Montag, 30. Mai 2011

Hauptsache braun!

Ich liebe es, wenn sich meine Haut schön braun färbt, das sieht einfach besser aus, als schneeweiß. Ich werde schnell braun, was mich aber früher nicht abhielt trotzdem stundenlang in der Sonne zu bruzzeln, egal ob mein Kreislauf schon nachgab oder ich Kopfschmerzen hatte.
Mein Motto war: Wenn ich schon an den See fahre, dann bleib ich auch den ganzen Tag da! Packte meinen halben Hausstand ein und fuhr los.
Ziemlich starr und zwanghaft.

Seit letztem Jahr erlaube ich mir, auch einfach mal nur für 2 Stunden ans Wasser zu fahren oder auch eher zu gehen oder länger zu bleiben, je nachdem wie es mir geht! Und es geht mir natürlich viel besser damit. Auch wenn ich nicht mehr tiefbraun am Ende des Sommers bin. Egal, die Haut wird es mir danken :-)

Zurzeit ist mir ja gar nicht nach Sonne, also ist es eh selten :-)
Heute lag ich aber am See, weil ich mir dachte: Wurscht, ich mach das jetzt einfach mal. Wie eben mit dem Morgensport. Viel besser wird meine Depression davon nicht (wie ich leider merke) ABER: schlimmer wirds auch nicht und deswegen mach ich es.

Angenehm war es dann doch, die Sonne und den Wind wieder am ganzen Körper zu spüren und nicht nur im Gesicht! Ich ließ alle Anspannung und Sorgen tief in Mutter Erde fallen und spürte wie sie mich trug.
Das glitzernde Wasser nahm ich wahr, spürte aber keine Regung in mir. Lustiger fand ich die sich jagenden Frösche.

Ansonsten bleibe ich weiter bei meinem geliebten Regenwetter.
Wie es in dem Buch "das heimatlose Ich" so schön geschrieben steht:

"Einzig ein Regentag schafft ein wenig Erleichterung, er nimmt das Bedrückende der Helligkeit, die der Kranke wie einen auf sich gerichteten Scheinwerfer empfindet, der ihn in seiner ganzen Lebensuntüchtigkeit erfasst und preisgibt.
Frühling und Sommer sind die dunklen Jahreszeiten für den Depressiven, weil sich sein Zustand, seine Stimmung nicht aufhellt. (im Gegensatz zu den Millionen Menschen um einen herum-Anm. von mir)
Die Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch und tatsächlichem Nachlassen seines Lebensmotors ist fast nicht zu ertragen."

Kommentare:

  1. Du hast recht, der Frühling ist grausam für einen Depressiven. Allerdings hat mir der Sport viel geholfen, ich hatte mich in ein Frauenfitnessstudio eingeschrieben und es hat wirklich Spaß gemacht mit den Frauen dort zusammen zu sein und sie reden zu hören, manchmal auch mit zu reden. Am Anfang war es schwierig den Mut aufzubringen und mich aus meiner wohligen Einsamkeit zu drängen, aber es hat wirklich geholfen...

    LG
    Sabrina

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  2. Habe mich im Urlaub eher vor der Sonne versteckt. Ich liebe es aber schon draußen zu sein, bevorzuge aber die schattigen Plätze.

    Auf dem Schiff gab es Pilates im Angebot, damit man wieder ein Gefühl für seinen Körper bekommt. So wie man es eben als angenehm empfindet, wenn man den Wind auf der Haut spürt.

    Es klingt nach einem wirklich schönen Tag, den Du da hattest.

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  3. Ja sabrina das ist schön, wenn man etwas für sich entdeckt, dass einem hilft :)

    Danke Ines für Deine Kommentare (ich les gleich bei Dir nach *freu*). Am Montag bekomm ich das Ergebnis mit Werten usw. bin SEHR gespannt!

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