Heute vor genau 2 Jahren, saß ich zitternd und schlotternd auf dem Boden, unfähig mich zu bewegen, zu essen oder zu schlafen, klar zu denken, geschweige denn zur Arbeit zu fahren. Ich werd' das Datum nie vergessen, das war so gruselig. Der Schlaf wurde seitdem etwas besser, auch der Appetit, meine Nerven liegen weiterhin sofort blank, sowie ein minimaler Streßfaktor auftritt (und wenn es nur eine geknallte Tür der Nachbarin ist) und die Erschöpfung ist genauso groß wie damals.

Das alles sagte ich ihm natürlich nicht. Er meinte daraufhin, dass er mir dann einfach ne Einladung schickt, mit den Fragebögen, um nochmals bei der Amtsärztin das abzuklären.

Das hätt ich nicht gedacht, dass das so schnell und einfach geht. Ich weiß ja wirklich nicht, was ich machen soll. Ich schau jeden Tag die Stellenanzeigen durch, im Internet, im Dorfblatt, in allem was ich finde. Wenn ich mich wiederum anschaue und sehe wie mich 3 Termine in der Woche, plus ein Trigger in der Therapie oder im Alltag umhauen, dann weiß ich nicht wie ich noch dazu 10-15 Stunden in der Woche arbeiten soll.(ich schau derzeit ja nur 400,-Jobs).

Der Sachbearbeiter kennt mich seit gut 3 Jahren und er weiß, dass ich immer alles (zuviel?!) gab, dass ich ordentlich meine Sachen mache und mich bemühe. Er spielt keine Psychospielchen, schimpft, manipuliert nicht, will nicht seine Statistik frisieren und ist im Grunde ein guter Kerl, ich denke von ihm, dass er mich nirgends reinreiten will. Er tut was er muss und ich tue was ich kann.
Und die Ärztin war genauso, sehr feinfühlig, menschlich, ruhig und verständnisvoll. Ich hoffe, dass ich wieder zu der kann.

Wenn ich von dieser Seite Druck bekäme, ginge gar nix mehr, denn den mache ich mir schon zur Genüge selbst.
Ich werd mich damit heute mal eingehender befassen, nachdenken und schreiben.
Zu mehr bin ich heute eh nicht fähig, die 2.Nacht in Folge in der ich kaum schlief und es fühlt sich an, als hätte ich seit einer Woche nicht geschlafen.
Deswegen: Buch, Block und Tee und ab ins Bett.

Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden

Diesen Spruch kann man nun allerorts lesen. Die Werbung des Bundesfreiwilligendienst.

Mein Gut-Menschentum habe ich vor einiger Zeit abgelegt. Ich habe mich zu sehr überall eingesetzt, mich total vernachlässigt und kaputt gemacht. Meine soziale Ader wurde etwas dünn. Nur mein Ehrenamt mache ich noch, das ist aber so selten, dass es nicht ins Gewicht fällt. Wenn ich schon schufte, will ich davon wenigstens meine Miete und mein Essen bezahlen können und vielleicht noch ein paar Annehmlichkeiten, ich brauch ja eh nicht viel.

Aus Neugierde besuchte ich nun doch die Homepage, stöberte in den Platzbörsen. Viele Stellen wurden früher von den Zivildienstleistern besetzt, aber die gibt es ja bald nicht mehr. Also im Altenheim, Behindertenbetreuung, Kultur und Sportbereich. Ich fand tatsächlich eine Ausschreibung die mich bannte. Wow, das klingt toll, das könnte ich, das würde mir wahrscheinlich Spaß machen.

Nun. Nach meinem Empfinden gehörte diese Stelle zum regulären Arbeitsmarkt! Das ist nicht mal eben Omas spazieren fahren oder im Garten buddeln, also Dinge auf die man auch verzichten könnte. (Diese Kritik wurde ja auch bei den 1,-€-Jobs laut, dass dies eigentlich ganz normale Stellen sind-aber so billiger für den Arbeitgeber-Stichwort: Arbeitsmarktneutral!). Zudem sie eine 39 Stundenwoche wäre! Freiwillig, is klar, nä? Was bekommt man dafür? Ein gutes Gefühl nützlich und wichtig sein, einen feuchten Händedruck und Taschengeld: höchstens 330 Euro. Im Monat.(wer weniger bekommt und warum steht nirgends) evtl. noch Fahrtkosten (wenn man ganz lieb ist?).

Hartz-4 Empfänger dürfen 60 Euro behalten. *PENG*, sorry mir ist grad die Hutschnur geplatzt! Wenn ich einen 400 Euro Job hätte, dürfte ich 120 Euro davon behalten. Das kann ich noch akzeptieren, weil ich zu einer kleinen Selbstlüge greife: Angenommen ich bekomme 800 Euro vom Amt, plus die 120 € aus dem Job, wären 920 Euro für 40 Stunden Arbeit im Monat. Ich denke mir, dass ich ja Gehalt bekomme, aber eben nicht vom Chef, sondern von der ARGE. Andere sagen sich, da geh ich lieber für die 120 Kröten schwarz arbeiten und hab den Rest frei. Jeder wie er will.

Aber für 860 Euro an die 156 Stunden arbeiten (Stundenlohn: 5.50€)-mal davon abgesehn, dass ich derzeit kaum 39Std. die Woche leisten könnte - ist mir aber echt zu blöd, verarschen kann ich mich auch selbst. Hauptsache die Leute sind aufgeräumt und denken nicht zuviel nach und schuften für die Gemeinschaft. Blablabla.

Warum unterstützt die Regierung solche Arbeitgeber/Träger nicht, indem sie sagt: Die früheren Zivildienststellen bezahlen wir zur Hälfte, damit mehr Stellen geschaffen werden, wovon die Leute auch leben können?

Dumme Frage, ganz klar. Es muss ja gespart werden und der Rotstift wird immer zuerst bei den Schwächsten angesetzt: Kinder, Alte und Kranke.

Ein interessanter Beitrag liest sich auch hier: Für das deutsche Vaterland

Amen.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Nun...

...liegst du vor mir: Rein, weiß, unschuldig, unbefleckt und flauschig!

Meine neue Matratze! :-)

Na dann bin ich mal gespannt, wie es sich so auf dir liegen lässt.
Leider kann ich das nicht sofort testen, obwohl ich extrem übermüdet bin (was ne scheiß nacht!), aber leider rast unser übereifriger Hausmeister mal wieder mit dem krachenden Mäher über den Rasen, der sich erdreistet hat in den letzten 2 Wochen 3,5mm zu wachsen!!!! Unerhört. Das muss gleich wieder weg. Schrecklich.

Aber später...wenn er gegen 15:30 in den Feierabend marschiert und Ruhe einkehrt und es wie angesagt hoffentlich zu regnen anfängt, dann hab ich ihn wieder:

Meinen Frieden! :-)

Und krabbel dann auf die Matratze mit einem unglaublich schönen Buch, von dem ich demnächst berichten werden.

Bis dahin: Schlaft gut und geht ohne Regenschirm aus dem Haus!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Sitz Google!...Äh SUCH!

Einige Suchergebnisse, die meinen Blog gefunden haben:

ein schöner tag mit der frau ---> jau klingt toll!

blitz hartz 4 poker schulz ---> also was derjenige gesucht hat, is mir echt ein Rätsel

abschied job es menschelt ---> *schnief*

anti-scham-training ---> *grins* und? Schon ordentlich blamiert?

bild schnecke peitsche ---> äh also was soll ich dazu sagen...?

kann schönes wetter depressiv machen?----> Jaaaaaaaa...mensch gibt’s da draußen tatsächlich noch jemand, der so fühlt?

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Und sonst so?

Heute geht es mir relativ gut. Ich war vormittags unterwegs und hab festgestellt, dass ich ganz gut bei mir bin, guten Kontakt zu innen und weniger den Fokus auf Außen.

Und immer wenn ich gemerkt habe, dass ich hektisch und nervös wurde (obwohl keinerlei Zeitdruck da war) habe ich mir innerlich "Stop" gesagt, tief geatmet und mir gesagt, dass ja nix wegläuft. Das könnte ich 100x am Tag machen und wahrscheinlich braucht es Jahre, bis ich etwas entspannter und gelassener durch diese Welt wandel.

Jetzt ist aber erstmal Mittagspause dran und danach frische Erdbeeren mit Schoko-Kokos-Eis! Unschlagbar :-)

Dienstag, 14. Juni 2011

Ein Montag, der ein Dienstag ist.

Ich bin heut zwider, grantig und fad (für Nicht-Bayern: Achtung! Absolut schlechte Laune!). Es funktioniert derzeit einfach NICHTS! Gar nix. Selbst mein Cd-Spieler hat sich verabschiedet und das wär das erste Teil, dass ich aus meiner brennenden Hütte retten würde. Musik ist für mich alles. Na gut, nicht alles, aber ziemlich viel. Zum Glück ist noch Garantie drauf, doch bis ein neuer da is, wird es doch 1-2 Wochen dauern.

Ein orientierungsloses dahin treiben, das alte Gefühl der Verlorenheit kommt aus allen Ecken gekrochen, Müdigkeit, ein unglaublicher Druck lastet auf mir, miese Zwänge, die inneren Kämpfe sind zermürbend, lassen mich seelisch waidwund zurück, wer bin ich und was will ich leben, ich traue mir nichts mehr zu, habe 1000 Ideen und mache nichts, Zweifel zerfressen mich, ich studiere mich selbst, ich vergleiche mich zuviel mit anderen, denen es scheinbar besser geht, ich denke, dass es manchmal besser wäre keine Wahl zu haben, das würde das Leben ungemein erleichtern.

Das neue Antidepressiva fange ich erst am Freitag an, da ich morgen und übermorgen noch Termine hab und ich weiß nicht, wie es mir mit neuer Chemie in meinem Blut geht. Bei den letzten Pillen fuhr ich Achterbahn in meinem Wohnzimmer - unfreiwillig. Holla die Waldfee.
Natürlich musste ich das Wundermittel auch mal googeln. Is klar, dass es bei jedem anders wirkt, aber was ich öfters las, war folgendes:

- bei den meisten wirkte es die ersten 1-2 Wochen gut, dann kaum mehr. In einem Drogenforum hieß es sogar, es fühle sich an wie auf Koks. Ohje.
- es gibt weniger Nebenwirkungen, jedoch kam vermehrt Schlaflosigkeit vor und das brauch ich am allerwenigsten.
- es wird auch oft bei AD(H)S verschrieben
- eine Ärztin fand zufällig heraus, dass es bei der Raucherentwöhnung helfen kann, einige Depressive die dieses Medikament nahmen, hörten ganz auf oder verringerten ihre Glimmstängel. Bei einer Studie mit dem Medikament waren 33% auch nach 1 Jahr noch rauchfrei (die höchste Quote von allen Hilfsmitteln!). DAS wär natürlich der Hammer, wenn das auch bei mir klappen würde. Natürlich muss man selber auch einiges dazu tun. Nur Pille schlucken und warten wird wohl nix.

Wäsche is gewaschen, Einkauf erledigt, Boden gesaugt, Essen köchelt...von mir aus kann der Abend kommen. *seufz*........

Montag, 13. Juni 2011

Leben für Anfänger



Achso, dass muss einem ja gesagt werden, dass man irgendwann frei über sein Leben entscheiden kann. Ich kenn das nicht. Mir wurde beigebracht, nur auf die anderen zu achten, ihnen jeden Wunsch von den Augen zu lesen, ihre Probleme zu lösen und nie, wirklich niemals was anderes zu denken oder zu fühlen, als der Rest der Sippschaft!

Deswegen hat mein Leben keine Richtung.

Das erinnert mich an den dressierten Elefanten, der seit der Geburt an Ketten gefesselt ist und jeder Ausbruchsversuch scheiterte. Als er ausgewachsen war, hat er so verinnerlicht, dass er nicht weg laufen kann. So reicht es, ihn an einem dünnen Seil, das an einem ebenso dünnen Ast gebunden ist, weiter zu fesseln.Nun könnte er einfach weg laufen, doch er tut es nicht, weil er nicht weiß, dass er locker das Seil zerreißen oder den Ast abbrechen und die Freiheit genießen könnte. (Die Frage ist nur ob er in der freien Wildbahn lange leben würde, wenn er nie jagen, sich verteidigen, einem Rudel anschließen gelernt hat).

Letztens fand ich ein Buch, dass eine Mutter schrieb, die von ihrer Tochter "verlassen" wurde, sprich den Kontakt abbrach. Natürlich werde ich dies nicht lesen, da es mich viel zu sehr innerlich aufreiben würde. Denn auch ich hab den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen. Bewußt, nach langen Versuchen doch noch mit ihr klar zu kommen und vielem nachdenken. Die wenigsten verstehen das und ich habe keine Kraft und Lust mehr das zu erklären und daüber zu diskutieren. Jedes Gespräch das in diese Richtung geht, blocke ich ab.

Sie war mein Seil und der Ast. Ich konnte nicht frei werden. Jetzt schon. (vorausgesetzt ich überlebe die "freie Wildbahn"!). In einem Kommentar zu dem Buch schrieb eine Mutter, die sich aber auf die Seite der Tochter stellte und so schrieb, als würde diese vor ihr sitzen - sehr berührend. Vor allem sagte sie einen Satz, der seitdem in meinem Gehirn kreist:

Kinder die ihre Eltern verlassen, wurden schon viel früher von ihren Eltern verlassen!

Das stimmt. Absolut.

Passend dazu heute diese Karte gezogen:

Ich bin berechtigt heraus zu finden, was für mich gut ist.

Sonntag, 12. Juni 2011

Werdet wie die Kinder

Es gibt Menschen, die sind vom Alter her erwachsen, aber nicht in ihrem Verhalten.

Ich bin so eine. Ich muss mein inneres Kind nicht hervor locken und kennen lernen, nein das ist schon da und übernimmt die Führung meines Lebens. Ich muss lernen als Erwachsene mit diesem kindlichen Anteil umzugehen.

Wer zu sehr mit dem inneren Kind identifiziert ist, hat eine geringe Frustationsschwelle, braucht sofortige Bedürfnisbefriedigung ( was oft in Sucht ausartet!), kann seine emotionalen Affekte schwer kontrollieren, kennt kaum Grenzen -die eigenen und die der anderen (zu wenig Schlaf, zu ungesundes Essen, zuviel Geld ausgeben/Schulden machen), Probleme mit Autoritäten, ist risikofreudig, sucht sich im Partner weiter Vater/Mutter, kann schwer „nein“ sagen und noch so einiges. Oft sind es auch innere Jugendliche die das Steuer in der Hand haben und so sieht man 40-jährige die immer noch mit Baseballcaps, Kapuzenpulli und stark gepierct herum laufen. Das ist keine Bewertung, nur eine Feststellung, die ich auch bei mir erkannte!

Diese Menschen glauben, wenn sie tun was sie wollen, dass dies Freiheit heißt. Dabei ist es mangelnde Affektkontrolle.

Ich bin schon seit Jahren dabei meinen Erwachsenen-Anteil oder das „bewußte Selbst“ (wie es die Autorin in: mit der Kindheit Frieden schließen) nennt, zu stärken. Gut geht das ganze mit dem inneren Dialog und Imaginationen. z.B. wenn ich weiß ich muss etwas tun, wovor mein inneres Kind angst hat (oder ich angst habe, dass es quer schießt und den Behördenmann ein blödes Arschloch nennt) beruhige ich es und wir suchen gemeinsam einen Ort aus, an dem es bleiben kann, natürlich muss es da wieder imaginär abgeholt werden.(klingt bisschen gaga, aber es hilft und das zählt)

Als mich diese Woche diese intensive Wut überschwemmte, war da ganz viel „Kind“ dabei. Und ich war als Erwachsene noch mehr als sonst gefordert nun aufzupassen. Was braucht ein wütendes Kind? Meins braucht: Dass die Wut sein darf, Anerkennung, ernst-nehmen, Verständnis. Kein schnelles trösten und mit dem Verstand argumentieren (man teste dies mal bei einem wütenden 6-jährigen!). Sondern: Einen sicheren Rahmen geben, wo es erstmal toben darf: Hassbriefe schreiben, Kissen verprügeln, schreien, heulen, stampfen, nicht allein lassen. Aber auch Grenzen setzen, gerade in solchen aufwühlenden Zuständen esse ich nicht richtig und rede mir gut zu, dass ich zumindest ein Käsebrot und ein paar Tomaten zu mir nehmen kann, weil der Körper was braucht. Ich habe die Pflicht mir und meinem Leben, meinem Körper und meiner Seele Grenzen zu setzen! Dann kann ich auch leichter anderen mir gegenüber Stop und nein sagen.

Ich als Erwachsene kümmere mich um mein Leben, das Kind hat es schon viel zu lange tun müssen und ich richte Plätze ein, in dem man noch getrost Kind sein darf und nicht in Selbstschädigung endet. Diese selbstschädigenden Aktionen wurden ja nur gemacht, um Gehör zu finden und weil es sich nicht anders zu helfen wußte.

Hart ist es trotzdem und manchmal ist der Sog des Kind-Ich zu stark, dann werd ich wieder Pippi Langstrumpf und such mir Peter Pan!

Das blöde is ja, dass die Infantilität von den Medien immer mehr als toll hingestellt wird: Sei immer jung, sei immer hipp, wenn was nicht klappt lass es, Du brauchst ein Navi weil du dich nie und nimmer selber orientieren kannst, Falten sind bäh, alte Leute erst recht, hier ein neues s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶l̶̶z̶̶e̶̶u̶̶g̶ Handy, Generation Praktika, du brauchst nicht mehr an Mamas Brustwarze nuckeln, nimm Zigaretten, du kannst dir alle Wünsche sofort erfüllen dank unseres Kredites, gib schnell auf, lass dich scheiden, tröste dich mit der neuen Playstation oder einer Tafel Schokolade!

Ich bin also in guter Gesellschaft mit meinen regressiven Tendenzen

http://www.medienobservationen.uni-muenchen.de/artikel/gesellschaft/Infant.html

Samstag, 11. Juni 2011

In den Tag hinein leben...

Ein Essay gelesen von 1947 über den Fortschritt dieser Zeit, in der damals schon gesehen wurde, dass die neue Technik der Landwirtschaft mit all dem Kunstdünger und Ausbeutung von Tier und Pflanze nichts gutes ist und über die Gefahren der Kernspaltung.

Anscheinend braucht der Mensch wirklich lange, um sein Verhalten zu ändern. Technisch, biologisch, medizinisch sind wir weit fortgeschritten, doch der Mensch kam nicht nach.

Sprich: Der Mensch hat sich noch nicht an all die Chemie, die Informationsflut, an die körperliche Bewegungslosigkeit usw. gewohnt! Vielleicht ist der Mensch in 1000 Jahren soweit, dass er all die neuen Errungenschaften, die uns heute so viele Streßkrankheiten bescheren, mühelos annimmt. Da macht es dem Körper nichts mehr aus, wenn er nur 3x im Monat Obst bekommt oder nur sitzt und liegt. Vielleicht sagt man dann: Nee für anstrengende Bewegungen ist unser Körper nicht geschaffen.

Vorausgesetzt wir haben uns bis dahin nicht schon längst selbst in die Luft gejagt.

Und sonst so? Es ist ein ruhiger Tag, den ich absolut genieße. Ich lasse mich treiben, schlafe, esse, gehe spazieren wie es mir gerade gefällt. Werde ruhig, spüre die immense Erschöpfung und frage mich, warum ich so schnell unter Druck gerate, wenn ein Termin oder Treffen ansteht. Selbst wenn es was schönes ist und erst am Nachmittag, steigt vormittags schon meine Anspannung und mein Kopfkarussel läuft auf Hochtouren.

Möchte mal gerne wissen, wie ich da mehr Gelassenheit in mein Leben bringen kann.

Heute bin ich auch einigen Hunden begegnet und ich spüre wie ich jegliche Gefühle zu diesem Thema verdränge. Zwischendrin kommen schon Fragen wie: vielleicht ist es wirklich besser eine Teilzeit-Hunde-Mama zu werden (hier werden oft Leute gesucht, für Urlaub ect. hab das auch früher gemacht, aber es ist halt nicht dasselbe und nicht die intensive Bindung, wie bei einem eigenen Hund).

Außerdem fand ich einen schönen Hof mit ganz vielen Hunden (die auch Hundeschlittenrennen anbieten) und dort kann man sehr günstig übernachten, ob ich halt dann nicht öfters da hin fahre.

Mal sehen...

Freitag, 10. Juni 2011

Und die Sonne geht auf...

Uff, was ne Woche!
Eine totale Arztwoche *schüttel*.

Erstmal Teil 2 des Good Doc or good dog:
Der Termin war noch haarsträubender als der erste, beim Schilddrüsenheini:
Werte ok, Zyste an der SD muss medikamentös behandelt werden, hier Rezept, in 3 Monaten nochmal Kontrolle. Erfuhr ich mal so nebenbei zwischen Tür und Angel. Schwupp weg war er. Nur gut, dass ich keine weiteren Fragen hatte...ich? nöööö. Pfff Tag danach nochmal angerufen und Fragen geklärt. Arschgesicht!

Dann weiter zur Therapeutin, die etwas geschockt reagierte, ob meiner Reaktion bezgl. Therapiehund-Absage: Sie geben denen aber eine ganz schöne Macht über sich und verurteilen sich komplett dafür ??!
JA! Eigentlich müßte sie das von mir schon kennen, hatten ja genug Krisen dieser Art in der Klinik. Nunja. Trotzallem: Schulterklopf von ihr, dass ich das relativ gut gehändelt habe. Ich weiß nicht, ich glaub da bahnt sich noch was an...
War leider nur ein Kurztermin, da wir derzeit auf die Bewilligung warten. Naja immerhin und ich ging etwas ruhiger aus ihrer Praxis.

Heute dann Besuch bei meinem d̶̶e̶̶a̶̶l̶̶e̶̶r̶ Psychiater. Therapeutin will den mehr mit einbeziehen. Gut von mir aus. Ich kenn den seit 10 Jahren und wir haben einiges durch probiert, er ist ja für Medikamente zuständig, bis wir uns einig wurden: So wirklich das richtige finden wir nicht, also lassen wir es.
Nun saß ich mal wieder bei ihm. Ich mag den sehr, ne Zeit war ich sogar richtig in den verschossen, der hat was knuddeliges und charmantes an sich.
Schelmisch linste er zu mir rüber und meinte zögerlich: Medikamente?
Ich: JA! Her damit, es ist mir scheißegal, ich will endlich, dass es mir besser geht, ich fühl mich wie ein Zombie!
Ok und tatsächlich hat er was neues auf Lager! Nachdem wir sämtliche SSRI und Mao-Hemmer usw. durch georgelt hatten, kommt nun ein Dopamin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer in mein Blut und Hirn.
Ich bin gespannt, aber sowas von! :-)
Wahrscheinlich schweb ich demnächst auf einer astreinen Dopaminwolke und werde willkürlich von Orgasmen geschüttelt. Tztztzzz...
Die Sonne ging tatsächlich auf, als ich in der Apotheke meinen Stoff holte: Das neue Antidepressiva ist in einer blauen Schachtel mit aufgehender Sonne. Süß!

Meine Werte von der Schilddrüse wollt ich schwarz auf weiß haben und da ich heute eh in München war und demnächst keine Praxis mehr sehen möchte, besuchte ich den Doc mit Dog nochmal. Der fand das gar nicht witzig was ich da wollte. (gab es mir aber dann doch)
Is mir aber auch wurscht.

So und jetzt den fettesten Kuchen den ich auftreiben konnte, ein Käffchen und mal bei Euch vorbei schauen.

Und heut abend mein letztes Bier für nächste Zeit.
Denn Medikamente und Alkohol...neeeee diese Zustände brauch ich nicht mehr.

Prost!

Achso und hier mein ultimativer Summersong 2011 (obwohl ich weiter kein Sonnenfan bin!)
Wer noch mehr Sommerlieder braucht, hole sich eine bekannte Frauenzeitschrift (das Gegenteil von "mini"), da gibts ne nette CD obendrauf. Normalerweise les ich son Zeug nicht mehr, war aber Panikprophylaktisch heute angebracht.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Wenn Träume platzen...

tut das weh...ganz enorm weh und es ist scheiße, aber sowas von!

Vor einigen Monaten fand ich eine interessante Homepage, von einem Verein der Assistenzhunde ausbildet und an Menschen weitergibt die entweder Diabetes haben (ja ein Hund kann Unterzuckerung riechen und dann melden) oder eine posttraumatische Belastungsstörung haben, hier kann der Hund auch einiges erlernen, um den Menschen zu helfen.(z.B. In einen dunklen Raum vorgehen und melden, wenn da jemand ist, Licht anmachen, in einer Dissoziation da sein, aufwecken bei Alpträumen ect.).

Wow, das isses! Dacht ich voller Freude, schrieb die Herrschaften an und kurze Zeit später hatte ich einen 6-seitigen Bewerbungsbogen vor mir liegen. Den ausgefüllt mit einem Attest meines Psychiaters, dass ich eine PTBS habe, schickte ich zurück. Ich überlegte gut und hinterfragte mich bei einigen Dingen intensiv, ließ mir Zeit und war sehr offen und ehrlich über meine Wünsche und Sorgen. Der Kommentar meines Doctores war ein kindlicher (was ihn mir umso sympatischer machte, weil die steife Arztmaske von ihm fiel):“Ui cool, ich will auch einen Therapiehund haben!“

Nun kam eine Absage. Ich würde die Anforderungen nicht erfüllen und noch weitere dubiose „Ausreden“. Bin ich zu krank dafür (nun, die sollten wissen, dass man mit einer komplexen PTBS nicht nur hin und wieder unter Kopfweh leidet) oder gar zu gesund????( dazu würde ich sagen, wer viel mehr an den Traumafolgenstörungen leidet, und gerade noch sich selbst versorgen kann oder gar noch öfter in Kliniken verweilt, weil er nicht mehr klar kommt, dem sollte man auch keinen Hund anvertrauen)

Alles war schwarz in diesem Moment, kein grau und schon gar kein bunt. Ich fühlte mich wie nach 5 Ohrfeigen und mindestens genau so viele Faustschläge in die Magengrube. Stehend ausgezählt....5..4..3..2...1 k.o! Nichts kann ich und nicht mal für einen Hund bin ich gut genug. Keine Differenzierung, alles an mir ist nicht gut.

Ich war sauer, aber sowas von! Eine unbändige Wut schäumte in mir und ich wußte, jetzt muss ich aufpassen, um nicht Amok zu laufen. Amok gegen mich selbst. Ich radelte wie eine besessene eine Strecke, die ich mir für solche Zwecke schon lange ausgesucht habe: Geteerte Straße, kaum Autos, schnurgerade. Es regnete, es war mir wurscht, es hätte Tennisbälle hageln können!

Diese Arschlöcher, was glauben die eigentlich! Ich hab die ganze Welt verachtet, ich wollt aufgeben. Warum? Warum strenge ich mich immer wieder so an? Geh in Gruppen, kauf mir selber Fachliteratur zu meiner Krankheit, ging von mir aus 3x in Kliniken und 2x in ambulante Therapie wovon ich eine selbst bezahlt habe! Warum diese ganze Scheiße, wenn ich doch immer wieder Niederlagen einstecken muss. Oh einsame Hütte in Skandinavien...wo bist du????

Mein großer Fehler war, dass ich nie mit einer Absage gerechnet habe, sondern schon geträumt habe, wie es wohl werden wird.

Eine erwachsene Stimme in mir meint ganz ruhig: wer weiß wozu das gut ist? Vielleicht hat die höhere Energie was anderes mit dir vor?

Schnauze! Ich will davon nix hören! Ich blute, mich hat es zerrissen, ich trauere, ich wüte, ich....

Ich kann kurz erkennen, dass ich total in der Opferhaltung eines kleinen Kindes bin,(immerhin ist es auch ein Kindheitswunsch, der wieder einmal verschoben wurde) verändern kann ich es noch nicht...das kommt als nächstes dran, ich kann nur ein Stück weit besser auf mich aufpassen, was ich in diesem inneren Ausnahmezustand tue.

Ich mache mich nur noch zu einem kleinen Teil „dicht“ (Gefühle wegschieben, exzessiv ablenken, immens viel rauchen, Kaffe und Süßkram), ich nehme mir Zeit für Trauer und Wut und mache eine Imagination zum sicheren Ort. Ich lasse den kindlichen, verletzten Anteil in mir schreiben und der darf sich auch unter einer Decke verkriechen. Ich nehme alles was ist wahr und atme.

Ein anderer Teil verweigert sich dem Leben. Schweigt, verstummt, resigniert, wird verbittert, zieht sich immer weiter in sich selbst zurück.

Der Treibsand hat mich wieder.

Natürlich heißt das nicht, dass ich nun nie einen Hund haben kann. Doch einen schon gut erzogenen Hund, mit Hilfe im Rücken und Nachschulungen, hätte für mich, einiges erleichtern.

Ich wollte die genaueren Gründe von diesem Verein wissen.... keine Antwort.

Ich mach mich mal auf den Weg zu meiner Therapeutin....

Mittwoch, 8. Juni 2011

Loslassen können und aufgehoben sein

Unsicher setzt mein Fuß auf,

Schritt für Schritt, rechts, links.

Der Boden wackelt, ich schwanke, ich zitter, mein Gleichgewicht droht aus den Fugen zu geraten.

Alleine schaffe ich es nicht, ich weiß nicht mehr weiter, bin ratlos.

Da! Eine Hand hält mich, eine kleine Stütze.

Ein helfender Arm bietet sich mir an. Eine breite Schulter gibt mir etwas Halt. Ich bleibe starr und bewegungslos, wie geht es weiter?

Eine sanfte Stimme in meinem Ohr: "wenn ich dir zu nahe komme, sag es!"

Diese Klarheit, dieses aussprechen, dass hier nix sexuelles läuft läßt mich nachgeben, weich werden, ich spüre keine Angst, ich lasse mich fallen...und werde sanft und doch stark aufgefangen, gehalten.

Wie wunderbar! Was für ein prickelndes Gefühl! Freude! Freude! Freude!

Ich verschnaufe kurz, sammel neue Kraft, hole Atem, lache, schaue in die Welt und stehe wieder auf meinen eigenen Füßen.

Ich finde, dass sich dieses Erlebnis gut auf das ganze Leben übertragen lässt:

Nähe muss nicht im Übergriff enden. Nähe kann schön sein. Ich darf schwach sein und Hilfe annehmen. Berührungen müssen nichts mit Sex zu tun haben. Ich darf eine Pause machen. Wenn ich geschmeidig und beweglich bleibe, bleibe ich im Fluß und finde schneller mein Gleichgewicht wieder-wie ein Baum der im Sturm auch leicht mitschwankt.

Ich bin dankbar, für diese neue heilsame Erfahrung. Ich schöpfte Mut mich öfter an jemanden (und an meine Grenzen) anzulehnen.

Eine Sehnsucht, ein Wollen wurde in mir geweckt, diese Geborgenheit, dies getragen-werden, dies Geschenk öfter zu erfahren. Gleichzeit schaue ich ängstlich auf meine Mauer, die mir immer soviel Schutz gab, hinter der ich mich versteckte ...

....und Nähe vermied.

Dienstag, 7. Juni 2011

Nicht's ist einfach

Das ich etwas einfach tue und dann (auch innerlich) abhake kommt sehr selten vor. Meist geht im vorraus einer Aktion, viel Zeit für Gedanken drauf. Ich verdrehe mir mein Hirn und dabei stellt sich mir nicht nur die Frage, was ich anziehe. Nein, ich geh alles haarklein in Gedanken durch. Vom Fahrplan bis hin zum Gesprächsinhalt. Kontrollitis läßt grüßen.

Ist dann eine Aktion vorbei, geht es innerlich weiter. Es beschäftigt mich und meine Gedanken kehren immer wieder zurück. Ich kaue alles durch bis es flüssig ist und so leichter verdaut werden kann.

Kommen zuviele Aktionen innerhalb eines kurzen Zeitraumes zusammen droht die Reizüberflutung. Altes ist noch nicht verdaut, da kommt schon neues hinzu. Sind es wenige Aktionen, aber z.B. emotional stark besetzt, droht das selbe!

Ich kann nicht anders. Übergehe ich diese Innenschau rächt sich das: ich werde krank, damit ich wieder zeit und Raum finde, mich dem noch unverdauten zu widmen. Manchesmal war die Überflutung so stark, dass ich ohnmächtig wurde. Zackbumm lag ich da, ausgestreckt auf der Straße oder im Bahnhof.

http://raumgewinner.blog.de/2011/06/02/selbstverstellung-verworrene-kalkulation-ausweichender-bewegungen-formen-funktionssabotage-11256968/

Damit das nicht wieder passiert, gibt es nur eines: Absolute Ruhe, viel liegen, keine Musik, keine Gespräche, Augen zu u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶d̶̶u̶̶r̶̶c̶̶h̶. Manchmal brauch ich nur einen Tag dafür, manchmal auch drei.

Heute und morgen habe ich frei, keine Termine, keine Verabredung und sei sie auch noch so schön, harmlos oder kurz. Ruhe, inneres sortieren, schlafen, schreiben, vielleicht leichte Lektüre, nachdenken....

So verkriech ich mich heute in meine Klosterzelle.

Montag, 6. Juni 2011

Jesus trommelt

Ok, ich bin nicht Jesus, hab aber trotzdem in einer Kirche getrommelt. Am Sonntag! Das geht auch nur bei den Evangelen. Vor 2 Jahren fing ich an...und ließ es wieder sein. Wie so vieles was ich anfange und mir Spaß macht. Aber hej, so schnell geb ich nicht auf, ich fang einfach wieder an. Und nehm meine Depression mit. Ich bin nicht die Depression, sie ist nur ein Teil von mir.

So einfach ist das :-)

Der Unterschied zwischen einem trommelnden Afrikaner und den Weißen ist: Der Afrikaner trommelt, als hätte er schon als Baby eine Djembe zwischen den Knien gehabt (oh wie süüüß), schaut lächelnd in die Runde und man meint, dass seine Finger nicht zu ihm gehören und wenn, dann ein Eigenleben führen, sanft und unglaublich beweglich tun sie einfach. Ganz einfach.

Der Weiße sitzt total verkrampft da, entlockt der Trommel nicht wirklich schöne Töne und starrt wie in Trance auf die gegenüberliegende Wand, weil er sich so sehr auf die Rhythmen konzentriert. Seine Hände sind genauso steif wie sein Rücken und patschen zusammengepresst auf das gespannte Fell.

Ehrlich, ich habs mit eigenen Augen gesehn und gespürt. Da is nix mit Flow und Lebenskraft! Wir sind zu verkopft. Sobald ich 3 Sekunden in dem natürlichen Fluß drin bin, habe auch ich das Gefühl meine Hände gehören nicht zu mir, die tun einfach das richtige! Doch schon überlege ich mir wieder ob nun Bass oder Seite dran ist und komme vollends ins schleudern.

Das Ganze ist auch eine sehr gute Übung für meine soziale Phobie und Versagerangst. Immerhin m̶̶u̶̶s̶̶s̶ darf ich hier mit Menschen etwas TUN, ich werde beobachtet, ich könnte einen Fehler machen, OHGOTT!

Tatsächlich werde ich immer nervöser, verhau mich ständig und werde immer verkrampfter. Nix mehr zu sehen von der Leichtigkeit einer trommelnden, afrikanischen Straßengruppe! (und wer meint, die trommeln halt einfach: irrt! Da gibt’s sauschwere Rhythmen! Soll ja harmonisch klinge! Und wo war eine klitzekleine Pause? Und wann muss ich einen Tick schneller spielen?)Halleluja!

Ein erfahrener Mitspieler setzt sich neben mich, damit ich mich an ihm orientieren kann. Anstatt mich über diese Hilfe zu freuen, denk ich mir: Toll, ich stell mich zu blöd an, die anderen „Neuen“ sind besser als ich, alle sehn dass ich Nachhilfe brauche..und werde rot. Ich höre nur den noch hilfreicheren Spruch: Bleib locker!

Du Arschkrempe! Das würd ich ja gern und funktioniert auf Kommando überhaupt nicht! Ich spiele einfach weiter, als ob nix passiert wäre und starre Jesus am Kreuz an. Der wird mir schon helfen. Immerhin machen wir einen Höllenlärm!

Am Ende angekommen, bin ich durchgeschwitzt und mir dröhnen die Ohren, während mich das tiefschwarze Gesicht des Lehrers selig angrinst. Kurz blick ich noch einmal zum fest genagelten Held und mir scheint als zwinkert er mir ganz kurz zu.

Okay Leute, ihr seht mich wieder, immerhin soll das eine Stunde Spaß und Lockerheit sein!

Sonntag, 5. Juni 2011

Alles mal ausprobieren!

Gestern war ich slacklinen. Hat Spaß gemacht und ist gar nicht mal soooo schwierig.
Öfter mal was neues, dacht ich mir.
Da artistische Künste immer ein Publikumsmagnet sind, hatten wir immer mal wieder fremde Leute um uns, meist junge Männer in Gruppen, die schon ordentlich einen im Tee hatten und das Seiltanzen auch unbedingt ausprobieren wollten.
Bitte sehr, so gab's gleich wieder was zu lachen. :-)
Nebenher spielte ich noch ein wenig Poi, das kann ich wenigstens besser.

Danach latschten wir noch durch halb München- munich by night, saßen an der Isar und genossen ein Radler. Ein lauer, gemütlicher Samstagsommerabend.

Doch leider konnte ich es nicht so wirklich genießen. War weiterhin etwas niedergedrückt und schweigsam. Und so eine Art Entfremdungsgefühl, ich weiß nicht recht wie ich es beschreiben soll, ich versuch es mal:
Die anderen haben Spaß an diesem Abend, ich nicht, obwohl ich ja auch unterwegs bin, auch was schönes mache, in einem Park bin und lache.
Die anderen "dürfen" in der Bahn sitzen, ein Gefühl als gehöre das zu ihnen, aber nicht zu mir.
Ein Gefühl als wären alle anderen Menschen eine große Gruppe und ich bin außen vor, gehöre nicht dazu. Als hätte ich kein Existenzrecht. Fremd in dieser Welt.
Kennt das jemand?

Stressig war auch eine unvorhergesehene Situation: Ich komm von der U-Bahn rauf auf die Straße, die 4-spurig ist und ich wußte, dass da jetzt natürlich Autos fahren. Dem war nicht so, sondern Massen von Menschen tummelten sich dort und feierten ein Straßenfest! Das hat mich so durcheinander gebracht, dass ich erstmal völlig orientierungslos herum eierte und keine ruhige Stelle fand, um mich zu sortieren. Nach 15 Minuten ging es dann auch wieder.

Traurig machte mich auch ein Gespräch mit dem Kumpel, der dabei war. Mal wieder ein Vergleich und es kam zur Sprache warum ich keine Fremdsprache, kein Instrument kann und was ich noch im Leben erreichen will.
Das "ganz normale?" Leben, an dem ich nicht so wirklich teilnehmen kann.
Aber wie soll ich normal leben, wenn ich so wenig normales, beständiges, geborgenes aus meiner Vergangenheit kenne.

Daran arbeite ich doch,
nur dass andere meine Innenarbeit ja nicht sehen können.

Freitag, 3. Juni 2011

Pssst! Hör doch mal!

Bis mir der Unterkiefer vor staunen herunter klappt, muss schon viel passieren.
Letztens blieb ich aber prompt mitten auf dem Gehweg stehen, langsam öffnete sich mein Mund und formte sich zu einem OOHH! Gleichzeitig dachte ich: Irgendwas stimmt hier nicht.

Grund war: Ein Auto. Aber ein ganz besonderes! Ein ganz besonders leises Auto! Man hörte: nix! Na gut, minimale Abrollgeräusche vielleicht. Soso, hier ist also mal ein Elektroauto. Faszinierend!

Sofort stellte ich mir vor, wie es wäre, wenn alle Autos ab sofort so leise wären!
Ein Traum! Jawohl ein Traum. Denn das darf natürlich auf gar keinen Fall sein, dass ein Auto keine Geräusche macht! (wo kämen wir denn da hin???)
Siehe hier: http://www.schlabonski.de/index.php/2011/03/08/hauptsache-vrooooom/
Das Auto soll wieder Lärm machen! Grund: Man höre es ja sonst nicht und nee was dann auf den Straßen los sei, all die überfahrenen Menschlein, die sich nur auf ihr Gehör v̶̶e̶̶r̶̶l̶̶a̶̶s̶̶s̶̶e̶̶n̶ verließen!
Wieviel Menschen aber unter dem Lärm leiden und dass dieser enorm streßt, juckt natürlich mal wieder keine Sau.

Ich glaub ja eher, dass da Profiliergehabe dahinter steckt: Mein 60-jähriger Vater genießt es immer noch, (wie ein 18-jähriger) in der Innenstadt seinen Auspuff röhren zu lassen, um zu zeigen was er für ein toller Hecht ist!

Arm.
Arme Menschheit.
Ich glaube immer mehr, dass die Gesellschaft gar nicht friedlich, glücklich und gesund leben will.
Denn über was bitte schön, soll man denn dann reden, wenn es keine Lebensmittelskandale, explodierende Atomkraftwerks, Kriege und Krankheiten mehr gibt?

Etwa über sein eigenes Leben?

Ach was...alles pillepalle!

Donnerstag, 2. Juni 2011

Immer schön langsam...

Nun das mit dem Job wurde nix. Von meiner Seite aus. Ich weiß ja, dass ich derzeit überhaupt nicht stabil bin und mich kaum auf meine Umwelt einlassen kann. Zu sehr steht die Traumatherapie derzeit im Vordergrund. Und dann würde dieser Job sehr viel Eigeninitiative, brillante Ideen und viel Energie verlangen, mir ist aber derzeit nach einer klar vorgegebenen, einfachen, materiellen, handwerklichen Tätigkeit. Hab doch eh schon soviel im Kopf.

Das hat einige Stunden gedauert mich zu sortieren: Ist die Angst zu übermächtig? Laufe ich vor ihr davon? Wäre es nicht doch eine gute Chance? Verkaufe ich mich unter Wert? Traue ich mir gar nix mehr zu?

Ein Teil wünschte sich diese Arbeit sehr. Organisieren kann ich und kreativ bin ich auch, allerdings nur wenn ich frei bin und nicht unter Druck. Dieser Teil darf auch trauern, in aller Ruhe, ohne die bösen Stimmen ,die da schon wieder schreien: dass ich ja gar nix kann und zu nix fähig und immer in den schlecht bezahlten Helferjobs bleiben werde.

Tja nun, es gibt wichtigeres als zu den oberen 10.000 zu gehören! Und vielleicht werd ich als Edelputze glücklich :)

Im Ernst, ich bin froh, dass ich das jetzt so differenziert und realistisch sehen kann. Zu wissen, dass derzeit anderes wichtiger ist und ich weiter bei meinen kleinen Schritten bleiben muss. Denn jeder Termin außer Haus streßt mich (oder überhaupt Neues) und ich brauche viel Zeit zum entspannen und herunter fahren.

Meine Wünsche sind anders, ja und ich wär manchmal auch gern flotter und fitter in dieser Welt unterwegs. Aber, es gibt gute Grüne, warum ich so bin, wie ich bin.


Und jetzt bin ich innerlich ganz ruhig, in mir drin
schwebt ein Bild, an dieser Stelle darf sich meine Seele ausruhen und ein hilfreiches Wesen steht mir zur Seite. Das fühlt sich gut an und ich darf mein SEIN genießen.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Eine gute Woche!

Ja! Ich bin heute mal so optimistisch und behaupte in der Mitte der Woche, dass eben diese, gut verläuft :-)

Warum?
Ich gab mir 2 Arschtritte, die waren nötig.
Wie schon gesagt, war ich endlich beim Endo (und das Gefühl ich nehm mein Leben wieder selbst in die Hand, ist wunderbar!). Der andere Tritt war nötig wegen einer neuen Matratze.
Ich weiß nun, dass man wirklich nach spätestens 10 Jahren eine neue braucht. Ehrlich! Und was mach ich seit einem Jahr? Kauf mir hier mal was und da mal was, aber nicht das was ich wirklich brauche! Aber jetzt, jetzt ist sie bestellt und meine alte Liegenschaft wird kostenlos mitgenommen. Super!

Weiter gehts mit dem Gute-Laune-Programm:
1. Im Gespräch mit einer Bekannten kam heraus, dass wir beide wieder gern trommeln gehn würden. Also, mensch, dann machen wir das doch!

2. Hab für Emma eine Kurzgeschichte (für ihr geplantes Buch) geschrieben. Mal wieder eine Aufgabe, eine Herausforderung! Tat gut und das Ganze hat auch noch einen Sinn und mir selbst half es, diese Zeit (als ich ein autistisches Kind fuhr) besser abzuschließen.

3. Bin gerade an einem Jobangebot dran. Klingt spannend und interessant. Möchte noch nicht mehr verraten, ist ja noch nicht sicher. Und es wäre auch nur stundenweise. Aber das macht nix, immerhin mal wieder ein Anfang und eine Möglichkeit mein Können in der Welt zu verteilen :-)

4. Die Morgengymnastik tut mir sehr gut! Ohne gefühlten Zwang. Sondern einfach, dass ich mir etwas gutes tue. Fühle mich viel wohler, entspannter und geerdeter in meiner Haut. Was 15 Minuten täglich ausmachen können!

Fazit: Die Woche war gut gefüllt und so blieb kein Raum für wilde Grübeleien und Hoffnungslosigkeit.
Damit das so bleibt, ist aber morgen ein absoluter Ruhetag (übernehme mich ja zu gerne), Vatern sieht mich nicht, da muss er durch (und ich mein schlechtes Gewissen aushalten).
Dann ist aber die weitere Zeit wieder gut strukturiert:
Freitag: Haushalt
Samstag: zu einem kleinen Event
Sonntag: evtl. Bücherei (ja die hat da ausnahmsweise mal auf!) und trommeln.

Ich bin zufrieden!